International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-FBI-Agent stirbt in iranischer Gefangenschaft



Der frühere FBI-Mitarbeiter Bob Levinson ist nach Angaben seiner Familie nach 13 Jahren in iranischer Gefangenschaft gestorben. Dies teilte die Familie am Mittwoch (Ortszeit) mit.

«Wir haben kürzlich Informationen von US-Regierungsvertretern erhalten, die sie ebenso wie uns zu dem Schluss kommen liessen, dass unserer wundervoller Ehemann und Vater in iranischer Gefangenschaft gestorben ist», hiess es.

So suchte das FBI nach Levinson:

Bild

Die genauen Todesumstände seien aber unklar, doch sei Levinson noch vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gestorben, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Familie machte die «grausamen, herzlosen Handlungen des iranischen Regimes» für seinen Tod verantwortlich. Die Familie dankte der Regierung und der US-Bundespolizei FBI für ihre Bemühungen um seine Freilassung.

Mitgefühl von der US-Regierung

US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, er akzeptiere die Schlussfolgerung nicht, wonach Robert Levinson tot sei. Er räumte am Mittwochabend (Ortszeit) jedoch im Weissen Haus ein: «Es sieht nicht gut aus.» Levinson sei seit langer Zeit krank gewesen, sagte Trump. «Er war ein guter Mann», sagte Trump und drückte der Familie des vor 13 Jahren im Iran verschwundenen Levinson sein Mitgefühl aus.

Der frühere US-Bundespolizist war im März 2007 unter mysteriösen Umständen auf der iranischen Insel Kisch verschwunden, wo er dem Handel mit gefälschten Zigaretten nachgespürt haben soll. Die US-Zeitung «Washington Post» hatte 2013 berichtet, dass Levinson für den US-Geheimdienst CIA im Iran spioniert habe. Die iranische Regierung hat stets bestritten, etwas über das Verschwinden des Ex-FBI-Mitarbeiters zu wissen.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus im Iran hatte US-Aussenminister Mike Pompeo in der vergangenen Woche das Regime in Teheran zur «unverzüglichen» Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Der Iran müsse auch den Verbleib Levinsons aufklären und ihm seine Rückkehr in seine Heimat ermöglichen, verlangte Pompeo.

Der Iran gehört zu den am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Nach Angaben der Regierung haben sich mittlerweile mehr als 27'000 Menschen infiziert, mehr als 2000 Menschen starben. Die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • weissauchnicht 26.03.2020 08:27
    Highlight Highlight Was ist genau der Newswert dieses Artikels? Man wusste nie etwas und weiss immer noch nichts.
    Ok, die Levinson Family hat nach 13 Jahren irgend ein Schreiben veröffentlicht mit unbelegten Anschuldigungen, aber ohne neuen Fakten.
    • rolf.iller 26.03.2020 14:36
      Highlight Highlight Dass man als Spion für längere Zeit in Gefangenschaft kommen kann, gehört doch irgendwie zum Berufsrisiko. Muss man sich vorher überlegen und sich damit abfinden können, wenns passiert. Entsprechend teile ich deine Einschätzung.
  • Alice36 26.03.2020 07:56
    Highlight Highlight «Er war ein guter Mann»

    Was Trump wirklich von Soldaten denkt die in Gefangenschaft geraten wissen wir seit John McCain.
  • Lemontree 26.03.2020 07:22
    Highlight Highlight Ist der Lektor krank oder warum liest niemand den Titel vor der Publizierung?

    Den Angehörigen: Mein Beileid
    • Lemontree 26.03.2020 08:50
      Highlight Highlight @ watson: Danke für die Korrektur. Jetzt tut es nicht mehr weh beim Lesen
    • MacB 26.03.2020 09:27
      Highlight Highlight gestern schon... im Zusammenhang mit Corona stand "Opferstahl" statt Opferzahl

Oberstes US-Gericht ebnet Weg für Wiederaufnahme von Hinrichtungen

Das Oberste Gericht der USA hat den Weg zur Wiederaufnahme von Hinrichtungen auf Bundesebene geebnet. Damit könnten nach etwa 17 Jahren bald wieder Todesurteile vom Bund vollstreckt werden. Die Richter entschieden am Montag mehrheitlich, dass über die von der Trump-Regierung geänderten Regularien für die angestrebte Wiederaufnahme nicht verhandelt wird.

Während viele US-Bundesstaaten die Todesstrafe vollstrecken, hat es auf Bundesebene seit 2003, also etwa 17 Jahren, keine Hinrichtung mehr …

Artikel lesen
Link zum Artikel