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Politikerin fordert Referendum über Wiedervereinigung Irlands



Sinn Fein's Martina Anderson, left, celebrates with Michelle Gildernew at the Kings Hall count centre, Belfast, Northern Ireland, Monday, May, 26, 2014.  Sinn FÈin's Martina Anderson has topped the poll in the European elections for Northern Ireland, to become the first of Northern Ireland's MEP's.   (AP Photo/Peter Morrison)

Martina Anderson Bild: AP /AP

Die nordirische EU-Abgeordnete Martina Anderson fordert möglichst bald ein Referendum über die Wiedervereinigung Nordirlands mit der Republik Irland im Süden. Dies ergebe sich zwangsläufig daraus, dass die Mehrheit der Nordiren beim Brexit-Referendum 2016 gegen einen Austritt aus der EU gestimmt habe, der nun aber dennoch vollzogen werde, sagte Anderson der Nachrichtenagentur DPA.

Anderson gehört der Partei Sinn Fein an, die früher als politischer Arm der pro-irischen Terrororganisation IRA galt.

«Nach dem Brexit wird Nordirland in bestimmten Bereichen allmählich von den EU-Regeln abweichen», erläuterte Anderson. «Je weiter diese Abweichung vorangeschritten ist, desto schwieriger wird es, den Norden nach einer Wiedervereinigung wieder in die EU zu integrieren.»

Ein Referendum über die Wiedervereinigung müsse deshalb möglichst bald kommen. In jedem Fall müsse es vor der nächsten Europawahl 2024 stattfinden.

Irland ist seit 1921 geteilt. Damals erkämpften sich die Iren Autonomie, die sie später zur vollständigen Unabhängigkeit von Grossbritannien ausbauten. Dies galt aber nur für etwa fünf Sechstel der Insel: Der Norden, damals die mit Abstand reichste Region und die einzige mit einer protestantischen Mehrheit, blieb Teil des Vereinigten Königreichs. (aeg/sda/dpa)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ich hol jetzt das Schwein 30.01.2020 17:43
    Highlight Highlight Gut so! Hoffentlich hat sie Erfolg damit!
  • Bivio 30.01.2020 11:31
    Highlight Highlight Finde ich interessant. Denke aber nicht, dass es klappt. Im Norden sind immer noch eine satte Mehrheit Unionisten. Die Frage ist, ob man diese Position für einen EU-Verbleib aufgeben wird oder nicht. Meine Erfahrung ist, dass die Leute eher Pro-UK sind als Pro-EU.
    Die Löhne und Sozialleistungen sind im Norden höher als in der ROI.
    NI profitiert von vielen Subventionen, welche danach wegfallen würden.
    Es stellt sch auch die Frage ob ROI überhaupt den Norden möchte. Damit müsste ROI mehrer Mrd. £ an Sicherheitskosten übernehmen plus nun sind die Unionisten jene, welche Stunk machen würden.
    • misohelveticos 30.01.2020 16:02
      Highlight Highlight Von "satter" Mehrheit d. Unionisten kann schon jetzt keine Rede sein. Die kath., republikfreundliche, Bevölkerung wächst mehr als d. Unionistische. Bei d. Unterhauswahlen 2019 haben die Nicht-Unionistischen Kräfte d. DUP überholt.
      Mrs. Anderson, Sinn Féin u. alle, die e. vereinigtes Irland wollen, sollten vom schlechten Beispiel Deutschlands lernen:
      Wir haben 40 Jahre d. Einheit in Sonntagsreden beschworen, aber als die Gelegenheit kam, hatten keiner e. Plan in d. Schublade.
      Irland sollte nicht reden, sondern planen. Mit d. Zollgrenze zu GB hat BoJo schon den Grundstein zur Vereinigung gelegt.
    • Q anon = B annon 30.01.2020 16:42
      Highlight Highlight Ich finde die Idee gut und Prüfungswert.
      @Misohelvetics
      Die Wiedervereinigung Deutschlands ist eine ganz andere Hausnummer als die von Irland wäre.
      Deutschland war die einte hälft Runtergewirschtschaftet und hate eine Währung die viel weniger wert hatte. Bei Irland wäre es eine Vereinigung auf Augenhöhe!
    • El Vals del Obrero 30.01.2020 18:57
      Highlight Highlight Zumindest bei den letzten Wahlen haben die Unionisten ("Union" bezüglich UK) aber deutlich verloren. Und laut aktuellen Umfragen wäre schon bei der jetzigen Demografie die Mehrheit eher für eine irische Wiedervereinigung.

      Dass man sich dort vielleicht eher mit aktuell-akuten Problemen statt mit pathetischem Protestantisch-/Katholisch-Idenditäts-Seich zu beschäftigen beginnt, könnte am Ende ja sogar das einzig Positive am Brexit sein.

      Auch eine gute Idee fände ich noch ein Unionsstaat aus Schottland, Irland und Nordirland. (Für Begründung ist die zugelassene Zeichenzahl zu gering)
  • Der Buchstabe I 30.01.2020 11:14
    Highlight Highlight Alle wollen die sinkende MS Great Britain verlassen.
    • Max Cherry 30.01.2020 17:00
      Highlight Highlight Great Britain heisst die andere Insel nebenan, das was du meinst nennt sich United Kingdom.

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