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Atze Schröder emotional wie nie. screenshot zdf

Deutscher Komiker Atze Schröder entschuldigt sich bei Holocaust-Überlebender – und weint



Zu einer emotionalen Situation kam es bei der Sendung von Markus Lanz am Donnerstagabend. Anlässlich des 75. Holocaust-Gedenktages waren die Auschwitz-Überlebende Eva Szepesi und ihre Tochter eingeladen. Mit in der Runde war auch Komiker Atze Schröder, der zunächst auffallend ruhig blieb. Doch dann fing er an, über die Geschichte seiner Familie zu sprechen. Und die hat einen besonderen Bezug zur Holocaust-Überlebenden Eva Szepesi. Am Ende der Sendung entschuldigte er sich bei ihr – und musste weinen.

Die Ungarin Szepesi wurde mit zwölf Jahren aus dem Vernichtungslager befreit. Ihr Bruder und ihre Mutter waren in Auschwitz gestorben.

Atze Schröder beginnt gegen Ende der Sendung damit, von seiner Kindheit zu erzählen. Schon als das Gespräch auf seinen Vater kommt, wird er emotional. Der sei wie «sein bester Kumpel» für ihn gewesen, habe alle Witze gekannt und ihn bei seiner Karriere stets begleitet. Mit 87 sei sein Vater vom Sessel aufgesprungen, habe ihm in die Augen geschaut und die Hand gegeben – anschliessend sei er gestorben. Die Trauer darüber habe er erst drei Jahre später nachgeholt.

Schröder zitiert seinen Vater:

«Alles Unterdrückte steht eines Tages vor deiner Tür und haut dir zur Begrüssung in die Fresse.»

Dann wird er richtig ernst

Neben den positiven Erinnerungen geht Atze Schröder aber auch dahin, wo es wehtut. In der Trauerzeit habe er sich intensiv mit der Familiengeschichte beschäftigt. Jetzt kommen dem Komiker die Tränen hinter seiner blau-getönten Sonnenbrille.

In Richtung der Holocaust-Überlebenden sagt er:

«Ich hätte jetzt fast gesagt, mein Vater stand auf der anderen Seite.»

Der Hintergrund: Sein Vater ist 1924 geboren worden. Mit diesem Geburtsjahr wurde der Vater genau in «der Zeit» gross, erzählt der Komiker. Damit meint er die Nazizeit. Als Jugendlicher sei sein Vater zum Arbeitsdienst und dann als Soldat eingezogen worden. «Ist mit 17 aus dem Haus gegangen und kam mit 30 wieder.»

Nach seiner Rückkehr habe sich sein Vater dazu entschieden, «diese Tür erstmal zu schliessen», ein gutes Leben zu führen.

Aber Atze Schröder erzählt:

«Er hat die schlimmsten Sachen gemacht als Soldat.»

Seine Grossmutter und zwei seiner Onkel hatten deswegen Selbstmord begangen. «Wenn er hier sitzen würde, würde er sich entschuldigen», sagt Atze im Namen seines Vaters. Dann steht Atze weinend auf und reicht Eva Szepesi die Hand. «Es tut mir leid», sagt er zweimal, sichtlich ergriffen.

Eva Szepesi lächelt verständnisvoll und nimmt die Entschuldigung an. Der Komiker betont ernst: «Wir dürfen das nie vergessen.» Dann ist die Sendung zu Ende.

(joey)

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93
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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • grünerantifaschist #blm 08.02.2020 08:33
    Highlight Highlight 🤮🤮🤮🤮🤮
    Benutzer Bild
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 08.02.2020 17:48
      Highlight Highlight Muss man sich nicht wundern.
      Im Internet und in ihrer Echokammer sind sie extrem stark.
      In der Öffentlichkeit würde sich kein einziges dieser Würstchen getrauen auch nur einen Ton von sich zu geben.
      Genau wie die AfD-Fanboys hier.
  • grünerantifaschist #blm 08.02.2020 08:33
    Highlight Highlight Meanwhile in D
    Benutzer Bild
  • Martello 07.02.2020 21:45
    Highlight Highlight Dank diesen Berichten hab ich eine sehr sehenswerte Lanz-Sendung angeschaut. Kann ich nur empfehlen. Von Anfang bis Ende!
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 07.02.2020 21:05
    Highlight Highlight Mein Grossvater war aktiver Kommunist und in Auschwitz inhaftiert. Er hat offenbar nie auch nur einmal über diese Zeit gesprochen und danach in einer "eigenen Welt gelebt". Ich erlebte ihn nur noch als alten, schwer dementen Mann während einiger Sommerferien. Er hat seine Erlebnisse unwiederbringlich als Geheimnis mit ins Grab genommen.
  • CalibriLight 07.02.2020 19:24
    Highlight Highlight Mein Grossvater - ein Schweizer - hat mir in meiner Kindheit das Horst Wessel-Lied beigebracht. Ich kann es heute noch. Erst als Jugendliche wurde mir klar, was das für ein Lied ist!
    Sympathien für Rechtsextremismus lauern überall und sich zu entschuldigen heisst in diesem Kontext nicht, dass man verantwortlich ist, sondern dass man sich erinnert und es nie wieder soweit kommen lassen wird.
    Nie wieder!
    • Statler 07.02.2020 19:41
      Highlight Highlight Mein Vater hat das Lied auch gesungen. Und wir mit ihm... :(

      Ja, NIE.WIEDER!
    • Töfflifahrer 08.02.2020 10:10
      Highlight Highlight Wir alle sind aufgerufen den Leugnern entgegenzutreten und dies nicht vergessen zu lassen.
      Leider scheint der Mensch immer wieder fähig zu sein, das schlechteste in uns hervorzubringen.
      Es ist nicht vorbei und Menschlichkeit ist ein nie enden wollender Kampf.
  • thatvphissue 07.02.2020 17:36
    Highlight Highlight Ich finde es verharmlosend, wenn im Text steht, ein Mensch ist in Auschwitz "gestorben", wie es im Text heisst. Da sind Menschen ermordet worden.
    Letztens eine Doku auf arte, da hiess es, die Menschen seien in die Gaskammern "gegangen". Für mich tönt das zu wenig stark, nein?
    • Heinzbond 07.02.2020 19:48
      Highlight Highlight Nun das war soweit ich weiss der Euphemismus derjenigen die zuerst nix gewusst, dann es verweigert haben und auch heute noch mit seltsamen Blick im Gesicht sagen...
    • Vally Schaub 07.02.2020 20:39
      Highlight Highlight geht mir auch so.
  • Denverclan 07.02.2020 16:38
    Highlight Highlight Wir alle sind dazu aufgefordert den Kindern von Hass, Hetze, Rassismus usw. zu erzählen und ihnen die „Sicherheit“ zu geben, dass nie alle Menschen in einen Topf gehören, egal wie schlimm ihre Nation oder ihre Religion, ihre „Führer“ sich benommen haben oder jetzt benehmen. Dieses in denselben Topf schmeissen ist das Gefährliche. Die Linken, die Rechten, die Grünen, die Amis, die Russen, die Reichen, die Netten und Guten usw. Wehret den Anfängen, bekämpft den Missbrauch ohne Verallgemeinerung, differenzieren ist in heutigen Zeiten sehr wichtig und nimmt euch in Acht vor den Marktschreiern.
  • geissenpetrov 07.02.2020 16:35
    Highlight Highlight Für Höcke sind "die westlichen Werte" "aufgeblasener Werteschaum". "Der Parteiengeist muss überwunden, die innere Einheit hergestellt werden", sagt er. Schluss mit dem "westlich-dekadenten Liberalismus und der ausufernden Parteienherrschaft"! An deren Stelle soll "eine fordernde und fördernde politische Elite, die unsere Volksgeister wieder weckt", treten.
    Höcke stellt zur von ihm angestrebten Umwälzung fest, dass "wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind" mitzumachen.

    Quelle: Höckes Buch "Nie zweimal in denselben Fluß"
    • Statler 07.02.2020 16:59
      Highlight Highlight 🤮
    • Mafi 07.02.2020 18:18
      Highlight Highlight wie. scheusslich.
    • Heinzbond 07.02.2020 19:50
      Highlight Highlight Wie einfallslos doch der bernd ist, und so was sitzt nicht im Knast?
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 07.02.2020 16:30
    Highlight Highlight Irgendwie ist es doch perplex dass eine Kunstfigur wie Atze Schröder, der seine Privatsphäre unter allen Umständen geheim halten möchte, so ehrlich sein herz ausschüttet.

    Ich finde in solchen Talkrunden sollte man ohne Maske antreten und eben der, der man ist, nicht Atze, sondern die Person ohne künstliche Frisur und Brille, nämlich Hubertus Albers.

    So wirkt dies irgendwie, merkwürdig.
    • Grave 07.02.2020 17:14
      Highlight Highlight Irgendwie denke ich gerade weil er als atze aufgetreten ist hat es doch viel mehr wirkung.
    • bcZcity 07.02.2020 17:58
      Highlight Highlight Wirkung ja, Persönlichkeit eher weniger.
    • El Vals del Obrero 07.02.2020 18:53
      Highlight Highlight Namen sind Schall und Rauch.
  • 3l3m3nt4ry 07.02.2020 15:40
    Highlight Highlight Es war eine schöne Geste, ohne Zweifel. Doch finde ich es fraglich, wenn sich eine Generation für etwas entschuldigen muss, was ihre Eltern verbrochen haben. Ich würde mich nicht gerne für die Fehler meiner Eltern entschuldigen müssen. Am Ende ging es auch in diesem Artikel mehr um die emotionale Bindung eines Promis zu seinem Vater als um das Holocaust Opfer (zugegeben, ich habe die Sendung nicht gesehen, kann sein, dass diese besser balanciert war).
    • Rabbi Jussuf 07.02.2020 17:25
      Highlight Highlight In der Sendung war das spontan, ganz sicher nicht geplant und grade darum kritiklos anzuerkennen.

      Auch wenn du im Prinzip recht hast, dass nicht die nachfolgende Generation für die Sünden der Väter gerade stehen muss.
    • thatvphissue 07.02.2020 17:39
      Highlight Highlight Muss sich ja nicht entschuldigen. Er möchte.
    • Balabar 07.02.2020 19:13
      Highlight Highlight Nochmal: niemand muss sich entschuldigen für die Taten der Vorfahren, aber es darf einem trotzdem Leid tun, was damals passiert ist, auch wenn man keine Schuld daran trägt. Allerdings trägt man Verantwortung für das, was heute passiert - und da darf man schon von Pflicht sprechen. Aber bitte nicht ständig "Entschuldigung", "Leid tun" und "Pflicht" durcheinander bringen.
  • giandalf the grey 07.02.2020 15:32
    Highlight Highlight Ich verstehe Atze in diesem Video so gut. Ich bin die 3. Generation in der Schweiz, jegliche Schuld liegt aus meiner Sicht unendlich weit zurück. Aber mein Urgrossvater war Wehrachtsoffizier. Die Verbrechen die er begangen hat mögen zwar mit mir rein gar nichts zu tun haben und niemand würde mir irgendeine Verantwortung zu schreiben, aber ich kann die Verantwortung auch nicht von mir weisen. Nicht Verantwortung im Sinn von "Schuld", aber im Sinn von "Pflicht zu verhindern, dass so etwas jemals wieder geschieht". Wir dürfen diese Erinnerungskultur nie verlieren! Wir dürfen das nicht vergessen!
    • giandalf the grey 07.02.2020 16:01
      Highlight Highlight Btw an alle Kommentierenden, die sagen man sollte als Deutscher nicht in Sippenhaft genommen und mitschuldig gemacht werden: Ja eh. Es geht ja auch niemandem um Schuldzuweisungen. Aber wenn ein deutscher "Spitzenpolitiker" heutzutage Stolz auf Soldaten in zwei Weltkriegen fordert, sehe ich mich in der Verantwortung mich demonstrativ zu schämen und klar zu stellen, dass die deutschen Soldaten damals widerlichste Verbrechen begangen haben, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Diese Verantwortung darf niemand von mir einfordern, aber es ist meine ethische Pflicht sie freiwillig zu tragen.
    • Robi14 07.02.2020 20:38
      Highlight Highlight Das ist der berührendste und weiseste Kommentar den ich je gelesen habe! Vor so viel Reife kann man nur den Hut ziehen.
    • Osti 08.02.2020 01:13
      Highlight Highlight Sehr schön gesagt!
  • Forcat 07.02.2020 15:08
    Highlight Highlight Fakt ist, die Generation die dafür verantwortlich ist, soll sich entschuldigen, nicht die die nichts dafür können. Fakt ist auch dass sich die Geschichte gerade am wiederholen ist, schau nach EX DDR oder Trump Land uva. Wo führt die ganze Rassismus wohl hin, was meint ihr?
    • Garp 07.02.2020 15:45
      Highlight Highlight Man kann sich auch als Nachkomme für seine Eltern entschuldigen, dann hat man etwas verstanden, sonst nicht. Man muss das ja auch selber verarbeiten, wenn sich die eigenen Eltern an den Greueltaten beteiligt haben.
      Zu sagen, geht mich nichts an, das war nicht ich, sondern meine Vorfahren, die konnten z.B. _halt_ nicht anders, das führt zu Rassismus, Verdrängung und Wiederholung.
    • Balikc 07.02.2020 15:59
      Highlight Highlight Faktisten, die Perlen der Jekami-Kultur...
    • Franziskus Wanker 07.02.2020 16:49
      Highlight Highlight Ich weiß nicht, woher immer diese Einstellung kommt, dass sich die heutige Generation zwanghaft entschuldigen müsse. Darum geht es nicht, das wird nicht verlangt. Es geht einfach nur darum deutlich zu sagen, dass es diesen Teil der Geschichte gab und wir klar unsere verdammte Pflicht anerkennen, alles dafür zu tun, dass so etwas nie wieder geschieht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mike Milligan 07.02.2020 14:42
    Highlight Highlight Die Geschichte ist ein sich ständig wiederholender Zyklus leider.
    • jjjj 07.02.2020 15:10
      Highlight Highlight Nein, das ist es nicht. Wie kommst du auf diese Idee?
    • El Vals del Obrero 07.02.2020 19:01
      Highlight Highlight Ich würde eher sagen, die Geschichte ist eine Spirale. Sie wiederholt sich nicht, aber manche Sachen kommen vielleicht in einer ähnlicher Form wieder vor. Und wenn man von oben drauf schaut, sieht eine Spirale natürlich wie ein Kreis aus.

      Und es macht schon etwas Angst, dass es bald niemanden mehr gibt, der diese Zeiten miterlebte.
    • Heinzbond 07.02.2020 20:04
      Highlight Highlight Nun völkermorde gibt es leider auch heute noch. Trotz dem nie wieder nach dem 2. Weltkrieg von daher es wiederholt sich immer wieder... Weil wir doch eigentlich nicht ganz den primitiven mit der Knochenkeule hinter uns gelassen haben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • John Henry Eden 07.02.2020 14:38
    Highlight Highlight Menschen sind eine krude Mischung aus Raubtieren und Lemmingen, das darf man nicht vergessen.

    Macht man uns Angst, wird es gefährlich. Gibt man uns Hoffnung, wird es gefährlich. Mischt man beides, endet es oft tödlich. Die Nazis nutzten diese Mischung.

    Und unsere ach so offene Gesellschaft ist keinen Deut besser geworden. Die Panik vor dem Coronavirus reicht aus, um Asiaten hierzulande den Eintritt in Restaurants zu verwehren. Bricht noch eine Pandemie aus, sperren wir wohl alle Menschen mit asiatischen Wurzeln in Lager.
    • Walser 07.02.2020 21:31
      Highlight Highlight Danke John. Gibts doch noch Realisten! Lasst eine Weltwirtschaftskrise mit allen Begleiterscheinungen eintreten und dann werdet ihr merken wie die Spezies Mensch tickt. Ich empfehle allen, mal die Weltgeschichte ein bisschen zu studieren. Eine einzige Blutspur. Ruhe und Zufriedenheit herrschen längerfristig nur in Gesellschaften wo alle einen gewissen Wohlstand haben. Das Fressen kommt vor der Moral.
    • nur Ich 08.02.2020 18:47
      Highlight Highlight @Walser
      Ruhe und Zufriedenheit herrschen wo der Unterschied im Wohlstand nicht allzu gross ist. Das hängt weniger am Grad des Wohlstands als an der Möglichkeit grundsätzlich daran teilhaben zu können. Deswegen ist der heutige, quasifeudale Zustand so brandgefährlich.
  • Chrisbe 07.02.2020 14:37
    Highlight Highlight Umso schlimmer ist die momentane Entwicklung zu beobachten, D. Trump schlägt die gleichen Töne an wie damals A. Hitler und vergiftet mit seinem Hass sein Land, seine Leute und einen Teil der Welt.
    Stoppt diesen IRREN bevor es zu spät ist!
    • Basti Spiesser 07.02.2020 15:08
      Highlight Highlight Trump ist zum Glück noch meilenweit von Hitler entfernt.
    • Bert der Geologe 07.02.2020 15:15
      Highlight Highlight Bitte nicht solche Vergleiche. Obschon ich Trump und gewisse Tendenzen in den USA auch sehr übel finde; dein Beitrag ist eine Verharmlosung von Hitler.
    • Asmodeus 07.02.2020 17:45
      Highlight Highlight Ist er wirklich so weit entfernt?

      Hetze gegen Minderheiten. Komplette Destruktion der Demokratie. Kleine Kinder in Käfige gesperrt.

      Niemand kann mir mittlerweile sagen, daß er nicht der Typ wäre der politische Konkurrenten umbringen und Muslime in Internierungslager schicken lassen würde
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrisbe 07.02.2020 14:37
    Highlight Highlight Mein Dad war Jahrgang 1925, wurde auch als Jugentlicher zum Militär berufen und in den Krieg geschickt. Er war der llebevollste und fürsorglichste Vater den man sich wünschen kann.
    Er hat es 1 mal geschafft gegenüber uns Kindern vom Krieg zu erzählen und dabei bitterlich geweint. Er hat es nie verarbeiten können..
    Auf meine Frage warum er da 'mitgemacht' hat kam die kurze Antwort: Weil ich sonst sofort erschossen worden wäre, ohne Prozess, ohne Gnade!


    • Mila_kannfliegen 07.02.2020 16:00
      Highlight Highlight Mein Grossvater musste auch noch am Ende des Krieges Dienst leisten. Er war da ca. 17 Jahre alt. Er hat mir gegenüber nie etwas erzählt, aber ich habe von meinen Verwandten eingige Dinge mitbekommen. Er war in der Hitler-Jugend und wurde dann 44/45 noch eingezogen. Er wurde angeschossen und kehrte über das Elsass dann zurück nach Hause. Mehr weiss ich nicht und kann ihn auch leider nicht mehr fragen. Der Gedanke, an seine Vergangenheit holte mich die letzten Tage immer wieder ein. Ich hoffe, er wurde nicht zum Täter, aber ausschliessen kann ich es nicht. Ich bleibe im Ungewissen...
    • Campino 07.02.2020 18:47
      Highlight Highlight Das tut mir sehr, sehr leid
  • Amateurschreiber 07.02.2020 14:28
    Highlight Highlight "Der Zeitzeuge ist der größte Feind des Historikers"

    In den letzten Jahren habe ich viel mehr über die Zeit "damals" gelernt, indem ich Interviews mit Zeitzeugen angeschaut habe, als je im Geschichtsunterricht. Ich kann es jedem nur empfehlen: Hört diesen Menschen zu, egal auf welcher Seite sie standen! Und lernt daraus!

    • Liselote Meier 07.02.2020 14:44
      Highlight Highlight Nicht wirklich Zeitzeugenberichte sind subjektiv gefärbt und verändern sich im Laufe der Zeit.

      Etwas anderes sind z.B. Tagebücher von Soldaten aus Stalingrad, Tonaufnahmen von damals usw.

      Was aber nicht heisst, dass es von der emotionalen Seite her nicht Interessant ist, aber eben nicht Objektiv.
    • Amateurschreiber 07.02.2020 15:06
      Highlight Highlight @Liselote Meier
      Ja, aber die "Geschichtschreibung" ist eben auch subjektiv.
      Ich habe z.B. während des katholischen Religionsunterrichts (!) "gelernt", dass die Nazis schon einigermassen schlimm waren. Der Kommunismus aber selbstverständlich bei weitem schlimmer, da ja viel länger und viel mehr Tote.
    • Vecchia 07.02.2020 16:01
      Highlight Highlight "... mehr über die Zeit "damals" gelernt, indem ich Interviews mit Zeitzeugen angeschaut habe, als je im Geschichtsunterricht."

      Wir (Jg. ca. 1950-1970) hatten intensiv Geschichtsunterricht mit Bildern des absoluten Grauens, die man nicht vergessen kann. Jeder emotional gesunde Mensch hätte eigentlich für immer geprägt sein sollen.

      Und dennoch sind Politiker mit diesen Jahrgängen wieder bereit, gegen andere Ethnien, Religionen etc. zu hetzen.

      Die Haltung der Gesellschaft ist wichtig. Null Toleranz.
      Heute sind Aussagen salonfähig, die 1970 geradewegs in die Klappsmühle geführt hätten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • coheed 07.02.2020 14:25
    Highlight Highlight Und leider haben wir es fast schon vergessen... Die Mehrheit hier auf Watson und auf anderen Newsportalen stellte sich lautstark hinter die AfD und deren Chaosstiftung in Thüringen... Diese Partei ist brandgefährlich und hat nichts in einer Demokratie verloren. Deshalb ist es korrekt, dass alle Parteien diese Wahl nicht akzeptieren.

    Wir vergessen einfach zu schnell und lassen uns gerne von Politikern belügen... Es sollte mehr hinterfragt werden egal, wo man selbst steht und für welche Partei man ist.
    • Basti Spiesser 07.02.2020 15:09
      Highlight Highlight Hinterfragst du den die etablierten Parteien?
    • Ich hol jetzt das Schwein 07.02.2020 15:27
      Highlight Highlight @Basti: Ich kann natürlich nicht für @coheed sprechen. Aber für mich lautet die Antwort: Ja. Eine Gegenfrage habe ich aber: Was hat das mit dem hier zu tun?
    • Rabbi Jussuf 07.02.2020 15:29
      Highlight Highlight coheed
      Solche Leute wie du sind gefährlich! Die rennen einem selbstgebastelten Feindbild hinterher und sehen recht und links davon nichts mehr. Nur noch Schwarz-Weiss.
      Dein Text ist sowas von undemokratisch, ohne Geschichtskenntnisse dazu, schlimmer gehts nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.02.2020 14:23
    Highlight Highlight Ich mochte Atze Schröder bisher eigentlich nicht wirklich.
    Aber dieser Artikel hat mir eine neue Blickrichtung offenbart.
    Ich hätte echt nicht damit gerechnet, dass er eine so heftige Familiengeschichte hat.
    Meine vollsten Respekt hat er sich verdient.
    Sein Schlusswort ist besonders wichtig. Wir dürfen wirklich nie vergessen. Insbesondere bei der Entwicklung, welche die Welt gerade durchmacht.
    • Kiro Striked 07.02.2020 16:31
      Highlight Highlight Das Traurigste daran ist, zu grösseren oder kleineren Teilen... Haben alle Deutschen diese Geschichte.

      Auch wenn es vielen hier nicht passt. Die Meisten Deutschen die ich kenne sagen das selbe "Mitmachen, oder erschossen werden". Auf der Familie lag beim Erschossen werden auch kein Glück mehr.

      Die Opfer waren die Juden. Die Opfer waren aber genauso Abertausende Deutsche Männer, von denen Verlangt wurde das zu tun, oder Hingerichtet zu werden. Aufgehangen auf dem Dorfplatz, mit anderen, oder erschossen.

      Gewählt. haben nähmlich zum Grössten Teil die, die nicht mehr in den Krieg mussten.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.02.2020 18:53
      Highlight Highlight Insgesamt waren die Weltkriege in ihrer Gesamtheit schreckliche Tragödien. 😔
      Dazu fällt mir ein Teil aus den Lied Paschendale von Iron Maiden ein, der diese Tragödie sehr gut beschreibt:
      "Cruelty has a human heart
      Every man does play his part
      Terror of the men we kill
      The human heart is hungry still"
  • Anded 07.02.2020 14:20
    Highlight Highlight Ist natürlich Herrn Albers überlassen ob er in der Öffentlichkeit ausschliesslich als Atze Schröder mit Brille und Perücke auftritt.
    Aber hier Spricht er über die Vergangenheit seines echten Vaters und nicht über den Vater der Kunstfigur Atze.
    Ich meine wenn er so offen über dieses ernste Thema spricht, passt die Clown-Verkleidung nicht wirklich dazu.
    • H.P. Liebling 07.02.2020 14:32
      Highlight Highlight @Anded: Doch, seine "Verkleidung" passt perfekt. Warum? Weil Atze Schröder (ich nenne ihn absichtlich so) IMMER als diese Figur auftritt und sogar mehrfach erfolgreich gerichtlich gegen die öffentliche Nennung seines Namens etc. vorgegangen ist. Sie verletzen übrigens ganz nebenbei seine Persönlichkeitsrechte, indem Sie seinen bürgerlichen Namen hier verbreiten.

      Aber item: Er könnte auch nackt mit Elefantenhöschen auftreten, das tut seiner Message keinerlei Abbruch.

      Starker Auftritt, Atze!
    • Roboterschwein 07.02.2020 14:42
      Highlight Highlight Schön, dass jemand auch hier das schlechte gesucht und gefunden hat. Wäre ja auch schade gewesen, wenn man die Geste dieses Mannes, egal wie er in der Öffentlichkeit auftritt, einfach annimmt und respektiert.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.02.2020 14:51
      Highlight Highlight Vollkommen egal wie er auftrat oder als wer. Das was er gesagt hat, wiegt tausend mal mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoopsie 07.02.2020 13:58
    Highlight Highlight Die ganze Sendung ging sehr unter die Haut. Gerade wenn man bedenkt, was gerade so in Thüringen passierte und welchen Hass der POTUS verbreitet. Schaut Euch die Sendung im Replay nochmals an. Stark von A-Z (gibt auch noch ein paar Infos zu dem Coronavirus).

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