International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geistlicher Holocaust-Leugner Williamson vor Gericht abgeschmettert



** ARCHIV ** Ein Videostandbild vom November 2008 zeigt Bischoff Richard Williamson waehrend eines Interviews in Schierling. Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok hat an die deutsche Justiz appelliert, einen EU-Haftbefehl gegen den Holocaust-Leugner zu pruefen. Er fordere, dass ein europaeischer Haftbefehl gegen Bischof Williamson von deutschen Staatsanwaltschaften geprueft werde, sagte der Parlamentarier der

Richard Williamson Bild: AP SVT

Der erzkonservative Geistliche und Holocaust-Leugner Richard Williamson ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit einer Beschwerde gegen Deutschland gescheitert. Die Strassburger Richter wiesen die Klage des Briten am Donnerstag als unbegründet ab.

Das Ex-Mitglied der umstrittenen Piusbruderschaft war in Deutschland wegen Interview-Aussagen über den Holocaust zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Williamson hatte in einem aufgezeichneten Gespräch mit einem schwedischen Fernsehjournalisten die Existenz von Gaskammern zur Vernichtung der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus abgestritten. Das Interview wurde im Priesterseminar im bayerischen Zaitzkofen aufgenommen.

Der Geistliche sah durch die Verurteilung sein Recht auf freie Meinungsäusserung verletzt. Er argumentierte vor Gericht, seine Aussagen seien für die schwedische Öffentlichkeit gedacht gewesen, wo Holocaustleugnung nicht strafbar sei. Die Richter hielten dagegen, dass Williamson sehr wohl damit habe rechnen können, dass seine Aussagen auch in Deutschland auf Interesse stossen würden - allein schon angesichts der Geschichte des Landes.

Williamson habe mit dem Fernsehsender ausserdem keine Verabredungen getroffen, um eine Ausstrahlung in Deutschland zu verhindern. Die deutschen Gerichte hätten damit zurecht entschieden, dass Williamsons Aussagen in Deutschland strafbar seien - zumal der Geistliche sie auf deutschem Boden getroffen habe. (aeg/sda/dpa)

Exorzismus in der Schweiz

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die nächsten Tage werden regnerisch

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zurichda 31.01.2019 20:22
    Highlight Highlight Interessant : sich für Nationalsozialismus und Faschismus begeistern, wenn’s um die eigene Gesinnung geht - von der Meinungsfreiheit der Demokratie profitieren, wenn eigenes Gedankengut zu haben zum Problem wird.
  • Randalf 31.01.2019 17:46
    Highlight Highlight Echt jetzt.
    Er glaubt nicht an die Existenz der Gaskammern während der Nazizeit, aber an die unbefleckte Empfängnis. Hol's dä Tüüfel, abär so öppis vo verquer.
  • Borki 31.01.2019 17:39
    Highlight Highlight Den Mord an 6 Mio Juden vor 70 Jahren verleugnen und verharmlosen, aber immer noch so ein Aufsehen um den Mord an einem Juden vor nicht ganz 2000 Jahren machen...
    Wie passt das zusammen? Wie ist Antisemitismus und die christliche Lehre unter einen Hut zu bringen? Eure Bibel dreht sich zu 95% um Juden, falls ihr das noch nicht bemerkt habt!

    Und was hat so einer innerhalb der Mauern eines Prieserseminars zu suchen? Die katholischen Landeskirchen Europas täten gut daran, so einem Hausverbot zu geben!
  • G. Samsa 31.01.2019 15:46
    Highlight Highlight Was für ein Trottel.
  • Schabernack 31.01.2019 14:30
    Highlight Highlight Wie können Holocaustleugnungen mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung vereinbar sein, wenn es sich beim Holocaust um eine Tatsache und nicht um eine Meinung handelt? Wie des Weiteren die Leugnung eines Genozids mit dem Christentum vereinbar sein soll, welcher auf Nächstenliebe basiert, ist mir sowieso schleierhaft.
  • Dina Rudolfson 31.01.2019 13:12
    Highlight Highlight Vitus Huonder, das Herzblatt der SVP, will ja auch Kontakt zur Piusbruderschaft halten. Kein Wunder zahlen SVP Mitglieder diesem Typen Geld. Nicht ohne Grund hat er auf einem rechtesextremen Blog mitgearbeitet. Lustig auch, dass so viele Menschen, die Gott so nahe spüren, so aufblühen, wenn Sie andere Menschen erniedrigen können. 3000 Dankensbriefe soll der Typ erhalten haben, nach dem er sagte: "Schläft einer mit einem Mann haben sie eine Gräueltat begangen. Beide werden mit dem Tod bestraft". Also lieber in die Hölle gehen als mit so etwas die Ewigkeit verbringen zu müssen.
  • Palpatine 31.01.2019 12:17
    Highlight Highlight Erzkonzervativer Geistlicher + Holocaust-Leugner = Doppelt hinter dem Mond?
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 31.01.2019 22:15
      Highlight Highlight Quasi far side of the moon ...
  • Sophia 31.01.2019 11:49
    Highlight Highlight Wahrscheinlich leugnet der Kerl auch noch den Kreuzestot Jesu.
    • Ichiban 31.01.2019 13:02
      Highlight Highlight Wieso sollte er, das ist ja der ursprung seines glaubens
    • tolgito 31.01.2019 20:21
      Highlight Highlight Jesus war übrigens Jude ✌🏻
    • Sophia 01.02.2019 12:09
      Highlight Highlight Was du nicht sagst, tolgito! Hoffentlich weiss das auch der Richard W.
      Wenn nun einer den Holocoust leugnet, in dem 6 Millionen Juden umgekommen sind, der könnte doch noch viel besser den Kreuzestod Jesu leugnen, der liegt doch über 2000 Jahre zurück und ist kaum noch zu beweisen. Ist doch eines so irre wie das andere, oder?

Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Während sich die Lage in der Schweiz wieder etwas beruhigt, nimmt die Verbreitung des Virus international weiter zu. Alle relevanten Zahlen auf einen Blick.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Am 24. Februar 2020 fiel der erste Test in der Schweiz positiv aus: Eine Person im Tessin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten neuen Fälle an einem Tag gab es bisher am 27. März mit 1390 Meldungen. So hat sich die Kurve in der Schweiz seit Beginn entwickelt:

In der Schweiz scheint das Coronavirus aktuell unter Kontrolle zu sein. In diversen Kantonen wurden in den letzten zwei Wochen keine neuen Infektionen mehr gemeldet.

Bisher am …

Artikel lesen
Link zum Artikel