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Obama kritisiert Trumps Corona-Krisenmanagement als «chaotische Katastrophe»



FILE - In this April 24, 2017, file photo, former President Barack Obama speaks at the University of Chicago in Chicago. Obama says President Donald Trump's decision to roll back 'dreamers' program is 'cruel' and 'self-defeating.' (AP Photo/Charles Rex Arbogast, File)

Ex-US-Präsident Barack Obama. Bild: AP/AP

In vertraulichen Äusserungen hat Ex-US-Präsident Barack Obama den Umgang seines Nachfolgers Donald Trump mit der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Trumps Krisenmanagement sei «eine absolut chaotische Katastrophe», sagte Obama laut einem Audiomitschnitt am Freitagabend in einem Gespräch mit früheren Mitgliedern seiner Regierung. Nach dem Nachrichtenportal Yahoo News berichteten am Samstag auch andere US-Medien über die Äusserungen.

Obama wirft Trump Egoismus und Feinddenken vor

Obama kritisierte, in Trumps unangemessenen Reaktionen auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie spiegele sich eine Denkweise des «‹Was ist für mich drin› und ‹Zum Teufel mit allen anderen›» wider. Egoismus und Feinddenken sei zu einem «stärkeren Impuls im amerikanischen Leben geworden».

Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. In den Vereinigten Staaten wurden mittlerweile mehr als 1,3 Millionen Infektionen und mehr als 78'000 Corona-Tote gemeldet. Trump wird vorgeworfen, die Pandemie unterschätzt und nicht früh genug auf die Herausforderungen reagiert zu haben. Außerdem lasse er die Bundesstaaten im Kampf gegen das Virus allein und lasse es zu, dass sie miteinander um Schutzausrüstung kämpfen.

Sorgen, dass «unser grundlegendes Verständnis des Rechtsstaates in Gefahr» sei

Obama kritisierte ausserdem die Entscheidung des US-Justizministeriums, die Vorwürfe gegen Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn im Zusammenhang mit der Russland-Affäre fallenzulassen. Flynn hatte sich im Dezember 2017 schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zum ehemaligen russischen Botschafter Sergej Kisljak belogen zu haben. Später erklärte der Ex-General, das Schuldbekenntnis zurückziehen zu wollen.

Wegen solcher Entscheidungen mache er sich Sorgen, dass «unser grundlegendes Verständnis des Rechtsstaates in Gefahr» sei, sagte Obama seinen früheren Mitarbeitern. Er rief sie daher auf, wie er selbst den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im Rennen gegen Trump zu unterstützen. Die US-Präsidentschaftswahl findet Anfang November statt. «Ich hoffe, dass Ihr alle die gleiche Dringlichkeit empfindet wie ich», sagte Obama.

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87
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87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Varanasi 10.05.2020 21:49
    Highlight Highlight Derweil auf Twitter:

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    • Basti Spiesser 11.05.2020 00:19
      Highlight Highlight Nr. 1 in der USA
      Benutzer Bild
    • ChlyklassSFI 11.05.2020 11:45
      Highlight Highlight Basti: Das ist tragisch.
    • Basti Spiesser 11.05.2020 13:45
      Highlight Highlight Auch in Deutschland und Australien ist der Hashtag Trend Nr. 1
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  • NumeIch 10.05.2020 15:47
    Highlight Highlight Wo Obama recht hat, hat er recht.
  • Victor Paulsen 10.05.2020 15:06
    Highlight Highlight Er hat zwar gesagt, er will sich nicht in die Politik seines Nachfolgers einmischen, trotzdem, wo er recht hat, da hat er recht
  • lilie 10.05.2020 14:13
    Highlight Highlight Jetzt mal ganz abgesehen davon, ob man gleicher oder anderer Meinung ist als Obama: Das waren vertrauliche Gespräche, und irgendein Paparazzo hat sie aufgezeichnet?! 🤦‍♀️

    Das bestätigt ja nur Obamas Bedenken, dass es in den USA nicht mehr weit her ist mit der Rechtsstaatlichkeit. 🙄
    • _stefan 10.05.2020 15:51
      Highlight Highlight @lilie: War da etwa der Lausbub Joe Biden mit im Call und hat was geleakt? 😉 Ist doch völlig klar, dass dies mit Absicht von den Demokraten an die Medien weitergegeben wurde. Kurze, prägnante Aussagen gegen Trump, so läuft Wahlkampf in den USA.
    • landre 10.05.2020 18:08
      Highlight Highlight @_stefan

      So hätte ich es auch schreiben sollen...

      Aber eben, anscheinend gewichten mittlerweile in manchen Kommentaren-"Community" Personenkult und andere diskutierbare mentale "Fixierungen" tendenziell leider immer mehr als Rationalität und/ oder Demokratie...
    • lilie 10.05.2020 19:00
      Highlight Highlight @_stefan: 🤔🤔🤔

      Ok, das ist eine Möglichkeit (muss auch nicht Joe Biden gewesen sein).

      Aber in der Regel hat Obama seine Meinung jeweils direkt kundgetan (und das, obwohl es verpönt ist in Amerika, dass sich ein Ex-POTUS in die aktuelle Politik einmischt oder sogar den neuen Amtsinhaber kritisiert).

      Deshalb sehe ich nicht ein, warum er plötzlich zu solchen Methoden über Umwege greifen soll.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 10.05.2020 13:38
    Highlight Highlight Die Leistung von Obama war in Ordnung, besonders nach der damaligen Rezession.
    Auch er hat Fehler gemacht, wie wir alle.
    Nur diese Fehler die Trump erlaubt sind erschütternd. Sie enden nicht, sondern werden immer krasser. Jetzt nimmt er in Kauf das noch mehr Menschen sterben, nur damit die Menschen arbeiten. Er scheint es nicht zu verstehen, kranke und tote Menschen können keine Leistung bringen.
    • BVB 10.05.2020 16:08
      Highlight Highlight Wie hoch ist die Arbeitslosenquote in den USA nochmal? Wenn das noch lange so weitergeht werden an den Langzeitfolgen überall auf der Welt Menschen leiden/sterben, denn die US Wirtschaft ist verhältnismässig wichtig. Ich glaube du verstehst das nicht, oder bist zu kurzsichtig.
    • The great 8 10.05.2020 16:36
      Highlight Highlight BVB wie kommst du den darauf, dass er kurzsichtig ist? Er sagt doch, dass kranke und tote keine Leistung erbringen können.

      Einfach jetzt alles zu öffnen, richtet längerfristig gesehen den grösseren Schaden an.
      Als erstes sollte man die Ausbreitung einigermassen unter Kontrolle haben und dann kann man schrittweise beginnen, das Land wieder zu öffnen.

    • Kuckuk 10.05.2020 17:56
      Highlight Highlight Tote Menschen? Vergessen wer Kriege begonnen hat. Obama hatte die meisten Kriegstage die ein US Präsident je führte! Vergessen wer mit Nord Korea kein Krieg begonnen hat? Wer Kriege beendet hat? Vergleiche wo mehr Junge Menschen starben und wo alte Menschen gestorben sind? Noch einmal wer nahm in Kauf, dass mehr Menschen sterben? Ich hoffe du verstehst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisskiss 10.05.2020 13:06
    Highlight Highlight Krisenmangement? Trump? Auf die Frage, warum er bei einem Besuch von Veteranen, keinen Mundschutz getragen hat, antwortete Trump: "Es war stark windig."

    Wenn Obama schon Wahlkampfhilfe für Biden betreiben will, dann ist nicht der Hoffnarr zu kritisieren, sondern dem Kronprinzen ans Herz legen, zuerst sauber und restlos die Vorwürfe wegen sexueller Belästigung aufzuklären. Denn solange eine solche Geschichte im Raum steht, wird der gesamte Wahlkampf, Aussagen und Postionen, von dieser Affäre überschattet.
    • Erba 10.05.2020 16:00
      Highlight Highlight Aber irgendwie komisch, dass all die nachgewiesenen Schmuddelaffairen von Trump völlig egal sind und dessen Wähler kaum zum Denken anregen.
    • swisskiss 10.05.2020 16:38
      Highlight Highlight Erba:Das ist genau das, was mich so fassungslos macht und befürchten lässt, dass der "Durchschnittswähler" bei Biden andere moralische Grundsätze anlegt, als bei Trump.
      Oder auch anders reagiert.
      Biden sagt:" Das ist nie passiert, die Anschuldigungen sind falsch."

      Trump sagt: Stormy Daniels und das Dutzend Klagen wegen sexueller Belästigung, ist von den Demokraten inszeniert und von den Fake News Medien transportiert worden."

      Und mit dieser Darstellung, kommt er durch! Das erschreckt und zeigt, dass Moral nicht das Hauptkriterium sein kann, wie Trump bewertet wird.
    • Sälüzäme 10.05.2020 17:43
      Highlight Highlight @häxxebäse: von der Überlegung her richtig, nur wird es nach weiteren 4 Jahren Trump nicht besser sein sondern viel schlimmer. Wenn man sieht was der Tölpel bis jetzt angerichtet hat, graust es mir bei der Vorstellung, die Reps noch einmal schalten und walten zu lassen. Die Auswirkungen treffen auch uns.

      Michelle in 4 Jahren ist aktuell auch für mich die beste Lösung.
  • Henzo 10.05.2020 13:03
    Highlight Highlight "In vertraulichen Äusserungen" - ...und darum heute auf Watson? 😅
  • homo sapiens melior 10.05.2020 12:56
    Highlight Highlight Jemand hatte einen Artikel dazu zum Blick verlinkt. Dort war ich ewig nicht. Hab mir die Kommentare unter dem Obama-Artikel angesehen. Es hat mich regelrecht geekelt und ich musste ganz schnell wieder flüchten.
    • DieFeuerlilie 10.05.2020 14:45
      Highlight Highlight @James Smith

      Eventuell die unüberlesbare Ultra-rechts-Tendenz der Kommentarspalte?

      Oder fällt dir die da garnicht auf..? 😁
    • banda69 10.05.2020 15:55
      Highlight Highlight @james

      Ja eben. Was für ein Ekel? Ganz normale Rechtspopulisten.
      Play Icon
    • Sternengucker 10.05.2020 16:38
      Highlight Highlight Blick ist bei den Kommentaren für die SVP-Rentnerfraktion zuständig. Wenn man sich dort kritisch äussert - weder frech noch diskriminierend - ist man bald gesperrt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mooncat 10.05.2020 12:50
    Highlight Highlight Clever von Obama. Ich zweifle, dass seine Botschaft die Trump-Anhänger erreicht, aber es bleibt zu hoffen, dass es die Wackler und Wahlfaulen vielleicht Beine macht.
    • DieFeuerlilie 10.05.2020 14:50
      Highlight Highlight @James Smith

      Es geht nicht um die Hardcore-Trumpwähler, die sind unbelehrbar.

      Es geht um all jene, die 2016 garnicht wählen gingen, und um diejenigen, die Trump nur aus Protest gewählt haben.

      Wenn die Mehrheit dieser zwei Gruppen Biden wählt, plus diejenigen, die Trump schon 2016 nicht gewählt haben, dann wird Biden haushoch gewinnen.
    • Erba 10.05.2020 16:02
      Highlight Highlight @James Smith. Jede Alternative zu Trump ist ein Segen für dieUSA
    • derWolf 10.05.2020 17:57
      Highlight Highlight Sry Escoria, klar kann man Trumpisten nicht umstimmen. Bei der Alternative Creepy Joe werden aber wirklich viele nicht wählen gehen. So unrecht hat James also nicht. Bei fast jedem anderen hätte dieses "Krisenmanagement" die Wahl wohl zugunsten der Dems gedreht, zimlich sicher sogar. Aber Biden? Man könnte fast meinen die Dems wollen verlieren..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sebi 91 10.05.2020 12:32
    Highlight Highlight Obama hat es einfach. Er ist nicht mehr Präsident und kann Lästern soviel er möchte. Ich bezweifle jedoch stark, dass Obama es besser gemacht hätte. Den die Regierung Trump besteht nicht nur aus Trump. Er ist auf seine Mitarbeiter und Mithilfe aller angewiesen, wie jeder Präsident davor.
    • lilie 10.05.2020 14:11
      Highlight Highlight @Sebi 91: Diese Mitarbeiter wählt der Präsident aber selber aus.

      Und wie wir alle wissen, hat Trump natürllich die Besten der Besten ausgewählt. 😏
    • Gawayn 10.05.2020 14:23
      Highlight Highlight Sebi
      Selbst wenn man es krampfhaft versuchen würde,
      Es ist nahezu unmöglich, dieses Amt noch schlechter als Trump zu führen
    • Chrisbe 10.05.2020 14:37
      Highlight Highlight Reirutiere ein 'Team' aus speichelleckenden, arschkriechenden Günstlingen und lasse sie die Drecksarbeit machen. Entlohne sie mit Krümeln und iss den Kuchen selbst..
    Weitere Antworten anzeigen
  • landre 10.05.2020 12:25
    Highlight Highlight In den USA bleibt Mensch auch nach Amtsübergabe lebenslang POTUS...

    Daher gilt oder galt in den USA das demokratisch geteilte ungeschriebene Gesetz dass POTUS in Pension POTUS im Amt öffentlich nicht dreinredet...

    (Klar, zwischen Cholera Obama und Pest Trump, würde auch ich wahrscheinlich für die Cholera optieren, trotzdem scheint Obama genauso unter Egoismus oder Selbstüberzeugung zu leiden wie der amtierende POTUS...)
    • So oder so 10.05.2020 12:36
      Highlight Highlight "genauso unter Egoismus oder Selbstüberzeugung zu leiden wie der amtierende POTUS..."

      Ha Ha Ha - ja genau , das kommt raus wenn man sich nur noch in der YouTube Blase Bewegt.
    • Pesche Buri 10.05.2020 12:44
      Highlight Highlight Missstände gehören an den Pranger gestellt und wenn ein Ex-Präsident das tut, hat das mehr Gewicht. Gut so! Schade kann Obama nicht noch einmal zwei Amtsperioden machen und die USA vom grossen Bürgerkrieg retten. Denn ob Biden der Korrupte oder Trump der orange Faschist, beide können den nicht verhindern, bleibt nur zu hoffen auf die natürliche Selektion für beide oder den gewählten.
    • Mooncat 10.05.2020 12:48
      Highlight Highlight Wenn man schon zu solchen Vergleichen greift, dann bitte richtig. Wenn überhaupt war Obama die Impfung, um das Land auf 4-8 Jahre Trumpitis vorzubereiten.
      Das Einzige, was er zeigt, ist dass er sehr viel schlauer als sein Vorgänger ist.
      Im Übrigen hatte noch kein Präsident vor ihm einen Trump als Nachfolger. Neue Situation, neue Mittel.
      Und nein, ich bin kein Obama-Anhänger. Aber er war ein Präsident durch und durch. Sein Nachfolger ist es einzig dem Namen nach.
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