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«Geht über meine wildesten Träumereien hinaus» – 1,15 Mrd. Euro Spenden für Albanien



In this photo taken on Thursday, Nov. 28, 2019, rescuers from Turkey search with their Albanian colleagues at a collapsed building after the 6.4-magnitude earthquake in Durres, western Albania.In the initial hours after a deadly pre-dawn earthquake struck Albania, pancaking buildings and trapping dozens of sleeping people beneath the rubble, the country’s neighbors sprang into action. Offers of help flooded in from across Europe and beyond, with even traditional foes setting aside their differences in the face of the natural disaster. The 6.4-magnitude earthquake that struck Albania on Tuesday killed at least 49 people, injured 2,000 and left at least 4,000 homeless. (AP Photo/Visar Kryeziu)

Bild: AP

Bei einer internationalen Geberkonferenz in Brüssel sind 1.15 Milliarden Euro an Wiederaufbauhilfe für Albanien infolge des schweren Erdbebens Ende November gesammelt worden.

«Das geht über meine wildesten Träumereien hinaus», sagte der albanische Regierungschef Edi Rama in seiner Dankesrede am Montag. Der Schaden durch die Katastrophe war zuvor auf eine Milliarde Euro beziffert worden.

Auch die Schweiz nahm an der Geberkonferenz teil. Sie sagte Albanien rund 10.2 Millionen Franken zu, wie das Aussendepartement EDA mitteilte.

Die EU-Kommission, welche die Konferenz einberufen hatte, stellte 100 Millionen Euro zur Verfügung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ankündigte. «Das kommt zu den 15 Millionen hinzu, die bereits im Dezember vergeben wurden», fügte sie hinzu.

«Das sendet ein starkes Signal an die albanische Bevölkerung, dass sie uns wichtig ist», sagte der EU-Erweiterungskommissar Oliver Varhelyi, der die Konferenz geleitet hatte. Seine Behörde werde es nun in die Wege leiten, dass sich die Lage der Erdbebenopfer in Albanien rasch verbessere.

Rescuers search at collapsed building after a magnitude 6.4 earthquake in Thumane, western Albania, Tuesday, Nov. 26, 2019. Rescue crews with excavators searched for survivors trapped in toppled apartment buildings and hotels Tuesday after a powerful pre-dawn earthquake in Albania killed at least 18 people and injured more than 600. (AP Photo/Visar Kryeziu)

Bilder der Zerstörung in Thumane, Albanien, am 26. November. Bild: AP

51 Tote, 17'000 Obdachlose und 90 komplett zerstörte Häuser

Durch das Erdbeben am 25. November waren rund 17'000 Menschen obdachlos geworden. 90 Gebäude wurden komplett zerstört und 80'000 teils schwer beschädigt. 51 Menschen starben. Das Beben der Stärke 6.4 war das verheerendste in dem armen Balkanstaat seit Jahrzehnten.

Die Schweiz leistete nach EDA-Angaben rasch Hilfe. Auf Ersuchen der albanischen Regierung entsandte sie Spezialistinnen und Spezialisten für Bautechnik sowie ein Soforteinsatzteam des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) in die betroffene Region. Über 5200 Personen profitierten vom Engagement der Humanitären Hilfe des Bundes.

Die Schweiz unterstützt Albanien seit 1992 über die Ostzusammenarbeit. In diesem Rahmen leistet sie Transitionshilfe, insbesondere in den Bereichen Demokratisierung, Dezentralisierung, Wirtschaftsentwicklung, städtische Infrastruktur, Energie und Gesundheit. (sda/afp)

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Starkes Erdbeben in Albanien lässt Häuser einstürzen

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    Alle Leser-Kommentare
  • Kreasty 18.02.2020 09:56
    Highlight Highlight Ein Land welches bekannterweise solche Korruptionsprobleme hat, sollte Geld nicht so in die Hand gedrückt bekommen. (Nehme mal an so wars)
    Lieber sollte man dies mit Aussenstehender Verwaltung in Betriebe Vorort investieren zum Wiederaufbau.

  • Daniel3 17.02.2020 21:02
    Highlight Highlight Die Schweiz gibt 10Mio, die EU 115Mio.

    Woher kommt der Rest? Von EU-Ländern direkt, von China, von Russland, ...?
    • P. Silie 17.02.2020 22:25
      Highlight Highlight Die Albanische Diaspora umfasst ca. 1.4 mio Menschen weltweit. Man kann sich ausrechnen dass durch Spendenaktionen einiges zusammengekommen sein dürfte.

      Ich hoffe mal das Geld kommt auch wirklich bei den Leuten an bzw. in der Infrastruktur die wieder aufgebaut werden muss.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 17.02.2020 22:57
      Highlight Highlight Als Albaner hoffe ich sehr, dass diese Gelder bei den einfachen/betroffenen Leuten ankommen...
    • npe 17.02.2020 23:11
      Highlight Highlight USA?
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