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epa06585574 Former White House strategist Steve Bannon, (L), shakes hands with Editor-in-chief of Swiss weekly 'Weltwoche' (World week), Roger Koeppel during the 'Weltwoche  (World week) on the road - Steve Bannon' event in Zurich, Switzerland, 06 March 2018. Reports state that Bannon will speak on his time in the White House and other political topics.  EPA/ENNIO LEANZA

Ex-Trump-Berater Steve Bannon mit «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel in der Schweiz. archivbild: EPA/KEYSTONE

Steve Bannon fantasiert über Enthauptung von Fauci und FBI-Chef Wray – Twitter reagiert



Twitter hat den ehemaligen Trump-Chefstrategen Steve Bannon ausgesperrt, nachdem er über die Enthauptung des FBI-Chefs Christopher Wray und des Corona-Experten Anthony Fauci fantasiert hatte. Bannon sagte in seinem am Donnerstag veröffentlichten Podcast zunächst, US-Präsident Donald Trump würde gleich zu Beginn einer zweiten Amtszeit Wray und Fauci feuern. Trump sei ein barmherziger Mann. Er selbst hingegen würde gern in die Zeit der Tudor-Dynastie im alten England zurückkehren. «Ich würde die Köpfe aufspiessen. Ich würde sie an zwei Ecken des Weissen Hauses positionieren, als Warnung an die Bürokraten der Bundesregierung.»

Twitter erklärte, Bannons Äusserungen verstiessen gegen das Verbot von Gewaltverherrlichung auf der Plattform und blockierte seinen Account. Der Streamingdienst Spotify entfernte die Podcast-Folge. Auch YouTube ging gegen den Clip vor. Fauci ist ein hochangesehener Experte, der stets zu mehr Vorsicht gegenüber dem Coronavirus und zum Tragen von Masken aufruft. Dafür bekam er bereits Morddrohungen. Er wird von Personenschützern begleitet.

Bannon gehört zu den einflussreichsten Stimmen im ultra-konservativen Lager der US-Politik. Der Mitgründer der Internetplattform «Breitbart» war 2016 zu Trumps Team gestossen und übernahm die Leitung des Wahlkampfs. Dem 66-Jährigen wird ein massgeblicher Anteil am damals eher überraschenden Erfolg zugeschrieben. Nach dem Wahlsieg wurde Bannon Trumps Chefstratege, musste aber 2017 seinen Hut nehmen.

Lieber Steve Bannon ...

Video: watson/Knackeboul, Emily Engkent, Lya Saxer

Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft Bannon und drei weiteren Beschuldigten vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko abgezweigt zu haben. Er ist gegen Kaution auf freiem Fuss. Bannon bestreitet die Vorwürfe. Er stellt sich als Opfer politischer Verfolgung dar. (oli/sda/dpa)

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