International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein Toter nach Grossbrand auf Russlands einzigem Flugzeugträger



In this handout photo provided by an  anonymous source, smoke billows from the Admiral Kuznetsov carrier during a fire in Murmansk, Russia, Thursday, Dec. 12, 2019. A fire on Russia's only aircraft carrier injured two service members, Russian military officials said Thursday. The Admiral Kuznetsov was docked in Murmansk in northern Russia for an upgrade when the fire started amid welding work on Thursday morning. (Anonymous Source via AP)

Rauch über dem Flugzeugträger Admiral Kuznetsov. Bild: AP

Bei einem Grossbrand auf Russlands einzigem Flugzeugträger Admiral Kusnezow ist am Donnerstag ein Soldat ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde vermisst, wie die Marine mitteilte. Mehrere weitere der auf dem Flaggschiff der russischen Marine stationierten Soldaten erlitten demnach Rauchvergiftungen.

Die Löscharbeiten hielten auch Stunden nach dem Ausbruch des Feuers noch an. Das Kriegsschiff aus Sowjetzeiten wird seit mehr als zwei Jahren im Hafen von Murmansk an der Barentssee repariert.

Nach Angaben der Marine konnte die Feuerwehr den Brandherd inzwischen lokalisieren. Russische Nachrichtenagenturen berichteten unter Berufung auf die Werft Swesdotschka, der Brand sei bei Schweissarbeiten im Maschinenraum ausgebrochen. Das Feuer breitete sich demnach auf einer Fläche von rund 600 Quadratmetern aus. Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte eine Quelle, wonach die Situation «sehr ernst» sei.

Ein Marinesoldat sei beim Versuch, den Brand zu löschen, getötet worden, teilte die Marine mit. Bei dem Vermissten handelte es sich demnach um einen Offizier, der bei der Räumung der Unglücksstelle helfen wollte.

Die Admiral Kusnezow gilt als Flaggschiff der russischen Marine. Das 1985 gebaute, aber erst zehn Jahre später offiziell in Betrieb genommene Schiff befindet sich seit 2017 für Reparaturarbeiten in der Werft in Murmansk. Es soll 2021 wieder in Betrieb genommen werden. Die Kosten der Reparatur belaufen sich auf umgerechnet knapp eine Milliarde Franken.

Der Brand am Donnerstag ist nur einer von mehreren Zwischenfällen auf dem in die Jahre gekommenen Kriegsschiff: 2018 stürzte ein Kran auf das Schiffsdeck, tötete einen Arbeiter und hinterliess grosse Schäden. Das Unglück liess Zweifel aufkommen, dass das Schiff zum geplanten Zeitpunkt fertig wird. 2009 starb ein Seemann nach einem Brand an Bord - ausgelöst durch einen Kurzschluss.

Zuletzt wurde die Admiral Kusnezow 2016 und 2017 im Mittelmeer eingesetzt, um Ziele in Syrien zu erreichen. Seit Jahren gibt es in Russland Debatten über den Bau eines zweiten Flugzeugträgers, der jedoch aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben wird. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

China präsentiert ersten eigenen Flugzeugträger

China rüstet auf

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • michiOW 13.12.2019 06:58
    Highlight Highlight Wieso nicht ausschlachten und einen Neuen bauen?
    • LeBase 13.12.2019 09:52
      Highlight Highlight Mit welchem Geld, welchem KnowHow, welcher Werft, welchen Zulieferern?

      Vielleicht baut ja die Ukraine einen Flugzeugträger für die Russen...FALLS Wladi lieb fragt 😉

      Russland kann U-Boote/U-Kreuzer bauen, grosse Überwasserkriegsschiffe wie Zerstörer oder Flugzeugträger stammten spätestens seit Breschnews Marine-Aufrüstung stets aus ukrainischer Feder. Deswegen lassen die Russen auch einen der verbliebenen zwei Kirow-Superzerstörer im Ausrüstungsdock vergammeln während der andere gerade noch so einsatzbereit ist. Solche Industrien legt man sich nicht über Nacht zu, schon gar nicht ohne Geld!
    • michiOW 13.12.2019 12:06
      Highlight Highlight Danke
  • Hardy18 13.12.2019 06:22
    Highlight Highlight Es tut mir leid um das Opfer.

    Ich bin ja nun kein Bootexperte, aber gibt es auf einem Schiff nicht solche Türen die
    Man im Ernstfall schliessen kann, oder wurden die ausgehangen zum neu lackieren? Und wieso brennt ein Stahlboot? Da muss es ja aussehen auf dem Schiff, das sich ein Feuer so schnell ausbreiten kann.
  • Kong 13.12.2019 00:51
    Highlight Highlight nebst all der Tragik... sind wir sicher das er brannte? Der rauchte ja bei Ausfahrten nicht weniger stark... 🤦‍♂️
  • Nelson Muntz 12.12.2019 23:16
    Highlight Highlight Das Ding gibts noch? 🧐
    • Fizjak 13.12.2019 09:17
      Highlight Highlight Naja 40 dienstjahre sind für ein schiff dieser grösse normal die nimitz klasse der usa ist sogar noch älter
    • Nelson Muntz 13.12.2019 12:22
      Highlight Highlight ja schon, aber die Ami-Träger wirken (optisch zumindest) nicht akut unterfangsgefährdet
    • Fizjak 13.12.2019 23:52
      Highlight Highlight Ja das liegt daran, dass sie auch besser sind das steht ausser frage sind aber auch um ein vielfaches teurer in entwicklung und anschaffung. Aber die kusnezow erfüllt ihren zweck und das wird sie auch noch ein paar jahre bis die russen einen neuen gebaut haben

US-Militär wirft Russland Entsendung von Kampfjets nach Libyen vor

Das Afrika-Kommando des US-Militärs (Africom) wirft Russland vor, Kampfjets nach Libyen geschickt zu haben, um dort die Truppen des aufständischen Generals Chalifa Haftar gegen die international anerkannte Regierung zu unterstützen. «Zu lange hat Russland das gesamte Ausmass seiner Beteiligung im Libyenkonflikt dementiert», sagte der Kommandant des US-Afrika-Kommandos, Stephen Townsend, am Dienstag. Russland versuche, seinen militärischen Einfluss in Afrika mithilfe staatlich …

Artikel lesen
Link zum Artikel