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Coronavirus: So steht die Schweiz im Vergleich zur Lombardei und New York da



Das Coronavirus verbreitet sich auf der ganzen Welt. Am stärksten betroffen sind zur Zeit die Lombardei und New York. In der Schweiz verbreitet sich das Virus in den Kantonen Genf, Waadt und im Tessin am stärksten. Diese «Hotspots» zeigen aber ganz unterschiedliche Entwicklungen, wie ein Blick auf die Fallzahlen zeigt.

Wie sich die Ausbreitung des Coronavirus in den drei Schweizer Kantonen im Vergleich zur Lombardei und New York entwickelt, siehst du hier:

Quellenangabe zu den Daten:

Schweiz: corona-data.ch
Lombardei: regione.lombardia.it / Ministerio della Salute
New York: coronavirus.health.ny.gov / nyc.gov

Die Entwicklung der Fälle

Schauen wir zunächst auf die Entwicklung der absoluten Zahlen.

Anzahl Coronavirus Fälle in Hotspots

Bild: watson

In absoluten Zahlen sind die Lombardei und New York der Schweiz weit voraus. Auch in der lombardischen Stadt Bergamo, aus der am Sonntag 8664 positive Fälle gemeldet wurden, ist die Fallzahl deutlich höher als in jedem der drei Schweizer Kantone.

Anzahl Coronavirus Fälle in Hotspots

Bild: watson

Legt man den Beginn aller drei Kurven auf den selben Stichtag (An Tag 1 wurde der 100. Fall gezählt), sieht auch die Entwicklung der Kurven sehr unterschiedlich aus. In New York verbreitet sich das Virus am rasantesten, hier wurden am Montag fast 5000 neue Fälle gezählt.

Doch sowohl die Lombardei (rund 10 Millionen) als auch New York City (ca. 8,4 Millionen) haben deutlich mehr Einwohner als unsere drei «Hotspot»-Kantone. Berücksichtigen wir die Anzahl Fälle pro 10'000 Einwohner, ergibt sich ein anderes Bild:

Coronavirus Fälle pro 10'000 Einwohner

Bild: watson

Wir sehen also, dass vor allem Tessin und Genf hier sogar schlechter abschneiden als New York oder Bergamo (mit einer Einwohnerzahl von ca. 120'000). Obwohl also die Bevölkerungsdichte im Kanton Waadt und im Tessin sehr viel tiefer ist als an den anderen Orten. Woran liegt das?

Das Coronavirus verbreitet sich anhand von Clustern. Zu Beginn steigen die Fallzahlen deshalb in weniger dicht bevölkerten Gebieten genau gleich wie zum Beispiel in Städten. Eine Person steckt zwei weitere an, diese infizieren wiederum zwei weitere und so weiter. Nur in Städten kann sich das Virus so länger verbreiten.

Die Anzahl der Tests

Eine weitere Erklärung für diesen ungewöhnlich hohen Anteil Erkrankter in der Schweiz findet sich auch in der Menge der durchgeführten Tests. In der Schweiz wurden bislang 110'000 Tests durchgeführt, was einem Schnitt von fast 130 Tests pro 10'000 Einwohnern entspricht. Die Schweiz hat damit weit häufiger getestet als die Lombardei oder New York.

Anzahl Coronavirus Tests in der Schweiz in der Lombardei und in New York

Bild: watson

In der Lombardei liegt dieser Schnitt bei 111 Tests pro 10'000 Einwohner und in New York nur bei 82 Tests. Da die Dunkelziffer in allen Ländern sehr viel höher ist als die tatsächliche Anzahl Fälle, werden auch mehr positive Tests gezählt, wenn mehr getestet wird. Oder anders gesagt: Wer mehr testet, findet mehr Fälle.

Todesfälle

Werfen wir nun einen Blick auf die Todesfälle. Es ist die derzeit wohl verlässlichste Zahl, weil hier die Dunkelziffer sehr viel tiefer ist als bei der absoluten Anzahl positiver Fälle. Wer stirbt, wird fast ausnahmslos erfasst und die Todesursache ist in den meisten Fällen bekannt. Vor allem, wenn es sich um einen Corona-Fall handelt.

Die Statistik zeigt, dass die Schweiz bislang verhältnismässig wenige Todesfälle zu beklagen hat, während die Lombardei – wenig überraschend – aus der Statistik hervorsticht:

Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 und dem Coronavirus

Bild: watson

Trotzdem sind die Zahlen aus den Kantonen Tessin, Waadt und Genf besorgniserregend. Denn genau wie die absoluten Fallzahlen bewegen sie sich momentan noch auf einer exponentiellen Kurve. Das heisst, die Zeit zwischen der Verdoppelung der Todesfälle bewegt sich hier zwischen vier und sechs Tagen in der Schweiz.

Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 und dem Coronavirus

Bild: watson

Auch die Todesraten unterscheiden sich stark in den unterschiedlichen Regionen. Die Wissenschaft geht beim Coronavirus etwa von einer Sterberate von unter einem Prozent aus. In den von uns analysierten Regionen sieht es allerdings so aus:

Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 und dem Coronavirus

Bild: watson

Warum ist hier die Sterberate bei allen so viel höher? Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einerseits ist die Anzahl jener, die zwar mit dem Coronavirus infiziert sind, aber keine Symptome zeigen, relativ hoch. Diese Personen werden jedoch nie getestet und landen so auch nicht in der Statistik der Fallzahlen.

Weiter werden besonders in Italien praktisch nur Risikopatienten getestet. Dies erhöht die Sterberate beträchtlich. Eine Praxis, die auch auf die Hospitalisationsstatistiken einen grossen Einfluss hat, wie der nächste Punkt zeigt.

Wer ist bislang an Covid-19 gestorben?

Wie bereits bekannt ist, sterben besonders ältere Personen und Patienten mit Vorerkrankungen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit. In Italien waren 84 Prozent der verstorbenen über 70 Jahre alt. 95 Prozent der Todesopfer waren über 60 Jahre alt.

Die Zahlen aus New York sehen ähnlich aus. Von den insgesamt 1096 Todesfällen, die bis am 31. März gemeldet wurden, hatten 14 (1,2%) keine bekannten Vorerkrankungen.

Bild

Zahlen aus China zeigen: Diese Vorerkrankungen führen im Zusammenhang mit Covid-19 häufiger zum Tod. bild: worldometer

Hospitalisierung

Die Zahl der Hospitalisationen ist in der Schweiz ebenfalls sehr viel tiefer als in der Lombardei und in New York. Da die Fallzahlen in den bevölkerungsreichen Regionen sehr viel höher ist, schlagen unsere drei Kantone in dieser Statistik kaum aus:

Hospitalisierung im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Für New York sind diese Daten erst ab dem 23. März verfügbar. Bild: watson

Fokussieren wir also noch kurz auf unsere drei Kantone. Es zeigt sich, dass in den letzten Tagen die Kurve der Hospitalisationen abflacht – und zwar in allen drei Kantonen:

Hospitalisierung im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Für das Tessin sind diese Daten erst ab dem 18. März verfügbar. Bild: watson

Anteilsmässig sieht das folgendermassen aus:

Hospitalisierung im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Bild: watson

Wie auch bei der Sterberate hängt der Anteil jener, die Spitalpflege benötigen, ebenfalls davon ab, wer getestet wird. Werden nur Patienten getestet, die zur Risikogruppe gehören, steigt dieser Anteil. Wenn dann diese Risikopatienten auch noch hospitalisiert werden, ohne dass sie schwere Symptome zeigen, steigt der Anteil weiter. Beides trifft für die Lombardei zu.

Intensivpflege

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Intensivpflege. In der Lombardei befanden sich am 29. März 1330 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung auf einer Intensivstation.

Intensivpflege im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Bild: watson

In der Waadt waren es am Sonntag 78 Patienten, im Tessin 69 und in Genf 59. Für New York sind bislang keine solche Daten verfügbar.

Intensivpflege im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Die Daten zu Intensivplätzen im Tessin sind erst ab dem 18. März verfügbar. Bild: watson

Der Anteil der Patienten, die auf einer Intensivstation landen, bewegt sich in den betrachteten Gebieten zwischen 2,5 und 3,8 Prozent:

Intensivpflege im Zusammenhang mit Covid-19 und Coronavirus

Die Rechnung hier: Anzahl positiv getesteter Patienten / Anzahl Covid-19-Patienten auf Intensivstation Bild: watson

Auch hier zeigt sich, dass in der Lombardei sehr viele Patienten hospitalisiert werden, die keine intensive Pflege benötigen. Zur Erinnerung: Der Anteil der Hospitalisierten liegt hier bei über 30 Prozent.

Fazit

Die Fallzahlen in der Lombardei und mittlerweile auch in New York sind um ein Vielfaches höher als in der Schweiz. Dies liegt aber zu einem grossen Teil daran, dass diese Regionen auch sehr viel bevölkerungsreicher sind. So sind die Fallzahlen im Vergleich pro Kopf in der Schweiz höher als an den anderen Orten, auch wenn sich das Coronavirus überall etwa gleich schnell verbreitet. Deshalb dürfte hierzulande der Höhepunkt schneller erreicht sein.

Ein weiterer Faktor sind die Anzahl Tests, die die Schweiz macht. In diesem Vergleich machen wir am meisten Untersuchungen auf das Coronavirus. Das lässt auch die Fallzahlen steigen.

Weil man verstärkt Risikopatienten testet, sind die Todesraten höher, als sie die Wissenschaft berechnet. Am stärksten zeigt sich das in der Lombardei. Hier wird auch ein sehr hoher Anteil der Erkrankten hospitalisiert, während in der Schweiz nur Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf in Spitalpflege kommen.

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.
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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Morgenbrot 01.04.2020 23:43
    Highlight Highlight So lange keine Stichproben mit Tests an der breiten Bevölkerung vorgenommen und die Todeszahlen auf bizarre Weise verfälscht werden, sind solche Diagramme ohne Ausagekraft!

    Eine solches Vorgehen würde aufzeigen, wieviele tatsächlich infiziert sind, wer keine, milde, oder kritische Symptome aufweist. Zudem würde bei einer Untersuchung der Todesursache die reale Mortalität in Erfahrung gebracht werden.

    Warum werden noch immer Grundgebote der Infektiologie missachtet? Es gibt bis jetzt keine repräsentative Datenerhebung und trotzdem sehe ich hier jeden zweiten Tag eine Diagrammflut.
  • Hans Franz 01.04.2020 23:16
    Highlight Highlight Glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast...
  • Schönbächler 01.04.2020 21:01
    Highlight Highlight Ah man echt... was sind das für Vergleiche man kommt garnicht nach und die ganzen Grundlagen sind doch nicht miteinander vergleichbar.
  • creaaktiver57 01.04.2020 20:42
    Highlight Highlight Ich bin ja in Statistik kein Hirsch, aber was hier auf der Grundlage einer ungesicherten Datenbasis für Schlüsse gezogen werden ist einfach nur - peinlich.

    Da geniesse ich doch lieber einen echten Fruchtsalat mit Äpfel und Birnen.
  • Garp 01.04.2020 19:23
    Highlight Highlight Diese Grafiken bringen keinen Mehrwert, ausser dass ihr noch einen Coronaartikel geschrieben habt.

    Zeigt doch besser in einer Grafik auf, wie eine exponentielle Entwicklung läuft und wo die Schweiz da steht, mit den Leuten, die sie testen. Tragt die Daten der Massnahmen ein usw. . Damit könnte ich mehr anfangen.

    Und zeigt fortlaufend wieviele Intensivbetten benötigen wieviele der Intenisvbetten noch frei sind. Wie lange Patienten im Schnitt die Beatmungsgeräte benötigen, bevor sie sterben oder gesund werden.
    Einfach etwas reales.

  • imposselbee 01.04.2020 18:27
    Highlight Highlight Mit den aktuell verfügbaren Zahlen lässt sich nicht viel aussagen oder vergleichen, ausser die Mortalität bei einem positiven Test. Die aktuelle Sterblichkeit pro positiven Test stellt dabei eher das Maximum dar und könnte sich verdoppeln, wenn das Spital überlastet ist.

    Weltweit gesehen, hat man eine 95.1% Überlebenschance bei einer Ansteckung.
    In der Schweiz 94.38%, Italien 88.63%, Frankreich 93.14%, Deutschland 99.02%.

    Sieht zwar positiv aus, dennoch müssen wir in der Schweiz mit 28k Toten rechnen. Was die Verteilung über das Jahr betrifft ist die Herdenimmunität entscheidend (R0).
  • samster 01.04.2020 17:12
    Highlight Highlight Ich seh’s grad nicht;
    wieso vergleicht man eine Stadt in der Lombardei mit der Lombardei?
  • Panisch 01.04.2020 16:13
    Highlight Highlight
    Play Icon

    Hier ist endlich mal ein Vergleich, mit dem ich was anfangen kann.

    https://aatishb.com/covidtrends/
    Auf dieser Seite wird die Anzahl Neuerkrankungen im Verhältnis zur Gesamtanzahl pro Land angeschaut.
    Man sieht, dass die Schweiz nicht mehr exponentiell wächst. Also schon mal ein gutes Zeichen.
  • Nurmalso 01.04.2020 15:11
    Highlight Highlight Alles ist ein Wettrennen....
  • Watcher 01.04.2020 14:29
    Highlight Highlight In Italien zeichnen sich die gleichen Bilder ab wie in den letzten Jahren, überfüllte Krankenhäuser weil die Infrastruktur seit jeher fehlt, nur kommt es dieses Jahr in den Medien.
    • Thomas Oetjen 01.04.2020 17:13
      Highlight Highlight Wie haben sie denn die letzen Jahre den Abtransport von den vielen hunderten Leichen organisiert?
      Du kennst dich doch aus.
    • Watcher 01.04.2020 19:22
      Highlight Highlight @Thomas Oetjen: wie gesagt: wie die letzten Jahre überfüllte Krankenhäuser weil die Infrastruktur fehlt. Nun kommt es jedoch in den Medien.
      Die Leichen werden ebenfalls wie die letzten Jahre abtransportiert.


    • Thomas Oetjen 02.04.2020 09:53
      Highlight Highlight @Watcher... hast du da eine Quelle und Belege? Zahlenmässig etc?

      Oder ist das bloss wieder so eine Behauptung eines Besserwissers?
  • Picker 01.04.2020 14:01
    Highlight Highlight Nichts gegen Leo, mehr eine Feststellung bei Watson allgemein: New York ist nicht gleich New York City.
    Der gesamte Bundesstaat ist ca. 3x grösser als die ganze Schweiz. Bei gleichen CH-Kantonen/Städten wird auch jeweils klar gemacht, ob es nun z.B. um die Stadt Bern oder den Kanton geht. Wäre es so schwierig, korrekterweise New York City zu schreiben, wenn es um die Stadt geht?
  • Celia* 01.04.2020 13:41
    Highlight Highlight Äpfel und Birnen ... man kann eigentlich gar keine Aussage machen, weil sogar die Toten anders gezählt werden:

    - Italien & Spanien: jeder Tote, der auch Corona hatte, ist in der Statistik ein Corona-Toter (also z.B. hatte Herzinfarkt und war zufällig auch Träger d. Virus)
    - Deutschland zählt nur Fälle, die im Krankenhaus, und nur direkt an Corona starben (d.h. „Offiziell“ viel weniger Tote)

    Das einzige was Sinn macht, ggü. Vorjahr zu vergleichen: Alle Tote im März in 2018, 2019 und 2020. Wenn es in 2020 deutlich mehr Tote hat, ist das der Corona-Effekt inkl. Dunkelziffer.
    • Kak Attack 01.04.2020 16:23
      Highlight Highlight Dem letzten Abschnitt kann ich nur zustimmen, nur werden leider solche Statistiken nicht monatlich veröffentlicht, sondern eher zum Jahresende.
      Für mich die aussagekräftigste Vergleichszahl sind die durchschnittlichen Todesfälle/Tag in den jeweiligen Ländern in den vergangenen Jahren. Saisonale Schwankungen sind dabei kleiner als ich dachte, womit eigentlich nur noch die Frage offen bleibt, wieviele der Coronatoten des Tages auch ohne Corona zu den "Tagestoten" gezählt hätten. Selbst wenn das die Hälfte wäre, wären die Verhältnisse immer noch krass:
      Soll:
      ITA: 1700
      SPA: 1100
      CH: 192
      NY: 423
    • Thomas_v_Meier 01.04.2020 18:14
      Highlight Highlight Macht der Tagi
      Benutzer Bild
    • Asho 01.04.2020 18:44
      Highlight Highlight Der Tagi hatte gestern ein Artikel dazu, leider nur mit Abo.

      „Es sterben in der Schweiz mehr Menschen als gewöhnlich zu dieser Zeit“
      Benutzer Bild
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hollywood 01.04.2020 13:39
    Highlight Highlight Verlgleich mit Schweden und Österreich wäre spannend!
    Schwende fast keine Massnahmen Österreich sehr viele Massnahmen! Denn der vergleich im Beitrag naja nicht wirklich aussagekräftige Spanend wäre wie verhalten sich das Ganze auf Grund der getroffen Massnahme? Oder mal die Hinterfragung, Auswirkung = alles 3 Wochen totaler Lockdown oder aussitzen mit x Wochen mit teil Lockdown?
    • Picker 01.04.2020 14:45
      Highlight Highlight Es hatte hier bereits einen Artikel, der die 3 verschiedenen Haupt-Strategien unter die Lupe nahm (Lockdown/Hammer wie in China, Teil-Lockdown à la CH oder Durchseuchung).
    • Canuck79 01.04.2020 15:26
      Highlight Highlight Schweden hat keine Landesgrenzen zu stark betroffenen Länder. Daher kann man wohl kaum einen Vergleich ziehen.
    • KarlWeber 01.04.2020 21:44
      Highlight Highlight Ich denke es ist falsch anzunehmen, dass gleiche Massnahmen in verschiedenen Ländern gleich gute/schlechte Effekte erzielen. Die beste Taktik ist wohl auch sehr von den geografischen und kulturellen Begebenheiten abhängig.
  • Noblesse 01.04.2020 13:31
    Highlight Highlight Das einzige was in allen Länder gleich ist: Das Virus! So, und jetzt besteht die Frage: "wie stark ist welche Population ins Ausbruchsgeschehen reingelaufen?" Italien muss brutal reingelaufen sein. Wir halbwegs über das Tessin und Mailand- Besucher. Aber konnten im Gegensatz noch reagieren. Bei der USA keine Ahnung. Kann das verglichen werden? Wie beim Wettlauf: wer wann startet? Wichtige Frage oder?
    • lilie 01.04.2020 20:13
      Highlight Highlight @Noblesse: Hab ich mir auch gedacht, bis ich feststellte, dass die USA nicht so sehr hinterherhinkt, wie ich dachte.

      Der erste Fall trat schon im Januar auf, die Marke von 100 bestätigten Fällen wurde am 4. März überschritten.

      Zum Vergleich: Der erste Fall trat in der Schweiz im Februar auf, die 100-er Marke wurde am 5.3. passiert.

      Also fast deckungsgleich, aber in der Schweiz wurden bereits Ende Februar erste Massnahmen ergriffen, Mitte März kam der Shutdown.

      In den USA gibts zwar seit Ende Januar eine Task Force, aber selbst New York hat erst am 20. März einen Shutdown verfügt.
    • Noblesse 01.04.2020 22:42
      Highlight Highlight Reinlaufen=nicht realisiert oder natürlich schlimmer=nicht ernst genommen. Der Zeitfaktor und Wahrnehmung spielen letzendlich die grösste Rolle. Sozio-kulturelle Aspekte ebenso. Daher wäre mein Fazit eher: CH hat von der Tragik Italien zeitlich quasi profitiert + bei uns leben jung und alt unabhängiger. China hat 60 Mill abgeriegelt. Menge? Zeit ist massgebend. USA hat keinen Berset!!! Zeit/Reaktion ist Form von Intelligenz vielleicht?
    • Noblesse 01.04.2020 23:10
      Highlight Highlight Gefühl für Zeit und Raum meine ich als menschliche Leistung. 2 m Regel und Tempo raus ist ja "Zeit und Raum" nicht?
  • luegeLose 01.04.2020 13:22
    Highlight Highlight Danke für den Artikel. Sieht aufwändig aus.
  • Räuber Ratte 01.04.2020 13:15
    Highlight Highlight Die Grafik "Anzahl Fälle pro 10'000 Einwohner" ist so sehr, sehr verwirrend, wenn nicht sogar falsch: Denn wenn die Anzahl Fälle relativ zur Einwohnerzahl angegeben wird, aber das relative Startdatum (Tag 0) mit einer absoluten Zahl (100 Fälle) berechnet wird, verzerrt dies die Kurven.
    Dies ist sehr gut daran zu erkennen, dass die Kurve der Lombardei noch lange flach ist, während das Tessin von Anfang an sehr steil ist.
  • Varanasi 01.04.2020 13:07
    Highlight Highlight Die Ansteckungsrate bei Covid liegt lt. WHO bei 1,5 - 4,5. Da ist 2 doch ein wenig niedrig gegriffen.
  • medmi 01.04.2020 12:52
    Highlight Highlight Sie bringen da einiges durcheinander:
    - Der Höhepunkt der neu identifizierten Fälle ist zwei Wochen nachdem R0 unter 1 gefallen ist erreicht. Dies durch entsprechende Massnahmen. Die Grösse der Bevölkerung ist dafür egal. Die "Herdenimmunität" spielt zum aktuellen Zeitpunkt keine Rolle auf R0.
    - Tatsächlich bildet die Schweiz die Epidemie dank mehr Tests besser ab als Ialien oder die USA.
    - je besser man die Epidemie abbildet desto kleiner die Dunkelziffer. In der Schweiz dürfte sie ungefähr Faktor 3-5 betragen. In den USA und Italien Faktor 7-10.
    • JimKnopf666 01.04.2020 13:50
      Highlight Highlight Gibt's zu diesen Aussagen Quellen? Tönt sehr spannend, bringt auch alles eher weg von Panik hin zu Realismus...
    • medmi 01.04.2020 15:09
      Highlight Highlight Quellen:
      - Die genaue Dunkelziffer zu berechnen ist aktuell unmöglich. Ein Ansatz ist die Hochrechnung aufgrund der Todesazahlen. Dafür wiederum müsste die genaue Mortalität bekannt sein. Die besten Daten hierzu liefert wahrscheinlich Südkorea, da dort die Epidemie dank der gewählten Strategie am besten abgebildet ist. Die Mortalität dürfte im Bereich 0.8-1.6% liegen. Meine Schätzungen basieren auf diesen Annahmen. Link zu Berechnungen von Kollegen:
      https://cmmid.github.io/topics/covid19/severity/global_cfr_estimates.html
    • medmi 01.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Bzgl. Höhepunkt der Epidemie: Unbestritten ist, das die Anzahl neuangesteckten zurück geht, sonald R0 kleiner 1. (Jeder infizierte steckt weniger als eine Person an).
      Dies kann entweder durch Massnahmen erreicht werden (siehe Südkora) oder durch die Herdenimmunität. Aktuell sind wir aber von der Herdenimmunität meilenweit entfernt, selbst wenn wir eine Dunkelziffer von Faktor 5 Annehmen haben sich erst 1% der Bevölkerung infiziert. Deshalb ist die Herdenimmunität aktuell keine ganbare Strategie, sondern nur Eindämmen bzw. Hammer/Dance.
    Weitere Antworten anzeigen
  • SJ_California 01.04.2020 12:45
    Highlight Highlight „Zu Beginn steigen die Fallzahlen deshalb in weniger dicht bevölkerten Gebieten genau gleich wie zum Beispiel in Städten. Eine Person steckt zwei weitere an, diese infizieren wiederum zwei weitere und so weiter. Nur in Städten kann sich das Virus so länger verbreiten.“

    Das ist völliger Humbug!

    Erstens: dass eine Person jeweils zwei weitere ansteckt ist nur eine Durchschnittszahl. Diese dürfte in dicht besiedelten Gebieten höher sein (mehr Kontakte z.B. in dicht gedrängter U-Bahn in NYC)

    Zweitens: wie lange sich ein Virus verbreiten kann hängt von unserem Verhalten ab u. nicht von Stadt/Land
    • Posersalami 01.04.2020 13:25
      Highlight Highlight Stimmt, eine Person kann auch locker 20 andere anstecken. Ob du in Zürich im Tram hockst oder mit der S-Bahn nach Kaffwil fährst spielt dabei überhaupt keine Rolle.

      Humbug ist einzig und alleine dein Post.
  • Pascal Stark 01.04.2020 12:43
    Highlight Highlight Ich vermisse die Darstellung #bestätigte Fälle Total gegen #neue Fälle in einem kurzen Zeitraum. Diese Darstellung bietet einige Vorteile, wird z.b. in angehängten Video gut erklärt.
    Play Icon
    • Yokai 01.04.2020 13:33
      Highlight Highlight sehr gut gemachter clip - danke fürs verlinken!
  • De-Saint-Ex 01.04.2020 12:43
    Highlight Highlight Na ja, aussagekräftig ist ja wohl höchstens die Grafik pro 10‘000 Einwohner, auch wenn New York (insbesondere City) aufgrund der Bevölkerungsdichte pro km2 wohl kaum mit etwa Waadt zu vergleichen ist.
  • metall 01.04.2020 12:32
    Highlight Highlight Warum immer diese Ländervergleiche. Corona zeigt uns doch eindrücklich wie nutzlos unser Länder und Grenzen sind. Vielleicht wäre es nützlich die Infrastruktur der alten Zollübergänge als Checkpoints für Tests zu verwenden. Ob jemand von Waldshut nach Koblenz oder von Rümlang nach Zürich zur Arbeit fährt ist das selbe. Längere reisten sollten wir einfach vermeiden. Die Toten könnten auch nach sinnvolleren Regionen sortiert werden. Die anderen Zahlen sagen eh nich viel aus
  • Pede971 01.04.2020 12:27
    Highlight Highlight Die Zahlen können nur verglichen werden, wenn es einen verlässlichen gemeinsamen Nenner gibt. Da die Anzahl Infizierten stark vom Testen abhängt ist das kein guter Nenner. Der einzige gemeinsame Nenner der etwas taugt ist die Gesamtbevölkerung (also z.B. Anzahl Infizierte oder Tote pro 10'000 Einwohner). Und da sieht man, dass sich die Schweiz im internationalen Vergleich (leider) nicht besser oder schlechter Verhält.
    • P. Meier 01.04.2020 14:03
      Highlight Highlight Genau die Anzahl pro Einwohner erscheint mir als völlig sinnbefreit. Wenn ich Domino-Steine alle im gleichen Abstand zu einander aufstelle, diese aber auf unterschiedlich grossen, farbig markierten Bereichen stehen, werden zwar die Steine in einer gewissen Regelmässigkeit umfallen, nur werden die umgefallenen Steine (in % zu den vorhandenen Steinen) auf kleineren Flächen grösser sein, als auf grösseren Flächen.
  • Koshka60 01.04.2020 12:27
    Highlight Highlight Zu viele Apfel mit Birnen und Kartoffeln-Vergleiche in diesem Artikel!
  • Robsi60 01.04.2020 12:26
    Highlight Highlight Dieser Artikel ist etwas zynisch. Vergleiche als Beruhigungspille. Von Trump konnte es man ja erwarten, aber die Lombardei. Bergamo wegen eines idiotischen Fussball Spiels. Zur Entschuldigung kann man anfügen dass Italien in Europa die ersten waren.
    Es nützt alles Zurückschauen nichts, nun muss man vorwärts schauen. Ich habe diesbezüglich ein Wunschdenken, Vision. Politik raus, Wissenschaft rein. Retrospektiv ist es immer einfach. Ob ich es besser gemacht hätte - eher nein.
  • bärn 01.04.2020 12:25
    Highlight Highlight ehm sorry... ich bin ja auch gerne ausführlicher... aber: viel zu viel text, viel zu viel grafiken die einander gegenüber stehen. was soll man daraus für eine erkenntnis gewinnen? jedes land/region macht sowieso seine statistiken so dass sie besser aussehen als alle anderen. was solls. eigentlich könnte man auch zusammenfassen: füher oder später hat das virus sowieso alle. die jetzigen massnahmen dienen primär dazu den gesundheitsapparat zu entlasten, so dass das verkehrsunfallopfer auch noch ein intensivpflegeplatz erhält. bleibe also momentan zuhause und warte auf das virus. gute gesundheit!
  • dancortez 01.04.2020 12:18
    Highlight Highlight interessanter als die jeweiligen fallzahlen, finde ich den vergleich in welchen länder das exponentielle wachstum zurück gegangen ist und ab wievielen fällen. mit ausnahme von china und südkorea sind alle länder noch exponentiell am „wachsen“....

    Play Icon
    • Luzz 01.04.2020 17:54
      Highlight Highlight Danke, das Video wollte ich auch noch verlinken - hier noch die aktuellen Daten. Da sieht es schon nach einer leicht abflachenden Tendenz aus für die Schweiz - jetzt gilt es einfach "durchzuhalten"..! https://aatishb.com/covidtrends/
  • Fairness 01.04.2020 12:15
    Highlight Highlight Pro Mio. Einwohner ist die Schweiz mit der Anzahl Infizierter von 1 919 weltweit aktuell an zweiter Stelle hinter Spanien mit 2052 (Tages-Anzeiger).
    • Panic4Clicks 01.04.2020 12:27
      Highlight Highlight Das liegt am Testen, der Geographie und am Reporting.

      Panik gibts Gratis
    • Fairness 01.04.2020 12:52
      Highlight Highlight Wer blitzt soll doch bitte beweisen, was nicht stimmt ... Lieber Augen vor Tatsachen verschliessen?
    • Magnum 01.04.2020 12:59
      Highlight Highlight Nein, Fairness.
      Die Tatsachen richtig interpretieren, das wäre gefragt. Wer testet, wird Infektionen finden. Die Schweiz hat sehr viel getestet - und darum viele Infizierte pro 100'000 Einwohner, aber wahrscheinlich auch eine weniger hohe Dunkelziffer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • swisscheese 01.04.2020 12:10
    Highlight Highlight Die Statistiken kann man alle rauchen, denn die Datengrundlage ist überhaupt nicht vergleichbar, die Schlussfolgerungen daher wertlos. Mir scheint fast ein bisschen dass der Redaktion langweilig ist und die Themen ausgegangen sind.
    • bärn 01.04.2020 13:23
      Highlight Highlight genau! siehe mein kommentar...
  • Masseneinwandererin 01.04.2020 12:05
    Highlight Highlight Die einzige Graphik, die Sinn macht, ist die mit Fällen pro 10'000 EInwohner. Auch alle anderen Metriken sollten bitte im Verhältnis zur Bevölkerung gemacht werden.
    • P. Meier 01.04.2020 14:11
      Highlight Highlight Wenn schon, dann im Verhältnis zu Einwohnern pro bewohnbarer Fläche
    • Masseneinwandererin 01.04.2020 14:38
      Highlight Highlight Oder auch die mittels logarithmischen Kurven. Was hier im Artikel verglichen wird ist jedoch zum grossen Teil sinnlos
  • Antichrist 01.04.2020 12:04
    Highlight Highlight Die einzig relevante Zahl wäre doch, wie viele Fälle es gibt, welche die Risikogruppe betreffen. Alle anderen Fälle haben ja keinerlei Auswirkungen auf Todesursachen.
    • lilie 01.04.2020 20:26
      Highlight Highlight @,Antichrist: Was für ein Quatsch. Gerade ist ein 13-jähriges Mädchen im UK ohne jegliche Vorerkrankungen gestorben.

      In der Schweiz wird aber eh nur die Risikogruppe getestet. Aber weiserweise auch noch jene, die zwar nicht zur Risikogruppe gehören, aber trotzdem wegen grippeähnlichen Symptomen ins Spital müssen.
  • Todesstern 01.04.2020 12:03
    Highlight Highlight Hört mal auf mit den ewigen Vergleichen wer besser und schlechter dasteht. Das bringt niemandem etwas.
  • Grigri 01.04.2020 11:56
    Highlight Highlight Mich würde mal eine Grafik interessieren mit der Anzahl Toten pro 10'000 Einwohner.
  • Plan B 01.04.2020 11:48
    Highlight Highlight So steht die Schweiz im Vergleich zur Lombardei und New York...

    Besteht die Schweiz aus drei Kantonen?
    Eventuell hätte man wirklich die Schweiz nehmen sollen. Dann wären auch die Einwohnerzahlen nicht so extrem verschieden. Man könnte sagen, sie sind praktisch gleich...
  • Donald 01.04.2020 11:47
    Highlight Highlight Warum nehmt ihr die Anzahl Fälle als Grundlage für die Berechnung von Raten, wenn ihr wisst, dass diese Grundlage nicht vergleichbar ist?
    • globalcitizen 01.04.2020 12:25
      Highlight Highlight Weil die wirklich keine Ahnung von Statistik haben. Hauptsache Panik generieren um Geld zu verdienen.
    • famefo 01.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Vielleicht zur Aufklärung, dass die weitaus höheren Zahlen aus anderen Regionen eben nicht mit der Schweiz vergleichbar sind und wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen dürfen?
    • dho 01.04.2020 12:34
      Highlight Highlight Warum? Donald, ich habe schon verschiedentlich versucht, auf die mangelnde Basiskompetenz der watson.ch Redaktion im Umgang mit Grafiken hinzuweisen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • messanger 01.04.2020 11:40
    Highlight Highlight Wie ist eigentlich der Anteil positiver Tests zu gemachten Tests? Die WHO sagt, man sollte 10% positive Tests haben. Hat man mehr positive Tests, testet man nicht genug, hat man weniger, testet man evtl. schon zu viel.

    In CH liegt der Anteil angeblich bei 12-13%. Wie sieht es in anderen Ländern aus?
  • Faktenchecker 01.04.2020 11:38
    Highlight Highlight Die Verantwortlichen in New York haben noch am 14.3. Corona völlig heruntergespielt und die Bevölkerung aufgefordert ihrem normalen Leben nachzukommen.
    New York wird am Ende alles in den Schatten stellen.
  • Magnum 01.04.2020 11:34
    Highlight Highlight Der Höhepunkt dürfte hierzulande schneller erreicht sein als in der Lombardei und in New York.
    Die Spitäler sind auch in den am stärksten betroffenen Kantonen noch nicht an die Grenzen ihrer Kapazitäten gelangt.

    Zur Erinnerung: Die Inkubationszeit von Covid19 liegt eher bei zwei Wochen als bei einer. Und von der Ansteckung bis zum Tod vergingen in Italien im Schnitt 23 Tage.

    Das heisst: Das Wachstum bei den bestätigten Fallen sollte zwei Wochen nach dem Bundesbeschluss spürbar abflachen, die Todesfälle erst zehn Tage später ihren Peak erreichen.

    Fazit: Durchhalten, mit Disziplin!
    • Eisenhorn 01.04.2020 14:00
      Highlight Highlight Das kriegen wir bis jetzt auch gut hin. Die Kurve ist am Abflachen, und unsere Verdoppelungsrate ist gemäss Süddeutsche bei 10 Tage + das ist "im Vergleich" sehr gut.

      Es ist absolut Absurd das die Statistik nicht drin ist, dafür jede Menge absolut Nutzlose die nix sagen. Die Verdoppelungsrate in Tagen basiert ja immer auf der Zähltechnik des Landes, und solange das Land diese nicht ändert, ein Indikator wie sich der Virus ausbreitet.

      Schon lange nicht mehr so viel Text mit so wenig Inhalt gesehen.
    • Rumo 01.04.2020 18:54
      Highlight Highlight Die Inkubationszeit beträgt 2-14 Tage. In seltenen Fällen bis 24 Tage. Im Schnitt liegen laut Chinesischen Experten 3 Tage zwischen Ansteckung und den ersten Symptomen. Eine Fehlerquelle bei scheinbar sehr langer Inkubationszeit ist eine Unbemerkte zwischenzeitliche Exposition.
      https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/covid-19/ansteckungsgefahr-inkubationszeit/
  • Aruma 01.04.2020 11:26
    Highlight Highlight Danke. Das zeigt, dass nicht eine Kurve genügt, um zu argumentieren. Das Phänomen ist komplex. Deswegen müssen verschiedene Experten zusammen arbeiten und die entscheidungstragenden Politiker beraten.
    Einige Einzelmasken nerven.
  • phreko 01.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Woher kommt die Info, dass die Todesursache in den meisten Fällen bekannt sein soll?
    • Der Bademeister 01.04.2020 11:41
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Jeder Todesfall müsste obduziert werden um diese These zu bestäigen. Ich frage mich schon wieviele Personen tatsächlich mit anstatt wegen Corona sterben (bsp. 97 jährige Frau im Kanton Zürich).
    • FrancoL 01.04.2020 12:14
      Highlight Highlight Man kann sehr wohl auch im letzten Stadium feststellen was die Todesursache ist, die Art und Weise des Ablebens gibt den Ärzten genügend Hinweise. Sicherlich können auch Fehlinterpretationen vorliegen, aber diese könne auch bei Fällen vorliegen, die zB nicht dem Virus zugeordnet wurden.
    • Mijasma 01.04.2020 12:17
      Highlight Highlight Ein antikörptest und die Symptome vor dem Tod dürften einen guten Hinweise sein für die Todesursache. Das, dass alles nicht 100% ist, ist wohl jedem klar.
  • Mimo Staza 01.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Stehe ich jetzt auf dem Schlauch oder stimmt die folgende Aussage aus dem Fazit so nicht (zweiter Teil des Satzes):

    "So sind die Fallzahlen im Vergleich pro Kopf in der Schweiz höher als an den anderen Orten, auch wenn sich das Coronavirus überall etwa gleich schnell verbreitet."

    Grafik zwei sagt hier etwas völlig anderes (übrigens auch der Text: "In New York verbreitet sich das Virus am rasantesten,..."). Bitte um Aufklärung oder Korrektur.
    • biketraveller001 01.04.2020 13:00
      Highlight Highlight New York hat klar die grösste Ausbreitung. Das sehen Sie bei der Grafik "Anzahl Fälle pro 10'000 Einwohner". Genf, Waadt usw haben dort nur eine höhere Zahlen (=Steigung), weil von einer viel höheren Basiszahl ausgegangen wird. Würde die grafische Darstellung bei allen mit dem 1. Toten anfangen (pro 10'000), steigt der Graph für NY am stärksten.
  • Ökonometriker 01.04.2020 11:23
    Highlight Highlight Wie steht die Schweiz im Vergleich zum demographisch weitaus ähnlicheren Schweden da?
    Dieser Vergleich wäre intetessanter, da Schweden keinen Lockdown hat und man so den Effekt des Lockdowns besser quantifizieren könnte.
    • Klausi Mausi 01.04.2020 12:00
      Highlight Highlight Von der Gesamtbevölkerung ähnlich, aber von der Bevölkerungsverteilung nicht zu vergleichen. Abgesehen von den Grossstädten Stockholm, Göteborg und Malmö ist Schweden grösstenteils extrem dünn besiedelt. Zudem gibt es aufgrund der grösseren Entfernungen weniger Austausch zwischen den Städten als in der Schweiz. Die Lombardei ist da wahrscheinlich noch eher vergleichbar mit der Schweiz.
    • Fairness 01.04.2020 12:07
      Highlight Highlight Besser noch mit Oesterreich mit frühzeitiger Ausgangssperre usw.
    • FrancoL 01.04.2020 12:11
      Highlight Highlight Macht nicht gross Sinn, weil die Lage zB zum Hotspot Lombardei nicht die gleiche ist.
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