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Kurdish troops known as peshmerga prepare to attack Islamic State group positions during a military operation to regain control of some villages west of the oil-rich city of Kirkuk, 180 miles (290 kilometers) north of Baghdad, Iraq, Wednesday, Sept. 30, 2015. Kurdish fighters in northern Iraq drove the IS group from more than 140 sq. kilometers (54 sq. miles) of territory near Kirkuk and cleared part of a major highway on Wednesday. (AP Photo)

Kurdische Peshmerga-Truppen rauchen.
Bild: Uncredited/AP/KEYSTONE

Peshmerga-Videos: US-Truppen kämpfen bereits am Boden gegen den «IS»



«Keine Bodentruppen im Irak oder in Syrien», lautet das Mantra von US-Präsident Barack Obama hinsichtlich des US-Engagements gegen den sogenannten «Islamischen Staat». Nun haben Peshmerga-Kämpfer erstmals Foto- und Videomaterial gezeigt, das Amerikaner kämpfend an der Frontlinie zeigen soll. Auf dem Boden.

Die USA haben 3500 Armeeangehörige im Irak stationiert. Offiziell handelt es sich dabei um Militärberater, die irakische und kurdische Einheiten trainieren, und Kundschafter, die Informationen über die Aufenthaltsorte von hohen «IS»-Offizieren beschaffen. Gemäss dem Guardian greifen diese «Berater» aber des öfteren auch direkt in Kampfhandlungen gegen «IS»-Truppen ein. 

So haben Peshmerga-Kämpfer dem «Guardian» mehrere Situationen geschildert, in denen amerikanische Soldaten gegen den «IS» gekämpft haben. Ein Video, angeblich aufgenommen am Abend des 11. September 2015, zeigt vier Männer westlicher Herkunft, die in einem Gefecht bei Kirkuk den «IS» unter Beschuss nehmen. Einer der Männer schiesst mit einem Maschinengewehr, ein zweiter mit einem Scharfschützengewehr, der Dritte fotografiert die gegnerische Front und ein Vierter beobachtet die Kampfhandlungen. Der «Guardian» zitiert den Besitzer des Videos mit den Worten: «Das sind die Amerikaner.»  

Bild

Dieses Handyvideo soll Amerikaner bei Kampfhandlungen gegen den «IS» zeigen. 
screenshot guardian

Ein namentlich nicht genannter Peshmerga-Offizier berichtet von Scharfschützen-Verstärkung der Amerikaner, die dringend nötig gewesen sei. «Im Februar kamen zum ersten Mal vier US-Scharfschützen nach Süd-Kirkuk, weil wir mehrere Kämpfer wegen IS-Scharfschützen verloren hatten. Unsere Scharfschützen waren schwach und bevor wir auch nur einen einzigen «IS»-Scharfschützen ausschalten konnten, haben wir schon mehrere Männer verloren. Die Amerikaner nahmen dann an allen Kämpfen rund um Kirkuk teil und sie hatten wirklich gute Scharfschützen», sagt der Peshmerga-Offizier. 

Auch im April, im Juni und im August seien US-Special-Forces an den Rückeroberungen der Siedlungen Wastana, Saddam und Dawus al Aloka in der Nähe von Kirkuk beteiligt gewesen. 

Sprecher der US-Armee haben erklärt, es hätten sich keine US-Truppen an den entsprechenden Kämpfen beteiligt. (thi)

IS-Offensive im Irak in Bildern

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