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epa07962097 British Prime Minister Boris Johnson departs 10 Downing Street in London, Britain, 31 October 2019. Boris Johnson and Labour leader Jeremy Corbyn are set to unofficially kick off their general election campaigns.  EPA/ANDY RAIN

«Eine Frage des tiefen Bedauerns»: Premierminister Johnson. Bild: EPA

Brexit-Verzögerung ist ein «Gräuel» – Johnson entschuldigt sich



Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich dafür entschuldigt, dass er das Land entgegen seiner Versprechen nicht am 31. Oktober aus der Europäischen Union geführt hat. «Es ist eine Frage des tiefen Bedauerns.»

Das sagte Johnson in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Sky. «Ich bin sehr, sehr enttäuscht.» Die Brexit-Verzögerung sei ein «Gräuel».

Zugleich gab der Regierungschef dem Parlament die Schuld an der Verzögerung. Es habe genug Zeit gehabt, über den mit der EU neu verhandelten Deal abzustimmen, aber diese Möglichkeit nicht genutzt.

Johnson hatte wiederholt versprochen, dass Grossbritannien die EU am 31. Oktober verlassen werde, «komme, was wolle». Nun soll das Land spätestens am 31. Januar austreten. Die Diskussion über den Brexit steht im Mittelpunkt der vorgezogenen Parlamentswahl am 12. Dezember.

Der Premier zeigte sich überzeugt, dass das Vereinigte Königreich nach dem Brexit rasch ein Handelsabkommen mit der EU schliessen werde. Ein Vertrag sollte «grundsätzlich sehr einfach» sein, sagte Johnson.

Er warnte vor weiterem Brexit-Chaos, falls die Labour-Partei die Wahl gewinnt. «(Parteichef Jeremy) Corbyn und die Labour-Partei wollen zurück nach Brüssel gehen und sechs Monate lang verhandeln, dann ein Referendum abhalten, verbunden mit all den vergifteten und langwierigen Traumata, und dann gegen ihren eigenen Deal vorgehen.» (sda/dpa)

Boris Johnson

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Das Brexit-Chaos seit Johnsons Amtsübernahme

Das sagt Boris Johnson zu seinem Brexit-Deal

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Noblesse 03.11.2019 20:44
    Highlight Highlight Der lügt schon mit: "Good morning"!
  • dho 03.11.2019 16:30
    Highlight Highlight Ich würde, so ich denn dürfte, den Boris wählen, in der Hoffnung, das UK verlässt dann die EU. Mein Wunsch ist die endgültige Abwicklung des British Empire.

    Schottland raus aus UK und rein in die EU. Nordirland lehnt sich so stark an die irische Republik an, dass eine Fusion in 10 Jahren ohne Probleme über die Bühne gehen wird.
  • tea time in keith 03.11.2019 14:03
    Highlight Highlight das beste wäre ein zweites referendum, da die briten inzwischen besser abschätzen können was bei einem brexit alles auf sie zu kommt als bei der ersten umfrage. damals haben leider alle parteien die verrücktesten märchen erzählt und so versucht die leute auf ihre seite zu bekommen
    • Bratansauce 03.11.2019 16:26
      Highlight Highlight Hör doch auf. Wahrscheinlich würde ein neues Referendum nun noch klarer angenommen werden
  • landre 03.11.2019 13:06
    Highlight Highlight Er will nicht wiedergewählt werden. Er will wahrscheinlich wie andere nur in die Geschichtsbücher mit einem "Ich hab es wenigstens versucht." Welchen Schaden systematisches lügen und/ oder hintergehen der Demokratie antun kann, scheint ihm und Gleichgesinnten nebensächlich zu sein.
  • The oder ich 03.11.2019 11:59
    Highlight Highlight Was er auch nicht gehalten, hat ist sein Versprechen, lieber tot im Graben zu liegen.
  • MAOAM 03.11.2019 11:59
    Highlight Highlight Boris, du lügst nicht nur dich selber an, sondern auch das Volk. Schau über der grossen Teich, dann wirst du nicht nur ein Trumpeltier sehen, sondern auch deine Zukunft.
  • flausch 03.11.2019 11:13
    Highlight Highlight Lebt der BoJo eigentlich noch? Liegt der nicht irgendwo im Graben rum?

    Wie Peinlich das war, im falle dessen dass er nicht kriegt was er will, mit dem eigenen Tod zu drohen...
  • rodolofo 03.11.2019 10:51
    Highlight Highlight Ooooorder!!!

Boris Johnson soll «schlimmste Form von Vetternwirtschaft» betreiben

Dem britischen Premierminister Boris Johnson wird bei der Besetzung neuer Mitglieder des Oberhauses Vetternwirtschaft vorgeworfen. Er hat Kritikern zufolge 36 vor allem linientreue Brexit-Anhänger sowie seinen Bruder Jo auf die Vorschlagsliste für das House of Lords gesetzt. Es dürfte damit auf 830 Mitglieder anschwellen – zuvor gab es Forderungen, das Oberhaus zu verkleinern.

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