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Der Abschiedsbrief von FBI-Chef Comey – so stichelt er gegen Trump

11.05.2017, 09:47
«Danke für dieses Geschenk», schreibt der FBI-Chef zum Abschied an seine Mitarbeiter. 
«Danke für dieses Geschenk», schreibt der FBI-Chef zum Abschied an seine Mitarbeiter. 
Bild: JIM LO SCALZO/EPA/KEYSTONE

Seine Entlassung hat FBI-Direktor Jim Comey zuerst für einen Witz gehalten. Nun hat er sich mit einem Abschiedsbrief an seine 35 000 FBI-Mitarbeiter gewandt – und konnte sich einen Seitenhieb gegen Donald Trump nicht verkneifen.

«Ich habe schon lange geglaubt, dass der Präsident einen FBI-Direktor aus jedem beliebigen Grund feuern kann – oder auch ohne jeden Grund», so Comey. Er werde aber keine Zeit dafür aufwenden, um über die Entscheidung und die Art und Weise der Entlassung nachzudenken. «Ich werde euch und die Mission sehr vermissen», schreibt Comey weiter.

Der Brief im Wortlaut

«Ich habe schon lange geglaubt, dass der Präsident einen FBI-Direktor aus jedem beliebigen Grund feuern kann – oder auch ohne jeden Grund. Ich werde aber keine Zeit dafür aufwenden, um über die Entscheidung und die Art und Weise der Entlassung nachzudenken. Ich hoffe, ihr macht das auch nicht. Es ist vorbei und mir geht es gleich wieder gut – obschon ich euch und die Mission sehr vermissen werde.

Ich habe es euch schon vorher gesagt: In turbulenten Zeiten sollte die amerikanische Bevölkerung das FBI als Fels in der Brandung und Sinnbild für Kompetenz, Ehrlichkeit und Unabhängigkeit sehen. Was mir der Abschied beim FBI schwer macht, ist das Wesen und die Qualität der Mitarbeiter, welche zusammen diesen Fels in der Brandung ausmachen.

Es ist sehr schwer eine Gruppe zu verlassen, die überzeugt ist, das Richtige zu machen. Meine Hoffnung ist, dass ihr unsere Werte und die Mission, das amerikanische Volk zu beschützten und die Verfassung hochzuhalten, weiterlebt. Mit euch zu arbeiten war eines der grössten Vergnügen meines Lebens. Danke für dieses Geschenk.»

Jim Comey

(amü)

100 Tage Trump in 90 Bildern

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100 Tage Trump in 90 Bildern
quelle: ap/ap / andrew harnik
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