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Stadt Zürich fordert nationale Konferenz zur Direktaufnahme von Flüchtlingen



Nach dem Brand des Flüchtlingscamps Moria auf der Insel Lesbos fordert die Stadt Zürich den Bund auf, eine nationale Konferenz einzuberufen. Die Schweiz könne und solle mehr tun.

epa08657001 Asylum seekers walk among debris in the Moria refugees camp on the island of Lesbos, Greece, 09 September 2020. According to reports, a fire broke out at Moria Camp early on 09 September, after approximately 35 refugees, who had tested positive for COVID-19, refused to move into isolation with their families.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Flüchtlinge fliehen vom Brand, der im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos wütete. Bild: keystone

Zahlreiche Städte und Gemeinden seien bereit, Menschen aus dem Flüchtlingslager Moria aufnehmen. Nun liege es beim Bund, dieses Angebot «endlich» zu nutzen, schreibt das Sozialdepartement der Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Donnerstag: «Die Schweiz kann und soll mehr tun.»

Die Stadt Zürich fordert den Bund dazu auf, gemeinsam mit seinen Partnern und weiteren aufnahmebereiten Städten «umgehend» eine nationale Konferenz einzuberufen und die Direktaufnahme der geflüchteten Menschen konkret umzusetzen. Die Schweizer Asylpolitik liege zwar in der Kompetenz des Bundes, doch die Städte und Gemeinden seien unabdingbare Partner.

Bereits im Juni haben sich laut Mitteilung die acht grössten Schweizer Städte bereit erklärt, über die bestehenden Verpflichtungen hinaus zusätzliche Geflüchtete aufzunehmen. (dpo/ch media)

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Sommaruga auf der griechischen Flüchtlingsinsel Lesbos

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Normalo 11.09.2020 03:32
    Highlight Highlight Wieviele Migranten haben diejenigen schon bei sich zu Hause aufgenommen und tragen für diese die Verantwortung, die jetzt der Allgemeinheit diese Aufgabe wieder aufbürden (zumuten) wollen? Ich wette: fast keiner. Es ist halt einfacher, mit Gleichgesinnten im Chor nach Nächstenliebe zu schreien, als diese bei sich selbst 1:1 umzusetzen. Die Abwehrhaltung bei Einmischung in Angelegenheiten anderer Staaten ist gross. Umgekehrt mischen sich aber diese Despoten-Staaten indirekt in unsere Angelegenheiten ein, indem sie Flüchtlinge produzieren, die zu uns kommen. Hier muss interveniert werden!
  • Bivio 11.09.2020 01:59
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass es auf den ersten Blick gut gemeint scheint. Jedoch wenn man genauer hinschaut, kommen die Fehler solcher Forderungen ans Tageslicht.
    Ja, es ist schön wenn gewisse Städte sagen, dass sie Platz haben und Flüüchtlinge aufnehmen möchten. Nur sind es nicht die Städte, welche die Kosten tragen sondern zuerst der Bund und dann die Kantone. Und diese Kosten können schnell zig 100k Fr./Person betragen. Tagi & NZZ haben klar berichtet, dass der aller grösste Teil dieser Migranten kein Recht auf Asyl haben. Somit holt man Leute ins Land, welche man später wieder aussschaffen muss.
  • Do not lie to mE 10.09.2020 23:22
    Highlight Highlight Die Frage ist doch wer ist der Nutzniesser dieses Brandes. Da ist meiner Meinung nach Erdogan und seine organisierte kriminelle Schlepperbande (MIT) an erster stelle oder habt Ihr etwa schon die Bilder von ende Feb. vergessen? Es geht darum, inwieweit „wir = Zahlreiche Städte und Gemeinden“ die Eskalation des griechisch-türkischen Konflikts weiter befördern und Griechenland in eine Zwangslage bringen, indem „wir“ Erdogans Erpressungspotenzial vergrössern.
  • ueberfluessig 10.09.2020 23:03
    Highlight Highlight eigentlich ist es mir echt zuwider, all diese unsäglich egoistischen, dummen und engstirnigen kommentare jedesmal zu jedem flüchtlingsthema zu lesen. aber man darf diesen meinungen auch nicht die ganze kommentarspalte überlassen. deshalb denn halt: nein, ihr habt nicht recht! nein, es ist nicht allein griechenlands problem! nein, es schafft keine falschen anreize sondern reagiert auf verzweiflung! nein, es ist kein neues problem, es ist schon lange unerträglich, was an europas grenzen passiert!
  • reaper54 10.09.2020 21:53
    Highlight Highlight Es braucht langfristige Lösungen. Jeden in europa aufzunehmen ist keine Lösung.

    Es braucht Städte in die die Flüchtlinge kommen können. Städte welche von den Flüchtlingen erbaut werden, in denen Sie sich eine Zukunft aufbauen können.

    Europa und die NGOs können in Zusammenarbeit für Sicherheit und Bildung sorgen. So kann man dem Flüchtlingen helfen, sich selbst zu helfen.
  • idontevencaretbh 10.09.2020 20:51
    Highlight Highlight Wir haben Platz!
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 00:35
      Highlight Highlight Laut den unsozialen EgomanInnen in der Herz-Blitz-Ratio auf keinen Fall.

      "Dichtestress" nennen sie das, und finden, die zehntausenden Menschen in purer Not und Dreck, in ein enges Lager gepfercht, zu 10. in einem kleinen Zelt, sich zu Hunderten eine "WC" (also kein echtes, mehr so ein Loch) sollen sich doch nicht so anstellen...

      Und wenn sie mit Flatscreen-Oled-TV, Playsi, vollem Kühlschrank, Glasfasernetz und all dem sonstigen Schnickschnack auf der breiten Couch in einer geräumigen Wohnung bis Hütte bis Villa bisschen Lockdown mit rausgehen und alles machen sollen, ist es "echt hart"...
  • Wiesler 10.09.2020 17:41
    Highlight Highlight Ernste Frage:
    Wer entscheidet beim Bund ob das ins Rollen kommt? Gesamtbundesrat? Parlament? EDA?
    • Wat Sohn 10.09.2020 18:24
      Highlight Highlight Ich meine EJPD, aber wohl nur, wenn vom Gesamtbundesrat unterstützt.
    • In vino veritas 10.09.2020 18:30
      Highlight Highlight Offenbar Hinz und Kunz aus dem Gemeinderat in Hinterpfupfingen. Zumindest denkt man in Bern (Stadt) so. Es wäre ja geradezu absurd, wenn der Bund sich um Angelegenheiten kümmern würde, sie in den Aufgabenbereich des Bundes fallen...
    • Wiesler 10.09.2020 19:26
      Highlight Highlight Ich frage mich ob das juristisch überhaupt möglich ist. Hat jemand die Kompetenz das zu entscheiden?
      Evtl. der Gesamtbundesrat aber da sehe ich schwarz bei 2xSVP und FDP
  • Rosskastanie 10.09.2020 17:15
    Highlight Highlight Weshalb sollen wir uns diesen Schuh nun auch noch überziehen? Soforthilfe ja, schickt die Katastrophenhilfe runter, Lebensmittelpakete oder Ärzte ohne Grenzen. Aber stellt keinen Blankoscheck aus bezüglich der Migration. Das wäre ein ganz fatales Zeichen. Ja es ist schlimm, helfen wir. Aber es gibt einfach auch Regeln - Schengen - die eingehalten werden müssen. In prekären Verhältnisse leben gemäss UNO weltweit Millionen von Menschen, was ist mit denen? Und der nächste "failed state" wartet schon...manchmal sind Probleme andernorts einfach auch "hausgemacht", wir sind nicht an allem schuld...
    Play Icon
  • Amarillo 10.09.2020 17:14
    Highlight Highlight Wenn schon müsste man aber zumindest sicherstellen, dass es sich dabei um tatsächlich asylberechtigte Personen handelt. Und man nicht Marokkaner, Tunesier, Algerier etc. einfliegt, welche bereits heute einen nicht kleinen Teil derjenigen ausmachen, welche zwar keine Asylgründe haben, aber trotzdem nicht in ihre Heimatländer zurückkehren, weil diese sie nicht wollen.
    • Posersalami 10.09.2020 17:42
      Highlight Highlight Bevor die hier sind kann man das aber nicht prüfen..

    • Wat Sohn 10.09.2020 18:37
      Highlight Highlight Auf dieser Route kommen diese Nationalitäten kaum vor, siehe Frontex-Berichte. 2019 erfolgten von total 66‘000 illegalen Grenzübertritten an diesem Ort 48‘000 von Personen aus Afghanistan, Syrien und Irak. Das wird 2020 nicht gross geändert haben.
    • Altweibersommer 10.09.2020 19:16
      Highlight Highlight Weil Marokkaner, Tunesier, Algerier schlechtere Menschen sind als Syrer*innen, Afgan*innen, Schweizer*innen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rene Tinner 10.09.2020 17:05
    Highlight Highlight Bern will 20 Flüchtlinge aufnehmen. Lächerlich. Zudem ist das ein falsches Zeichen. Wenn das Schule macht, zünden in vielen Lagern die Flüchtlinge ihre Camps an und werden dafür belohnt, in dem man sie nach Europa bringt. Bravo. Als Bonus importieren wir gleich noch Corona. Warum nimmt eigentlich Russland oder China keine Flüchtlinge auf. Natürlich, die wollen in den gelobten Westen. Hier hängen die Früchte sehr tief an den Bäumen.
  • Schlingel 10.09.2020 16:40
    Highlight Highlight Hört endlich auf, falsche Anreize zu schaffen. Brandstifter gehören nicht belohnt. Die Schweiz soll keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen und stattdessen die Mittel für die Ursachenbekämpfung vor Ort aufstocken, sind diese doch schliesslich in einem sicheren Land. Über die Aufnahme von Waisen oder alleinstehenden Frauen kann man diskutieren. Alles andere ist jedoch unverantwortbar gegenüber den kommenden Generationen.
  • Troxi 10.09.2020 16:37
    Highlight Highlight Auch wenn der Extra 3 Beitrag sich um die Schlauchboote im Mittelmeer dreht, kann man diesen genauso gut auf die Situation in Griechenland ummünzen. Die Grundaussage bleibt dieselbe und wenn mal etwas passiert, wie jetzt, ein Zehnpunkteplan und danach macht man wieder gar nix und rein lässt man schon mal keiner. Unter dem Motto: Die Interessieren mich nicht, bringen keine Wählerstimmen, wenn man ihnen hilft und Sowieso, die sollen gefälligst zu Hause die Wirtschaft aufbauen.
    Play Icon
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.09.2020 16:33
    Highlight Highlight Also dieselben Kantone die es nicht auf die Reihe kriegen sich untereinander zu einigen betreffend Corona Massnahmen, denken sie könnten die Welt retten . Ja toll, dann mal los.
  • Milchkanne 10.09.2020 16:30
    Highlight Highlight Falls die betreffenden Personen noch einen Platz in Ihrem Haus haben und für die betroffenen Personen sorgen meinetwegen. Allerdings sendet dies ein falsches Signal an die Flüchtling aus.
  • salamikoenig 10.09.2020 16:07
    Highlight Highlight Grundsätzlich sollten die leute aufgenommen werden. Wenn dies jedoch passiert, sendet dies das absolut falsche zeichen. Brennt das flüchtlingslager nieder, dann nehmen sie euch auf...
  • murrayB 10.09.2020 15:50
    Highlight Highlight Einverstanden, aber zuerst sollte eine nationale Konferenz über die Rückführung von abgewiesenen und vorläufig aufgenommenen durchgeführt werden...

    Prinzip sollte sein - jeder der zurückgeführt wird kann durch ein neuen Ersetzt werden!
  • maylander 10.09.2020 15:47
    Highlight Highlight Gut gemeint ist leider nicht gut gemacht.

    Mit solchem Aktivismus spielt man schlussendlich den Brandstiftern in die Hände.

    Es braucht endlich eine langfristige europäische Strategie. Am besten eine die das Problem an den Wurzeln packt. Symptome bekämpfen wir schon lange und es wird nur noch schlimmer.
    • Die_andere_Perspektive 10.09.2020 17:30
      Highlight Highlight Ja klar... Es war ja völlig rechtens 10k Leute in ein Camp zu stecken was für 3k ausgelegt war... Konnte ja keiner ahnen, dass das schiefgehen MUSS. Und man sollte unbedingt Kollektiv bestrafen, ist ja nicht so dass wir im 21. Jh Leben...
    • Firefly 10.09.2020 18:06
      Highlight Highlight Wenn sie die Problematik an der Wurzel packen wollen, sollten sie dafür schauen, dass die Reichen und Firmen nicht hier Steuern Zahlen sondern in ihren Ländern. Konzernverantwortung
    • dontknow 10.09.2020 18:11
      Highlight Highlight Die Städte hatten bereits im JUNI (lange vor den Bränden)Hilfe angeboten. Der Bund hat das aber blockiert/abgelehnt, da die Städte keine "Zuständigkeit" in dem Bereich haben.

      Voten wie Ihres zeigen entweder auf wie extremst egoistisch Sie eingestellt sind oder b) dass Sie sich absolut Null mit der seit Monaten üblen Lage auf Lesbos beschäftigt haben.

      Und als letztes: Not-/Soforthilfe (Leute direkt aufnehmen/evakuieren) schliesst ja nicht aus dass man trotzdem abseits davon sich bemüht die grunds. Probleme zu lösen. Aber hey lassen wir die Leute lieber sterben, weil ist nur Symptombekämpfung
    Weitere Antworten anzeigen
  • chrissy_dieb 10.09.2020 15:44
    Highlight Highlight Input für die Konferenz:

    1. Sind die Menschen in Moria noch in einem Asylverfahren. Erfolgreiche Asyl-Steller werden aufs Festland gebracht d.h. das Lager in Moria setzt sich zusammen aus Menschen mit berechtigten und unberechtigten Ansprüchen. Wir sollten Asylanten aufnehmen, und nicht Leute keinen Anspruch haben.

    2. Sind die Leute nicht an Leib und Leben bedroht in Griechenland. Lasst uns sofort Zelte und Häuser dort bauen, damit sie nicht obdachlos sind.

    3. Schaffen wir einen Präzedenzfall: Andere Menschen in Gefahr zu bringen (anzuzünden) hilft offenbar einer beschleunigten Aufnahme.
  • Cirrum 10.09.2020 15:44
    Highlight Highlight Wenn man in einer Zeit lebt, in der man Papa Staat zuerst bitten muss, Menschen in Not zu helfen...
    Ein paar Nasen entscheiden über das Schicksal von Menschenleben..
    Wo sind denn hier die Menschenrechte? Ach, diese gelten nur für wohlhabende Menschen, denn die anderen bringen ja kein Profit und kosten nur..
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.09.2020 16:30
      Highlight Highlight So viel mir bekannt ist, gelten die Menschenrechte in der Schweiz für alle, egal ob reich oder arm. Da muss man schon ziemlich ideologisch verblendet sein um das nicht zu sehen.
  • Antichrist 10.09.2020 15:38
    Highlight Highlight Ich finde auch, wir sollten sofort nicht brennbare Ersatzzelte runtersenden. Wozu die Menschen herholen?

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