International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wichtiger Dschihadisten-Führer in Mali getötet



Französische Truppen haben einen wichtigen Dschihadisten-Führer in Mali getötet. Der unter dem Kampfnamen Ali Maychou bekannte Marokkaner Abou Abderahman al Maghrebi sei Anfang Oktober in einem mit der malischen Armee abgestimmten und von den USA unterstützten Einsatz getötet worden.

epa04693744 (FILE) A file picture dated 27 January 2013 shows a French soldier ontop of a vehicle in a military convoy during operations in Mali. According to reports from the French defence ministry on 06 April 2015 French special forces freed Sjaak Rijke, a Dutch hostage who was abducted by an Al-Qaeda faction in Mali in 2011. Rijke was freed in an early morning raid by the French military.  EPA/NIC BOTHMA

Ein französischer Soldat in Mali. (Archivbild) Bild: EPA/EPA FILE

Dies sagte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. «Ali Maychou, ein religiöser Führer, Rekrutierer und Drahtzieher mehrerer Attentate, war ein Anstifter des Hasses», schrieb Parly zudem auf Twitter. Der Marokkaner galt als stellvertretender Chef und geistlicher Führer der Dschihadisten-Gruppe GSIM.

Die Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime (GSIM) verübte seit ihrer Gründung 2017 zahlreiche schwere Anschläge in der Sahelzone. Zuletzt bekannte sie sich zu Angriffen auf zwei Armeestützpunkte, bei denen Anfang Oktober 40 Soldaten getötet worden waren.

Nach Angaben der Vereinten Nationen war Maychou ein ehemaliger radikaler Imam. Er wurde auf einer internationalen Sanktionsliste der Uno geführt. Auch in den USA steht sein Name auf einer Terrorliste. Maychou gilt als eines der Gründungsmitglieder von Dschamaat Nusrat al-Islam wal-Muslimin.

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Islamistische Gruppen hatten 2012 die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Islamisten zurück. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiterhin Instabilität. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die zehn vergessenen Krisen des Corona-Jahres

Corona, Corona, Corona: Die Viruskrise verdrängt andere wichtige Themen aus den Nachrichten. Die Hilfsorganisation Care hat ausgewertet, über welche zehn humanitären Krisen 2020 am wenigsten berichtet worden ist.

Der Ausbruch der Corona-Krise im letzten Jahr stellt für viele Menschen eine Ausnahmesituation dar. In einigen Teilen der Welt ist Covid-19 allerdings nur eine weitere Gefahr von vielen. Auch schon vor dem Ausbruch des Virus waren über eine Milliarde Menschen von Konflikten, Vertreibungen und der Klimakrise betroffen.

Der am heutigen Dienstag veröffentlichte Bericht «Suffering in Silence» der die Hilfsorganisation Care stellt die zehn am wenigsten medial beachteten Krisen des letzten Jahres …

Artikel lesen
Link zum Artikel