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Netflix soll umstrittene Jesus-Parodie aus dem Netz nehmen



Nach heftigen Protesten in Brasilien soll Netflix eine umstrittene Jesus-Parodie aus dem Programm nehmen. «A Primeira Tentação de Cristo» (Die erste Versuchung Christi) von der Satire-Gruppe Porta dos Fundos dürfe bis auf Weiteres nicht mehr gezeigt werden.

So urteilte am Mittwoch (Ortszeit) ein Gericht in Rio de Janeiro. Damit gab es dem Antrag einer christlichen Gruppe auf eine einstweilige Verfügung statt.

Der Vorsitzende der brasilianischen Anwaltskammer kritisierte den Entscheid. «Die brasilianische Verfassung garantiert die freie künstlerische Entfaltung», sagte Felipe Santa Cruz dem Nachrichtenportal G1. «Jede Art der Zensur bedeutet einen Rückschritt und kann von der Gesellschaft nicht hingenommen werden.» Die Entscheidung des Gerichts in Rio de Janeiro könnte von höheren Instanzen wieder kassiert werden.

In dem Weihnachtsspezial wird Jesus unter anderem als homosexuell dargestellt. Politiker und Geistliche kritisierten den Film als Angriff auf den christlichen Glauben. Kurz vor Weihnachten wurde sogar ein Brandanschlag auf die Büroräume von Porta dos Fundos verübt. (sda/dpa)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sarkasmusdetektor 09.01.2020 10:49
    Highlight Highlight Solche Publicity ist doch unbezahlbar. Vorher nie davon gehört, jetzt werde ich den Film wohl auch mal schauen.
  • LaPalomaOhe 09.01.2020 09:58
    Highlight Highlight Ich denke man sollte sich nicht in die Angelegenheiten fremder Nationen einmischen, ausser natürlich wenn es um Brandanschläge o.ä. geht.
    Insbesondere dann nicht wenn man noch nie in diesem Land war, das versteht sich eigentlich von selbst, es sei denn andere sollen am "schweizer Wesen genesen", dann muß man das natürlich zu allem und jedem machen...
    (Was nicht heißen soll dass man dazu keine eigene Meinung haben darf)
  • Wasmanvonhieraussehenkann 09.01.2020 09:39
    Highlight Highlight Humor ist eher kein christlicher Wert
  • Saerd neute 09.01.2020 09:14
    Highlight Highlight Warum darf Jesus lächerlich gemacht werden und Mohammed nicht?
    • Marco Wettstein 09.01.2020 09:27
      Highlight Highlight Beide dürfen lächerlich gemacht werden
    • Keller Baron 09.01.2020 10:51
      Highlight Highlight Anscheinend dürfen es beide nicht. Und anscheinend gibt es auch auf beiden Seiten unnötig beleidigte Leberwürste die das stört und dann dem anderem etwas unterstellen wollen.
    • D(r)ummer 09.01.2020 13:04
      Highlight Highlight Man darf.

      Ob man eins auf den Deckel kriegt ist eine andere Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno S.1988 09.01.2020 07:52
    Highlight Highlight Netflix wird diese Serie nur in Brasilien entfernen. Das gleiche haben sie damals auch mit der saudi kritischen folge von patrioct act gemacht. Wurde auch nur in saudi arabien entfernt.
    Das Ironische an der ganzen sache ist doch eigentlich folgendes:
    ACHTUNG SPOILER

    Der Schwule Jesus entpupt sich am schluss der Serie als Satan höchstpersönlich. Also entspricht das der Haltung dass Schwulen alle des teufels sind hehe cool dass christiliche extremisten gegen diese Botschaft sind!
  • THEOne 09.01.2020 07:36
    Highlight Highlight der ist sooop geil... war erst skeptisch weil mit untertitel, aber unbedingt anschaun
  • Sam1984 09.01.2020 07:28
    Highlight Highlight Habe zum Glück beide Filme schon gesehen ("First temptation of Christ" und "The last Hangover").

    Kann ich definitiv empfehlen. Unbeding schauen bevor Netflix diese nicht mehr zeigen darf.
    • Caturix⸮ 09.01.2020 08:12
      Highlight Highlight Geht das die Brasilianer eigentlich etwas an was wir in der Schweiz schauen dürfen oder nicht ? geht es nicht nur um Brasilien ?
    • PlayaGua 09.01.2020 08:35
      Highlight Highlight Netflix dürfte sie in Brasilien nicht mehr zeigen. Mehr kann auch ein brasilianisches Gericht nicht entscheiden.
    • Satan 09.01.2020 09:03
      Highlight Highlight danke gleich mal vormerken
  • Donny Drumpf 09.01.2020 06:58
    Highlight Highlight Satire darf wohl nicht überall auf der Welt alles. Vielleicht sollten wir nachträglich "the life of Brian" löschen lassen. Einfach um sicher zu gehn.
    • Ich hol jetzt das Schwein 09.01.2020 09:48
      Highlight Highlight "Monty Python's Life of Brian" war in diversen Ländern lange verboten (u.a. UK) und darf auch heute noch in einigen deutschen Bundesländern an Karfreitag nicht öffentlich aufgeführt werden.
  • Neunauge 09.01.2020 06:26
    Highlight Highlight Ein Brandanschlag... gewiss, da muss jetzt der homosexuelle Jesus das Problem sein und nicht der gläubige Nächstenlieber mit dem Brandsatz unterm Rosenkranz.
    • goschi 09.01.2020 07:15
      Highlight Highlight Das sind diese bekannten christlichen Werte, auf die sich viele so dringend berufen, dass wir die nur wegen dem Christentum haben!
    • Bene86 09.01.2020 07:34
      Highlight Highlight Charlie Hebdo und co. schon vergessen. Da zeigte man der Religion gegenüber mehr Respekt hm?

      Naja, bei Christen kann mans ja machen.
    • Ich hol jetzt das Schwein 09.01.2020 09:53
      Highlight Highlight "Aber, aber, Michi hat aber auch...!" Whataboutismus ist kein Argument, Bene86. Religioten auf beiden Seiten macht den Brandanschlag von christlichen Taliban nicht besser.

      Hier die Religion des Friedens, die missliebige Satirezeitschriften mit Kalaschnikows angreift, da die Religion der Nächstenliebe, die missliebige Satire-wasauchimmer mit Molotowcocktails angreift. Hm, wer ist mir nun lieber?! Ah ja, die Humanisten, die die Menschenrechte als höchstes Gut hochhalten, nicht die narzisstischen Regeln eines imaginären besten Freundes.
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