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epa08416735 Volunteers spray disinfectant along a street in the popular tourist district of Itaewon in Seoul, South Korea, 12 May 2020. According to reports, more than 100 new coronavirus cases have been linked to clubs and bars in the district.  EPA/YONHAP SOUTH KOREA OUT

Freiwillige desinfizieren die Strassen von Itaewon in Seoul. Bild: EPA

Südkorea verhindert zweite Welle nach Partynacht – die Zahlen dahinter sind gewaltig

Erinnerst du dich an den Corona-Ausbruch nach der einen Partynacht in Seoul? Diesen immensen Aufwand hat Südkorea betrieben, um das wieder in den Griff zu bekommen.



Was ist passiert?

Südkoreas Vorbildrolle in Bezug auf die Bewältigung der Coronakrise wurde in diesem Monat auf den Prüfstand gestellt.

Als die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den einstelligen Bereich fiel, lockerte das Land die Corona-Massnahmen. Doch dann wurden mehrere Personen, die Nachtclubs im Seouler Ausgeh-Viertel Itaewon besucht hatten, positiv auf das Virus getestet.

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Der Ursprung dieses Anstiegs war ein einzelner infizierter Partygänger, der am ersten Maiwochenende eine Nacht durchgefeiert hatte. Tausende Südkoreaner waren an diesem Wochenende unterwegs und die Behörden befürchteten, dass das Cluster einen landesweiten Ausbruch auslösen könnte.

In den darauffolgenden Tagen wurden wieder täglich Dutzende Neuansteckungen gemeldet.

Wie reagierten die Behörden?

Südkoreas Antwort auf das Itaewon-Cluster ist ein Lehrstück in Sachen Contact Tracing. Seouls Bürgermeister liess in der Folge alle Bars und Nachtclubs schliessen, die Behörden ermittelten, wer alles an diesem Wochenende anwesend gewesen war und verfolgten die Kontakte. Die Zahlen haben es in sich:

82'000 Personen wurden getestet.

237 Fälle in Zusammenhang mit dem Itaewon-Cluster entdeckte man.

Bei nur 6,8 Prozent der Fälle ist der Ursprung der Infektion unbekannt.

Gemäss «Korea Herald» sind die täglichen Neuinfektionen im gesamten Land nun wieder unter 20. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass das Cluster unter Kontrolle ist.

Wie war das möglich?

Um den Ausbruch des Itaewon-Clusters zu bekämpfen, versuchten die Beamten, mit jeder einzelnen Person in Kontakt zu treten, die einen der Clubs im Ausgangsviertel besucht hatte. Das war möglich, weil Bars und Nachtclubs in Seoul von den Partybesuchern verlangten, vor dem Betreten ihren Namen und ihre Kontaktinformationen zu hinterlassen, berichtete etwa «Time».

Zumindest theoretisch.

Weil nicht alle Clubs die Daten lücken- und fehlerlos aufzeichneten, arbeitete die Polizei mit Mobilfunk-Providern zusammen, um anhand der Telefondaten herauszufinden, wer sich am Wochenende in Itaewon aufgehalten hatte.

Laut Seouls Bürgermeister war es den Beamten möglich, so die Hälfte der Club-Besucher zu erreichen – und das innerhalb weniger Tage.

Zusätzlich zu diesen Daten verwendeten die Contact Tracer GPS-Daten, Kreditkarten-Auszüge, Videoüberwachungs-Material und Interviews, um die Bewegungsabläufe nachzuverfolgen, schreibt etwa die Washington Post. Ein Vorgehen, das in der Schweiz aus Datenschutzgründen kaum möglich wäre.

Das ist aber noch nicht alles: Nachdem sich die Beamten ein klares Bild davon gemacht hatten, wie und wo sich eine infizierte Person bewegt hatte, veröffentlichte die südkoreanische Regierung diese Daten in anonymisierter Form auf einer öffentlichen Webseite, damit andere überprüfen können, ob sie dem Virus ausgesetzt waren.

Zusätzlich versendete die Regierung via Corona-Apps entsprechende Alarme. Alle, die zwischen dem 30. April und dem 5. Mai einen Club in oder in der Nähe von Itaewon besuchten, sollen sich testen lassen. Diese Tests sind gratis.

Covid-19: «Contact Tracing» einfach erklärt

Was sind die Lehren?

«Das Wichtigste ist, dass man die Übertragungskette so schnell wie möglich unterbricht, damit sich das Virus nicht ausbreitet», sagte etwa der hochrangige Gesundheitsbeamte Yoon Tae Hoe gemäss «Korea Herald». Und weiter: «Wir müssen das Contact Tracing und das Testen noch schneller machen.»

Konkret verlangt die südkoreanische Regierung ab kommendem Monat, dass die Club- und Barbetreiber die Personendaten zuverlässiger aufnehmen. Dies soll via Kundenprotokoll auf Basis von QR-Codes noch schneller und zuverlässiger werden.

In Anbetracht der jüngsten Zunahme an Fällen haben sich die Gesundheitsbehörden ausserdem entschlossen, die Richtlinien zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu überarbeiten. Ab Dienstag sind Schutzmasken in Bussen und Taxis obligatorisch, wer keine Maske hat, darf nicht einsteigen. Das Gleiche gelte ab Donnerstag auch für Flugzeugpassagiere. (jaw)

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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Miicha 26.05.2020 20:17
    Highlight Highlight Der Test ist in der Schweiz nicht gratis und nicht jeder kann sich das leisten.
    • lilie 26.05.2020 22:23
      Highlight Highlight @Miicha: Der Test wird von der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkassen übernommen:

      https://www.comparis.ch/information/gesundheit-praevention/aktuelles/coronavirus-faq
    • Miicha 27.05.2020 12:46
      Highlight Highlight Danke, aber die Franchise ist ja trotzdem noch zu bezahlen.
    • lilie 27.05.2020 19:05
      Highlight Highlight @Miicha: Das stimmt, aber die ist ja wählbar. Fr. 180.- sollte einem die eigene und die Gesundheit des eigenen Umfelds zudem schon wert sein. Der Schaden ist grösser, wenn man sich nicht testet, weiter arbeiten geht und am Schluss womöglich den Tod eines Kollegen zu verantworten hat.
  • Notra 26.05.2020 20:00
    Highlight Highlight Dass die zweite Welle so verhindert wurde ist eine blosse Vermutung und eine wenig plausible noch dazu.
    Es ist unbekannt, wie viele Infizierte nicht augespürt wurden und es ist nicht bekannt, wie viele falsch negativ getestete Infizierte es gab. Die zweite Welle kann also trotzdem noch kommen. Oder sie kommt nicht, weil auch ohne Pandemiemassnahmen der Reproduktionsfaktor nicht mehr über den Wert 1 kommt, warum auch immer.
    Die ganze Aktion steht auf gleicher wissenschaftlicher Basis wie Voodoo.

    Glauben macht selig.
  • Score 26.05.2020 18:10
    Highlight Highlight Ich hoffe ich bin nicht er einzige der ein Mulmiges Gefühl bei der Sache hat. Klar, es ist hilfreich. Aber ihr ahnt schon alle was da auch sonst für Möglichkeiten vorhanden sind mit diesem Contact Tracing... Zudem war es mal interessant das in den letzten Wochen plötzlich Heatmaps und Bewegungsdaten von uns Schweizer publiziert wurden, auch bei Watson, und niemand hinterfragt das kritisch. Alle sind froh, oder sagen "ja das war klar", also ob das alles weniger kritisch macht... Nicht falsch verstehen, ich bin nicht grundsätzlich dagegen, aber wir sollten wachsam sein...
  • De-Saint-Ex 26.05.2020 18:05
    Highlight Highlight Na dann, ist doch gut wird in der Schweiz so gut wie gar nicht getestet. So kommen „wir“ gar nicht erst in Verlegenheit... nur, wozu braucht es dann diese Tracing App...🤔?... man stelle sich vor, einer wird krank, wird getestet, sofern er denn mal ü 38 Fieber hat... wie weit zurück müsste man dann wohl schauen, mit wem er alles Kontakt hatte?
    Sorry, ich find‘s einen (sehr schlechten) Scherz...
    • lilie 26.05.2020 22:31
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex: Es wird 48 h zurückgeschaut, bevor die ersten Symptome auftraten.

      Die App ist nur ein Hilfsmittel, um die Leute zu sensibilisieren. Finde es auch e bitzli witzlos, aber ich nehme an, es geht darum, dass die Quarantänefälle nicht explodieren - pro Neuinfektion müssen 50 bis 100 Leute in Quarantäne. Bei 10 neuen Fällen pro Tag und im Schnitt 14 Tage Quarantäne sind langfristig immer etwa 10'000 Leute isoliert... Wenn die App da noch jede Menge Verdachtsfälle hinzufügt, können wir bald in den Lockdown zurück...
    • De-Saint-Ex 27.05.2020 12:47
      Highlight Highlight Sind Sie sicher, dass es 48 Std sind ?
      Bei einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen? Und was heisst „erste Symptome“ wenn erst getestet wird, wenn die Krankheit voll ausgebrochen ist? Ich denke, diese App führt lediglich dazu, dass sich die Menschen noch „sicherer“ fühlen und die Abstands- und Hygienemassnahmen erst recht ignorieren. Ich find’s geradezu unverantwortlich.
    • lilie 27.05.2020 13:07
      Highlight Highlight @De-Saint-Ex: Natürlich gibt es eine Befragung vom Arzt. Dieser stellt fest, wann die ersten Symptome aufgetreten sind, und dann muss man alle Kontakte angeben, die man in den 2 Tagen vor Auftreten der Symptome bis zur Quarantäne hatte.

      Das beschreibt das BAG auf der Covid-19-Website unter "Contact Tracing": https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/situation-schweiz-und-international.html

      Ich bin auch nicht überzeugt davon, und woher die 2 Tage kommen, weiss ich auch nicht. 🤷‍♀️

      Die App soll nur sensibilisieren:
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    Weitere Antworten anzeigen
  • Pius C. Bünzli 26.05.2020 16:57
    Highlight Highlight Es bleibt spannend
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  • frog77 26.05.2020 13:36
    Highlight Highlight Wir im Westen wollen zwar all die Lockerungen, aber keinen Preis dafür zahlen.. Keine Namen angeben, keine Apps installieren.. Ob das gut kommt?
    • Citation Needed 26.05.2020 15:01
      Highlight Highlight Zumal unsere Obrigkeit eher nicht ganz so überwachungsgeil und kontrollbeflissen ist, wie gewisse andere (bevor sich jetzt 'kritische' Denker aller Art bemüssigt sehen: Ja, Fichenskandal, ich weiss). Im Moment könnte ich mich sogar mit Adresslisten und Apps (sofern die funktionieren) anfreunden. Besonders um der Event- und Kulturszene eine schnellere Rückkehr ins Leben zu ermöglichen. Dabei muss man dem Staat auf die Finger gucken. Gelegenheit macht Diebe; der Grat zwischen Epidemiologie und Überwachung ist schmal, muss aber bestehen bleiben.
    • D0MD0M 26.05.2020 16:12
      Highlight Highlight Ganz schön naiv, Citation Needed. Oder halt fatalistisch. Mir ist es den Preis rsp. das hohe Risiko nicht wert.
    • Citation Needed 26.05.2020 17:16
      Highlight Highlight D0MD0M: wieso fatalistisch? Wenn Du glaubst, der Staat wolle uns immer kontrollieren, dann ja. Oder wenn Du denkst, das Virus sei besiegt, dann erübrigt sich sowas eh. Andernfalls kann man den Gedanken auch mal an sich ranlassen. Sollte nur der Hauch eines Verdachts bezügl. zentrale Speicherung entstehen, bin ist Ende. Ich halte den Preis für höher, wenn wir z.B. mit Tracing nicht nachkommen, weil man 'analog' (erst bei Symptomen händisch nachtelefonieren) wertvolle Zeit verliert und ein weiterer, unkontrollierbarer Ausbruch erfolgt, mit Pauschallockdown und dergleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • HARPHYIE 26.05.2020 13:21
    Highlight Highlight Das zeigt doch genau wie absolut fragil die aktuelle Lage ist. Was wäre z.B. wenn eine unbekannte infizierte Person zurzeit in den ÖV steigt und 10 andere Personen infiziert? Bei unserem momentanen Contact-Tracing ginge das Ganze schon wieder von vorne los. Und sind wir ehrlich: Da wir zurzeit zugunsten der Wirtschaft und der Lobbies so ziemlich jeden Bereich wieder masslos lockern, werden wir genau solche Situationen in Kürze wieder haben! Für mich kommen die Lockerungen zu früh und zu schnell, ohne dass die ganze Logistik für ein sinnvolles Contact-Tracing schon bereit steht!
    • lilie 27.05.2020 17:10
      Highlight Highlight @Harphyie: Im ÖV macht CT keinen Sinn (höchstens mit der App), da wäre Maskempflicht sehr viel sinnvoller, denn das CT verhindert ja keine Infektionen (nur Folgeinfektionen).

      Ansonsten scheint mir, dass wir eigentlich überall recht gute Konzepte haben. Der ÖV ist für mich derzeit die einzige grosse Schwachstelle.
  • Magnum 26.05.2020 13:10
    Highlight Highlight Die wichtigste Lehre aus dieser Episode ist mE, dass ein einzelner Verantwortungsloser enorme Schäden und Folgekosten verursachen und den Kampf gegen Covid-19 ernsthaft gefährden kann.
    Und dass darum auch in der aktuellen Phase gestaffelter Lockerungen die Hygiene- und Distanzvorgaben vom BAG weiterhin konsequent einzuhalten sind. Nicht aus Gehorsam, sondern als Beitrag jedes und jeder einzelnen, damit so bald wie möglich wieder so etwas wie Normalität eintreten kann.
    Denn zumindest in Bezug auf diese Perspektive dürften sich die sich gegenseitig ankeifenden Gruppen einig sein.
    • Meierli 26.05.2020 17:39
      Highlight Highlight Ich sehe drn Verursacher nicht als verantwortungslos. Das Nachtleben war geöffnet, er fühlte noch keine Symptome war aber bereits infektiös. Das ist das eigentliche Problem bei dem Virus. Man kann noch um die halbe Welt reisen ohne etwas zu bemerken. Genau aus drm Grund ist etwa Ebola ungefährliche. Grausam für drn Betroffenen, aber mal infiziert ist man sehr schnell sehr krank.
  • herrkern (1) 26.05.2020 13:10
    Highlight Highlight Unsere Behören halten sich die Massnahmen für die 2. Welle in der Hinterhand. Maskenpflicht, Registrationspflicht, Tracing-App etc. wird alles kommen ab ca. November. Südkorea zeigt jetzt schon, was die Zukunft bringt.
    • Einer Wie Alle 26.05.2020 13:37
      Highlight Highlight Darf ich mir Ihre Glaskugel ausleihen? Ich muss wissen, ob ich meine Bachelorarbeit erfolgreich abschliessen werde.
    • Satox 26.05.2020 13:47
      Highlight Highlight Sie sprechen von Behörden, richtige Verschwörungstheoretiker sprechen von „der Regierung“... zudem rate ich Ihnen folgende Begriffe jeweils und regelmässig zu verwenden: wacht auf, systematisch, allumfassend, ganzheitlich, Keine Privatsphäre, absolute Kontrolle u. Ä..
      Wichtig ist auch der Abschluss jedes Satzes, wie folgt: „ich habe mich informiert - informiert euch auch!“

      Ansonsten könnte man denken, Sie seien kein „echter“ Verschwörungstheoretiker.
    • herrkern (1) 26.05.2020 14:58
      Highlight Highlight Es liegt an unserem Verhalten in den nächsten Wochen, ob die Behörden die Schraube anziehen müssen oder nicht. Und wenn ihr nicht fähig seid, zwischen den Zeilen zu lesen, wenn Herr Koch etwas schreibt ... dann seid doch überrascht im Herbst. Oder haltet euch jetzt an die Regeln. Mässi an alle Vernünftigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hans12 26.05.2020 13:02
    Highlight Highlight Dieser Preis ist zu hoch.
    • Harry Zimm 26.05.2020 13:43
      Highlight Highlight Meine Meinung zu dieser pathetischen Überwachugspanik des Deutschschweizers:
      Benutzer Bildabspielen
    • Hugo Schweizer 26.05.2020 13:51
      Highlight Highlight Im Vergleich zu was ist dieser Preis zu hoch?

      Sicher nicht im Vergleich zu unserem Lockdown des gesamten öffentlichen Lebens! Da hat Südkorea ganz bestimmt den besseren Deal gemacht.
    • Hans12 26.05.2020 14:48
      Highlight Highlight Der Preis, die totale Überwachung, ist für alles zu hoch. Selbst wenn man damit Menschenleben rettet. Tönt jetzt etwas pathetisch, aber unsere Vorfahren haben ihr Leben riskiert und auch gegeben, um die Freiheit zu erlangen, in der wir jetzt leben dürfen. Das dürfen wir nicht einfach so hingeben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeserNrX 26.05.2020 12:54
    Highlight Highlight Die koreanische Regierung geht schon seit Monaten so vor bei Neuinfektionen. Etwas problematisch ist, dass die Regierung durch dieses Vorgehen ihre Bürger massiv überwacht und Daten sammelt. Der Partygänger von dem im Artikel die Rede ist, war z.B. vor allem in Schwulenclubs unterwegs und die Regierung besitzt nun die Personalien aller Besucher. In einer homophoben Gesellschaft könnte das in Zukunft für die betroffenen Personen zu Problemen führen und auch wenn dies nicht der Fall ist, ist es ein massiver Eingriff in die Privatsshäre. Nein, danke, zu diesem Modell!
    • AndOne 26.05.2020 13:05
      Highlight Highlight Da fragt einer: "Was ist Ihnen wichtiger, Ihre Gesundheit oder ihre Privatsphäre? Die Antwort: "Warten Sie bitte, ich frage nur kurz meine Freunde auf FB und Twitter". Die Antwort kurze Zeit später: "Natürlich meine Privatsphäre"!
    • rudolf_k 26.05.2020 13:33
      Highlight Highlight Als mometan arbeitsloser Mitarbeiter solcher Nachtklubs fände ich eine solche Lösung besser als die Zerstörung der Betrieben... Es muss ja keiner hingehen.
    • Der Typ 26.05.2020 13:44
      Highlight Highlight Hast du, oder machst Du etwas, was du verstecken möchtest? Glaube mir, ich habe mir diese Gedanken 1000 mal gemacht und vor allem in Süditalien gesehen, was BigBrother is watching u bedeutet. Jedoch vertraue ich unserer Regierung und mache mir hierbei keine Sorgen, dass wir so überwacht würden für eine bestimmte Zeit. Zudem muss das Wohl der Gesellschaft über deinem eigenen stehen. Nur so können wir weiterkommen und nicht wieder schritte zurück machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gondeli 26.05.2020 12:51
    Highlight Highlight So und nicht anders MUSS es gemacht werden! Datenschutz ist in Corona Zeiten zweitrangig. Typisch Schweiz... Reden reden reden und (falls überhaupt) zu spät handeln.
  • soulpower 26.05.2020 12:49
    Highlight Highlight «Das wichtigste ist, dass man die Übertragungskette so schnell wie möglich unterbricht, damit sich das Virus nicht ausbreitet»

    Nein! Das wichtigste wäre, solche Massenveranstaltungen für die nächste Zeit einfach gar nicht erst zuzulassen bis man sieht, wie es mit dem Virus weitergeht. Wir können doch froh sein über die Lockerungen, und dass wir uns wieder frei bewegen können. Warum können die Menschen nicht einfach mal auf solche Massen-Events verzichten und sich im kleinen Kreise vergnügen? Ich denke es würde sich momentan sehr lohnen. Alles andere ist zur Zeit ein Spiel mit dem Feuer.
    • Rundlauf 26.05.2020 14:21
      Highlight Highlight Die geöffneten Bars und Freizeitmöglichkeiten werden überrannt, die Gesellschaft drängt wortwörtlich umsverrecken zum Status prä-Corona zurück... und dann erhält eine Nachricht mit der Botschaft "lasst das Zeug noch etwas länger geschlossen" derart viele Likes.

      Kognitive Dissonanzen überall.
    • lilie 26.05.2020 15:22
      Highlight Highlight @Rundlauf: Ich weiss nicht, wo du unterwegs bist, aber die Zahlen lassen einen anderen Schluss zu: Trotz Öffnung haben viele Beizen nur wenige Gäste, von Andrang kann keine Rede sein. Gerade habe ich mit einer Wirtin gesprochen, sie sagt, sie können nicht klagen, aber viele (ältere) Stammgäste blieben weg, weil sie lieber noch etwas warten. Sie habe Bars besucht, wo man in Plastikkabäuschen sitzt, überlaufen kann eine solche Bar gar nicht sein (was auch gegen die Vorschriften wäre).

      Vielleicht liegt die kognitive Dissonanz ja bei dir. 😉
    • RalpH_himself 26.05.2020 19:59
      Highlight Highlight Wann soll man denn Nachtclubs wieder öffnen, wenn nicht bei einstelligen Ansteckungsraten und einem so effizienten Contact Tracing? Erst wenn eine Impfung verfügbar ist, also in etwa einem Jahr?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Martel 26.05.2020 12:46
    Highlight Highlight Datenschutz hin oder her, ein schönes Beispiel wie effizient und praktisch moderne Technologien sein können.
  • Posersalami 26.05.2020 12:38
    Highlight Highlight Finde das Vorgehen von SK gut. Ja, aus Sicht des Datenschutzes ist das Vorgehen heikel. Anders kann und wird es aber nicht funktionieren, auch bei uns nicht.

    Darum denke ich, das wir leider das Tracing schon sehr bald wieder aufgeben müssen. Man stelle sich mal ein ähnliches Szenario bei uns vor. Von den 236 Infektionen würde man vermutlich kein Duzend finden, weil Herr und Frau Schweizer ihre Nummer noch nicht einmal in einem Restaurant lassen können. Wenn jeder innerhalb von 7 Tagen 2 Personen ansteckt, hat man innerhalb von nur 4 Wochen mehr 2000 neue Infektionen..
  • Hans Würstli 26.05.2020 12:29
    Highlight Highlight ... was in der schweiz aus datenschutzgründen nicht möglich wäre ... wir werden dann lieber das ganze land für zwei weitere monate stilllegen, oder?! ich bin für einen guten datenschutz, aber in dieser pandemie müssen wir wohl auf etwas verzichten - datenschutz oder wohlstand ...
  • Schaaggi 26.05.2020 12:24
    Highlight Highlight Irgendwo wurde mal die Zahl von ca. 1 Million Kosten genannt, die pro Ansteckung verursacht werden.
    Wenn man den Artikel liest, so dürfte das wohl noch zu tief geschätzt sein.
  • Bravo 26.05.2020 12:22
    Highlight Highlight Man könnte in der Schweiz eine schrittweise Maskenpflicht einführen, so dass das BAG nicht komplett das Gesicht verliert und sich die Menschen dran gewöhnen können: Maskenpflicht im ÖV nur jeden zweiten Tag und an den anderen Tagen bleibts bei der Empfehlung.
    • the Wanderer 26.05.2020 12:31
      Highlight Highlight hää? ist das ihre Art von Humor? oder wie muss ich das verstehen?
    • Warumnicht 26.05.2020 12:33
      Highlight Highlight Zum Glück arbeiten Sie nicht beim BAG und geben verbindliche Weisungen ab ..... habe selten einen solchen Vorschlag gelesen....
    • Bert der Geologe 26.05.2020 12:39
      Highlight Highlight Mumpitz. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Superspraeder angesteckt zu werden, ist derzeit mit und ohne Maske etwa gleich klein. Masken vom Otto Normalverbraucher getragen sind zur Zeit eine Verschwendung von Ressourcen. Wir müssen aber wach bleiben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Graf Zacharias von Zitzewitz 26.05.2020 12:05
    Highlight Highlight Aus technischer Sicht sicherlich sehr interessant, aber ich weiss nicht ob ich hier ein Meisterstück oder doch eher einen Orwellschen Alptraum sehen soll.
    • Citation Needed 27.05.2020 12:53
      Highlight Highlight Man muss den Orwellschen Alptraum mit dem CoronaAlptraum (=Lockdown, Wirtschaft am A, Kontakte auf null, Vereinsamung) abwägen und hoffen, die Obrigkeit begreift, dass sie der Wirtschaft mit Totalüberwachung nur schadet.
      Zudem: Überwachung findet eh statt (Snowden?), da muss man realistisch sein. China hat ein Kreditsystem, das Leute auf Konformismus basierend sanktioniert (und dann noch fehlerhaft). So extrem ist es hier nicht, aber auch nicht so frei, wie wir denken. Im Vergleich dazu hätte so eine App (wenn funktionsfähig) immerhin einen Nutzen.
      Ohne Not (=Corona) wär ich klar dagegen.

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