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1 Mann spricht, 5 Frauen hören zu: Australische Uni wird für Mansplaining kritisiert



Vor einem Gebäude der australischen Universität Adelaide hängt ein Plakat, das über die Landesgrenzen hinaus eine Diskussion über Sexismus ausgelöst hat. 

Hier ist es:

Die Kritik:

Ein Mann erklärt fünf Frauen etwas – die alle mehr oder weniger gebannt zuhören. Für einige war schnell klar: Hier sehen wir klassisches «Mansplaining» – die Uni sah sich ziemlich schnell einem Shitstorm ausgesetzt.

Mansplaining...

... ist die herablassende Erklärung eines Mannes, der fälschlicherweise davon ausgeht, er wisse mehr über den Gesprächsgegenstand als die – meist weibliche – Person, mit der er spricht. 

Urban Dictonary

«Schaut euch nur diese armen Frauen an», schrieb jemand

«Machen die Werbung für den neuen Bachelor in ‹Mansplaining›?», fragt ein anderer Kommentator. 

«Ein Symbol unserer Zeit», urteilte eine Journalistin

Es gab auch Gegenstimmen

«Was ist das für eine Welt. Dürfen Männer jetzt nichts mehr erklären? Eine Frau dürfte wahrscheinlich ja auch nichts erklären? Ja wer soll es denn dann machen?», schrieb jemand. Oder: «Warum ist es jetzt ein Problem, wenn ein Mann etwas erklärt?»

Die Diskussion zog immer weitere Kreise, zunächst berichteten australische Medien, schnell auch die britische BBC und der «Independent».

Wer trägt die Verantwortung?

Die Universität Adelaide hat sich von dem Foto und der Werbung distanziert. Man habe nichts damit zu tun, es handle sich um ein zu renovierendes Gebäude des lokalen Krankenhauses, das Logo der Uni sei lediglich zufällig auf dem Plakat gelandet.

Ein Sprecher sagte:

«Unser Logo ist auf dem Plakat. Das suggeriert, dass das ein Foto von der Universität Adelaide ist. Aber das Bild wurde weder von uns zur Verfügung gestellt, noch genehmigt.»

Mamamia

Man solle sich mit seinen Anfragen an die Regierung von Süd-Australien wenden. Die seien dafür verantwortlich.

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Video: lya saxer, nico franzoni, laurent äberli

(watson.de)

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