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Putin verlängert arbeitsfreie Zeit in Russland bis 30. April



Russian President Vladimir Putin addresses Russian citizens on the State Television channels at the Novo-Ogaryovo residence outside Moscow, Russia, Wednesday, March 25, 2020. Putin has ordered most Russians to stay off work until the end of the month to curb the spread of the coronavirus. Speaking in a televised address to the nation on Thursday, Putin said he was extending the non-working policy he ordered earlier for this week to remain in force throughout April. (Alexei Druzhinin, Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Der russische Präsident Wladimir Putin verlängert die vor einer Woche angekündete, arbeitsfreie Zeit, um der Ausbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken. Bild: AP

Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Kampf gegen die Corona-Krise die arbeitsfreie Zeit für die Menschen in seinem Land um einen Monat verlängert. Bis 30. April bleibe der Zustand wegen der anhaltenden Gefahr erhalten, sagte der Kremlchef am Donnerstag.

Bei seiner zweiten Fernsehansprache zur Corona-Pandemie betonte er, dass die Lage im flächenmässig grössten Land der Erde ernst sei. Offiziell hatte Russland am Donnerstag mehr als 3500 Coronavirus-Fälle, die meisten davon in Moskau. 30 Menschen starben bisher an der Lungenkrankheit Covid-19.

In Moskau und vielen anderen russischen Regionen gelten scharfe Ausgangsbeschränkungen für Bürger. Bei Verstössen gegen Vorschriften der Quarantäne und Selbstisolation hat Russland in dieser Woche auch scharfe Strafen eingeführt – von hohen Geldsummen bis hin zu Gefängnis. Die russische Führung hatte zuletzt betont, dass die Rettung von Menschenleben wichtiger sei als die grossen wirtschaftlichen Schäden durch die Krise.

Kritik am Kreml

Es gibt auch Kritik am Kurs Putins, weil das Land immer wieder Hilfe in andere Staaten wie Italien und die USA schicke, aber in Russland selbst nicht einmal Desinfektionsmittel, Schutzmasken oder -ausrüstungen zu bekommen sind. Verbreitet ist auch die Meinung, dass der Staatsapparat die Bürger in ihren Wohnungen einsperre – aus Angst davor, dass das marode Gesundheitssystem zusammenbrechen könnte.

Der Kreml verteidigte die Hilfe für die USA in Krisenzeiten – und äusserte die Hoffnung, dass Russland auch geholfen werde, wenn sich die Lage verschlimmere. (adi/sda/dpa)

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