International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Facebook stoppt russische Troll-Fabrik – sie nahm Linke in den USA ins Visier



FILE - In this Nov. 1, 2017, file photo, Some of the Facebook and Instagram ads linked to a Russian effort to disrupt the American political process and stir up tensions around divisive social issues, released by members of the U.S. House Intelligence committee, are photographed in Washington. Russia’s interference in the 2016 U.S. election has generally been seen as two separate, unrelated tracks: hacking Democratic emails and sending provocative tweets. But a new study suggests the tactics were likely intertwined. On the eve of the release of hacked Clinton campaign emails, Russian-linked trolls retweeted messages from thousands of accounts on both extremes of the American ideological spectrum. (AP Photo/Jon Elswick, File)

Russen-Propaganda in den USA. Bild: AP

Facebook hat ein von Russland aus betriebenes Netzwerk gestoppt, das unter anderem mit Hilfe ahnungsloser freier Journalisten Propaganda unter anderem in den USA und Grossbritannien verbreiten wollte. Der Hinweis auf die Facebook-Aktivitäten der Website mit dem Namen «Peacedata» sei vom FBI gekommen, teilte das Online-Netzwerk am Dienstag mit.

Zwischen Februar und August 2020 seien mehr als 500 Artikel auf Englisch und mehr als 200 in arabischer Sprache veröffentlicht worden, erklärte die Analysefirma Graphika, mit der Facebook ausführliche Daten geteilt hatte. Dabei war das ausgehobene Netzwerk noch eher überschaubar mit 13 Facebook-Accounts und zwei Seiten.

Zielgruppe der Aktion seien vor allem politisch links eingestellte Facebook-Nutzer gewesen. Themen der Artikel seien unter anderem die Einmischung der USA in anderen Ländern, Korruption und die Schattenseiten des Kapitalismus gewesen. Als redaktionelle Köpfe seien erfundene Personen präsentiert worden, schrieb Graphika weiter. Die Gesichter auf ihren Profilfotos seien höchstwahrscheinlich mit Hilfe künstlicher Intelligenz generiert worden.

Facebook brachte das Netzwerk mit der in Russland basierten Internet Research Agency in Verbindung. Sie spielte vor der Präsidentenwahl 2016 nach Erkenntnissen von US-Geheimdiensten und Online-Firmen eine zentrale Rolle bei Versuchen, die Spaltung in den USA zu vertiefen und Stimmung für den damaligen Kandidaten Donald Trump zu machen. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

22 Bilder, die das Internet sofort löschen sollte

Rash, der sympathische Berner «Influencer», im Kreuzverhör.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Jo Kaj
02.09.2020 12:17registriert July 2019
Wer hätte es gedacht, die Russen mischen sich wieder für Trump in den Wahlen ein. ^^
379
Melden
Zum Kommentar
3

Die grösste menschengemachte Explosion: Geheime Bilder der «Zar-Bombe» veröffentlicht

Russland hat zuvor als geheim eingestuftes Videomaterial der Explosion der «Zar-Bombe» veröffentlicht, die Ende Oktober 1961 über der russischen Doppelinsel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer explodierte.

Die Bombe war die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe. Sie erzeugte die grösste jemals von Menschen verursachte Explosion. (nfr)

Artikel lesen
Link zum Artikel