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Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»



Für Donald Trump ist die Sachlage klar: Wer Muslim ist, unterstützt den «IS» oder befürwortet zumindest insgeheim die Handlungen der dschihadistischen Terrormiliz – Ausnahmen bestätigen die Regel. Aus diesem Grund forderte der verbale Querschläger und US-Präsidentschaftskandidat in einer Mitteilung vor einigen Tagen, bis auf weiteres die Grenzen für Muslime zu schliessen. 

U.S. Republican presidential candidate Donald Trump reacts while addressing supporters at a Trump for President campaign rally in Raleigh, North Carolina December 4, 2015. Trump is making a campaign stop in the North Carolina capital. REUTERS/Jonathan Drake

Bild: JONATHAN DRAKE/REUTERS

Trump berief sich dabei auf eine Umfrage unter Muslimen in den USA, die aufzeige, dass mehr als die Hälfte die Einführung der Sharia begrüsse, ein Viertel Gewalt anwenden würde, um Beleidigungen gegen den Islam zu rächen und ein Fünftel die gewaltsame Durchsetzung der Sharia gutheissen würde.

Die Umfrage wurde vom Center for Security Policy durchgeführt, einem Thinktank, der sich dem Vorwurf der Verbreitung extremistischer und verschwörungstheoretischer Ansichten ausgesetzt sieht.

Mehrheit gegen Trumps Forderung

Eine Mehrheit der US-Bürger lehnt laut einer Umfrage die Forderung des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump nach einem vorübergehenden Einreiseverbot für Muslime ab. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung für das «Wall Street Journal» und den Sender NBC sind 57 Prozent der US-Bürger dagegen, Muslime vorerst nicht mehr ins Land zu lassen. 25 Prozent schlossen sich dagegen Trumps Forderung an. Die Umfrage ergab zudem, dass 59 Prozent der US-Bürger eine positive Meinung zu Muslimen haben, 29 Prozent sehen Muslime negativ. Den Angaben zufolge haben sich diese Prozentsätze seit dem Jahr 2002 kaum verändert. (kad/sda/afp)

Eine andere Studie ging derweil im Wahlkampfgetöse von Donald Trump unter. Die Umfrage, die vom renommierten Pew Research Center durchgeführt wurde, zeigt auf, wie gross die Unterstützung für den «IS» in verschiedenen, mehrheitlich muslimischen Ländern ist. 

Bild

bild: screenshot/pewresearchcenter

Der Befund der Studie: Die Bevölkerung in den elf untersuchten Ländern lehnt die Terrororganisation mit überwältigender Mehrheit ab. Im Libanon, wo der «IS» im November einen verheerenden Anschlag durchführte, sehen 98 Prozent der befragten Sunniten die Dschihad-Miliz negativ. In Israel äusserten gerade mal vier Prozent der befragten Araber Sympathien für den «IS». Einzig Nigeria fällt etwas aus dem Rahmen: Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas gaben 20 Prozent der Befragten an, dem «Islamischen Staat» mit Sympathien zu begegnen. (wst)

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