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Burkini-Streit in Grenoble – zwei Schwimmbäder geschlossen



Hidschab & Co. – Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

Im Streit um den Burkini bleiben zwei Schwimmbäder in Frankreich trotz der Hitzewelle vorerst geschlossen. Die Stadtverwaltung in Grenoble im Osten des Landes erklärte, die Bademeister könnten die Sicherheit nicht mehr gewährleisten.

In den Bädern hatte es Aktionen einer Bürgerrechtsgruppe gegeben, die Musliminnen eine Abkühlung ermöglichen wollten. Die Bademeister seien Ziel von «Einschüchterungskampagnen» geworden, die zum Verstoss gegen geltende Regeln angestiftet hätten, erklärte das Rathaus. In Grenoble ist das Baden im Burkini - einem Ganzkörper-Badeanzug, der auch den Kopf bedeckt - verboten.

Ein von der französischen Bürgerrechtsgruppe Alliance Citoyenne (Bürgerallianz) veröffentlichtes Video zeigt eine der Aktionen. Darauf sind fröhliche Frauen zu sehen, die im Wasser planschen und singen «Wir baden, wir werden baden». Einige tragen Burkinis, die meisten aber Bikinis oder Badeanzüge.

«Die Bademeister sind für die Sicherheit zuständig, und sie können sie nicht gewährleisten, wenn sie sich um einen Menschenauflauf kümmern müssen», hiess es dazu vom Rathaus, dem der Grünen-Politiker Eric Piolle vorsteht. Die Verwaltung verwies darauf, dass andere Gruppen nach der Burkini-Aktion verlangt hätten, nackt baden zu dürfen.

Burkini-Verbote sind in Frankreich heftig umstritten. 2016 hatte das oberste Verwaltungsgericht des Landes entschieden, dass Verbote an Stränden nach dem Anschlag von Nizza mit 86 Toten eine «Verletzung der grundlegenden Freiheitsrechte» darstellten. Frankreich hat mit rund fünf Millionen Muslimen die grösste Gemeinde dieser Religionsgemeinschaft in Europa. (aeg/sda/afp)

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