International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie unsere Ferienbilder aussehen, wenn wir weitermachen wie bisher

Influencer sind bekannt für das Suggerieren einer Traumwelt. Für eine vor kurzem gestartete Kampagne setzen einige ihren Einfluss nun ein, um auf ein grosses Problem aufmerksam zu machen.



Bild

Influencerin räkelt sich an einem mit Plastikmüll verschmutzten Strand. bild: instagram/malloryonthemoon

Influencer versorgen uns tagtäglich mit Fotos von den schönsten Plätzchen auf dieser Erde. Gekonnt inszenieren sich die durchtrainierten, meist jungen Frauen und Männer an Bilderbuch-Stränden. Die Bilder werden mit fröhlichen Hashtags sowie dem perfekten Insta-Filter versehen und hochgeladen.

Unter dem Hashtag «#NoFilterNoFuture» sind auf Instagram seit kurzem jedoch sehr ungewöhnliche Bilder zu finden. Das ansonsten stets glasklare Wasser und der perfekt weisse Strand sind komplett zugemüllt. Einzig die Posen der Influencer sind unverändert perfekt für das Foto.

Bis 2050 wird es mehr Plastik als Fische in unseren Ozeanen geben

Der US Wasserfilterhersteller «Brita» und die Agentur «Social Chain» haben sich für eine Kampagne mit Influencern zusammengeschlossen. Ziel ist es, mit der Kampagne auf die Folgen der Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll aufmerksam zu machen.

Die teilnehmenden Influencer photoshoppen zu diesem Zweck Plastikmüll in ihre Bilder. Die Bilder sind sehr aussagekräftig und zeigen, was die acht Millionen Tonnen Plastik, die jährlich in unseren Meeren landen, anrichten können.

Die Message der Influencer ist klar: Das Problem betrifft uns alle und wir sind angehalten, auf Plastik weitgehend zu verzichten. «Ich wünsche mir, dass meine Kinder und meine Enkel die Möglichkeit haben, Strände und Seen zu geniessen, ohne dass sie durch Müll schwimmen müssen», schreibt «northcountrylittles» unter ihr Bild.

Kleine Veränderungen des Verhaltens können bereits einen positiven Einfluss haben. Das Ersetzen von Einwegflaschen durch wiederverwendbare Getränkebehälter ist beispielsweise ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Im Text zu den Bildern machen einige auch auf die Probleme für die Meeresbewohner aufmerksam. «Allegraroseb» dazu: «Einer von drei Meeressäugern wird in Plastikmüll verstrickt gefunden.» In der Tat leiden viele Tiere stark unter der vom Menschen verursachten Problematik. Wer kennt die Bilder nicht von den Mageninhalten irgendwelcher Wale oder sonstiger Meeresbewohnern?

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Plastikmüll im Meer

Diese 3 Zürcher wollen das Mittelmeer vom Plastik befreien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Er kämpft gegen den Plastikalbtraum der Trauminsel: Der Müllheld von Bali

Die Bilder sorgten Anfang des Jahres für Entsetzen. An den Stränden der indonesischen Trauminsel Bali türmten sich Tonnen von Plastikmüll: eine Flut aus Flaschen und Bechern, Verpackungen und kaum noch identifizierbarem Unrat – trotz des fehlenden Tourismus aufgrund der Corona-Pandemie.

Die Müll-Misere ist zu einem jährlich wiederkehrenden Phänomen geworden, ausgelöst durch vom Monsun beeinflusste Meeresströmungen, zunehmende Verschmutzung der Ozeane, Massenkonsum und einer schlecht …

Artikel lesen
Link zum Artikel