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Waffenwerbe-Verbot auf Instagram? Kein Problem, dafür gibt's ja die Gunfluencerinnen

Milan Marquard
Milan Marquard



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Das ist Lauren Young – eine bekannte «Gunfluencerin». bild: instagram/misslaurenvictoriaa

Die Social-Media-Plattformen Instagram und Facebook haben strikte Werbe-Richtlinien. Neben Tabakprodukten und Erwachseneninhalten gibt es auch deutliche Einschränkungen bei Werbung für Waffen, Munition und Sprengstoffe.

Generell gilt für oben genannte Produkte folgende Police: «Anzeigen dürfen nicht den Verkauf oder die Verwendung von Waffen, Munition oder Sprengstoffen fördern. Dazu gehören auch Anzeigen für Zubehör zur Waffenmodifikation.» Bei Zielgruppenwerbung mit einer Altersbeschränkung ab 18 Jahren und älter dürfen Marken Produkte wie Zielfernrohre, Holster und weiteres Zubehör bewerben.

Die vorgegebenen Richtlinien machen es für Waffenhersteller schwer, zumal die sozialen Medien sehr bedeutend für effektive Werbung geworden sind. «Wenn eine Anzeige eingereicht wird, durchläuft sie einen ziemlich umfangreichen Review-Prozess, bevor sie genehmigt wird» – wie ein Mitarbeiter von Instagram gegenüber Vox aussagte.

Sex sells

Um ihre Kampfgeräte trotzdem bewerben zu können, bedienen sich die Unternehmen eines Regel-Schlupflochs: Via Influencerinnen umgehen Waffen- und Waffenaccessoire-Hersteller die Werbeverbote für offizielle Unternehmen. Es handelt sich hauptsächlich um weibliche Influencer – auch Gunfluencer genannt. Es handelt sich um gutaussehende und oftmals knapp bekleidete Frauen. Sie bringen den Waffen den Instagram-typischen Sexappeal und lassen den entsprechenden Lifestyle attraktiv wirken.

Die absurdesten Bilder der «Gunfluencerinnen»

Glaubhaft sind die Frauen selbstverständlich auch: Es handelt sich um begnadete Jägerinnen, Kriegsveteraninnen oder Sportschützinnen. Etliche Videos zeugen von ihrem Können im Umgang mit den (meist riesigen!) Schusswaffen.

Während in den etlichen anderen Bereichen die Influencerinnen quasi nicht zwingend notwendig wären, sind Waffenzubehör- und Waffenhersteller auf die Zusammenarbeit angewiesen. Das macht das Geschäft für die Gunfluencerinnen entsprechend lukrativ – sofern sie genug Follower vorweisen können.

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