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US actor Denzel Washington arrives for the screening of The magnificent Seven, at the 73rd Venice International Film Festival, in Venice, Italy, Saturday, Sept. 10, 2016. (Ettore Ferrari/ANSA via AP)

Denzel Washington landete in der Social-Media-Falle. Bild: AP/ANSA

Wie Denzel Washington zum Trump-Anhänger gefaked wurde



Ist Hollywoodstar Denzel Washington ein Anhänger des neuen US-Präsidenten Donald Trump? Diesen Eindruck erweckt ein Facebook-Beitrag, der seit Montag zehntausendfach geteilt wurde. Demnach soll der zweifache Oscar-Preisträger Trump mit der Aussage «Wir brauchen mehr und mehr Jobs» gelobt und Barack Obama als «anti-christlich» bezeichnet haben.

Washingtons PR-Mann Alan Nierob bezeichnete die Story gegenüber der BBC als «zu 100 Prozent erfunden». Der inzwischen gelöschte Beitrag stammt von American News, einer stramm rechtslastigen Website, die «Nachrichten» mit zweifelhaftem Wahrheitsgehalt verbreitet. Autoren und Besitzer sind laut BBC unbekannt.

Die Washington-Story kursiert bereits seit August im Internet, wurde jedoch erst jetzt zum viralen Hit. Die Website Snopes, die auf die Entlarvung von Falschmeldungen spezialisiert ist, fand heraus, dass die Denzel Washington untergeschobenen Aussagen eigentlich von Charles Evers stammen, dem Bruder des von einem weissen Rassisten ermordeten Bürgerrechtlers Medgar Evers. Er hatte sich in der New York Post als Trump-Fan geoutet.

Die Washington-Story ist ein weiteres Element in der Debatte um die Verbreitung von Fake News auf Plattformen wie Google und Facebook, die seit den US-Wahlen zu einem heiss diskutierten Thema geworden ist. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg spielt das Problem herunter, doch Angestellte des Social-Media-Giganten beurteilen es als nicht so harmlos. Sie haben auf eigene Faust eine Task Force gegründet, um den Einfluss von Fake News zu erforschen. (pbl)

Was Facebook alles so zensiert

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