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Anti-Folter-Gremium rügt Zustände in britischen Gefängnissen

Nach Besuchen in mehreren Haftanstalten kritisiert das Anti-Folter-Komitee die Lage in Grossbritannien: die Gefängnisse seien überfüllt und sanierungsbedürftig.



Britain's Prime Minister Boris Johnson talks with prison staff during a visit to Leeds prison, Northern England, Tuesday Aug. 13, 2019.  In an announcement on Sunday Johnson promised more prisons and stronger police powers in an effort to fight violent crime. ( AP Photo/Jon Super)

Grossbritanniens Premier Boris Johnson besichtigt das Leeds-Gefängnis im Norden Englands im August 2019. Bild: AP

Das Anti-Folter-Komitee des Europarats (CPT) hat die Lage in britischen Gefängnissen kritisiert. Das Haftsystem Grossbritanniens befinde sich in einer «tiefen Krise», erklärte das Experten-Gremium in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Gefängnisse seien überfüllt und unsicher für Insassen sowie Angestellte, stellte das Komitee nach einem Besuch mehrerer Haftanstalten fest. Demnach hat die Zahl gewalttätiger Übergriffe zwischen den Häftlingen deutlich zugenommen. Die Gefängnisse müssten zudem dringend saniert werden, forderte das Gremium.

Unterdessen in El Salvadors Gefängnissen:

In den drei britischen Männer-Gefängnissen, die die CPT-Delegation 2019 besuchte, hatte es den Experten zufolge schwere Angriffe von Gefangenen auf andere Insassen und Mitarbeitende gegeben. Auch seien die Insassen, die keiner Arbeit nachgehen, bis zu 23 Stunden pro Tag in ihrer Zelle, kritisierte das Komitee. CPT betonte, dass Grossbritannien tiefgreifende Änderungen am Haftsystem vornehmen müsse, um eine Überbelegung zu vermeiden.

Das CPT besteht aus Experten des Europarats und hat seinen Sitz im französischen Strassburg. Die Berichte zu den Besuchen sind keine Ermittlungen gegen einen Staat. Sie dienen lediglich dazu, die Einhaltung der Menschenrechte in Gefängnissen in den 47 Mitgliedstaaten des Europarats zu überprüfen. (adi/sda/dpa)

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