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epa08553633 A demonstrator holds up a banner reading 'Racism is not an isolated case' during the 'Solidarity knows no summer break' protest event in Berlin, Germany, 18 July 2020. The protest event has seen the participation of anti-racism advocates supporting the Black Lives Matter (BLM) movement to denounce racism and police brutality.

Eine Demonstrantin hält während eines Protests in Berlin gegen Rassismus und Polizeigewalt ein Schild in die Höhe, 18. Juli 2020. Bild: keystone

Kommentar

Warum mein Denken früher rassistisch war – und ich es nicht begriff

Tim Kröplin / watson.de



Vor fünf Jahren plante ich zu meinem 24. Geburtstag, mit ein paar Freunden in einen Club zu gehen. Tanzen, trinken, feiern, das Übliche. Via WhatsApp fragte ich mich durch meinen Freundeskreis, manche sagten zu, manche ab, nur einer antwortete nicht.

Mich störte das nicht. Vielleicht hatte er keine Lust oder meine Nachricht nicht gelesen. Als ich ihn zufällig im Supermarkt traf, sprach er mich darauf an. Er könne nicht, fühle sich nicht wohl.

«Wie, nicht wohl?», entgegnete ich und betonte, dass er den Grossteil der Anwesenden kenne und wir einfach nur ein bisschen Spass haben wollten. Doch darum ging es nicht. Er habe Angst, an der Tür abgewiesen zu werden, den Abend damit zu ruinieren. Das wollte ich nicht verstehen. Ich fragte ihn, wieso nur er nicht an den Türstehern vorbeikommen sollte.

Er blickte mir in die Augen und sagte: «Schau mich doch an.» Er trug eine Jeans, weisse Sneaker und ein schwarzes Shirt. «Siehst doch normal aus», sagte ich. Doch um seine Kleidung ging es nicht, sondern um die Herkunft: Deniz´ Eltern stammen aus der Türkei.

So sehr er auch betonte, dass er wegen seines Aussehens kaum eine Chance habe, in einen Club zu kommen, lehnte ich diesen Gedanken ab – und weigerte mich, ihn anzuerkennen. Es schien mir nicht richtig.

Alle Menschen waren für mich gleich, ich war ja kein Rassist und würde doch niemals in Clubs gehen, in denen Leute aufgrund ihrer Herkunft oder Hautfarbe ausgegrenzt wurden. Ich konnte nicht falscher liegen. Um das zu verstehen, musste ich jedoch einen langen Weg aus Selbstreflexion und Scham zurücklegen.

Vorweg: Es hat sich gelohnt.

Happyland: Eine Welt, in der nur Weisse leben

Ich lebte in einer Traumwelt. Eine Welt, in der Rassismus ein Vergehen der anderen ist. In der Rassisten die anderen, äusserst schlechte Menschen sind, deren hasserfüllte Glatzenfratzen sich in polierten Baseballschlägern spiegeln. Kurzum: Nazis, Faschisten, Ku-Klux-Klan-Anhänger. Und nicht Typen wie ich, die sich als linksliberal verstehen. Die Autorin Tupoka Ogette beschreibt diesen Ort in ihrem Buch «exit RACISM» als Happyland.

Da ich dort lernte, dass nur schlechte Menschen rassistisch sind, verstand ich auch nicht, dass mein Freund Deniz empfindlich auf mein Unverständnis reagierte. Wieder und wieder versuchte er, mich über sein Problem aufzuklären. Ich sagte, er dramatisiere, was er wiederum rassistisch nannte. Warum er das tat, verstand ich damals nicht.

Ich brach das Gespräch ab. Wut im Bauch, Fragen im Kopf. Und in Dauerschleife redete ich mir ein: «Ich bin nicht rassistisch!», ein vergiftetes Mantra. Ich begriff schlicht nicht, dass Rassismus noch immer – auch heute – allgegenwärtig ist. Rassismus betraf mich als Weissen nie direkt, weshalb er in meiner Welt nicht existierte. Happyland ist gemütlich, aber eben auch nur für Menschen wie mich. Weisse Menschen.

Die weisse Zerbrechlichkeit

Meine ablehnende Haltung ist ein Resultat weisser Zerbrechlichkeit, die die Soziologin Robin di Angelo in ihrem Buch «White Fragility» beschreibt. Ich verstand mich nicht als rassistisch und reagierte auf diesbezügliche Vorwürfe empört, wehrte ab und bestrafte Deniz sogar, indem ich nicht mehr mit ihm sprach. Sogar lange Zeit danach.

Warum tat ich das? Nun, im Nachhinein wollte ich wohl hören, wie unglaublich weltoffen meine Einstellung sei. Vielleicht auch, dass ich ein guter Mensch bin, weil ich keine Unterschiede in Sachen Hautfarbe oder Herkunft sehe. Nach Deniz´ Aussage begann mein Happyland zu bröckeln. Sein Vorwurf schlug Löcher in diese Welt, die mir einen Blick in die Realität ermöglichten. Sehen wollte ich sie zunächst nicht, also spachtelte ich alles zu und verkroch mich weiter.

Auf Abwehr folgte Scham

Selbst Jahre später liess mich die Unterhaltung nicht los. Freunde sagten mir, meine Reaktion sei falsch gewesen – sie waren wesentlich aufgeklärter. Sie empfahlen mir Artikel sowie einige Bücher zu Rassismus, darunter auch die bereits erwähnten, und ich begann zu lesen. Zusätzlich schickten sie mir Youtube-Videos. Jede Seite, jeder Clip, jede neue Information brachte mich näher an den Ausgang meines Happylands. Endgültig verlassen habe ich es jedoch erst nach George Floyds Tod. Ich landete in der «echten» Welt. Es war beängstigend.

Was struktureller Rassismus ist und warum es ihn auch in der Schweiz gibt

Video: watson/Helene Obrist, Emily Engkent

Ich erkannte, dass Äusserungen, die ich vorher für unbedenklich hielt, schon immer problematisch waren. «Für mich sind alle Menschen gleich» mag zwar biologisch stimmen, gesellschaftlich jedoch nicht. Sagte Deniz, dass er aufgrund seines Aussehens nicht in einen Club komme, dann, weil er diese Erfahrung bereits gemacht hatte. Dass ich das nicht akzeptierte, verletzte ihn womöglich.

In «exit RACISM» schreibt Ogette weiter, dass es verschiedene Phasen im Umgang mit Rassismus gibt. Auf das Erwachen aus Happyland folgt die Abwehr und darauf die Scham. Treffend. Im Nachhinein schämte ich mich, dass ich nicht verstand, warum Deniz sich unwohl fühlte. Doch da hörte es nicht auf. Ich schämte mich für jede Situation, jeden Zustand, jedes schlecht gewählte Wort, das ich nicht mitbekommen hatte. Und wie Ogette sagt, folgt auf Scham Schuld. Hätte ich doch eingreifen können – oder mein eigenes Denken hinterfragen.

Was sich änderte

Heute, etwa fünf Jahre später, tue ich das. Rassismus ist ein reales Problem und eng mit unserem System verwachsen – wie ein Tumor. Und er streut, und streut, und streut. Manche werden aufgrund ihres Nachnamens bei der Wohnungssuche abgewiesen, andere finden nur schwerlich einen Job und wiederum andere müssen sich rechtfertigen, warum es für sie nicht okay ist, wenn jemand das N-Wort, «Mohr» oder «Zigeuner» sagt.

Mittlerweile versuche ich selbst dabei zu helfen, Menschen über das Thema aufzuklären. Ich spreche Familienmitglieder und Freunde darauf an, sobald sie eine problematische Aussage machen und erkläre, warum es Menschen verletzen könnte, wenn sie sie ohne Zusammenhang nach ihrer Herkunft fragen, oder darauf bestehen, weiterhin «Zigeunersosse» oder «Mohrenkopf» zu sagen.

Dabei vermeide ich, die Menschen zu beschuldigen oder als Rassisten zu bezeichnen. Sie würden wohl abblocken. Das kenne ich selbst nur zu gut. Stattdessen erkläre ich das Warum – auch wenn es manchmal Stunden dauert. Häufig muss ich noch nachforschen, warum genau etwas problematisch ist und erkläre es darauf. Es ist ein steter Lernprozess.

War es vorher einfacher? Natürlich. Im Happyland musste ich das alles nicht tun, geschweige denn, irgendetwas mitbekommen. Ich konnte mich in mein Luftschloss aus Naivität zurückziehen, unter meine Decke aus Selbstgerechtigkeit kuscheln und jeden Vorwurf ignorieren, auch wenn er noch so laut an die Tür hämmerte. Leider ignorierte ich so auch die Probleme, die meine Mitmenschen betreffen.

Wie es Deniz mittlerweile geht, weiss ich nicht. Ich zog nach Berlin, er blieb in Dortmund. Ausgesprochen haben wir uns nie. Schade eigentlich, da ich glaube, ihn ein Stückchen besser zu verstehen.

Buch: «exit RACISM»

Das Sachbuch «exit RACISM» von Tupoka Ogette richtet sich vorwiegend an weisse Menschen, die sich bisher noch nicht oder nur wenig mit Rassismus auseinandergesetzt haben. Anhand von Erklärungen, Beispielen, Aufgaben (keine aufwändigen) sowie Protokollen aus Gesprächen mit Teilnehmern ihre Seminare klärt es über Rassismus auf. Wer es sich genauer anschauen möchte, möge hier klicken.

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243Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bildung & Aufklärung 08.09.2020 20:47
    Highlight Highlight Selbstreflexion und Ehrlichkeit sind zwei so wichtige wertvolle Eigenschaften, doch gar nicht mal viele pflegen sie und sogar noch weniger beherrschen sie.

    Weil man sich dann eingestehen müsste, dass man nicht perfekt ist, dass man Fehler macht. Dass man jetzt etwas ändern muss.

    Dann ists bequemer weiterhin den Asi zu spielen und zu rufen: "Rassismus gibts in der CH kaum! Das ist kein Problem! Sollen mal nicht so tun Blablablabla!"

    Ein Armutszeugnis für einen selbst halt.

  • Bildung & Aufklärung 08.09.2020 20:45
    Highlight Highlight 1 Beispiel:

    Ich habe früher auch "M***kopf" zum Schuumkopf gesagt, ganz ohne jegliche negative Absichten oder Intentionen/Assoziation, wie die meisten.
    Mir war nie bewusst, was hinter der Praktik und dem Begriff steckt, wie den meisten.

    Die Diskussion kam auf. Ich habe gemerkt, es verletzt Leute. Ich habe von einem Historiker (sehr guter Artikel auf der SRF-Page) gelernt, dass der Begriff "M***" zutiefst rassistisch ist. Dass diese Köpfe eine Kriegstrophäe aus abgeschlagenen Köpfen waren...

    Ich habe gemerkt: Ich war - unwissentlich - ignorant und rassistisch. Habe das Verhalten angepasst
  • Bildung & Aufklärung 08.09.2020 20:40
    Highlight Highlight Meine Töchter und Söhne, nehmt euch ein Beispiel an Tim Kröppel.

    Er macht - nicht böswillig oder ganz bewusst mutwillig - einen Denkfehler.

    Doch er reflektiert, er scheut sich nicht dazuzulernen und neue Informationen ins Weltbild, in seine Denke einzuspeisen. Er lernt und denkt, bis er beginnt zu verstehen.

    Und dann scheut er sich nicht hinzustehen und zu sagen: "Da habe ich einen Fehler gemacht, ich arbeite das auf und zeige es auf"

    Chapeau. Mehr solche Menschen braucht die Gesellschaft, das Land, die Menschheit. Sie sind es, welche sich/uns/das Ganze weiterbringen.
  • Ian Cognito 08.09.2020 13:55
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Pool 08.09.2020 13:53
    Highlight Highlight Man darf jemanden nicht ernst nehmen, wenn er in Selbstmitleid versinkt. Das hat nichts mit Rassismus am Hut. Persönliche Wahrnehmung müssen auch nicht zwingend der Realität entsprechen. Wenn jemand annimmt, er sei aus rassistischen Gründen ausgeschlossen worden, unterstellt er ja jemandem anderen automatisch, ein Rassist zu sein? Und das ist vielleicht einfacher zu ertragen, als wenn man als Person ausgegrenzt wird?
    • smartash 08.09.2020 15:28
      Highlight Highlight @Pool Du solltest Selbstkritik auf keinen Fall mit Selbstmitleid verwechseln. Das was der Autor hier macht, ist Kritik an sich selbst üben. Er bemitleidet sich nicht, er kritisiert sich

      Solltest auch du unterscheiden können
    • René Gruber 08.09.2020 15:54
      Highlight Highlight @stefan Morgenthaler-Müller: Ja klar gibt es Rassismus, aber es gibt auch viele die Rassimus dazu verwenden sich in der Opferrolle zu sehen. Die Aussage ist dann oft: "Das ist nur weil ich ein Ausländer bin!", auch wenn der Grund ganz einfach ist dass die Person sich benimmt wie eine Endöffnung der Verdauungsorgane.
    • Beat_ 08.09.2020 16:43
      Highlight Highlight René, man kann alles verinfachen. Ich glaube, dass thema ist wie das mit dem Huhn und dem Ei: Ist er inder Opferrolle wegen rassistischer Erfahrungen, oder intepretiert er die Erfahrung als rassistisch?
      Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen, und es müssen alle mal bei sich selber schauen, was zu ändern ist.
  • swisskiss 08.09.2020 13:42
    Highlight Highlight Als mal grundsätzlich. Ein Problem nicht zu erkennen, ist nicht rassistisch. Ein Problem nicht zu erkennen, hat mit Intelligenz und Kognition zu tun, nicht mit Haltung! Das andere nennt sich ignorieren.

    Genauso ist es fahrlässig, anhand eines Beispiels wie einem Türsteher, der sicher tagelang über Machismo, Werte, Sozialisation und Prägung durch Religion und Gesellschaft sprechen kann, eine Verweigerung zum Eintritt als rassistisch begründet zu interpretieren. Der gesamte Artikel etwas zuviel" Wir bestimmen, was Rassismus ist und wer gegenteiliger Meinung ist , muss wohl ein Rassist sein"
  • Dr no 08.09.2020 13:33
    Highlight Highlight Hast du dich erleuchteter mal gefragt, warum türsteher gewisse Leute abweisen? Kann es sein, dass es schlechte Erfahrungen sind? Oder ist man als türsteher per seein rassist?
  • Fanthomas 08.09.2020 13:27
    Highlight Highlight Ich betrachte mich ja als Mitte-Links, negiere sicher den ganzen Rassismus nicht. Und trotzdem stelle ich mir einfach die Frage: Wie wäre es wohl gewesen, wenn Afrika schneller technologische Fortschritte (Schiffbau, Waffen, etc.) gemacht hätte als Europa. Wäre alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen, oder hätte man Europäer als Sklaven gejagt? Ich wage mal zu behaupten zweiteres, denn Rassismus gibt es so ziemlich in allen Kulturen. Europa hatte einfach das Glück sich technologisch am schnellsten zu Entwickeln, deshalb waren die Weissen die Profiteure und somit heute standardmässig schuldig.
    • smartash 08.09.2020 15:34
      Highlight Highlight Und jetzt? Was willst du mit deiner Hypothese genau sagen?
      Das wir uns keine Gedanken über unseren Rassismus machen sollen? Oder auf was willst du hinaus?

      Bei dem ganzen geht es doch darum uns als Menschen zu verbessern. Da macht es doch keinen Sinn, darauf hinzuweisen, dass andere theoretisch auch rassistisch sein können

      Und schuldig bist du nur dessen du dich schuldig machst. zB der Negierung oder Relativierung von Rassismus
    • aglio e olio 08.09.2020 15:37
      Highlight Highlight Wäre, wäre, Heckenschere.
  • Grohenloh 08.09.2020 13:26
    Highlight Highlight Ihr denken war eben nicht rassistisch.
    Sie haben eventuell den strukturellen Rassismus nicht wahrhaben wollen. Das ist ein grosser Unterschied.
  • Knäckebrot 08.09.2020 13:23
    Highlight Highlight Wenn diese kranke Selbstkasteiung so weitergeht, kommen wir zum Szenario, dass sich Leute mit Migrationshintergrund in der CH nicht mehr wohl fühlen, weil sie merken, dass das Volk ihnen gegenüber ganz unsicher ist, weil es ja keinen "rassistischen" Fehler machen will.

    In den meisten anderen Ländern, braucht es einiges mehr, bis man als Rassist bezeichnet wird. Gleichzeitig braucht es in den meisten anderen Ländern mehr, bis sich Ausländer beklagen.

    Wenn man den Leuten mit Migrationshintergrund ständig eintrichtert, dass die CH rassistisch sei, deuten sie ihre Erlebnisse auch öfters so.
    • smartash 08.09.2020 15:39
      Highlight Highlight Fakt ist: Menschen mit ausländisch klingendem Name müssen mehr Bewerbungen für Wohnungen und Jobs einreichen, bis sie eingeladen werden.
      Das ist wissenschaftlich untersucht und somit ein Fakt. Gibt klare Zahlen dazu

      Mit diesen Fakten kann man doch nicht behaupten, die Schweiz sei nicht rassistisch. Das wäre einfach falsch

      Das heisst aber nicht, das jeder Schweizer ein bösartiger Rassist ist.
      Rassismus und Ausgrenzung passiert oft unbewusst und unbeabsichtigt. Darum sollten wir uns über unser Verhalten Gedanken machen. Darum geht es bei dieser Debatte
    • smartash 08.09.2020 16:06
      Highlight Highlight Ich präsentiere nur Fakten und rufe zu selbstkritischem Denken auf. Und dafür kriege ich Blitze

      Nun, das sagt ja so einiges über euch (Downvoter) aus
    • Ian Cognito 08.09.2020 16:45
      Highlight Highlight @smartash Das bestreitet doch Niemand. Was kritisiert wird, ist die festgefahrene fixe Betrachtungsweise der (links) Identitären. Die mE Rassismus fördert.
      DiAngelo sagt ja quasi: "Alle Weissen sind Rassisten und können nichts dagegen tun ausser vielleicht mein Buch kaufen und meine Kurse besuchen" Obwohl selbst da wird man ja auch nur auf seinen inhärenten unabänderbaren Rassismus aufmerksam gemacht. Und alles endet in einer schönen Selbstflagellation. Hat man irgendeiner Minderheit (obwohl bei DiAngelo gibts das nichtmal, da gibts nur Schwarz und Weiss) so geholfen? Ich würde das bestreiten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vollkornzwieback 08.09.2020 13:14
    Highlight Highlight Boah...nein, echt nicht.
    Das ist ja ebenfalls einfach nur Rassismus. Alles wird am Weiss-Sein aufgehängt, Weisse sollen die ganze Zeit für irgendwas Schuld empfinden, sich hinterfragen und auf Zehenspitzen durchs Leben gehen.
    Sorry Leute, aber ich muss auch mal arbeiten, mich ausruhen und habe keinen Bock mehr auf solchen Schuldkult. Das ist der Punkt, an dem ich mich aus Diskussionen ausklinke und unerreichbar werde.
  • Neutralier 08.09.2020 12:01
    Highlight Highlight Wenn ein Türsteher eine bestimmte bevölkerungsgruppe aufgrund diverser Vorkommnisse der gleichen Bevölkerungsgruppe weniger schnell hereinlässt (Erfahrung des Türstehers) muss man auch mal hinterfragen wieso dies so ist... Also der Türsteher hat ja die Aufgabe zu sorgen das die Leute gut durchmischt sind und keine "störenfriede" In den Club kommen. Die einzige möglichkeit dies zu erkennen ist halt nunmal an Äusserlichkeiten der Personen. Das ist halt nunmal Rassistisch aufgrund der selektionierung des Türstehers. Ich fände es spannend wenn du eine bessere Lösung hast für das Problem?
  • Krusty 08.09.2020 12:00
    Highlight Highlight Ich habe mich mal mit 18 in den usa in einem vorort von washington in einer riesigen mall wiedergefunden. ich war ausnahmslos das einzige weissbrot, sonst nur dunkle menschen. bleibende erfahrung mal auf der anderen seite zu stehen.

    ich glaube wenn man menschen mit menschlichkeit begegnet gibts selten probleme.
    • Korrektur 08.09.2020 14:42
      Highlight Highlight Mich haben sie mit 27 nicht in eine Disco in Manhattan gelassen weil ich ...nicht schwarz war.
    • Krusty 08.09.2020 16:51
      Highlight Highlight @hollands hope: Ja rassismus gibts ja auch gegen weisse...klar ist, das problem beibt ungelöst mit rassismus auf rassismus zu antworten...
    • Korrektur 08.09.2020 17:54
      Highlight Highlight krusty
      Schon klar, alle diskriminieren sich letztlich gegenseitig.
      Jetzt aber einer bestimmten Gruppe unbedingt einreden wollen, dass sie arme Opfer seien ist ja gerade eine subtile Form von Rassismus.
  • Raber 08.09.2020 11:48
    Highlight Highlight Rassismus ist sicher Existenz und ein gewaltiges Problem. Einige aber übertreiben es. Wir werden den Menschen nie als geschlechtsloses,farbenloses Wesen warnehmen. Ich war mal im Senegal und zum Teil auch an Orten wo wenig weisse Menschen durchkommen. Gefühlt jedes Kind ruft dir dort Tubab nach. Somit wären diese Kinder alle Rassisten? Nein sie bezeichnen nur das offensichtliche,die andere Hautfarbe. Rassimus fängt doch erst dann an,wenn du überzeugt bist,dass die alle "so oder so" sind. Nur das bemerken von "anders" sein ist doch kein Rassimus. Du weist ja nicht was diese Person dazu denkt.
    • blueberry muffin 08.09.2020 13:53
      Highlight Highlight Als Reicher Tourist ist das kein Problem. Wenn du aber keine Stelle erhälst, von der Polizei getötet usw. wirst, ist es eines.

      Ich weiss, schwer nachzuvollziehen. Das Bünzli Leben ist halt einfacher.
    • Ian Cognito 08.09.2020 14:18
      Highlight Highlight Perspektivenwechsel sind eben sehr unbeliebt bei den Identitären/Kulturalisten. Und der Autor ist ein klassischer Fall von linkem Identitarismus
  • MaximaPoena 08.09.2020 10:52
    Highlight Highlight Ich sehe den Zusammenhang zwischen mutmasslicher (weil in casu unverifizierter) Willkür eines Türstehers in Dortmund und einer Gruppe inkompetenter Polizisten in Minneapolis nicht. Wie kommen Sie darauf, George Floyd mit Ihrem Kumpel Deniz zu vergleichen? "Systemic racism" ist eine Chimäre jener Industrie, die versucht Kurse und Bücher zu verkaufen, wie sie Tupoka Ogette anbietet. Gäbe es ihn tatsächlich, müssten sich doch gewichtige Stimmen finden, die Floyds Tötung befürworten. Diese ist nun über 3 Monate her, eine Apologie für diese Polizisten lässt aber immer noch auf sich warten.
    • blueberry muffin 08.09.2020 13:55
      Highlight Highlight ... ja, komisch das die Polizei noch supporter wie Trump und Biden hat.
  • Neruda 08.09.2020 10:51
    Highlight Highlight Haha der Autor ist jetzt voll der Erleuchtete. Also die Lösung von Rassismus ist Rassismus? Wenn einen die Aussage, alle Menschen sind gleich, dazu verleit, jede Art von Rassismus zu negieren ist man auch einfach kognitiv nicht auf der Höhe. Der Autor ist doch der klassische links-liberale Hipster, der in Wirklichkeit auch ein Ignorant ist. Das würde auch zum Artikel passen, der eher nach, schaut ich bin so cool und habe jetzt voll den Durchblick tönt als nach einem hilfreichen Artikel.
    • Sven Bisig 08.09.2020 13:33
      Highlight Highlight Haha neruda... besser könnte ich es nicht schreiben. Top
  • ETH1995 08.09.2020 10:42
    Highlight Highlight Es scheint dir einfacher zu fallen, dich als geläutereten Rassisten zu bezeichen, als zuzugeben, dass du deinem Freund gegenüber einfach Charakterschwäche gezeigt hast. In so einem Fall ist es doch klar. Ist Deniz dein Freund, nimmst du sein Anliegen ernst, und fragst ihn, wo er denn gerne hingeht. Falls du das nicht machst, ist dir Deniz egal, und du bist einfach ein Egoist.
    Fünf Jahre später schreibst du nun eine Story, dass du vor 5 Jahren schlecht reagiert hast, weil die Gesellschaft dir systematischen Rassismus beigebracht hast.
    Irgendwie hast du nicht viel gelernt!
    • Ravel 08.09.2020 11:04
      Highlight Highlight Ganz so empfinde ich das auch. Schon klar gibt es verschiedene Facetten von Rassismus, aber was hier als Beispiel genannt wurde, hat definitiv nichts Rassistisches an sich, sondern zeugt einfach von Scheuklappen und fehlender Empathie. Sich deswegen mit Asche zu bewerfen und darüber zu jammern, was für ein schlechter Mensch man doch gewesen sei, finde ich ehrlich gesagt zum Kotzen.
  • Sprachrohr 08.09.2020 10:38
    Highlight Highlight Die meisten Leute werden vor Clubs wegen ihres Geschlechts oder Alters und nicht wegen ihrer Herkunft abgewiesen.

    Sofern sie sich nicht schon unabhängig von Herkunft, Alter und Geschlecht durch ihr konkretes Verhalten disqualifiziert haben.
  • Statler 08.09.2020 10:29
    Highlight Highlight Mir ist das Ganze schlicht zu wenig differenziert.
    Ein Rassist ist für mich ein Mensch, der sich aufgrund seiner Hautfarbe/Herkunft/etc. anderen überlegen fühlt.
    Was der Schreiber da erzählt, ist kein Rassismus, sondern einfach fehlende Empathie (was natürlich auch nicht schön ist).
    Man klebt mittlerweile an viel zu viele Dinge das Label «Rassismus» und tut damit vielen Leuten unrecht. Man muss den Leuten doch eine Chance geben, sich zu ändern. Mit der Keule draufschlagen, bewirkt meist das Gegenteil. Gegenseitiges Verständnis fördern, wäre das Ziel.
  • smoothdude 08.09.2020 10:09
    Highlight Highlight Ich riskiere es und schreibe einen potenziell sehr ignoranten Kommentar: kann es sein, dass die Herkunft/Hautfarbe auch langsam ein Merkmal geworden ist, auf das man sehr einfach alles negativ erlebte zurückführen kann?
    -Ich bin nicht in den Club gekommen? Mist, sicher weil ich Türke bin.
    -Ich habe den Job nicht bekommen? Sicher wegen meinem afrikanischen Nachnamen
    Ich möchte hier nicht den systemischen Rassismus anzweifeln, den gibt es zweifellos. Ich finde es aber auch problematisch, dass man jeglichen negativen Reaktionen/Verhalten Rassismus unterstellt.
    • Korrektur 08.09.2020 13:18
      Highlight Highlight smoothdude

      Du sprichst da leider ein sehr grosses Problem an, dass wir sind uns selbst herangezogen haben.
      Wir drücken Leute aus Minderheiten förmlich in eine Opferrolle.
  • Korrektur 08.09.2020 10:08
    Highlight Highlight Hiebt es eigentlich schon eine medizinische Bezeichnung von Leuten die unter Rassismus-Übersensibilität leiden?
    🤔
    • eddie_c 08.09.2020 10:34
      Highlight Highlight Nicht medizinisch, aber ideologisch: Identitäre Linke.
    • DemonCore 08.09.2020 10:42
      Highlight Highlight Bin mir nicht sicher ob sie tatsächlich leiden. Manche schwelgen geradezu in ihrer persönlichen Erleuchtung als Antirassist, bzw darin andere des Rassismus zu bezichtigen. Das rührselige Protokoll des Autors ist ein gutes Beispiel.
    • Knäckebrot 08.09.2020 13:26
      Highlight Highlight SJW dürfte zumindest soziologisch langsam zum Trendwort werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • felixJongleur 08.09.2020 10:04
    Highlight Highlight Ich bin wenn man so will Schubladenrassist und stehe dazu. Beispiel: Wir wurden früher im Ausgang so oft Zeuge oder selber Opfer von Diebstählen inkl. Kopfabgeste und Ärger, dass ich automatisch auf Nummer sicher gehe wenn in einem Konzertlokal 2-3er Gruppen nordafrikanischer Herkunft sich durch die Menge bewegen und man sieht, dass sie nicht wegen der Musik dort sind.

    Sowieso, JEDER UND JEDE ist auf die eine oder andere Weise Rassist, wer das Gegenteil von sich behauptet ist ein/e Heuchler/in.
  • eddie_c 08.09.2020 09:54
    Highlight Highlight Farbenblindheit ist nicht eine Eigenschaft eines Rassisten. DiAngelo schrieb ein rein anekdotisches Buch und behandelt dabei ihre eigenen rassistischen Gedanken. Dabei macht sie das Argument, dass ihre Erfahrungen auf anderen weisse Menschen übertragbar seien, um einen Schuldgefühl beim Leser hervorzubringen. Weiter macht sie den Anspruch, dass alle weisse Menschen von Natur aus rassistisch veranlagt sind, Schwarze dafür nicht, ist an und für sich rassistisch.

    https://medium.com/equality-includes-you/what-white-people-can-do-for-racial-justice-f2d18b0e0234
    Play Icon
  • SwissWitchBitsch 08.09.2020 09:51
    Highlight Highlight Ich hatte vor kurzer Zeit ein Bewerbungsgespräch mit einem Jungen mit arabischem Namen/Herkunft. Der Junge verhielt sich im Gespräch derart schlecht, dass für mich der Fall bei einem Schweizer nach den ersten 10min klar gewesen wäre und ich wahrscheinlich direkt eine Absage erteilt hätte. Genau aber durch seine Herkunft gab ich ihm innständig doch immer wieder eine Chance und verdrängte, dass er für den Beruf total unpassend war. Nach dem Gespräch wurde mir das allerdings klar und ich erteilte ihm eine Absage. Zuhause heisst es wahrscheinlich nun die Absage sei Aufgrund seines Namens.
    • DemonCore 08.09.2020 10:15
      Highlight Highlight Ich habe gestern im öv einem schwarzen und einem arabischen Schnupperlehrling zugehört. Sie waren genervt, weil eine Kundin oder Chefin sie etwas unhöflich angesprochen hat. Ein älterer Mitarbeiter der selben Gartenbaufirma, ebenfalls Ausländer, versucht sie zu beschwichtigen.

      Nach dem der ältere ausgestiegen ist, sagte der eine zum anderen, er hätte die Frau am liebsten erwürgt, dass sie wohl keine Kinder kriegen könne und dass ihr die Zähne ausgeschlagen gehörten.

      Ich habe mich auch schon aufgeregt über Kunden. Aber nicht weil man mich scherzhaft gefragt hat, ob ich schlecht höre.
    • DemonCore 08.09.2020 10:18
      Highlight Highlight Und was ist mit dieser Gewalt los? Warum kann man seinem Ärger nicht anders Luft verschaffen? Es gibt Ausländer, Schwarze oder andere Minderheiten, die denken, nur ihnen widerfahre Unrecht. Ich kann ihnen versichern, es passiert auch Einheimischen, weissen und Angehörigen der Mehrheit.
    • Bihu 08.09.2020 13:17
      Highlight Highlight Gerade bei Bewerbungen frage ich mich ohnehin immer, warum man sich dann aufregt. Natürlich gibt es Vorgesetzte, die nach Namen/Herkunft/Nase aussortieren (ein ehemaliger Chef hat immer nur Frauen eingestellt). Aber ändern wird man so einen Menschen nicht, will ich dann also wirklich für so jemanden arbeiten? Ich bin selbst keine gebürtige Schweizerin und gebe die Nationalität immer an. Wenn jemand ein Problem damit hat soll man mich eben aussortieren
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bananenrepublikaner 08.09.2020 09:50
    Highlight Highlight Manche Kommentare hier bestätigen gleich das Phänomen «White Fragility»: viele gehen gleich in die Abwehrhaltung à la “nein das ist bei uns aber nicht so” und können sich offensichtlich nicht in die betroffene Person hineinversetzen. Übrigens ist der Club und der Türsteher nur ein Beispiel von vielen, in welchem unterschwelliger Alltagsrassismus auftreten kann.
    • Moglyy 08.09.2020 10:17
      Highlight Highlight «White Fragility»: so geil, gibt also schon eine Pathologisierung der achso woken Weltenretter.

      Well, kiss my ass, in any colour.

    • eddie_c 08.09.2020 10:33
      Highlight Highlight Könnte es auch daran liegen, dass das Konzept White Fragility auf völlig falsche Annahmen über das Zusammenleben und über die Gesellschaft beruhen? Diejenigen, die es ablehnen sind nicht von Empathie entbehrt, sondern haben die Irrationalität der identitären Linken durchschaut.
    • Bananenrepublikaner 08.09.2020 11:04
      Highlight Highlight @ Moglyy: ja genau ist sogar im Artikel erwähnt. Wer hat denn behauptet ein Weltenretter zu sein? Es ist ein Versuch Leute, die von einem gewissen Missstand nicht betroffen sind, zu sensibilisieren. Ist das so verwerflich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trompete 08.09.2020 09:50
    Highlight Highlight Was mir einfach nicht in den Kopf will, ist der Umstand, dass in den Clubs in welchen ich verkehre (respektive vor Corona verkehrt habe) eine satte Mehrheit der Türsteher selber Migrationshintergrund hat. Die Türsteher besitzen in der Regel selber einen grossen Handlungsspielraum, wen sie hineinlassen und wen nicht. Weshalb kann man somit dieses Beispiel vom nicht Hereingelassen werden in einen Club als Ausdruck des angeblich herrschenden systematischen Rassismus auffassen, wenn der Türsteher aus dem Balkan, potenziellen Gästen aus dem Balkan den Eintritt verweigert?
    • Kruk 08.09.2020 10:32
      Highlight Highlight Rassismus ist gerade auch unter Bürgern mit Migrationshintergrund sehr weit verbreitet.

      Möglich dass jemand mit Herkunft A nich gerne Menschen mit Herkunft B in den Club lässt.

    • MaximaPoena 08.09.2020 14:27
      Highlight Highlight @Kruk: Das nennt sich dann importierter Bürgerkrieg. Anstatt einfach nur froh zu sein, in einem friedlichen, stabilen und reichen Land zu leben, gehen sich manche Angehörige verfeindeter Ethnien auch hier noch an die Gurgel. Denen ist echt nicht mehr zu helfen.
  • Hey Ya! 08.09.2020 09:37
    Highlight Highlight mMn bleibt er oberflächlich. Verstehen systematischen Rassismus bzw. generell von Ungerechtigkeiten braucht Empathie. Die zeigte er damals nicht, indem er auf die Bedenken seines Freundes pikiert reagierte. Auch jetzt scheint ihm die Situation seines Freundes wenig zu interessieren. Eher überspielt er m.E. seine Empathielosigkeit mit Klugscheisserei und baut sich einen Schutzwall, um im Happyland zu bleiben.

    Echte Rassismusdiskussion braucht das Einfordern von Chancengleichheit. Warum also fordert bspw. fast niemand, dass Bewerbungen nur noch in anonymisierter Form möglich sein sollen?
    • Neruda 08.09.2020 11:06
      Highlight Highlight Gut formuliert!
  • Mehmed 08.09.2020 09:05
    Highlight Highlight Wenn ich jeweils nicht in den Klub gelassen wurde, meine Schwester aber schon, hat sich niemand daran gestört. Klubs seien private Vereine, die dürfen reinlassen wen sie wollen. Irgendwann hat dann die mediale und politische Geringschätzung von uns Jungs begonnen, da wusste ich, Opfer konnte ich nur aufgrund meiner Herkunft sein, nicht aufgrund meines Geschlechts. Diskriminierung hat viele Facetten, und oft ist sie in jenen Bubbles am Ausgeprägtesten wo man sich am aufgeklärtesten hält. Identitätspolitik lässt grüssen.
  • Hausmeister krause 08.09.2020 08:47
    Highlight Highlight Dachte Rassismus ist wenn sich jemand überlegen fühlt weil er zb weiss (oder was auch immer) ist.
    • eddie_c 08.09.2020 10:58
      Highlight Highlight Das ist die Definition von 2015. Im Jahr 2020 ist Rassismus ein Ausdruck von Macht und Privileg.
    • Ian Cognito 08.09.2020 14:01
      Highlight Highlight Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen – als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden.
      - Wikipedia
      Aber ja, die Identitären haben die Definition ein kleeeein bissel verwischiwascht ;)
    • geissenpetrov 08.09.2020 15:49
      Highlight Highlight "Unabhängig von seiner Herkunft kann jeder Mensch von Rassismus betroffen sein. Das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung unterscheidet nicht zwischen rassistischer und ethnischer Diskriminierung.[1] Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit; institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere."

      - der Rest von Wikipedia, der Ian Cognito abgeschnitten hat.
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  • Lexxus0025 08.09.2020 08:45
    Highlight Highlight Danke, dass du mal beschreibst, wie subtil rassismus in der schweiz gelebt wird.
    wird durch wegschauen und das positive „schweizer attitude“ (faust im sack) noch verstärkt.
    Schon als österreicher muss man immer wieder einstecken.
    Beispiel:
    Kellner in einer bar zu einem „stammkunden“:
    Sorry, ich hab mich da gerade mit dem ausländer unterhalten.
    Als ich ihm gesagt habe dass es extrem unhöflich ist auf mich zu zeigen und mich als ausländer zu bezeichnen hat er mit totalem unverständnis drauf reagiert: nein nicht ok!
    „Bist du en dütscher?“ kann ich auch langsam nicht mehr hören.
    • Bihu 08.09.2020 13:30
      Highlight Highlight Dass Leute fragen, wo man herkommt, ist erst einmal Intresse. Ausländern, wie bei mir auch, hört man eben an, dass derjenige nicht aus der Schweiz ist. Das ist erstmal kein Rassismus.
      Und wenn der Kellner wirklich so unhöflich war, dann würde ich die Bar verlassen und denen nicht noch mein Geld nachwerfen.
      Aber es ist natürlich einfacher sich als armes Opfer zu sehen und hinter jedem Satz gleich einen Rassisten zu vermuten. Was Menschen, die wirklich unter Rassismus zu leiden haben, einen echt grossen Dienst erweist.
    • MaximaPoena 08.09.2020 14:30
      Highlight Highlight „Bist du en dütscher?“ als Frage mit rassistischem Unterton, köstlich! Wenn du in der Schweiz Hochdeutsch sprichts fällst du nun mal auf. Und seid wann sind denn Deutsche oder Österreicher eine "Rasse"?
  • 3klang 08.09.2020 08:28
    Highlight Highlight An den Autor:

    1. Wieso hatte dein 'Freund' das Gefühl, er vermiese dir den Abend, wenn etwas passiert wofür er nichts kann? Spricht nicht für eure Freundschaft...

    2. Du schreibst zwar einen Artikel über die Geschichte und was für einen tollen Wandel du durchgemacht hast, aber die Courage deinem 'Freund' gegenüber zu treten hattest du bisher noch nicht?

    Das ist nicht Rassismus, das ist Charakterschwäche!
  • idontevencaretbh 08.09.2020 08:25
    Highlight Highlight In dieser Kommentarspalte finden Leser/innen: Ganz viele Schweizer/innen, die die Erfahrungen von allen Ausländer/innen negieren, die ich persönlich kenne. Jeder von ihnen weiss genau, in welchen Clubs in Zürich und Bern man entweder keine Kosovaren, keine Türken oder keine Schwarzen reinlässt. Wieso habt ihr immer wieder das Gefühl, dass Ausländer/innen in der Schweiz ihre Diskriminierung erfinden?
    • Сédric Wermutstropfen 08.09.2020 11:21
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Bihu 08.09.2020 13:35
      Highlight Highlight Den meisten geht es hier wohl eher darum, wie der Autor sich als geläuterten Rassisten darzustellen versucht, obwohl er einfach nur ein empathieloser Möchtegern-Freund war. Dass man je nach Aussehen nicht in bestimmte Clubs und dass es systematischen Rassismus gibt zweifeln wohl die wenigsten an.
    • Ian Cognito 08.09.2020 14:06
      Highlight Highlight Ich sehe ehrlich nur Wenige, welche diese Erfahrungen negieren. Ich meine es ist eine bekannte Tatsache, dass es rassistische Türsteher gibt. Es gab sogar schon Verurteilungen deswegen.

      Die Hauptkritik, die ich und andere gegen den Artikel erhebe, ist die identitäre und amerikanisch kulturalistisch geprägte Denkweise des Autors.

      Ich meine DiAngelo... really?!?
  • Freedoom Fighter 08.09.2020 08:14
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach liegt das Problem, dass man überhaupt in Clubs gehen will...

    nein spass aufs velo. ich weiss nicht, wo ihr euch bewegt, dass euch diese Dinge auffallen..
    für mich klassisches Stadt-Land, links, rechts Ding..
  • JaAber 08.09.2020 08:01
    Highlight Highlight Guter Artikel.
    Jeder Mensch hat Vor-Urteile, auch unterbewusst. Damit diese nicht in Rassismus münden, halte ich es für besser, nicht negativ zu fordern: Nicht die Forderung „sei nicht rassistisch!“ hilft weiter, sondern die positive Einstellung „sei zu jedem Menschen eifach respektvoll und ein bisschen demütig!“ Braucht nur etwas Empathie.
    Meine Meinung...
    • Neruda 08.09.2020 11:10
      Highlight Highlight Der Typ schrieb den Artikel nur um such gut zu fühlen. Sich mit seinem Freund wirklich persönlich auseinandergesetzt hat er nicht.
  • Amarillo 08.09.2020 07:59
    Highlight Highlight Dass Rassismus existiert, ist unbestritten. Ob jedes Verhalten, hinter welchem man Rassismus vermuten könnte, auch tatsächlich so motiviert ist, ist eine andere Frage. Es gibt tatsächlich Klubs, Bars, Discos, bei welchen gewisse Gruppen ungern gesehen oder sogar abgewiesen werden. Allerdings habe ich das bisher primär in DE mitbekommen, und nie bei einer einzelnen Person, sondern wenn ganze Gruppen von "Jungmännern" Einlass begehrten. Ich vermute aber, dass dort eher schlechte Erfahrungen als Rassismus dahinterstecken.
    • onlydogcanjudgeme 08.09.2020 09:09
      Highlight Highlight ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir die motivation nicht als (haupt-)kriterium nehmen, um rassismus zu erkennen.
      fachliche definitionen von rassismus zielen primär auf handlungen, verhalten und strukturen. die motivation spielt hier eig. keine rolle.

      die schlechten erfahrungen, die du im kommentar nennst, führen schlussendlich eben zu einer rassistischen handlung. die motivation ist dabei zweitrangig.
      persönlich finde ich die motivation insofern relevant, da "schlechte erfahrungen" immer noch positiver ist als z.b. ein pauschaler "ausländerhass" oder so.
  • pedrosuizo 08.09.2020 07:47
    Highlight Highlight Es ist leider seit Jahrzehnten in der Schweiz ein ignoriertes Problem. Was Deniz in Zürich erlebte, musste ich in Basel erleben. Damals hatte ich lange, gelockte schwarze Haare. Der Türsteher im Plaza Club wollte mich nicht mit meinen Kollegen reinlassen, weil es "schon genug Türken im Lokal" habe. Ich bin übrigens "reiner" Schweizer... Gleiches höre ich heute auch von meinen asiatischen Kollegen. Sie werden mehr oder deutlich rassistisch angegangen. Wenn man hört, wie die Berner Oberländer über Asiaten schimpfen, könnte man nicht glauben, in einer internationalen Tourismusregion zu sein...
    • DemonCore 08.09.2020 15:49
      Highlight Highlight Wenn es schon Türken hat im Lokal, waren sie mindestens gegen Türken nicht rassistisch 🤷
  • beaetel 08.09.2020 07:44
    Highlight Highlight Rassismus ist meiner Meinung nach jede Form von Diskriminierung auf Grund von Unterschieden. Wer kleiner, dicker oder sonst irgendwie anders aussieht, sich anders benimmt oder anders spricht, gar anders denkt, gilt als fremd, befremdlich, daher skurril, ungewohnt, auffällig etc. und wird dementsprechend behandelt, meist aus einer Abwehr heraus. Gleichgültigkeit treffe ich in der Schweiz sowieso an und das in Form von Abstreiten und nicht anerkennen, wahrscheinlich verursacht durch einen Mangel an Empathiekompetenz, weil alle in Eile, in Konkurrenz, jeder gegen jede(n) ...
  • kupus@kombajn 08.09.2020 07:36
    Highlight Highlight Tja! Der hat es verstanden. Ein guter Teil der Kommentareschreiber, Blitzer und Liker hier nicht. In den Kommentaren äussert sich genau diese Art Rassismus, wie er in der Schweiz existiert, sowie die Leugnung seiner Existenz. Keinen Schritt weiter gekommen, und dabei bleibt es wohl auch. Rassismus in all seinen Facetten erkennt wohl nur, wer ihn selbst an eigenem Leibe erfährt.
    • kupus@kombajn 08.09.2020 07:58
      Highlight Highlight Besonders bezeichnend ist hier das Argument der schlechten Erfahrungen mit gewissen "Gruppen". Damit wäre wohl auch jedes Opfer von Hass oder Polizeigewalt gerechtfertigt. Attentat von Christchurch? Jo mei! Das war vorbeugend. Die Erfahrung mit Muslimen ist halt schlecht. Irgendeiner von denen war sicher Terrorist.
    • Macke 08.09.2020 09:23
      Highlight Highlight Natürlich ist Polizeigewalt etc. nicht gerechtfertigt. Das ändert nichts daran, dass es viele schlechte Erfahrungen mit Männergruppen gibt - meiner Erfahrung nach ebenso mit 'Schweizer' Männergruppen. Ich würde daher, gestützt auf meinen Erfahrungsschatz, keine Männergruppen in meinen fiktiven Club lassen.
    • AFK 08.09.2020 10:00
      Highlight Highlight Eine Ursache von Rassismus ist ja, dass man alle in den gleichen Topf wirft.. aber irgendwie machst du das ja auch, du wirfst einen Attentäter und ein Zöllner der Aufgrund seiner Erfahrung halt bestimmte Menschen eher kontrolliert als andere, in den gleichen Topf.
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  • Bärner Gieu 08.09.2020 07:26
    Highlight Highlight Das sind typisch deutsche Befindlichkeiten und Ausfluss der Scham wegen den Verbrechen des Nationalsozialismus. Deshalb die Selbstanklage. Muss man wissen, wenn man den Artikel des deutschen Ablegers von Watson liest.
  • Wolk 08.09.2020 07:11
    Highlight Highlight Du bist weiss, männlich, gesund, normal aussehend, in die obere Mittelschicht geboren? Dann hast du keine Ahnung vom Leben. Aber eigentlich ist das doch auch schön.
    • wintergrün 08.09.2020 12:14
      Highlight Highlight Das muss kein Schicksal sein. Nachfragen und mitdenken hilft! 😉
    • wintergrün 08.09.2020 12:18
      Highlight Highlight Gandi wurde auch in die Oberschicht Indiens geboren und durchaus was dazugelernt.
      In seiner Autobiografie beschreibt er z B wie er durch den Streit mit seiner Frau von ihr die Technik des gewaltlosen Widerstands gelernt und dazu irgendwann einsah dass es nicht seine Aufgabe ist sie zu dominieren.
      Einfach den guten Beispielen folgen .
  • Queen C 08.09.2020 07:00
    Highlight Highlight Schwierig, wenn sämtliche zwischenmenschliche Interaktion auf Rassismus oder nicht reduziert wird.
    So kann jede unsensible, aber auch die andere Person kritisierende Aktion als angeblich rassistisch abgetan werden.
    Und wenn man sic dagegen wehrt, steht man schwups in einer Ecke.
  • largefeet 08.09.2020 06:43
    Highlight Highlight Das Konzept Rassismus setzt voraus, dass es verschiedene Rassen gibt. Dies ist aber nicht der Fall. Nur schon die Verwendung des Begriffs Rassismus wirkt daher verstörend. Das/Dein Problem liegt woanders lieber @Tim, du bist vom einen Happyland in ein anderes Happyland gereist.
  • «Shippi» 08.09.2020 06:00
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Irgenwie war es langsam nötig, so etwas in der Schweizer Mainstream-Medienlandschaft zu lesen – ja, Watson, ihr gehört mittlerweile zum Mainstream.
    Es ist aber traurig, dass sonst keine Medien solche Reflexionen oder solche Themen aufgreifen. Das zeigt doch, wie viele hierzulande im Happyland leben. Ich würde auch sagen, dass einige (nicht-linksliberale) eine ignorante Weltsicht haben, das ist aber nur eine Minderheit.
    Wie oft musste ich mir diesen Sommer den dämlichen Kommentar «oh, darf man das noch sagen?» anhören.
    • Die_andere_Perspektive 08.09.2020 07:12
      Highlight Highlight Naja, sucht man auf google nach "Rassismus Schweiz" sind die ersten 10 Treffer aktuelle Berichte vom SRF.
    • Müller Lukas 08.09.2020 08:13
      Highlight Highlight Hä? Derzeit dreht sich in den sogenannten "Mainstream-Medien" gefühlt etwa jeder 4. Beitrag (der nicht von Corona handelt) um Rassismus. Wenn man die allgemein gehaltenen Trump-Bashing-Artikel auch dazu zählt, eher jeder dritte... Nicht dass das Thema nicht wichtig wäre. Aber es gäbe auch noch andere Themen zu diskutieren.
    • smartash 08.09.2020 09:46
      Highlight Highlight @Die_andere_Perspektive Nein, das ist nicht der Fall. Zumindest nicht bei mir. Wenn Google dir zu oberst 10 srf Links angibt, liegt das an deinem Suchverhalten und nicht an der Berichterstattung über Rassismus.

      Google passt die Treffer deinem Verhalten an. Also sagt das mehr über dich aus, als über sonst was
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  • EnnoConda 08.09.2020 05:45
    Highlight Highlight In den Klub kommt man vor allem nicht aufgrund des Geschlechts. Das hätte dir und Deniz wohl geholfen zu verstehen... Ausserdem kann man auch einen Tisch reservieren, dann kommt man sicher rein und der Geburtstag fühlt sich auch besser an als eine Flasche eingefärbten Trojka Vodka.
    • Chili5000 08.09.2020 07:57
      Highlight Highlight @EnnoConda: du bist genau einer dieser Happyland Menschen. Ich habe schon ein paar mal erlebt das man nicht reinkommt trotz Reservation... Aber das war schon immer so und ist jetzt nichts neues, nur leugnen sollte man es nicht...
  • CaptainLonestarr 08.09.2020 05:32
    Highlight Highlight Vielleicht ist es struktureller Rassismus vielleicht Erfahrungen. Wer lange im Gastgewerbe gearbeitet hat weiss, dass sehr viel Probleme bei Männern aus patriarchalen, muslimischen Ländern beginnen. Nun sollte natürlich jede Person einzeln nach Benehmen bewertet werden und erst rausgeworfen werden, wenn etwas vorfiel. Aber auch Türsteher sind lernfähig und wissen wer Probleme verursachen könnte und lassen die entsprechende Klientel nicht mehr rein. Unfair, rassistisch, ein Stück weit verständlich?
    • JimKnopf666 08.09.2020 09:19
      Highlight Highlight "...sind lernfähig....Probleme machen KÖNNTEN..." tönt nach: 2+2 könnte drei geben. Oder vier. Nein, letztes Mal gab's glaub ich fünf.
  • Ökonometriker 08.09.2020 02:39
    Highlight Highlight Wenn ein Club Leute wegen ihrer Herkunft ablehnt, wäre ich auf eine Art auch dankbar: dann wüssten wir schon vor dem Zahlen des Eintrittspreises, dass er schlecht ist und könnten weiterziehen. Ein zuverlässiger Filter.
    • Nummelin 08.09.2020 10:14
      Highlight Highlight Genau! Oder Deniz wäre doch mitgekommen und falls er nicht in den Club gelassen worden wäre, hätte die gesamte Geburtstagsgesellschaft rechts um kehrt gemacht und hätte den Club verlassen. Das wäre dann wohl das stärkste Zeichen gegen Rassismus gewesen, welches man hätte zeigen können.
  • Hillary Clinton 08.09.2020 02:28
    Highlight Highlight Und wieso werden gewisse Leute nicht reingelassen?

    Jup, weil Leute mit gleichem Aussehen non Stop für Stress gesorgt haben...
    • walsi 08.09.2020 07:47
      Highlight Highlight @Stefan: Wenn die Polizei Jagd auf potentielle Steuerhinterzieher macht wird sie sich auf ältere weisse Männer konzentrieren, weniger auf junge Nordafrikaner.
    • aglio e olio 08.09.2020 08:55
      Highlight Highlight Die Polizei macht aber keine Jagd auf „potentielle“ Steuerhinterzieher.
    • smartash 08.09.2020 09:50
      Highlight Highlight Wenn Hillarys Kommentar (die sonst nur rechte Troll-Kommentare schreibt, oder Trump lobt) plötzlich so viele Herzen bekommt, zeigt das wunderbar, dass viele es mit der Selbstkritik in punkto Rassismus nicht weit gebracht haben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Octavius 08.09.2020 01:55
    Highlight Highlight Man kann es auch übertreiben, wenn man anfängt alles und jenes zu analysieren und hinterfragen.
    Man muss auch damit leben können, dass nicht jedes Problem auf dieser Welt dein Problem ist und es nicht deine verdammte Pflicht ist es zu lösen. Wenn man sich mit jedem Problem dieser Welt beschäftigen muss, dreht man durch. Man könnte auch philosophiéren und sagen, alles hat einen Sinn und es hat auch einen Grund wieso er nicht in Clubs reinkommt und es muss nicht überall Rassismus sein.
    • Pafeld 08.09.2020 07:26
      Highlight Highlight Vielleicht siehst auch du noch eines Tages ein, dass das beharren auf ein white privilege bei gleichzeitigem Ausblenden der Realität eben im Kern ein rassistischer Zug ist. Das man nun nicht alles verstehen müsse/könne als Rechtfertigung, sich nicht einmal mit dieser Frage beschäftigen zu müssen, ist ziemlich bezeichnend. Kurzum: du beharrst auf deinen Privilegiertenstatus, indem du dir einredest, er würde nicht existieren. Was du nicht hast, kann dir nicht weggenommen werden. Nein, es gibt kein Recht darauf, sich die Welt so einfach zu machen, wie es grad passt. Auch für uns Weisse nicht.
    • smartash 08.09.2020 09:52
      Highlight Highlight Du machst dir das Leben echt einfach....

      Geniess das Happyland
    • The Great Cornholio 08.09.2020 15:11
      Highlight Highlight Damit hast Du die antithetische Natur von Anti-Rassismus wunderbar auf den Punkt gebracht.

      [...]du beharrst auf deinen Privilegiertenstatus, indem du dir einredest, er würde nicht existieren[...]
      vs
      [...]Nein, es gibt kein Recht darauf, sich die Welt so einfach zu machen, wie es grad passt. Auch für uns Weisse nicht[...]

      https://media.giphy.com/media/3o6MbbSXxZgT3866tO/giphy.gif
  • Pool 08.09.2020 01:46
    Highlight Highlight Äh, das ist jetzt aber lächerlich. Schlussendlich ist die Einstellung und das Auftreten entscheidend und nicht Herkunft oder Hautfarbe. Jeder hat schon schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn ich so negativ und voller Selbstmitleid in Club will, steigt auch die Chance nicht rein zu kommen. Wegen der verkrampften Heulsusen-Haltung!
  • Swen Goldpreis 08.09.2020 00:17
    Highlight Highlight Rassismus ist systemisch und nicht wegzubekommen, solange wir in einer Gesellschaft mit Machtgefälle leben. Das ist ja genau der grosse Irrtum bei der Mohrenkopf-Debatte. Wenn wir sie umbenennen, dann verletzt in 10 Jahren das Schoggi-Stängeli das Gefühl einiger.

    "Neger" ist per se kein negativer Begriff, sondern einfach das lateinische Wort für Schwarz. Erst durchs kolonialistische Machtgefälle wurde das Wort zu einem rassistischen Begriff. Genau das passiert auch mit neutralen Begriffen wie "Ausländer", "Asylant" und "Migrant". Sie werden wegen des Machtgefälles zunehmend negativ besetzt.
    • DemonCore 08.09.2020 08:05
      Highlight Highlight ... und auch wegen negativen Erfahrungen, die Leute trotz allen Heile Welt Beschwörungen eben machen
    • Müller Lukas 08.09.2020 08:16
      Highlight Highlight Nicht nur wegen dem Machtgefälle. Sondern auch wegen dem Verhalten einiger Personen innerhalb dieser Gruppen...
    • Kolo 08.09.2020 08:27
      Highlight Highlight Falsch. Das lateinische Wort für schwarz ist nigreos. Was du schreibst war schon immer und zwar bewusst, rassistisch und abwertend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • troop5444 08.09.2020 00:05
    Highlight Highlight Ach kommt schon, übertreibt es nicht. Bei dem Titel hätte ich schon etwas mehr erwartet als so ein kleines Anekdötchen.

    In Zürich kommst du überall rein, wenn du nicht gleich mit 10 Kollegen auftauchst, die wie die ganz harten Jungs aussehen...
    • Peaches 08.09.2020 07:30
      Highlight Highlight Der Artikel bezieht sich auf Deutschland - wer lesen kann und so....
    • Bündn0r 08.09.2020 08:11
      Highlight Highlight @Peaches umso besser! Dann ist es ja nicht unser Problem überhaupt gar kein Artikel wert.
      Oder können wir aus Deuesche Gegebenheiten wohl doch auch etwas lernen?
    • Korrektur 08.09.2020 09:58
      Highlight Highlight Peaches
      Der Artikel zielt aber auch auf ein schlechtes Gewissen bei uns...
      Nicht so blauäugig bitte.
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  • Irene Adler 08.09.2020 00:03
    Highlight Highlight Echt jetzt?
    Wäre es nicht einfacher gewesen - vor allem für Deniz - wenn er gesagt hätte, "Hey, ich komme gerne, aber es ist halt möglich, dass ich nicht reindarf. Werden wir dann einen anderen Club suchen, oder soll ich lieber gar nicht mitkommen?"

    Ich finde, den Fehler immer bei sich selbst zu suchen - und finden - ist falsch. Wenn Deniz klare Worte geredet hätte, wäre viel besser. Aber so, zuerst gar nicht zu reagieren, danach auch nicht seine Worte zu beweisen (ich komme mit, und wenn ich nicht reindarf, bist du selber Schuld, wenn der Abend ruiniert ist), hat er es selber schwer gemacht.
    • Peaches 08.09.2020 07:31
      Highlight Highlight Toll wenn eine Gruppe das so hält, würd ich auch. Das ändert dennoch nichts am strukturellen Rassismus 💁‍♀️
    • smartash 08.09.2020 09:55
      Highlight Highlight „Ich finde, den Fehler immer bei sich selbst zu suchen - und finden - ist falsch.“

      Warum? Hast du Angst welche zu finden?

      Selbstreflexion kann schon hart sein. Aber es ist der einzige Weg uns persönlich zu verbessern und weiterzuentwickeln

      Also wieso soll das falsch sein?
    • Irene Adler 08.09.2020 10:18
      Highlight Highlight Weil wir so den Fehler von anderen nicht sehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LalaLama 07.09.2020 23:49
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel. Ich habe den Begriff systemischen Rassismus erst nach dem schrecklichen Tod von George Floyd kennengelernt. Und erst nach einigen Büchern und Interviews habe ich verstanden worum es geht.
    Wir Weissen müssen aufwachen (tschüss Happyland) dann können wir aber sehr viel gegen den Rassismus bewirken.
    • Peaches 08.09.2020 07:32
      Highlight Highlight Welcome to the club of no-more-happylanders 🙌
    • XKCD 08.09.2020 07:39
      Highlight Highlight Es war dir also vor diesem Ereignis nich klar, dass Personengruppen systematisch ausgegrenzt werden? Wie & wo wächst man auf, ohne das mitzubekommen?
    • Trompete 08.09.2020 09:57
      Highlight Highlight Wer sind wir Weissen? Deniz hat gemäss Bericht Vorfahren aus dem Gebiet der Türkei, wo eine satte Mehrheit der Bürger einen (für mein Empfinden) eher helleren Teint hat und von mir somit als hellhäutig/Menschen weisser Hautfarbe bezeichnet würden.
  • Weiterdenker 07.09.2020 23:43
    Highlight Highlight Keine Ahnung, wie das im grossen Kanton läuft, aber so wie ich unsere Klubs in Zürich kenne, wäre Deniz eine Frau, wäre sie bestimmt rein gekommen, egal, aus welchem Land sie kommt...
    • Nurmalso 08.09.2020 04:46
      Highlight Highlight So ist es und jetzt das grosse Rätsel...

      Ist es was Sexuelles oder wollen die Türsteher einfach nur eine möglichst ruhige Schicht haben ?
    • DerTaran 08.09.2020 06:00
      Highlight Highlight Und da kommt dann noch Sexismus dazu.
    • Dubio 08.09.2020 07:12
      Highlight Highlight @nurmalso Ist eigentlich ein Businesscase. Wenn das Verhältnis m/f stimmt, fühlen sich die Partygäste mehr in Partylaune und konsumieren mehr. Hat mir mal ein Clubbetreiber gesagt, als ich Studentenbarmann war. 60/40 m/f sei ca die ideale Mischung für nen Club. Meist gibt’s einen Männerüberhang.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Сédric Wermutstropfen 07.09.2020 23:40
    Highlight Highlight Der arme Mann dachte er würde aus einer Blase ausbrechen, dabei ist er geradewegs in eine hineingeraten. Der Artikel klingt wie der typische Einstieg in eine Sekte.

    „... [gem. Ogette] dass es verschiedene Phasen im Umgang mit Rassismus gibt. Auf das Erwachen aus Happyland folgt die Abwehr und darauf die Scham.“

    Und als nächstes wird man zum Operating SJW (Hallo, L. Ron Hubbard)? Aber nicht bevor man ein paar kathartische Seminare besucht und tolle, wertvolle Bücher dazu gelesen bzw (natürlich) gekauft hat.
    • heitere_fahne 08.09.2020 08:10
      Highlight Highlight Danke für den Kommentar. Ich habe manchmal das Gefühl, wir verlieren alle den Verstand.

      Nicht rassistische Leute müssen sich nun anhören, dass sie doch halt irgendwie einfach generell Rassisten sind, weil sie Weiss sind? Ist das nicht selber auch rassistisch?
    • äxgüsi 08.09.2020 11:56
      Highlight Highlight Es geht nicht darum eine Katharsis durch Seminare oder Lektüre zu erreichen. Sondern die eigenen Handlungen und Haltungen zu erkennen und zu Hinterfragen um unsere diverse Gesellschaft in die Zukunft zu navigieren. Ob es sich in der Schweiz als "Rassismus" äussert oder zu anderen Formen der Diskriminierung tendiert - wir sollten die Thematik Grundsätzlich angehen und nicht als Blase abtun. Der ironische Vergleich mit Scientology hinkt, für die Diskriminierungsthematik ist es durchaus von Vorteil einen Perspektivenwechsel z.B. via Lektüre vorzunehmen. Von dir - nichts anderes erwartet.
    • Korrektur 08.09.2020 13:38
      Highlight Highlight Äxgüsi
      Doch, er hat leider recht. Das Ganze nimmt sektiererischere Züge an. Man hat das Gefühl, solche Leute suchen eine Religion. Und finden sie in einem überdrehten Antirassismus.
  • beautyq 07.09.2020 23:35
    Highlight Highlight Irgendwohin beginnt aber genau auch hier das Wegschauen. Idealerweise kommt der Kollege aus der Türkei trotzdem mit, auch wenn er schon schlechte Erfahrungen gemacht hat. Allenfalls wird er wieder abgewiesen, worauf jedoch die ganze Gruppe den Klub boykottiert und den Besitzenden und Türstehenden eine klare (aber friedliche; wenn auch nur mündliche) Botschaft hinterlassen.

    Spass erfordert keine bestimmten Ausgangs-Klubs. Gemeinsame Freude entwickelt sich durch gemeinsames Einstehen, gemeinsame Erlebnisse und Solidarität.

    Gemeinsam Tritte in die Hintern von diesen Rassisten.
    • Neunauge 08.09.2020 00:54
      Highlight Highlight Es geht nicht so sehr um die Frage, ob er in nen Club reinkommen würde oder besser mitgegangen wäre.

      Es geht um die Haltung des Autors. Das „ach komm schon, das kann doch nicht sein“, das die Erfahrung aus der Lebenswelt von Deniz in Frage stellt.

      Stell dir vor, du machst die Erfahrung wegen deinem Äusseren von einem Ort abgewiesen zu werden und deine Freunde sagen dir: „Was? Eh nicht. Komm, das stellst du dir bloss vor. Tu nicht so. Komm da wieder mit hin.“
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 08.09.2020 07:05
      Highlight Highlight Was bin ich froh, dass ich in einer Zeit aufwachsen durfte, als allen klar war: Wenn eine nicht rein darf, geht keine. Wir waren ein bunt gemischter Haufen, der sich aus genau diesen Gründen im Umfeld der alternativen Clubs rumgetrieben hat. Dort gab es eigentlich nie Stress mit den Türstehern. Gibts das heute nicht mehr?
    • Bihu 08.09.2020 13:55
      Highlight Highlight @Neunauge: Das ist aber erstmal kein Rassismus, sondern einfach nur Ignoranz und wenn ein Freund sich so verhält würde ich mir überlegen, ob das wirklich ein Freund ist.
  • Tom Garret 07.09.2020 23:30
    Highlight Highlight Also, ich muss jetzt nochmals nachfragen. Du findest du warst Rassist weil du deinen Freund nicht so ernst genommen hast wie er das gebraucht hätte? Oder weil du dir nicht vorstellen konntest (so habe ich es zumindest interpretiert), dass er wirklich unter Rassismus leidet? Ich weiss, das gibt jetzt villeicht viele böse Blitze, aber ich sehe hier keinen Rassismus. Was war denn rassistisch daran? Ich sehe unsensibles Verhalten. Man sollte jegliche Probleme von anderen ernst nehmen, und macht es wohl zu oft nicht, weil man sich nicht oder zuwenig in sie hineinversetzen kann...
    • siXtreme 08.09.2020 06:37
      Highlight Highlight Ich würde auch gerne aufgeklärt werden. Den ganzen Artikel mit 3 Fragezeichen durchgelesen. Ich verstehe, wie du beschreibt hast, das Problem nicht.
  • Locutus70 07.09.2020 23:28
    Highlight Highlight Vielleicht liegt es ja daran, dass ich mit Menschen mit den unterschiedlichsten Hautschattierungen aufgewachsen bin, aber ich finde vieles was da aktuell zum Thema Rassismus geschrieben wird völlig überzogen und auch sehr verkniffen.
  • CrispMüesli 07.09.2020 23:26
    Highlight Highlight Ich wurde ständig, fast täglich, von allen Seiten mit Fragen zu kulturellen Unterschieden überhäuft:

    - wieso isst du kein Schwein?
    - tragt deine Mom ein Kopftuch? (Nein.)
    - wieso fastet ihr?
    - usw.

    Abgesehen davon, dass die meisten Fragen tatsächlich auf religiöse Sitten gerichtet waren, gaben sie mir das Gefühl(!) anders als die anderen zu sein (Einsamkeit). Allerdings habe ich es niemandem übel genommen.

    Es war Neugier und Interesse. Das Gefühl der Einsamkeit habe ich ja selbst erzeugt, weil ich die kulturellen Unterschiede zu hoch gewichtet und mich zu sehr damit identifiziert habe.
    • CrispMüesli 07.09.2020 23:40
      Highlight Highlight Ich bin mir bewusst, dass wohl viele noch immer in eine Einsamkeit gleiten durch solche Situationen.

      Und ja es ist scheisse in diesem Moment.

      Aber um Himmels Willen ich persönlich bin heute verdammt froh um diese Erfahrung!

      Warum?
      Weil ich meine Andersheit nicht mehr verurteile durch die Aussagen von anderen! Ich sehe mich als eine Farbe in einem farbigen Bild. Meine Kultur ergänzt die Welt zusammen mit allen anderen Kulturen.
      Ich finde vieles aus dieser Kultur voll geil, aber ich identifiziere mich mehr damit ein Mensch zu sein, der eine Kultur TRÄGT (wie ein Kleid) und nicht diese ist!
    • Grohenloh 08.09.2020 09:26
      Highlight Highlight Das ist, WEIL Sie sich eben anders verhalten als die Mehrheit. Das ist nicht weiter schlimm, aber es ist doch nicht abnormal, dass dies ein Thema sein kann.

      Die bei uns betreuten Personen betonen beim Essen JEDEN TAG, dass sie kein Schweinefleisch essen („ist das Schweinefleisch?“). Sie erwähnen das selber und freiwillig. Immer!

      Und die Jugendliche, die als einzige der Klasse ein Kopftuch tragen muss... das ist doch normal, dass das thematisiert wird. Oder nicht?
    • CrispMüesli 08.09.2020 10:33
      Highlight Highlight @Grohenloh

      Ja meiner Meinung ist es auch normal, dass es thematisiert wird. Ich hab ja gesagt es ist nicht schlimm.

      Neugier und Interesse an anderen Kulturen ist etwas menschliches und auch schönes.

    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.09.2020 23:17
    Highlight Highlight Abgesehen davon, ist der Text für mich einigermassen befremdlich. Als Freund hätte ich doch nicht ewig darüber diskutiert, ob er jetzt abgewiesen werden kann oder nicht und ob das jetzt rassistisch ist (ist es!) oder nicht.
    Vernünftig were doch gewese zu sagen, ja vielleicht steht ein A****loch vor der Tür, dann gehen wir halt in einen anderen Klub, es kommt ja auf das gemeinsamen Erlebnis darauf an, nicht ob man es ins Bergehim geschafft hat oder nicht. Dann kann einem das auch gar nicht den Abend vermiessen.
    Und abgewiesen werden kann die Gruppe auch aus anderen Gründe, wegen jemand anderem.
    • Wolk 08.09.2020 07:16
      Highlight Highlight Das hat nicht getan, weil er eben rassistisch war. Schreibt er ja.
  • aglio e olio 07.09.2020 23:15
    Highlight Highlight Ich sehe da Naivität und auch mangelnde Empathie. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso das rassistisch ist.
    Ist es das, weil er die Existenz von Rassismus wie Deniz ihn erfahren, hat nicht anerkennen wollte?
    • Wolk 08.09.2020 07:17
      Highlight Highlight ja genau!
    • aglio e olio 08.09.2020 13:46
      Highlight Highlight Wäre nicht Ignoranz die treffendere Bezeichnung?
  • hektor7 07.09.2020 23:15
    Highlight Highlight «exit RACISM» von Tupoka Ogette gibt es übrigens gratis auf spotify als Hörbuch.
    • Hoodoo 08.09.2020 05:51
      Highlight Highlight Wieso blitzt man da????????
    • Eistgleichemcequadrat 08.09.2020 09:32
      Highlight Highlight @Hoodoo: Auf diese Frage ist mir in einem anderen Zusammenhang geantwortet worden "weil viele blitzen um des Blitzens willen" oder so ähnlich. Es geht anscheinend einigen nicht um den Inhalt des Kommentars, sondern nur um ... ja was eigentlich?
    • Korrektur 08.09.2020 10:06
      Highlight Highlight Weil es ein Sektenbuch ist und eigentlich von Hugo Stamm unter die Lupe genommen werden sollte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.09.2020 23:12
    Highlight Highlight "Und nicht Typen wie ich, die sich als linksliberal verstehen."
    Wichtig zu merken, linksliberal = die guten.
    Ich verate hier mal ein kleines Geheimnis: nach der Metrik von irgendjemandem ist man immer rassistisch, sexistisch, ableistisch, ageistisch, klassistisch, homophob, transphob, antisemitisch, islamophob, christenfeindlich, Ausländer- und Migrantenfeindlich, nationalistisch, china- russland- türkei-feindlich, spezizistisch und so weiter.
    • smartash 08.09.2020 10:10
      Highlight Highlight Ganz genau. Wir alle denken in rassistischen und sexistischen Schemas. So funktionieren wir nun mal. Wir brauchen Frames in dem sich unser Denken bewegt

      Darum ist Selbstreflexion wie es der Autor macht, so wichtig. Nur das bringt dich dazu mal aus den Frames auszubrechen und dich weiterzuentwickeln
  • dmark 07.09.2020 23:12
    Highlight Highlight Ist man denn nicht schon Rassist, wenn man sich fragt ob man ein Rassist ist?
    Weil, bereits ab diesem Moment macht man ja schon Unterschiede.
    • Now 07.09.2020 23:18
      Highlight Highlight Jeder ist Rassist, zu generalisieren liegt in unserer Natur um die Umwelt schnell und einfach erfassen zu können.
    • CaptainObvious 07.09.2020 23:38
      Highlight Highlight Menschen aus verschiedenen Erdteilen weisen unterschiedliche Merkmale auf (zB Grösse, dominante Haar-, Augen- oder Hautfarbe, leichte Abweichungen im Knochenbau), weil sie sich seit Generationen auf das Leben mit ihrer Umwelt (Klima, Temperatur, Nahrungsangebot) angepasst haben.
      So haben Inuit einen anderen Speiseplan und eine andere Darmflora als Aboriginis, Japaner oder sonst wer.

      Problematisch wird es, wenn man diese Unterschiede wertet und eine Herkunft einer anderen gegenüber als überlegen betrachtet.
    • Matti_St 08.09.2020 00:08
      Highlight Highlight Selbstrefelexion macht einen zu keinem Rassisten, aber in der Regel zu einem besseren Menschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • CrispMüesli 07.09.2020 23:10
    Highlight Highlight Hmm danke für deine Offenheit!

    Mein Senf:

    Meine Eltern stammen ebenfalls aus der Türkei. Auch sie wurden früher(!) mit offener Argumentation bei der Wohnungssuche abgewiesen.

    Ich hatte in meiner Jugend auch einige Konfrontationen mit Rassismus insbesondere in ländlichen Regionen.

    Seit ca. 15 Jahren allerdings, habe ich nie wieder eine Situation erlebt, die ich(!) als rassistisch einstufen würde. Ganz im Gegenteil.. Ich fühle mich sehr angenommen und wohl. Und ja ich sehe definitiv verdammt türkisch aus😄

    Ich weiss es geht nicht allen so, aber ich persönlich fühle mich nicht benachteiligt.
    • bokl 08.09.2020 07:37
      Highlight Highlight Nur weil der Kelch mittlerweile weitergewandert ist, macht es die Sache nicht besser. Auch Italiener haben heute im Vergleich mit den 70er-Jahren kaum noch Probleme.
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 07.09.2020 23:08
    Highlight Highlight Hoffentlich öffnet das einigen Mohrenkopf-Fans die Augen...
    • Wolk 08.09.2020 07:18
      Highlight Highlight Es heisst Schokokuss.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 07.09.2020 23:00
    Highlight Highlight "Warum mein Denken [...] war"
    Das entscheidende Wörtchen ist "war". Wenn schon critical whitness dann bitte richtig:
    "Warum herr Kröplins Denken immernoch rassistisch ist."
    "Rassismus ist keine individuelle Einstellung sondern ein System, Herr Kröplin ist in diesem System sozialisiert, seine Sozialisierung ist also untrennbar mit Rassismus verknüpft. Die Frage ist nicht, ob er als Weisser rassistisch ist oder oder nicht, dass ist er per definition, sondern ob er sein Verhalten konstant hinerfrägt und Privilegien abgibt."
    Herr Kröplin sollte vielleicht einen Kurs bei Frau Ogette belegen.
    • Knacker 08.09.2020 08:45
      Highlight Highlight „Die Frage ist nicht, ob er als Weisser rassistisch ist oder oder nicht, dass ist er per definition“

      Dann ist diese (fragwürdige) Definition wiederum auch rassistisch
  • du_bist_du 07.09.2020 22:59
    Highlight Highlight Abgesehen davon, dass Rassismus Müll ist, werde ich die Denkweise des Autors nie verstehen.

    Jung, bezeichnet sich als linksliberal und ist schockiert über Rassismus an der Tür...
    Really? Also nur zur Info, in Syrien werfen sie keine rosaroten Luftballone aus den Kampfflugzeugen. Dann brauch es ein Buch um zu realisieren, dass nicht alles Ein Ponyhof ist. Dann muss man dem ganzen Begriffe geben wie "Happyland", dann muss man ganz lange in sich gehen und Zitate von Büchern auswendig lernen. Dann auf Scham warten und dann stundenlang mit Menschen über Rassismus diskutieren.

    Joa, why not...
    • XKCD 08.09.2020 07:36
      Highlight Highlight Hab ich mich auch gefragt - wie schafft man es in ein Alter zu kommen, ab dem man in Clubs darf, ohne mitzubekommen, dass Teile der Gesellschaft anders behandelt werden (auch wenn man persönlich keinen Unterschied macht)?
  • die_rote_Zora 07.09.2020 22:59
    Highlight Highlight dieser Artikel hat gerade kräftig an meiner eigenen Blase (oder Happyland) gekratzt - daher DANKE!
  • geissenpetrov 07.09.2020 22:58
    Highlight Highlight "Auf das Erwachen aus Happyland folgt die Abwehr und darauf die Scham."

    Noch keine Kommentare da, aber es erwarten uns Dutzende, die ihre Abwehrhaltung offenbaren werden.

    - ich darf doch nach der Herkunft fragen
    - ich war im Ausland und die waren auch Rassisten
    - nicht so dünnhäutig, das wird man ja noch sagen dürfen
    - mich hat man als Weissbrot beschimpft
    - geht mich nichts an, wenn andere beleidigt sind

    Die Motivation solche Kommentare zu verfassen ist leider selten ein Mangel an Sozialkompetenz, sondern der Versuch, die eigene rassistische Haltung zu rechtfertigen.
    • Korrektur 08.09.2020 13:31
      Highlight Highlight Geissen

      Ja vermutlich 😅
      Es sind doch alles Rassiten!
      Ausser du und deine Glaubensbrüder. 🙈
    • DemonCore 08.09.2020 13:58
      Highlight Highlight Meine Motivation zu kommentieren ist, dass ich ein Problem sehe damit, dass man auf Vorrat und pauschal impliziert, diese oder jene Gruppe sei rassistisch. Wenn jeder Rassist ist und alles rassistisch ist, dann verliert der Ausdruck seine Bedeutung und seine Relevanz. Die ganze Diskussion wird irgendwie sinnlos.
    • DemonCore 08.09.2020 14:00
      Highlight Highlight Ich sehe auch ein Problem damit, jede negative Alltagserfahrung als rassistisches Phänomen zu werten.

      Und damit, dass jeder, der nich so gleich in den Chor der Empörtenund Betroffenen einstimmt, gleich als Rassist beschimpft wird, so wie du das in deinem Kommentar tust.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bullygoal45 07.09.2020 22:55
    Highlight Highlight Gibt es Clubs die Leute nicht reinlassen weil sie Türken sind? Habe mich gerade das selbe gefragt wie dein altes „Ich“..

    Bin entweder ein Rassist oder kenne die Clubszene zu wenig..

    Was auf jeden Fall ernstgenommen werden muss, ist die Aussage des Betroffenen ☝🏻.. ein harter aber nötiger Weg den wir gehen müssen ☀️
    • Bran_don 07.09.2020 23:34
      Highlight Highlight Es gibt Clubs die anhand der Herkunft beurteilen. Einige davon weil diese schlechte Erfahrungen mit diesen gemacht haben. Weil wie es überall ist. Es gibt Menschen; egal welcher Herkunft; negativ benehmen, aggressives Verhalten an den Tag legen (vor allem unter Alkohol- und Drogeneinfluss) und sich auch so äussern. Darunter müssen die restlichen leider leiden. Darum sollten Freunde selber merken, wenn jemand in diese Richtung geht. Das man diesen Freund hinaus begleitet und nicht wartet bis es ausartet.
    • Ribosom 08.09.2020 05:48
      Highlight Highlight Ja, es gibt solche Clubs. Aber ich (weiss, Frau) wurde schon abgewiesen, weil ich die falschen Schuhe trug. Ein anderer aus der Gruppe hatte für den Türsteher zu viele Tattoos und sein Kumpel zu viele Piercings.
      Lustigerweise wurde ich nur von türkischen (oder ähnlichen) Türsteher herablassend behandelt.
      Rassismus gibt es, aber nicht nur von Weissen!
    • DerTaran 08.09.2020 06:12
      Highlight Highlight Ja, die gibt es.

      Rassismus hat auch nichts mit der Hautfarbe zu tun. Jeder Deutsche in der Deutschschweiz kann dir das bestätigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Now 07.09.2020 22:54
    Highlight Highlight Dein Denken ist also rassistisch, wenn du zu wenig sensibilisiert auf den Alltagsrassismus und die daraus resultierende subjektive Unbefindlichkeit von Mitmenschen bist ohne dabei selber rassistisch zu sein?

    Der Mensch fängt an die Latte für ein korrektes moralisches Denken und Handeln sehr hoch zu hängen, ich befürchte zu hoch für das, was uns die Evolution mitgegeben hat.
  • Butschina 07.09.2020 22:52
    Highlight Highlight Für eine Aussprache ist es nie zu spät.
    Ich sehe alle Menschen als gleich an. Manche Begriffe verlassen aber auch meinen Mund, zum Beispiel Mohrenkopf. Als Kind habe ich immer gedacht der Name kommt von der weiblichen Sau. Im Berndeutsch ist das eine More. Irgendwann verstand ich dann den Zusammenhang. Es ist gar nicht so einfach, solche Worte nicht mehr zu gebrauchen. Ich versuche es, aber gerade heute habe ich mich wieder dabei ertappt.
    • DanielaK 08.09.2020 09:18
      Highlight Highlight Das ist schon so. Für mich war das einfach der Name einer verd* guten Süssigkeit. Nicht mehr und nicht weniger. Keine Ahnung wann ich irgendwann mal mitbekommen habe wieso die offenbar so heissen.
  • S[ch]ein 07.09.2020 22:47
    Highlight Highlight Super Erzählung, der Titel ist mutig. Zumal Du selbst im Text erwähnst, ein steter Lernprozess. Systemischer Rassismus kann nicht durch das eigene Verhalten verschwinden, nur dank Solidarität und Aufklärung erträglicher gemacht werden.
  • danny34a 07.09.2020 22:47
    Highlight Highlight Auch ich ertappe mich an und zu wieder, wie ich jemanden nach der Herkunft frage. und eigentlich tue ich das, weil es mich wirklich interessiert. Ich hoffe jeweils aber auch, dass sich daraus ein gutes Gespräch ergeben könnte und gleichzeitig zweifle ich daran ob das jetzt falsch oder richtig war diese Frage zu stellen.
    oh man.....verzwickte Situation.
    • Bran_don 08.09.2020 14:56
      Highlight Highlight Das mit der Herkunft ist eine normale Neugier eines Menschen. Egal die Herkunft von jemanden ist und welche Hautfarbe. Was man einfach dabei bei einigen sagen sollte ist; dass man nicht mehrmals nach Haken sollte; wenn jemand eine Antwort auf diese Frage gegeben hat. Weil das kann dann nerven. Weil diese Person der gefragten Person nicht richtig zuhört und die Logik dazu fehlt oder nicht mitdenkt (warum diese Antwort kam) in auf diese Frage.
  • zimtlisme 07.09.2020 22:41
    Highlight Highlight Es hilft grundsätzlich immer, wenn man die gelebte Erfahrung der Mitmenschen nicht einfach deshalb leugnet, weil man das selber für sich nicht erlebt hat.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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