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In this photo taken on March 28, 2018, Danielle Obono arrives at a ceremony at the Hotel des Invalides in Paris. A French magazine has apologized after portraying a Black lawmaker as a slave, as France's government and officials across the political spectrum decried the publication. The legislator, Danielle Obono from the far-left party Defiant France, said the publication flies in the face of those who complain that free speech is threatened by the fight against racism and sexism. (Ludovic Marin, Pool via AP)

Die linke französische Politikerin Danièle Obono wird als Sklavin dargestellt. Bild: keystone

Rechtes Magazin stellt Politikerin als Sklavin dar – jetzt greift selbst Macron ein

Ein Magazin hat in Frankreich eine schwarze Abgeordnete als Sklavin dargestellt – jetzt schaltet sich die Justiz in den Fall ein, der für Empörung sorgt.



Die Pariser Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung wegen des Vorwurfs rassistischer Beleidigung eingeleitet, wie diese am Montag mitteilte. Sie wird nun prüfen, ob an den Vorwürfen etwas dran ist.

Das rechtskonservative Magazin «Valeurs Actuelles» hat in seiner jüngsten Ausgabe eine Zeichnung der linken Abgeordneten Danièle Obono veröffentlicht, die sie als Sklavin mit Ketten um den Hals darstellt.

Selbst der Staatschef hat sich eingeschaltet. Laut Élyséekreisen hat Emmanuel Macron Obono am Wochenende angerufen und die Veröffentlichung verurteilt. Premierminister Jean Castex sagte Obono die Unterstützung der gesamten Regierung zu. Sie bekam ausserdem Zuspruch aus allen politischen Lagern. Sie sagte am Wochenende, dass sie eine Anzeige erwäge.

Obono selbst warf dem Magazin die Veröffentlichung «rassistischer Scheisse» vor.

Das sagt Obono:

«Dieses Bild ist eine Beleidigung meiner Vorfahren, meiner Familie, meiner Fraktion, meiner Partei (...), aber es ist, glaube ich, auch eine Beleidigung der Republik», sagte sie dem Sender BFMTV.

Das sagt Obono zu BFMTV:

Das sagt das Magazin

«Valeurs Actuelles» hatte die Veröffentlichung verteidigt – entschuldigte sich aber auch bei Obono. Die Zeichnung sei im Rahmen der traditionellen fiktiven Sommergeschichten erschienen, in denen Charaktere aus der Politik durch die Zeit reisen, so das Magazin. In der aktuellen Ausgabe reist Obono ins 18. Jahrhundert und erlebt nach Angaben des Magazins «die Schrecken der von Afrikanern im 18. Jahrhundert organisierten Sklaverei».

Die Darstellung würde nun völlig aus dem Zusammenhang gerissen, hiess es weiter. «Während wir den Anschuldigungen entschieden widersprechen, (...) haben wir auch genug Weitblick, um zu verstehen, dass Danièle Obono durch diese Fiktion persönlich verletzt worden sein könnte. Wir bedauern es und entschuldigen uns bei ihr», hiess es in einer Mitteilung. Man könne nachvollziehen, dass Obono von der Darstellung schockiert sei.

Die Stellungnahme des Magazins

Macron hatte «Valeurs Actuelles» im vergangen Jahr ein Interview zum Thema Migration gegeben. Kritiker warfen ihm damals vor, damit nach rechts zu blinken. (jaw/sda/dpa)

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Kommentar

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