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Grossbritannien bietet künftig DNA-Tests für Säuglinge an



Der britische Gesundheitsdienst NHS will ab dem kommenden Jahr DNA-Tests für Neugeborene anbieten. Mithilfe der Tests könnten Erbkrankheiten und Gesundheitsrisiken schon kurz nach der Geburt erkannt werden. Dies berichtete die Tageszeitung «The Times» am Mittwoch.

Dadurch könnten etwa gefährliche Krankheiten wie Epilepsie oder Mukoviszidose frühzeitig behandelt und damit abgeschwächt werden.

«Das sind grossartige Neuigkeiten», schrieb Gesundheitsminister Matt Hancock umgehend auf Twitter, «überlegt nur, wie viele Leben gerettet werden können, wenn wir unsere genetischen Risiken kennen».

Nach Angaben der «Times» werden in England und Wales rund 3000 von insgesamt 660'000 Kindern mit «behandelbaren, früh auftretenden Krankheiten» geboren. Grossbritannien befinde sich «an der Schwelle einer Revolution im Gesundheitswesen», wurde Hancock in dem Bericht zitiert.

Zunächst werde im kommenden Jahr eine Probephase laufen, schrieb die «Times» unter Berufung auf den nationalen Gesundheitsdienst. Sei das Pilotprojekt erfolgreich, könnten die Tests innerhalb der nächsten drei Jahre flächendeckend verfügbar sein.

100'000 Genome

Angefangen hat alles mit dem «100'000 Genomes Project», das der Ex-Premierminister David Cameron 2012 ins Leben gerufen hat. Ziel dieses Projekts war es, die DNA von 100'000 Kindern nach Erbkrankheiten und sonstigen Gesundheitsrisiken zu durchsuchen.

Das Unterfangen wurde gestartet, nachdem David Camerons Sohn Ivan an einer seltenen neurologischen Störung gestorben war. Dieses Ziel wurde letzten Dezember erreicht. Das nächste Ziel: Fünf Millionen Genome.

DNA-Test für Babys: Was hältst du davon?

(dfr/sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Saerd neute 07.11.2019 09:35
    Highlight Highlight Ok
    Kaum auf der Welt, fangen die Therapien schon an! Super!
    Und wenn es noch im Bauch ist wird es abgetrieben.
    Der Natur wird ja wirklich nicht mehr viel zugetraut.
    • DunkelMunkel 07.11.2019 10:01
      Highlight Highlight Tatsächlich ist Gesundheit ein Big Business. Jedoch ist dies im Bereich der Gesundheit OK, da zu dem Zeitpunkt der Schaden schon steht. Das Problem ist vielmehr, was vorher passiert: Ernährung der Eltern, Umwelteinflüsse, Lebensstil etc. all das beeinflusst das Kind und kann es krank machen. Dass schnellstmöglich Therapien eingesetzt werden ist zu Begrüssen. Aber vielmehr müsste man sich um das "vorher" kümmern, anstatt das Gesundheitssystem anzuprangern.
    • Typu 07.11.2019 10:12
      Highlight Highlight Ok. Also soll man erst therapieren wenn das problem gut sichtbar geworden ist. Oder auch dann nicht? Lieber broccoli und generell rohkost essen. Sind Sie so einer?
    • Macke 07.11.2019 13:18
      Highlight Highlight @Flötist: Ich finde das "vorher" schwierig. Damit sagst du, dass vererbbare Krankheiten durch den Lifestyle ausgelöst werden (falsch). Zusätzlich heisst das, Frau muss sich an jede kleinste Empfehlung halten während der Schwangerschaft, also komplette Kontrolle der Gesundheitsversorgung über die schwangere Frau. Und das halte ich für unheimlich bedenklich. Wehe sie isst Kuhmilchkäse, wehe sie muss in der Nacht arbeiten usw. Ich hoffe nicht, dass du das meinst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sa5 07.11.2019 08:35
    Highlight Highlight Je nach Standpunkt, ein Schritt in die falsche oder in die richtige Richtung.

    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Stimmen laut werden den Test vor der Geburt durchzuführen. Durch die vorzeitige Eliminierung von erbkranken Leben könnten Sozialkosten gespart werden. Ansich keine schöne Idee, aber liegt voll in der Logik der bürgerlichen Sparpolitik im Sozialwesen.

    Dank großzügigen Diäten und Zuwendungen von Lobbys könnten betreffende Politiker ihre Kinder privat behandeln lassen und wären somit nicht betroffen.
    • Ökonometriker 07.11.2019 20:52
      Highlight Highlight Sind die Rechts nicht prinzipiell gegen Abtreibung?
  • Bruno S.1988 07.11.2019 08:17
    Highlight Highlight Und gleichzeitig wird eine staatliche Datenbank mit DNA Informationen sämtlicher Neugeborenen geführt. Win-Win?
    • Fandall 07.11.2019 11:11
      Highlight Highlight Ja, die Geheimdienste wird's freuen wenn die Datenbank am Internet angeschlossen ist...
      Immerhin wäre die Vaterschaft dann klargestellt.
    • sa5 07.11.2019 14:18
      Highlight Highlight Win-Win für Krankenkassen die dann pränatal gewisse Risiken ausklammern könnten.

      Der Zweck heiligt die Mittel. Für Kostenersparnis im Gesundheitswesen tun wir doch alles? Oder etwa nicht!

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