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105 Kameras für Obdachlose – das ist ihre (eindrückliche) Sicht auf London



Seit 2012 gibt es in London das «Café Art», das von Obdachlosen geleitet wird und Künstlern, die keine Ausstellungsfläche haben, als Galerie dient. Das Konzept setzt sich auf Anhieb durch – und heute ist der Kunst-Treff in der britischen Hauptstadt fest etabliert.

2015 gelingt es dem «Café Art» mit einem spannenden Projekt, den eigenen Anspruch zwischen Wohltätigkeit und Kreativität gerecht zu werden: Die Macher statten Obdachlose mit Kameras aus und sammeln via Crowdfunding Geld, um aus den besten Bildern einen Kalender zu machen. Mit Erfolg: «MyLondon» mit den Fotos der Randständigen konnte realisiert werden.

Die Idee findet auch im Ausland Anklang. In Sydney, Budapest, São Paulo, New Orleans und Toronto werden ähnliche Projekte angestossen – hier heissen sie dann «MyToronto» oder «MinhaSão Paulo». Die englische Stadt Manchester zieht ebenfalls nach.

«Graffiti-Gebiet» von Saffron Saidi

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Nun steht der Nachfolger des Londoner Originals in den Startlöchern: Diesmal wurden 105 Obdachlose in der britischen Hauptstadt mit Fotoapparaten versorgt. 20 ihrer Bilder stehen nun in der engeren Wahl, den «MyLondon»-Kalender für 2017 zu zieren. Ein neues Kickstarter-Projekt ist auch schon online.

Und was haben die Obdachlosen eigentlich selbst von diesem Kalender? Geht es nur ums Geld? Der Geschäftsführer des «Café Art» verneint: «Sie verbessern ihre Sozialkompetenz, kommen durch den Wettbewerb in Kontakt mit der Öffentlichkeit und später auch mit der Geschäftswelt, wenn sie [den Kalender] verkaufen», erklärt Paul Ryan dem Webportal «A Plus».

Alle, die sich daran beteiligen, sollten auch was vom Kalender haben, führt Ryan aus. «Wir versuchen jedes Jahr, mehr Leute in jede Stufe des Prozesses einzubinden, damit das Projekt ihnen gehört. Sie sollen das Gefühl haben, dass sie unter Kontrolle haben, wie sie der Öffentlichkeit präsentiert werden, und ich stelle sicher, dass sie glücklich mit ihren Geschichten sind.»

«London Calling» von Hugh Gary

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Und natürlich soll auch jene Öffentlichkeit etwas erfahren und einen «subtilen» Blick auf das Leben auf der Strasse bekommen: Zu dem jeweiligen Monatsbild gehört eine Geschichte über den Fotografen.

Und nun also zu deren Werken, die Kandidaten für den Kalender für 2017 sind:

«Der Kaffee-Verkäufer» von Leo Shaul

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«Camden-Szene» von Saffron Saidi

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«Aus heiterem Himmel» von Beatrice

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«St.-Pauls-Reflexion» von Christopher McTavish

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«Arkadien» von Keith Norris

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«Liebes-Herz-Velostand» von Ella Sullivan

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«Der Markt» von Goska Calik

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«Nelsons Säule» von Richard Riley

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«Was jetzt?» von Laz Ozerden

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«Aufregender Untergrund» von Jackie Cook

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«Nach dem Regen» von Siliana

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«Brick-Lane-Pose» von Geraldine Crimmins

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«Fahrer gesucht» von Richard Fletcher

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«Gruppenübung» von Siliana

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«Londoner Ikonen» von Alana Del Valle

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«Spiegelkabinett» von Hugh Gary

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«Reifenstapel» von Mia Lyons

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«St Paul’s Cathedral» von Michelle Goldberg

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