DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06230465 A woman gives a thumb up as she sits behind the wheel of a car in Riyadh, Saudi Arabia, 27 September 2017. According to reports on 26 September 2017, Saudi Arabia’s King Salman bin Abdulaziz Al Saud has issued a decree that will allow women to drive and which is to be implemented by June 2018. Saudi Arabia was the world's only country where women were not allowed to drive.  EPA/STR

Frauen ans Steuer: Ab Juni ist das auch in Saudi-Arabien erlaubt. Bild: EPA/EPA

Uber rekrutiert Fahrerinnen in Saudi-Arabien



Im erzkonservativen Königreich Saudi-Arabien ereignet sich Historisches: Ab Juni 2018 dürfen Frauen einen Fahrausweis erwerben. Dies wurde im letzten September durch einen königlichen Erlass verfügt, gegen den Widerstand des islamischen Klerus. Uber und andere Fahrdienste haben auf die neue Situation reagiert und mit der Rekrutierung von Fahrerinnen begonnen.

Die Kundschaft dieser Unternehmen besteht in Saudi-Arabien zum grössten Teil aus Frauen. Uber befördert gemäss CNN zu 80 Prozent weibliche Fahrgäste, der in Dubai ansässige Konkurrent Careem zu 70 Prozent. Die Fahrdienste mit Privatautos sind für viele Frauen ein wichtiges Transportmittel, obwohl bislang nur Männer am Steuer sitzen dürfen. Für andere Frauen ist das ein Problem: Sie wollen oder dürfen nicht von fremden Männern chauffiert werden.

Das Bedürfnis nach Fahrerinnen ist folglich vorhanden. Careem führt deshalb bereits heute 90-minütige Kurse in mehreren saudischen Städten durch. Sie richten sich an Frauen, die im Ausland Autofahren gelernt haben. Das Interesse ist laut CNN gross: Das in 13 Ländern des Nahen und Mittleren Ostens tätige Unternehmen habe mehrere 1000 Bewerbungen erhalten.

Neue Rechte für Frauen in Saudi Arabien

Video: srf

Careem will laut Auskunft von Mitgründer Abdullah Elyas bis Juni mehr als 10'000 «weibliche Kapitäne» anheuern, wie die Fahrerinnen im Firmenjargon genannt werden. «Sie werden uns helfen, einen besseren Service für Frauen zu bieten, die reisen, aber nicht von Männern befördert werden wollen.» Umgekehrt sollen die Fahrerinnen nur Frauen und Familien chauffieren dürfen – ein Zugeständnis an die konservative saudische Gesellschaft.

Uber will ebenfalls mit der Rekrutierung von Frauen beginnen und ihnen ausserdem dabei helfen, einen Fahrausweis zu erwerben. Zu einem Problem könnte das saudische Arbeitsrecht werden: Mit wenigen Ausnahmen dürfen Frauen keine Nachtarbeit verrichten. Hier kommt auch jene Frage ins Spiel, die in unseren Breiten für Kontroversen sorgt: Sind die Fahrer von Uber und Co. angestellt oder selbständig? (pbl)

Frauen protestieren in Marokko

Von Religion bis zur Gotteslästerung

Folter, Mord und Führerkult: Wie aus einem deutschen Idyll in Chile ein Gottes-KZ wurde

Link zum Artikel

Rustikale Enthaltsamkeit! Eier abgeschnitten, Schwanz entfernt – aber ganz nah bei Gott!

Link zum Artikel

30 Prozent aller Nonnen werden missbraucht. Doris Wagner war eine davon, sie befreite sich

Link zum Artikel

Gott ist tot – es leben die Götter!

Link zum Artikel

Dieses ständige Religions-Bashing nervt: Glauben verdient unseren Respekt

Link zum Artikel

Wenn Politiker von «christlichen Werten» sprechen: Was zum Teufel soll das eigentlich sein?

Link zum Artikel

Jesus, du nervst!

Link zum Artikel

Luther, Gratulation zum Todesjubiläum, du asoziales Genie!

Link zum Artikel

Wir haben endlich herausgefunden, was die Menschen auf diesen 12 mittelalterlichen Gemälden gedacht haben. Vielleicht

Link zum Artikel

Papst bittet Schweizer Missbrauchsopfer um Vergebung – und bezeichnet Täter als «Monster»

Link zum Artikel

So unterdrücken Religionen die Sexualität ihrer Gläubigen und fördern Missbräuche 

Link zum Artikel

6 alttestamentarische Grausamkeiten und die Frage, ob Gott eher Psycho- oder Soziopath war

Link zum Artikel

Gott ist Vater, Jesus ist Sohn – Moment, wo sind Mutter und Tochter?

Link zum Artikel

Gottloses Europa: Diese Grafiken zeigen, warum sich das Christentum Sorgen machen muss

Link zum Artikel

Geblendet vom kosmischen Licht: Die Irrwege der Esoteriker

Link zum Artikel

5 Punkte zum Islam, die wir mal endgültig klären sollten

Link zum Artikel

Wie Gott uns die Theorie vom Urknall erzählt

Link zum Artikel

«Man muss sich eine ‹Schwulenheilung› wie eine psychische Vergewaltigung vorstellen»

Link zum Artikel

Wegen «Kontrolle durch Männer»: Führung des Vatikan-Frauenmagazins gibt auf

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Volvo will ab 2030 nur noch reine E-Autos bauen

Mit dem Autobauer Volvo kündigt der nächste Autohersteller den kompletten Abschied vom Verbrennungsmotor an. Ab 2030 wollen die zum chinesischen Geely-Konzern gehörenden Schweden nur noch reine Elektroautos bauen und verkaufen.

«Ich bin fest davon überzeugt, dass es keine Kunden geben wird, die wirklich an einem Benzinmotor festhalten wollen», sagte Konzernchef Håkan Samuelsson am Dienstag. Damit reiht sich der zur chinesischen Geely-Gruppe gehörende schwedische Autobauer in die wachsende …

Artikel lesen
Link zum Artikel