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epa07264061 Protesters try to cross a bridge over the Seine river during a 'Yellow Vests' protest in Paris, France, 05 January 2019. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) is a grassroots protest movement with supporters from a wide span of the political spectrum, that originally started with protest across the nation in late 2018 against high fuel prices. The movement in the meantime also protests the French government's tax reforms, the increasing costs of living and some even call for the resignation of French President Emmanuel Macron.  EPA/IAN LANGSDON

Am Samstag arteten die Proteste der «Gelbwesten» in Paris erneut aus, 5. Januar 2019. Bild: EPA/EPA

Dieser «Gelbwesten»-Boxer prügelte gegen Polizisten – jetzt erklärt er, warum



Es waren wüste Szenen: Am Samstag arteten Proteste der «Gelbwesten» in Paris aus. Ein Profiboxer schlug dabei einen Polizeibeamten nieder. Nachdem er bereits am Boden lag, trat er mehrere Male auf ihn ein. Beim Boxer handelt es sich um den 38-jährigen Christophe Dettinger.

Diese Szenen führten zu Diskussionen in Frankreich:

abspielen

Video: YouTube/David Abiteboule Official TM

In einem kürzlich veröffentlichten Video erklärt sich der zweifache Halbschwergewichts-Champion. Aufgenommen hat er es kurz nach den wüsten Szenen am Samstag, veröffentlicht wurde es am Sonntag.

«Ich will euch den Sachverhalt schildern, wie ich es sehe», beginnt Dettinger. Er sei seit Anfang bei den Protesten in Paris dabei gewesen.

«Wegen der Rentner, der Zukunft meiner Kinder, der alleinstehenden Frauen mit Kindern ... bin ich ein ‹Gelbwestler›.»

Er habe während der Proteste die Repressionen gegen die Demonstranten miterlebt, das habe ihn wütend gemacht. 

«Ich sah die Repression. Ich sah, wie die Polizei Tränengas gegen uns einsetzte. Ich sah, wie die Polizei mit Gummischrot auf uns schoss. Ich sah verletzte Menschen. Darunter sogar Rentner.»

Dann kommt er auf die Geschehnisse vom vergangenen Samstag zu sprechen. Er sei mittendrin gewesen. «Ja, ich wollte gegen die Nationalpolizei vorgehen.» Als er sah, wie die Polizei Tränengas gegen seine Freunde und seine Frau einsetzte, sei die Wut in ihm hochgekocht. Er habe falsch reagiert. Deswegen wolle er sich auch freiwillig der Polizei stellen.

«Ich bin weder ein Linksextremer noch ein Rechtsextremer. Ich bin Franzose.»

Er endet sein Statement mit brüchiger Stimme: «Wir müssen weitermachen. Friedlich. Aber wir müssen den Kampf weiterführen. S'il vous plaît.»

Hier das gesamte Video:

(jaw)

watson-Reporterin Camille Kündig aus Paris

Video: watson/Camille Kündig

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