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Deutsche Brustimplantat-Trägerin blitzt mit Klage ab



Brust operation silikon

Bild: shutterstock.com

Rückschlag für Betroffene im Skandal um fehlerhafte Brustimplantate aus Frankreich: Der Europäische Gerichtshof sieht im EU-Recht keine Grundlage für Schadenersatzansprüche einer deutschen Patientin an die Versicherung des französischen Herstellers PIP. Das Silicon-Implantat war auch hundertfach in die Schweiz verkauft worden.

Die höchsten EU-Richter fällten ihren Entscheid am Donnerstag in Luxemburg. 2010 war aufgeflogen, dass der französische Hersteller Poly Implant Prothèse SA, kurz PIP, jahrelang für Brustimplantate billiges und potenziell gesundheitsschädliches Industriesilikon verwendet hatte. Weltweit sollen bis zu 400'000 Frauen solche Implantate bekommen haben.

Die deutsche Klägerin fordert Geld von der Versicherung des französischen Herstellers. Doch der Versicherer beruft sich auf eine Klausel in seinem Vertrag mit PIP, wonach die Deckung nur für Schäden in Frankreich gilt.

In der Schweiz waren gemäss früheren Angaben des Schweizerischen Heilmittelinstituts Swissmedic rund 280 Frauen Billigprothesen von PIP implantiert worden. Ihnen wurde bei Bekanntwerden der Mängel eine halbjährliche Kontrolle empfohlen. Beim Auftreten von Problemen sollten sie sofort zum Arzt gehen. (aeg/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ohniznachtisbett 12.06.2020 11:16
    Highlight Highlight Also wie ich das sehe, hat die Frau gegen die Versicherung verloren. Die Versicherung hat einen Vertrag mit PIP und deckt darin nur Schäden in Frankreich. PIP müsste in diesem Fall für den Schaden selbst aufkommen. Das Urteil bedeutet also (so wie ich es in diesem Artikel verstehe) nicht, dass die Frau keinen Anspruch auf Schadenersatz hat, sondern nicht von der Versicherung. Das Gericht hat hier lediglich die Vertrags- und Rechtsicherheit der Versicherungspolice garantiert. Da PIP ja auch nur Prämien bezahlt hat für Schäden in Frankreich.
  • Bruno Wüthrich 12.06.2020 09:43
    Highlight Highlight Dieser Entscheid verwundert sehr.

    Zwar verstehe ich diese Schönheits-OPs ohne zwingenden Grund überhaupt nicht, bzw. finde dies in den meisten Fällen falsch, aber...

    ...trotzdem bleibt es die freie Entscheidung eines jeden Menschen, solches an sich vornehmen zu lassen, und jeder Mensch hat dabei das Anrecht auf einen möglichst sorgfältigen und risikoarmen Eingriff. Dies ist aber wohl bei billigem Industriesilikon kaum gegeben.

    Aber liebe Frauen: Lasst doch diesen Unsinn bleiben. Ihr seid schön! Jede von euch auf ihre individuelle Weise. Ihr seid Individuen. Bleibt das bitte.
  • Scott 11.06.2020 23:42
    Highlight Highlight Warum nur legen sich Frauen für Budget-Möpse unters Messer?
  • Blitz 11.06.2020 21:57
    Highlight Highlight Geiz ist geil!! Resultat.....!
    • Nony 12.06.2020 15:57
      Highlight Highlight Sorry, aber du bist dämlich. Die Frauen hatten wohl kaum das Recht mitzubestimmen, welche Implantate sie bekommen wollen. Ausserdem hat PIP nur billiges Industriesilikon verwendet, aber nicht billige Prothesen hergestellt. Im Gegenteil. Das wäre also in etwa so, wenn der Lambo statt aus Kohlefaser aus alten PET Flaschen hergestellt würde und zum Normalpreis verkauft worden wäre. Jetzt kapiert?

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