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A man wearing a facial mask walks across the middle of 5th Avenue in Midtown Manhattan of New York, Sunday, March 29, 2020. (AP Photo/Mary Altaffer)

Ein Mann mit Einkäufen auf der Fifth Avenue in Manhattan. Bild: AP

Interview

«Es fühlt sich an, als ob das ganze Land auseinanderfällt»

Die Sängerin und Dirigentin Barbara Leifer sitzt in Manhattan in ihrer Wohnung fest. Im Interview spricht sie über den Stillstand wegen des Coronavirus und die Überforderung in den New Yorker Spitälern.



Eine einfache Frage zu Beginn: Wie geht es Ihnen?
Barbara Leifer:
Es geht mir gut, ich habe keine Symptome, aber ich bin praktisch eine Gefangene in meiner Wohnung. Ich gehe raus, wenn ich etwas besorgen muss, aber das beschränkt sich auf Lebensmittel, Medikamente und anderes, was man in Apotheken erhält.

Wie sieht es in New York aus?
Die Stadt ist wie leergefegt. Ich wohne zwei Blocks vom Times Square entfernt. Dort pulsiert sonst das Leben. Jetzt ist nichts los. Sogar der Verkehr ist weg. Auf der 9. Avenue stehen die Autos sonst permanent im Stau. Jetzt sind die Strassen sogar zur Rush Hour vollkommen leer. Die Verkäufer, die auf der Strasse Gemüse und Früchte anbieten, sind immer noch dort, aber sie tragen alle Masken. Keine Ahnung, woher sie die haben. Eigentlich sind Masken nicht mehr erhältlich. Deshalb sieht man Leute auf der Strasse, die ihren Schal über das Gesicht gezogen haben. Auch chirurgische Handschuhe sind nicht mehr erhältlich. Deshalb tragen viele Leute die grossen Handschuhe, die man normalerweise zum Geschirrspülen verwendet.

Barbara Leifer, Sängerin und Dirigentin, New York

Barbara Leifer (62) stammt aus Kansas City und ist Mezzosopran und Dirigentin. Sie ist Gründerin des Diplomatic Choir of Berlin und wollte eigentlich nur für ein paar Tage aus familiären Gründen nach New York. Dann wurde ihr Rückflug ohne Angabe von Gründen gecancelt. Nun sitzt sie in ihrer Wohnung in Manhattan fest.

Die New Yorker verhalten sich also sehr diszipliniert?
Das kann man so nicht sagen. Einige kümmern sich überhaupt nicht um die Aufforderung, sich und andere zu schützen, sei es im Laden oder auf der Strasse. Ich erlebe solche Dinge sogar in der eigenen Familie. Auf der anderen Seite haben viele Leute grosse Angst. Die Spitäler in New York werden überrannt.

«Es fühlt sich an wie ein Terroranschlag, nur dass man nicht weiss, woher der Terrorismus kommt und wen es treffen wird.»

Barbara Leifer

Das tönt dramatisch.
Es ist eine sehr stressige Situation. Viele Menschen in New York leben sehr isoliert. In der Regel kann man in Manhattan selbst mitten in der Nacht rausgehen und etwas unternehmen. Jetzt haben sie Angst, ihre Wohnungen zu verlassen. Diese sind meistens sehr klein. Wenn man mit seiner Familie zusammenlebt, kann es sehr schwierig werden. Viele sind nervös und gestresst.

In gewisser Weise ist New York erneut Ground Zero.
Genau. Es fühlt sich an wie ein Terroranschlag, nur dass man nicht weiss, woher der Terrorismus kommt und wen es treffen wird. Das ist ein sehr seltsames Gefühl. Gleichzeitig reden die Leute viel mehr miteinander. Sie machen Vergleiche mit 9/11, aber auch mit Hurrikan Sandy im Herbst 2012. Schon damals waren die Strassen leer, was sich bizarr anfühlte, fast surreal. Jetzt ist das jeden Tag der Fall. Damals konnte man Zeit mit der Familie verbringen. Jetzt fühlt man sich sehr isoliert, wenn man keine Familie hat. Ein weiteres Problem ist häusliche Gewalt. Sie wird zunehmen.

Was kann man dagegen tun?
Die Menschen gehen immer noch in die Parks. Sie sollten eigentlich nur raus, wenn es nötig ist, aber manchmal muss man einfach raus, um frische Luft zu schnappen. Ich habe das Glück, eine Terrasse zu haben, mit einem schönen Blick auf die Stadt.

New York Gov. Andrew Cuomo speaks during a news conference alongside the National Guard at the Jacob Javits Center that will house a temporary hospital in response to the COVID-19 outbreak, Monday, March 23, 2020, in New York. New York City hospitals are just 10 days from running out of

Andrew Cuomo übertreibt, um New York zu helfen. Bild: AP

Niemand weiss, wann das aufhört. Das macht es wohl noch schlimmer.
Allerdings, und dann gibt es diesen Typen, der uns weismachen will, alles sei in zwei Wochen vorbei. Die Trump-Regierung gaukelt den Leuten vor, alles sei in Ordnung. Leider glauben das viele. Es ist geradezu eine politische Frage, ob man die Schutzmassnahmen einhält oder nicht. Gleichzeitig blüht der Humor, viele Leute schicken mir witzige Dinge über Trump. Ich finde das gut.

Gouverneur Andrew Cuomo wird für sein Krisenmanagement gelobt, was halten Sie davon?
Er tritt jeden Tag am Fernsehen auf. Ich kann ihn schon fast nicht mehr hören (lacht). Er übertreibt und jagt den Leuten Angst ein, indem er höhere Fallzahlen angibt, als tatsächlich vorhanden sind.

«Die Spitäler sind schlicht überfordert. Nur wer eine Vorerkrankung hat, kommt hinein.»

Barbara Leifer

Was bezweckt er damit?
Es ist ein Aufschrei. Er will, dass sein Staat Hilfe bekommt. Das ist nicht schlecht. Er kümmert sich um New York und ist bereit, die Zahl der notwendigen Beatmungsgeräte zu überhöhen, damit er wenigstens einige bekommt. Donald Trump hat ihm gerade einmal 400 versprochen, und wir haben mehr als 26'000 positiv getestete Menschen. Cuomo scheint seine Rolle aber auch zu geniessen. Er übernimmt Verantwortung, und das gefällt den Menschen im Staat New York.

Viele New Yorker versuchen, aus der Stadt zu fliehen. Wie kommt das an?
Nicht sehr gut, und das nicht nur in der Stadt. In Florida beklagt man sich darüber. Donald Trump hat deswegen gedroht, die Stadt unter Quarantäne zu stellen, damit niemand mehr herauskommt. New York gilt als Epizentrum der Pandemie. Viele Leute werden krank auf kleinem Raum.

Können Sie Beispiele nennen?
Eine Ärztin hat mir von einem Patienten erzählt, der Symptome aufwies. Es war ein junger, kräftiger Mann. Er ging ins Spital, wo man ihm beschied, er habe zwar Symptome, aber noch kein hohes Fieber. Er solle nach Hause gehen und sich unter Quarantäne stellen. Man teste nur Notfälle. Das ist bei weitem nicht der einzige Fall.

Patients wear personal protective equipment while maintaining social distancing as they wait in line for a COVID-19 test at Elmhurst Hospital Center, Wednesday, March 25, 2020, in New York. Gov. Andrew Cuomo sounded his most dire warning yet about the coronavirus pandemic Tuesday, saying the infection rate in New York is accelerating and the state could be as close as two weeks away from a crisis that sees 40,000 people in intensive care. Such a surge would overwhelm hospitals, which now have just 3,000 intensive care unit beds statewide. (AP Photo/John Minchillo)

Vor dem Elmhurst Hospital Center in Queens stehen die Leute Schlange für einen Covid-19-Test. Bild: AP

Wie kann das passieren?
Die Spitäler sind schlicht überfordert. Nur wer eine Vorerkrankung hat, kommt hinein. Und wer will überhaupt in ein Spital unter solchen Umständen? Am Ende wird man noch vom Pflegepersonal angesteckt. Manche sagen sich: Wenn ich jetzt nicht krank bin, werde ich es dort. Man kennt die Bilder aus Italien.

Wie sieht Ihr tägliches Leben aus?
Ich bin allein in meiner Wohnung, spreche aber regelmässig mit meiner Mutter. Sie ist in einem Altersheim in Kansas City. Dort werden die Patienten, die sich am Ende ihres Lebens befinden und oft schrecklich allein sind, gezwungen, in ihren Zimmern zu bleiben. Die einzige Möglichkeit, mit anderen zu reden, sind die Mahlzeiten, weshalb niemand sie auslässt. Sie sitzen am Tisch, auch wenn sie nichts essen, nur damit sie Kontakt mit anderen Menschen haben. Sonst haben sie nur Kontakt mit ihren Pflegekräften, die ihnen das Coronavirus ebenfalls übertragen könnten. Aber die Heime haben solche Angst, zu einem Seuchenherd zu werden, dass sie die Insassen isolieren.

«Den Lift darf ich nur benutzen, wenn sich nicht mehr als zwei Personen darin befinden, und ich wohne im 32. Stock.»

Barbara Leifer

Wie hält man das aus?
Es ist sehr traurig. Meine Mutter fühlt sich elend. Meine Schwester hatte kürzlich eine Darmkrebsoperation. Nur eine Woche später wäre sie abgesagt worden. Eine solche Operation gilt nicht als lebensnotwendig, unglaublich, aber wahr! Jegliche Art von medizinischer Versorgung oder Zahnbehandlungen wurde wegen des Coronavirus gestoppt. Ich selbst hätte einige Arzttermine gehabt, die abgesagt wurden. Es fühlt sich an, als ob das ganze Land auseinanderfällt.

Wie ist es, wenn Sie die Wohnung verlassen müssen?
Bei meinem letzten Besuch in Kansas City habe ich eine Maske erhalten, die ich trage, ebenso Handschuhe. Den Lift darf ich nur benutzen, wenn sich nicht mehr als zwei Personen darin befinden, und ich wohne im 32. Stock. Die Läden sind nicht überfüllt, aber auch keineswegs leer. Dort gehen alle hin, wenn sie rauswollen. Wenn ich nach Hause komme, mache ich Gymnastik zu einem lächerlichen Video auf YouTube. Glücklicherweise habe ich als Musikerin ein Steinway-Piano und kann arbeiten. Und natürlich schaue ich Newssender wie CNN und informiere mich.

Wie steht es um Ihre Arbeit?
Bei meinem Chor in Berlin sind alle Proben abgesagt. Die Metropolitan Opera hat ihre Saison abgebrochen. Die Musiker sind arbeitslos und erhalten keinen Lohn. Alle Veranstaltungen in der Stadt sind abgesagt. Für die Künstler ist das sehr hart, sie haben keine Arbeit mehr. Einige versuchen, auf YouTube auf sich aufmerksam zu machen. Sie waschen ihre Hände während 20 Sekunden und singen in dieser Zeit eine Arie. Es gibt viel Verrücktes, aber auch Kreatives.

Präsident Trumps medizinischer Berater Anthony Fauci hat eine düstere Prognose für die USA abgegeben. Er rechnet mit 200'000 Toten.
Die Todesfälle werden astronomisch sein. Einige erholen sich aber auch von der Krankheit. Man weiss nicht, wie es kommt. Mein Cousin ist kürzlich als Pathologe in den Ruhestand getreten. Er behandelt seine ganze Familie mit dem Malaria-Medikament Chloroquin. Das läuft seit zwei oder drei Wochen. Weiss Gott, ob das gut kommt! In Arizona hat ein Mann etwas Ähnliches mit sich und seiner Frau versucht. Er ist sofort gestorben.

Wo orten Sie das grösste Problem?
In den USA werden nicht genügend Tests durchgeführt. Niemand weiss, ob er oder sie das Virus hat. Ich könnte es haben und es jemand anderem weitergeben, ohne es zu wissen. Selbst wenn ich krank werde, erhalte ich keinen Test. Ich mache mir Sorgen wegen Menschen, die mit anderen zusammenleben. Wer hinausgeht und dringende Besorgungen macht, kann allerlei erleben, etwa dass man im Laden mit einer anderen Person zusammenstösst. Mir ist das kürzlich passiert! Gott bewahre, dass ich dafür verantwortlich wäre, wenn jemandem etwas geschieht.

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53
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53Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 01.04.2020 13:32
    Highlight Highlight Da hätte man auch jemanden besseres für das Interview finden können.
  • super_silv 31.03.2020 12:12
    Highlight Highlight Die haben wohl die gleichen Probleme wie wir, tests werden nur bei Risikopatienten gemacht. Das ist sowas von lächerlich.

    Jetzt hab ich bei den kleinsten Anzeichen von Atemnot, das auch verursacht von der Pollensaison sein kann Angst es könnte das Covid-19 sein und alle meine Mitmenschen anstecken, aber solange es für mich nicht tödlich ist, wird kein Test empfohlen?

    Wir sollten zum Südkoreanischen Model übergehen, da kann jeder ganz einfach einen Test machen.

    Sonst ist es einfach schwierig abzuschätzen wenn Selbstisolation erforderlich ist, wenn mann nicht gerade Fieber hat
    • Radesch 31.03.2020 12:56
      Highlight Highlight @super_silv

      Nein ist es nicht...
      "leiben Sie zu Hause, wenn Sie Atembeschwerden, Husten oder Fieber haben..."

      Quelle: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/so-schuetzen-wir-uns.html

      Also: Bei Husten, Atembeschwerden ODER Fieber einfach zuhause bleiben. Findet der Chef zwar nicht lustig, ist aber der Gesellschaft dienlicher als 1-2 Arbeitswochen in einer sowieso schlechten Wirtschaftslage.
    • TheHawk 31.03.2020 13:00
      Highlight Highlight Du hast schon mitbekommen, dass die Schweiz eine der höchsten Testraten hat und deshalb die Fallzahlen einige Länder überholt? Du weisst schon, dass das heisst, das in den anderen Ländern die Fallzahlen respektive die Dunkelziffer um's vielfache höher sein dürfte? Und du weisst schon, dass das BAG nicht aus einer Laune heraus den Fokus auf Risikopatienten legt, sondern eben weil Tests ein rares Gut sind? Du weisst das alles? Dann frag ich mich was dein Kommentar genau aussagen will...

      Bleib einfach Zuhause, wasch dir die Hände und halte Abstand.
  • Varanasi 31.03.2020 12:09
    Highlight Highlight In Las Vegas derweil, massenweise leerstehende Hotelbetten, aber die Obdachlosen sollen im Social Distancing auf einem Parkplatz schlafen.
    Benutzer Bild
    • Vintage 31.03.2020 12:42
      Highlight Highlight Unmenschlichkeit in Reinkultur. Ich könnte 🤮
  • Nik G. 31.03.2020 11:58
    Highlight Highlight Wenn die Mentalität ist es interessiert mich nicht was vor 2 Wochen passiert ist und es interessiert mich nicht was in einem Jahr passiert ist das so. Schlussendlich leben die Amis so. Irgendwann rächt sich das. Keine Krankenversicherung, Jobs ohne richtig Verträge. Wir haben Glück und ein besseres Sozialsystem. Hand kehr um geht die Amerikanische Mentalität lockerer mit schweren Schlägen um. Das ist passiert jetz packen wir wieder an. Jede Mentalität hat vor und Nachteile.Wir verstehen sie nicht und sie verstehen uns nicht.
  • Xiakit 31.03.2020 11:55
    Highlight Highlight "Dann wurde ihr Rückflug ohne Angabe von Gründen gecancelt." Krass, ich denke das waren wieder die Zugvögel oder ein Streik am Flughafen. So spontan kommt mir da nichts anderes in den Sinn.
    • DemonCore 31.03.2020 12:41
      Highlight Highlight Der neueste hässliche Anglizismus: "gecancelt".
  • Turicum04 31.03.2020 10:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Hamudi Dudi 31.03.2020 10:54
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • lilie 31.03.2020 12:23
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  • Sahara 31.03.2020 10:23
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Raembe 31.03.2020 11:10
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Faktenchecker 31.03.2020 11:53
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • lilie 31.03.2020 12:25
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • elco 31.03.2020 10:14
    Highlight Highlight Die Menschen leiden an den Massnahmen die ergriffen wurden.
    • lilie 31.03.2020 12:26
      Highlight Highlight @elco: Äh, ja. So wie einer, der sich das Bein gebrochen hat, drunter leidet, dass er jetzt 6 Wochen an Stöcken gehen und keinen Sport machen darf.

      Aber in beiden Fällen hat der Mensch hoffentlich genug Vernunft, um den Sinn der Massnahme einzusehen.
  • goalfisch 31.03.2020 10:09
    Highlight Highlight öhm, bei uns in der schweiz weiss ja eigentlich auch niemand, ob er/sie den virus hat (gehabt hat)
    und ohne lebensbedrohlichen zustand bleibt man auch zuhause.
    • lilie 31.03.2020 12:29
      Highlight Highlight @goalfisch: Hab ich mir auch gedacht.

      Ich habe den Eindruck, dass in New York entweder die Zustände chaotischer sind und weniger gut aufgeklärt wird oder aber noch alles etwas unübersichtlich ist, weil es bei ihnen ja erst jetzt richtig losgeht.

      Mit grösster Wahrscheinlichkeit ist es eine Mischung aus beidem. Ich bin wirklich froh, dass man uns hier eingetrichtert hat, bei Symptomen NICHT ins Spital zu gehen und im Laden Abstand zu halten.
    • Garp 31.03.2020 14:34
      Highlight Highlight Bei Symptomen soll man zu Hause bleiben und nicht in den Laden 🙈.
  • Antichrist 31.03.2020 10:08
    Highlight Highlight New York ist grösser als die Schweiz und läuft völlig identisch ab, wie es in der Schweiz ablief. Die Sorgen der Bürger sind auch dieselben, wie bei uns. Alles wird gut.
    • MeinSenfHierUndJetzt 31.03.2020 11:10
      Highlight Highlight Ich bin mir nicht sicher, ob das wahr ist. Der Staat New York ist weniger als 2.5-mal grösser als die Schweiz, und Massnahmen wurden in NY viel später ergriffen. Entsprechend operieren die Spitäler schon kurz nach dem Lockdown an den Kapazitätsgrenzen, was kein gutes Zeichen ist, da die schweren Fälle erwartungsgemäss noch 2-3 Wochen nach dem Lockdown zunehmen.
      Die Folgen des Lockdowns werden in den USA aller Wahrscheinlichkeit nach auch viel schwerwiegender sein, da die wirtschaftliche Absicherung des einelnen viiiiiel schlechter ist als bei uns.
    • lilie 31.03.2020 12:36
      Highlight Highlight @Antichrist: Kann ich nicht so sehen. Ihre Kurve ist bei Weitem steiler, obwohl weniger getestet wird. Die Todesfälle betragen jetzt schon mehr als 1200 (bei ca. 70'000 positiv Getesteten).

      Bei uns sinds 15'000 positiv Getestete mit 500 Todesfällen, und wir sind schon länger dran.

      Der Bundesstaat New York hat übrigens etwa 19 Millionen Einwohner, als nur gerade doppelt so viele wie die Schweiz (bei viel höherer Wohndichte natürlich).

      Ausserdem ist die Gesundheitsversorgung sehr viel schlechter als bei uns.

      Das wird noch heftiger werden, während es bei uns schon verlangsamt.
    • Said 31.03.2020 14:38
      Highlight Highlight Der Bundesstaat New York hat eine Bevölkerungsdichte von 137 Einwohner / km². Die Schweiz von 207 Einwohner pro km². Die Schweiz ist dichter Besiedelt als der Bundesstaat New York.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ponebone 31.03.2020 10:05
    Highlight Highlight Nicht ganz einfach, das gelesene richtig einzuordnen. Ich denke, man bekommt so einen dezenten Eindruck vom Mentalitäts Unterschied zwischen Europäern und Amis 🤔
    @Blunschi, eigentlich mag ich Ihre nüchterne und unaufgeregte Schreibweise aber wäre es hier nicht Ihre journalistische Pflicht gewesen, nachzuhaken, wie sie zu der Einschätzung kommt, dass Cuomo übertriebene Fallzahlen verbreitet?
    Oder ist das allgemein bekannt?
    • Certh 31.03.2020 12:17
      Highlight Highlight Vollkommen deiner Meinung, auch die Aussage zu Chloroquin welches ja von der WHO auf Wirksamkeit genauer untersucht wird. Habe das Medikament selber über 3 Monate täglich ohne irgendwelche Nebenwirkungen genommen Nebenwirkungen bei anderen Patienten sind jedoch trotzdem möglich, aber das jemand direkt gestorben sein soll hört sich für mich übertrieben an
    • batschki 31.03.2020 13:09
      Highlight Highlight @Certh: offenbar haben die eine Substanz getrunken, die man zum Reinigen von Aquarien braucht und die uA auch Chloroquin enthielt
    • genauleser 31.03.2020 13:28
      Highlight Highlight Ich meinte, die beiden Verstorbenen hatten kein Medikament, sondern ein Produkt aus der Aquaristik eingenommen.
      Wenn es "dumm geht" rechne ich schon mit unerwünschten Effekten oder gar Todesfällen (Interaktion mit Vorerkrankungen oder anderen eingenommenen Medikamenten), von daher würd ich diese Substanz eher nicht im unkontrollierten Selbstversuch probieren wollen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Himan 31.03.2020 10:05
    Highlight Highlight #voteforElmo
    Elmo ist zwar aus der Sesamstrasse aber schlimmer kanns nicht kommen.
  • Ricardo Tubbs 31.03.2020 09:59
    Highlight Highlight also eigentlich alles gleich wie in der schweiz im Prinzip...
    • lilie 31.03.2020 14:54
      Highlight Highlight @Ricardo: Ich finde nicht. Bei uns darf man nicht mit Symptomen ins Spital, und ich glaube, die Leute haben das begriffen. Dass man beim Einkaufen angerempelt wird, glaube ich auch nicht, die Abstandsregel wird zumindest in meiner Gegend beachtet. Ich glaube auch, dass die Leute bei uns immer noch Vertrauen in die Spitäler haben. Es kam noch zu keinen Ausbrüchen bisher.

      Zudem hat New York eine ungebremste Zunahme der Fälle, während unsere Kurve schon etwas abflacht.

      Sie haben auch schon über 1000 Tote, dreimal so viel wie bei uns, obwohl der Staat nur doppelt so viele EW hat wie die Schweiz.
  • R10 31.03.2020 09:27
    Highlight Highlight Ich frage mich schon die ganze Zeit, ob das Verhalten von Trump nicht viel berechnender ist, als wir alle annehmen. Was wenn sein Zögern und seine Sinneswandel nur Taktik im Hinblick auf die Wahlen sind?

    Solange das Virus wütet, sind jedenfalls Wahlkampfveranstaltungen der anderen Kandidaten nicht möglich. Er ist der Einzige, mit regelmässiger Medienpräsenz. Zudem weiss ich nicht, wie die Rechtslage in den USA ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass so eine Notlage wie jetzt gerade, auch eine Verschiebung der Wahlen ermöglichen könnte. Das währen noch einmal ein paar Gratismonate für DT...
    • Latryx 31.03.2020 10:09
      Highlight Highlight Ja, habe ich mir auch schon gedacht. Aber wenn er die Verfassung nicht ändert (womit sich im Moment seine repuplikanischen Freunde und Helfer eiligst beschäftigen!), wird auch bei einem Aussetzen der Wahlen Donald Trumps Amtzeit nicht verlängert. Am 20. Januar 2021 würde dann Nancy Pelosi als Interimspräsdentin eingesetzt.
    • bcZcity 31.03.2020 10:26
      Highlight Highlight Ich denke ebenfalls schon etwas länger, dass diese Krise ihm mehr hilft als viele denken. In der Not klammerten sich schon viele Menschen an fragwürdige Typen, man kennt die Geschichte ja.

      Ich denke seine Wiederwahl ist damit gesichert und er wird sich am Ende damit brüsten, was ER alles getan hat und dass ER das grösste, beste Hilfspaket geschnürt hat und dass ER nun Amerika wieder aufräumen wird und dass ALLE am Ende so reich sein werden, reicher als vorher!

      Ein furchtbarer Schaumschläger!
    • Lyserg 31.03.2020 10:36
      Highlight Highlight Er wird wiedergewählt, wir müssen uns auf vier weitere Jahre Donald gefasst machen. Corona hin oder her.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 31.03.2020 09:22
    Highlight Highlight Alles Gute den Menschen in den USA.
    Man kann nur hoffen, dass es nicht so schlimm wird wie befürchtet. Und dass es bei den vielen Nichtwählern einen Umschwung bewirkt. Es ist nicht egal, wenn inkompetente Leute an der Macht sind.

    Angesichts dieses eitlen Trottels wünscht man sich schon fast George Bush jr. zurück.

    • cheko 31.03.2020 10:07
      Highlight Highlight Dito.. Hätte mir nie gedacht, dass Bush noch eine positive Alternative zu einem Präsidenten sein könnte.. Trump hat dies jedoch bestätigt..
    • Hierundjetzt 31.03.2020 10:17
      Highlight Highlight Das schlimme ist ha, dass Trump ja gar nicht von der Mehrheit der *Bevölkerung* gewählt wurde...
    • hopplaschorsch12 31.03.2020 10:19
      Highlight Highlight jedes land hat den präsidenten den es verdient!
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Interview

Warum der Applaus nicht reicht: «Die Bedingungen in der Pflege müssen sich verbessern»

Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

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