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«Sea-Watch 3» wartet mit mehr als 200 Migranten auf sicheren Hafen



epa08495268 An undated handout photo made available by Sea-Watch.org shows more than 90 migrants on a toy boat as they are rescued by Sea Watch, 30km away off the Libyan Coast (issued 19 June 2020). German NGO Sea Watch has rescued three groups of migrants in less than 48 hours, and have asked permission to urgently dock at some port.  EPA/LAILA SIEBER / SEA-WATCH.ORG / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES

Migranten müssen im Hafen warten. Bild: keystone

Das deutsche Rettungsschiff «Sea-Watch 3» wartet im Mittelmeer immer noch auf eine Einfahrt in einen sichern Hafen. Es hat mittlerweile 211 Migranten an Bord.

Sie seien zwischen Mittwoch und Freitag von drei verschiedenen Booten gerettet worden, erklärte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch. In der Nacht sei das letzte Schiff entdeckt worden, in das bereits Wasser eingedrungen sei. Die «Sea-Watch 3» befand sich am Freitag zwischen Malta und der italienischen Insel Lampedusa.

Italien und Malta hatten sich in der Corona-Pandemie zu nicht sicheren Häfen erklärt. Zuletzt waren Rettungsschiffe mit Migranten erst nach längeren Verhandlungen und nach einer Corona-Quarantäne auf Schiffen an Land gelassen worden.

Trotz Pandemie brechen Migranten von Libyen in Richtung Europa auf. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen.

Ende Juni vor einem Jahr war die «Sea-Watch 3» mit der Kapitänin Carola Rackete ohne Erlaubnis mit Dutzenden Migranten an Bord in den Hafen von Lampedusa gefahren. Der Streit mit dem damaligen rechten Innenminister Matteo Salvini machte international Schlagzeilen. (aeg/sda/dpa)

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Sea Watch 3 und Carola Rackete

Kapitänin der Sea-Watch 3 verhaftet

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alnothur 20.06.2020 01:01
    Highlight Highlight Es gibt in Nordafrika sicherlich ein paar sichere Häfen. Muss ja nun echt nicht Lybien sein. Wie wärs mit Tunesien?
    • Vecchia 20.06.2020 13:22
      Highlight Highlight Tunesien? Dort landen sie automatisch, wenn sie nicht von Sea Watch aufgegriffen wären...

      https://www.arte.tv/de/videos/091318-000-A/tunesien-die-toten-am-strand-der-touristen/
    • Alnothur 20.06.2020 20:22
      Highlight Highlight Tunesien wäre bestimmt froh, wenn diese Menschen lebendig dort ankommen würden. Bin mir sicher, Sea Watch kriegt das hin.
    • Vecchia 21.06.2020 07:23
      Highlight Highlight Doku nicht angesehen?

      Tunesien kümmert sich schon auch um lebende Flüchtlinge, obwohl sie selbst wirtschaftlich nicht gerade die besten Perspektiven haben. Europäischer Billigtourismus etc.
  • Re Né 19.06.2020 19:03
    Highlight Highlight Wann werden diese Schlepper endlich weggesperrt?!
    Unfaßbar, werden die auch noch als „Helden“ gefeiert..... 🤬
  • Vecchia 19.06.2020 18:28
    Highlight Highlight Seit 2014 sind rund 20'000 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken.

    Es gibt einen Dokumentar-Film über die damalige Fahrt von Rakete - man muss nicht mal lesen um zu wissen was los ist...

    ...es passiert einfach nichts. Es ist zum verzweifeln, Europa (inkl. CH) schaut entsetzt in die USA und foutiert sich um das riesige Massengrab im eigenen Kontinent.
    • Corvus_Corax 19.06.2020 21:39
      Highlight Highlight Menschen wie Sie vergessen gerne das wir niemanden gezwungen haben diese gefährliche Reise auf sich zu nehmen.
      Beispielsweise wenn Sie in den Hungerstreik gehen und dabei sterben, kann man wohl schlecht Ihre Familie dafür Verantwortlich machen.
      Genauso ist es mit den Flüchtlingen.
      Es war Ihre alleinige Entscheidung und somit haften sie auch selber dafür Punkt.
    • derWolf 20.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Und wen die Carola, Heldin der Entrechteten, da mitgebracht hat weiss man ja jetzt. 3 Folterknechte. Nein, ich verallgemeinere nicht, aber kaum lassen die Rassismus Artikel nach kommen diese. Mir reicht's vorerst, empört und moralisiert alleine weiter. Rutsch jetzt noch ein wenig auf den Knien herum und schäme mich leise, ist ja mit meinem neugefundenen Schuldkomplex meine Pflicht als weisser Wohlstandsgewinnler..
  • Knäckebrot 19.06.2020 17:55
    Highlight Highlight "Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Menschen auch mit Hilfe der EU zurück ins Bürgerkriegsland Libyen gebracht werden, wo ihnen schwerste Misshandlungen drohen."

    Ironischerweise schleppte sie damals ausgerechnet drei Folterknechte mit, welche beauftragt waren, zu schleppende Leute zu foltern, um von Angehörigen Geld zu erpressen.
    • Vecchia 19.06.2020 18:41
      Highlight Highlight Ah? Und um zu verhindern, dass sich einzelne Folterknechte einschleusen, lässt man alle anderen ertrinken?

      Sooo christlich, gell...

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