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Dänemark setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff für 14 Tage aus



In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geimpft.

Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die dänische Gesundheitsverwaltung am Donnerstag mit. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet.

A health worker administers a dose of the AstraZeneca vaccine against COVID-19 to a patient inside the convention center known as

Eine Vorsichtsmassnahme: AstraZeneca wird in Dänemark vorerst nicht mehr injiziert. Bild: keystone

Ein Bericht beziehe sich auf einen Todesfall in Dänemark. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe.

Regierungschefin Mette Frederiksen bestätigte Reportern vor einem Krankenhaus im dänischen Herlev, dass die Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffes unterbrochen werde. Dies sei ärgerlich, da man stark davon abhängig sei, dass alle geimpft würden.

epa09064057 Danish Prime Minister Mette Frederiksen speaks after appointing new special representative for Denmark's candidacy for UN Security Council at Marienborg in Kongens Lyngby, Denmark, 09 March 2021. Kristian Jensen was appointed new special representative and will work on Denmark's candidacy for the UN Security Council 2025-2026.  EPA/MADS CLAUS RASMUSSEN  DENMARK OUT

Die dänische Premierministerin Mette Fredriksen. Bild: keystone

Gesundheitsminister Magnus Heunicke sprach ebenso wie die Gesundheitsverwaltung von einer Vorsichtsmassnahme. Die Vorfälle sollten gründlich untersucht werden, schrieb er auf Twitter.

Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern, danach wird geschaut, wie es weitergeht. Es sei wichtig zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung aussetze.

Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.

Astrazeneca gab sich zunächst zurückhaltend. Man sei sich der dänischen Entscheidung bewusst, sagte ein Sprecher des britisch-schwedischen Pharmakonzerns.

«Die Sicherheit des Impfstoffs ist in klinischen Phase-III-Studien ausführlich untersucht worden und die von Experten begutachteten Daten bestätigen, dass der Impfstoff generell gut verträglich ist», hiess es auf Anfrage.

Im EU-Land Dänemark mit seinen gut 5.8 Millionen Einwohnern haben bislang rund 560 000 Menschen ihre erste Corona-Impfdosis erhalten, knapp 220 000 auch ihre zweite. Bisher haben etwa 142 000 Menschen ihren ersten Stich mit dem Astrazeneca-Stoff bekommen.

Bei mehr als 70 Prozent der bislang verabreichten Impfungen kam das Mittel von Pfizer/Biontech zum Einsatz, in 4 Prozent das von Moderna. Die Impfkampagne ist in Dänemark zügiger als in den meisten Ländern Europas angelaufen. (sda/dpa)

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