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«IS»-Offensive im Irak: UNO-Gesandter berichtet von mehr als 50 Massengräbern



Iraqi counterterrorism forces drive past a ferris wheel in a central district of Ramadi on March 20, 2016. Months after being wrested from the control of the Islamic State group, Ramadi remains devastated with no running water or electricity, entire residential blocks destroyed and no clear picture on when or how it can be rebuilt. (AP Photo/Maya Alleruzzo)

Irakische Regierungstruppen im März in Ramadi. Bild: Maya Alleruzzo/AP/KEYSTONE

Bei ihrem Rückzug aus mehreren Regionen des Irak hat die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den vergangenen Monaten mehr als 50 Massengräber zurückgelassen. Diese Zahl nannte der UNO-Sondergesandte für den Irak, Jan Kubis, am Freitag vor dem Sicherheitsrat.

Jan Kubis, Special Representative of the Secretary-General and head of the United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA), speaks during a news conference in Kabul February 8, 2014. War took an increasing toll on Afghanistan's civilians in 2013 as fighting intensified between the government and insurgents, the United Nations said in a report on Saturday, with total casualties rising 14 percent.REUTERS/Mohammad Ismail (AFGHANISTAN - Tags: POLITICS CONFLICT)

Jan Kubis, der UNO-Sondergesandte für den Irak. Bild: MOHAMMAD ISMAIL/REUTERS

Kubis sprach von «abscheulichen Verbrechen», die nun in den früheren Herrschaftsgebieten des IS zu Tage träten. Die Massengräber seien im Laufe der vergangenen Monate gefunden worden, als der IS sich wegen der US-gestützten Offensive der irakischen Armee aus mehreren Gebieten des Irak zurückgezogen hatte, sagte Kubis.

In der Stadt Ramadi etwa seien Mitte April auf einem Fussballfeld drei Massengräber mit den sterblichen Überresten von rund 40 Menschen gefunden worden. Kubis warnte vor einer weiteren Verschlechterung der Lage im Irak.

Combat boots lie in the dirt on March 20, 2016, in Ramadi, left behind after a battle weeks earlier between Islamic State group militants and Iraqi security forces. As they fled Ramadi earlier this year, the militants destroyed some buildings and booby-trapped others with explosives in a scorched earth tactic that left behind an empty prize for government forces retaking the city. (AP Photo/Maya Alleruzzo)

Schuhe von geflohenen IS-Kämpfern: Dieses Bild aus Ramadi entstand ebenfalls nach der Rückeroberung Ramadis am 20. März.
Bild: Maya Alleruzzo/AP/KEYSTONE

Rund ein Drittel der Bevölkerung - das sind etwa zehn Millionen Menschen - sei auf Hilfe angewiesen. Diese Zahl habe sich im Jahresverlauf verdoppelt, sagte der Diplomat vor dem UNO-Sicherheitsrat.

Die Zahl könnte weiter wachsen: Wegen des verstärkten Vorgehens der irakischen Streitkräfte gegen den IS könnten bis Jahresende weitere zwei Millionen Menschen im Irak zu Flüchtlingen werden, sagte Kubis.

(sda/afp)

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