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Todesursache Covid-19: So steht es um die Todesraten in Europa



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Video: watson/Emily Engkent

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind bisher etwa 7500 Personen an den Folgen der durch das Coroanvirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Ein Grossteil dieser Todesfälle meldeten China und Italien. In Europa steigen die Zahlen aber auch in Spanien und Frankreich rapide an. Diese Zahlen beziehen sich auf den Stand vom Dienstag.

Doch welche Patienten sterben an der Krankheit? Gibt es Unterschiede zwischen den Ländern? Und welche Vorerkrankungen erhöhen das Risiko am meisten? Eine Übersicht über diese Fragen findest du hier:

Todesfälle in Europa

Bild

Die WHO-Zahlen beziehen sich auf den Dienstag, in der Schweiz wurden mittlerweile bereits mehr Todesopfer gemeldet. daten: who

Von den weltweit bislang 7'500 Todesfällen ereigneten sich 3113 in Europa. Ein Grossteil davon (2503 Todesfälle) alleine in Italien. Am zweistärksten betroffen sind Spanien (309 Todesopfer) und Frankreich (148 Todesopfer).

In Italien scheint sich die Lage bislang nicht zu beruhigen. Seit dem Wochenende sind nochmals knapp 350 neue Todesfälle gemeldet worden. In Spanien haben sich die Todesfälle über das Wochenende verdoppelt.

Alter der Verstorbenen

Wie bereits erste Zahlen aus China gezeigt haben, sind besonders alte und kranke Menschen gefährdet. Dies bestätigt sich nun auch in Europa. In Italien sind laut dem Gesundheitsministerium die Todesopfer folgendermassen aufgeteilt nach Alterssparten (Todesrate in Klammern):

Diese Zahlen stammen vom Montag. Frankreich meldete letzte Woche, dass 33 der 44 Todesopfer über 75 Jahre alt waren. In der Schweiz lässt sich Ähnliches feststellen. Der jüngste bisher verstorbene Patient in der Schweiz war 54 Jahre alt und litt an mehreren chronischen Erkrankungen.

Vorerkrankungen

Bei allen jüngeren Verstorbenen war eine Vorerkrankung festgestellt worden. Wie das italienische Gesundheitsministerium meldete, verstarb ein 39-jähriger Patient in seiner Wohnung. Er war fettleibig und hatte Diabetes. Eine ebenfalls 39-jährige Frau verstarb im Spital. Sie hatte Krebs. Auch für die Fälle in der Schweiz ist jeweils immer eine Vorerkrankung festgestellt worden.

In vielen Fällen ist unklar, an welchen Krankheiten die Opfer bereits gelitten haben. Zahlen aus China zeigen aber, dass besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen einen hohen Einfluss auf die Todesrate haben. So starben etwa 10 Prozent der Patienten mit einer solchen Erkrankung an Covid-19. Bei Diabetes-Kranken liegt dieser Anteil etwa bei 7 Prozent. Die Übersicht über die Zahlen findest du hier:

Sterberaten Coronavirus Europa Stand: 17. März

Bild: datawrapper/watson

Hinweis: Hierbei handelt es sich um eine Sterberate. Das bedeutet nicht, dass 10,5 Prozent der Verstorbenen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung litten, sondern dass 10,5 Prozent der Personen mit einer solchen Vorerkrankung an Covid-19 verstorben sind.

Todesraten

Die Sterberaten in den europäischen Ländern unterscheiden sich doch sehr stark. Dies ist einerseits auf die teilweise kleinen Fallzahlen in den einzelnen Ländern, andererseits aber auch auf die Anzahl durchgeführter Tests zurückzuführen.

Sterberate Coronavirus

Die Sterberate entspricht der Anzahl Todesfälle durch die Anzahl bestätigter Fälle. Bild: who

Weltweit liegt die Sterberate zwischen 4 und 5 Prozent. Diese Zahl dürfte jedoch nicht der Realität entsprechen, da viele Fälle ganz ohne Symptome verlaufen und deshalb gar nicht erst registriert werden. Forscher gehen von einer allgemeinen Sterberate von etwa 0,3 bis zu einem Prozent aus.

Warum ist die Todesrate in Italien so hoch?

Italien weist nicht nur die höchsten Ansteckungs- und Todeszahlen aus, sondern gleichzeitig auch die höchste Todesrate. Warum? Wie bereits beim oberen Punkt deutlich wurde, hängt die Todesrate sehr stark davon ab, wie viele Tests überhaupt durchgeführt werden und ob auch Verdachtsfälle ohne Symptome getestet werden. Eine erste Erklärung wären also unterschiedliche Messdaten.

epa08298246 Health workers of the Genoa White Cross wearing protective masks and overalls prepare to pick up patients suspected of having  Covid-19 coronavirus, in Genoa, Italy, 16 March 2020. Tough lockdown measures kicked in throughout Italy on 12 March after Prime Minister Conte announced late on 11 March that all non-essential shops should close as part of the efforts to contain the ongoing pandemic of the COVID-19.  EPA/LUCA ZENNARO

In Italien sind die Sterberaten höher als sonst in Europa. Die Gründe dafür sind bislang nicht abschliessend geklärt. Bild: EPA

Eine zweite Erklärung ist die Anzahl alter Patienten in Italien. Laut der aktuellsten Mitteilung des italienischen Gesundheitsministeriums sind über 37 Prozent der positiv getesteten Patienten im Land über 70 Jahre alt, also Risikopatienten.

Klar ist jedoch, dass das italienische Gesundheitssystem überfordert ist. Meldungen und Augenzeugenberichte aus italienischen Spitälern zeigen, dass nicht mehr alle Patienten die notwendige Behandlung erhalten, weil es schlicht nicht genügend Ressourcen dafür gibt. Wenn die Kapazität in den Spitälern überstiegen wird, steigt auch die Todesrate rasant an. (leo)

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63Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ernst Mock 19.03.2020 06:54
    Highlight Highlight Also lasst uns das machen, was uns die Regierung vorgibt, damit wir die Anzahl Tote so gering wie möglich halten können.
    Wenn wir es schaffen weniger als 2500 Tote zu haben, sind unter dem Wert, der eine normale Wintergrippe hat!
  • Flower76 19.03.2020 06:53
    Highlight Highlight Wenn jemand, der gestorben ist, positiv getestet wurde, bedeutet es noch lange nicht, dass er auch daran gestorben ist. Wenn ich auf srf.ch zB. lese, dass das neuste Opfer 86 Jahre alt war und bereits vorher palliativ behandelt wurde, kommen mir durchaus Zweifel, wie seriös diese Todeszahlen zu betrachten sind. Es scheint mir eher, dass die künstlich in die Höhe getrieben werden.
  • El Schnee 18.03.2020 15:09
    Highlight Highlight Ich finde Statistiken grundsätzlich gut.
    Es würde mich interessieren, wie die Todesraten im Moment sind bei Menschen mit einer sogenannt normalen Grippe, oder gibt es die nicht, weil man nur noch covid19 testet (oder anders gefragt: wie intensiv wurden Tests in den letzten Jahren gemacht, denn je mehr Tests, umso höher sind logischerweise auch die Zahl der Erkrankten) und ebenso würden mich die Vergleiche mit Grippetoten der letzten Jahren interessieren. Das ergäbe ein realistischeres Bild.
    • feuseltier 18.03.2020 16:36
      Highlight Highlight Oder wieviele tote sonst so gibt. ..
    • El Schnee 18.03.2020 17:59
      Highlight Highlight @feuseltier: Tote gegen Tote ausspielen ist etwas gruselig. Jede und jeder Tote ist zuviel. Aber Statistiken und Analysen dazu werden gemacht. Aus guten Gründen. Fakt ist, dass im Vergleich zu einer solchen Grippewelle deutlich mehr Menschen an mangelhaften, unnötigen und falsch angewendeten Medikamenten sterben oder geschädigt werden. Die Anteilnahme ist leider oft sehr bescheiden. Und in offiziellen Statistiken nicht erwähnt. Gehandelt wird sehr selten oder nie in diesem Ausmass, obwohl dies im Gegensatz zu unberechenbaren Viren viel stärker unter der Kontrolle von Verantwortlichen stünde.
  • Tom Garret 18.03.2020 14:57
    Highlight Highlight Es lässt einem schon ein wenig an den Massnahmen zweifeln... Das ganze Land wird lahm gelegt, die Industrie leidet massiv, betroffen sind aber hauptsächlich über 70 Jährige... liesse sich das wirklich nicht anders lösen? Indem man die ü70 Jährigen isoliert?
  • Katzen und Faulenzen 18.03.2020 14:28
    Highlight Highlight Können wir bitte kurz an die Verstorbenen denken, die bereits von Krebs gebeutelt waren und nun durch einen dummen Virus sterben mussten :-(( Egal welches Alter.
  • Eschi81 18.03.2020 13:46
    Highlight Highlight Rätselhaft wie Europa seine Wirtschaft derart an die wand fahren kann! Wenn sich alte und kranke an die Regeln halten würden und daheim bleiben wär alles nur halb so schlimm!!!
  • beaetel 18.03.2020 13:32
    Highlight Highlight Deutschland hat weniger Tote als die Schweiz, führte aber noch die ganzen Karnevale durch und die Bundesliga fand auch noch lange in vollen Stadien statt, als die Schweiz dies schon längst verbat. Könnte es vielleicht damit zu tun haben, dass wir hier in der Schweiz meinen, uns ständig die Flosse reichen zu müssen und wir dieses Ritual nur mit grösster Mühe uns abgewöhnen können? Oder sind es die drei Küsschen? Oder ist es dieser unheimliche Stolz, auch mit Grippe noch arbeiten zu gehen? Oder dass man ein Arztzeugnis braucht und deshalb aus dem Haus gehen muss? Fragen über Fragen ...
    • Carl Gustav 18.03.2020 13:50
      Highlight Highlight Vermute eher, dass die Schweiz ein paar Tage " Vorsprung" hat...
    • Ueli der Knecht 18.03.2020 14:01
      Highlight Highlight Ich vermute, das hat einzig und alleine damit zu tun, dass Deutschland führt viel umfangreicher Tests durch (diese sind aber oft auch unzuverlässig).

      Die Schweiz testet nur Patienten, die offensichtlich krank sind und Covid19-Symptome zeigen. Alle SARS-nCov-19-Infizierte mit milden Verläufen werden gar nicht erst getestet (sie sind auch nicht wirklich krank).

      "Wenn du keine Temperatur misst, findest du auch kein Fieber."
    • Mandarinchen 18.03.2020 14:04
      Highlight Highlight Nein. Ich denke Deutschland hinkt einfach hinterher. In 1-2 Monaten nochmals anschauen, mit den ganzen Fussballspielen mit 10'000en Zuschauern wird da noch eine böse Überraschung folgen, wetten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chili5000 18.03.2020 13:22
    Highlight Highlight Endlich mal ein toller Artikel zum Thema Corona und Zahlen. Jetzt hätte ich mir das gleiche mit dem Influenza Virus gewüscht. Todesraten von Risikogruppen die an Influenza verstorben sind. Dieser Vergleich würde mich sehr interessieren!
    • RedCloud 18.03.2020 15:06
      Highlight Highlight Eine starke Influenza hat Mortalität von 0.2%. Im Normalfall fällt sie aber tiefer aus. Aber was ihr "Influenzavergleicher" nicht realisiert: Von allen Infizierten landen bis zu 10% im Spital und dort allenfalls auf der Intensivstation. Wenn dies nun innert kürzester Zeit geschieht, kollabieren die Spitäler. Wenn Du dann Pech hast und genau in der Zeit platzt Dein Blindarm, kannst Du daran sterben, weil die Spitäler einfach keine Kapazität mehr haben. Das sollte nun jeder begriffen haben. Stay at home!
    • Chili5000 18.03.2020 16:38
      Highlight Highlight @Bayon: Sind das die absoluten Zahlen der Risikogruppen oder bezieht sich die Zahl über alle Gruppen hinweg?
    • Karl Marx 19.03.2020 15:34
      Highlight Highlight 2500 Tote/Jahr in der Schweiz bei einer Schweren Grippe.

      https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-grippe-im-schatten-des-neuen-coronavirus-ld.1542390
  • NathanBiel 18.03.2020 12:45
    Highlight Highlight Also wäre eigentlich klar wer in Quarantäne müsste. Aber nein...
  • Ruffy Uzumaki 18.03.2020 12:38
    Highlight Highlight sorry, würdet ihr bitte Portugal noch mit reinnehmen? Ich erlaube mir die News über das Land, was 250'000 Personen in der Schweiz hat, als nicht irrelevant zu bezeichnen :)
    da gibt's vlt auch noch andere.
    dankeschön
  • na ja 18.03.2020 12:35
    Highlight Highlight Öhm.... wie wäre es, wenn ihr statt alle Todesfälle fein säuberlich in Zahlen, Prozenten und Balken mal aufzeigt, wieviele wieder gesund wurden?
    Wenn man alle Tabellen ansieht, egal wo, sind immer mehr Erkrankte und Todesfälle, aber immer noch 4, die als geheilt gelten....
    Also mal hinter diese Statistik, würde auch etwas hoffnung geben.
    • Chili5000 18.03.2020 15:36
      Highlight Highlight Die Personen bei welchen die Symptome weg sind sollten auch nicht mehr getestet werden. Das wäre eine Verschwendung des Testmaterials...
  • Ophelia 18.03.2020 12:30
    Highlight Highlight «Der jüngste bisher verstorbene Patient in der Schweiz war 54 Jahre alt und litt an mehreren chronischen Erkrankungen.»

    Öh, ja, so wies geschrieben steht korrekt. Patient. Aber die 32 jährige Frau aus Genf über die auch Watson berichtete?



    • NathanBiel 18.03.2020 15:45
      Highlight Highlight @Ophelia:War auch Krank...
  • ETH1995 18.03.2020 12:26
    Highlight Highlight Was ist das für eine prozentuale Verteilung bei Punkt 2?(Einteilung der Opfer nach Alter)

    Das gibt nie und nimmer 100% zusammen....
    • Ueli der Knecht 18.03.2020 14:08
      Highlight Highlight Die restlichen 43.1% sind vermutlich noch nicht geboren. ;))

      Nein im Ernst: Es steht da: "(Todesrate in Klammern)"

      Diese Prozentangaben sind also nur die Todesraten je Altersgruppe. Das heisst zB. Infizierte im Alter zwischen 30 und 39 Jahren sterben mit Häufigkeit von 0,2%, bzw. 2 von 1000 Infizierten in dieser Altersgruppe sterben.
  • endell 18.03.2020 12:23
    Highlight Highlight Es könnte auch sein, dass in Ländern mit tiefen Raten nicht immer Covid-19 als Todesursache angegeben wird wenn eine signifikante Vorerkrankung bestand.
  • Michael Scott 18.03.2020 12:09
    Highlight Highlight Es wurde doch berichtet, dass in Genf eine 32-jährige an Covid gestorben ist. Wieso sagt ihr nun der jüngste war 54?
    • Carl Gustav 18.03.2020 13:53
      Highlight Highlight Bei der jungen Frau wurde das Virus erst nach dem Tod festgestellt.
      Also ist sie vermutlich an etwas anderem gestorben als an Corona
  • Moudi 18.03.2020 12:03
    Highlight Highlight Wir sind immer noch weit hinter den Saisonale Grippe tote von letztem Jahr. Quelle euromomo
    • Michael Scott 18.03.2020 14:49
      Highlight Highlight Ich dachte mittlerweile hätte es jeder begriffen wie ernst die Lage ist. Was verstehst du denn nicht?
    • Moudi 18.03.2020 19:03
      Highlight Highlight Ja die Lage ist erst. Die Zahlen bleiben trotzdem..
  • Köröd 18.03.2020 11:54
    Highlight Highlight Man schaue doch nur die Doku's über die Luftverschmutzung in der Po-Ebene an (oder auch in China im Wuhan Becken). Diese Bewohner atmen seit Jahrzehnten eine äusserst verschmutzte Luft ein, sommers wie winters! Es erstaunt mich deshalb nicht, dass die Betagten in Notditalien nun in einer Vielzahl wegsterben. Wahrscheinlich habe die Leute alle geschädigte Lungen.
  • wilbur 18.03.2020 11:26
    Highlight Highlight wäre noch interessant zu wissen, ob es in italien etwas damit zu tun hat, dass man noch ein viel engeres verhältnis zu den grosseltern pflegt (tägliche besuche oder gleiches haus/wohnung). wären unsere alten in unserer eher egoistischen gesellschaft also besser geschützt ;)
  • MartinZH 18.03.2020 11:25
    Highlight Highlight Da wir die Sterberate praktisch nicht beeinflussen können, ist der Hebel bei der Anzahl von Infizierten (Verhinderung von Neuansteckungen) anzusetzen.

    Wenn ich sehe, wie sich die freiheitsliebenden Schweizerinnen und Schweizer verhalten, dann habe ich grösste Bedenken, dass das mit den momentanen Massnahmen gut gelingen könnte...

    Der BR, das BAG und Experten sagen klar, man soll möglichst zu Hause bleiben.

    Um das Ziel zu erreichen, muss temporär eine Ausgangssperre verhängt werden. Wie in IT, FR, BE, etc. Sonst wird das nie 'was! Zu gross ist die Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln..! 😔
    • Alnothur 18.03.2020 13:26
      Highlight Highlight "Da wir die Sterberate praktisch nicht beeinflussen können" naja doch, können wir durchaus - solange die Spitäler genügend Kapazitäten haben, auch alle medizinisch zu versorgen.
    • hüttechäs 18.03.2020 13:43
      Highlight Highlight Lieber MartinZH, so sehen wir uns wieder in einem anderen Thread :)

      Lustigerweise habe ich vorhin die Zahlen verwendet die Watson jetzt verwendet unter Punkt 4. Sprichst du Watson jetzt auch das Denkvermögen ab? ;)

      Anyway. Ich bin nicht einverstanden mit deiner ersten Aussage: Selbstverständlich lässt sich die Sterberate beeinflussen (durch ein besseres Gesundheitssystem etc.).

      Und noch was: Was qualifiziert dich, die Notwendigkeit einer Ausgangssperre zu erkennen? Warum sollte ich als Nicht-Risikopatient meine Wohnung nicht mehr verlassen dürfen?
    • MartinZH 18.03.2020 15:03
      Highlight Highlight @Alnothur: Die Mortalität beträgt zwischen 0,3 bis 0,7%. Ein Wert von ~0,5% hat sich mittlerweile herauskristallisiert und gilt international als gesichert.

      Gibt es Abweichungen nach oben oder unten, gibt es keine monokausale Erklärung.

      Gesicherte Faktoren sind: Bevölkerungsstruktur (Verteilung der Alters-Kohorten), die medizinische Versorgung (Gesundheitssystem, Kapazität von IPS-Plätzen, Verfügbarkeit von Beatmungsgeräten, etc.) sowie die Dunkelziffer aufgrund unterschiedlicher Test-Intensität.

      Vermutlich auch noch der Faktor Luft (Vorbelastung durch Smog) und Raucher-Quoten (z.B. China).
    Weitere Antworten anzeigen
  • dho 18.03.2020 11:23
    Highlight Highlight Die Grafik zeigt, bei wieviel gestorbenen Personen der Corona-Virus nachgewiesen werden konnte.

    Und NICHT wieviel Personen am Corona-Virus gestorben sind.
    • Flower76 19.03.2020 06:41
      Highlight Highlight So ist es!!
  • Limone 18.03.2020 11:13
    Highlight Highlight Lernt wieder zu Sterben…und nicht alles um jeden preis zu retten und wenn es in den normal Modus geht werden wir e fallen gelassen…
  • Amateurschreiber 18.03.2020 11:10
    Highlight Highlight Die Sterberate ist die interessanteste Zahl. Wenn wir davon ausgehen, das Deutsche (0.22%) nicht gesundheitlich robuster sind als Italiener (8.95%), gibt es in Italien eine reale Anzahl Ansteckungen von gegen eine Million.
    • freifuchs 18.03.2020 11:38
      Highlight Highlight Vermutlich eher noch viel mehr. Denn auch in Deutschland gibt es eine hohe Dunkelziffer.
    • Chili5000 18.03.2020 13:20
      Highlight Highlight Das Liegt einzig daran das dort wesentlich mehr Personen in der Mittleren Altersgruppe infiziert und getestet wurden. Bei uns werden praktisch nur Risikopatienten getestet...
    • Locutus70 18.03.2020 13:35
      Highlight Highlight @Amateurschreiber - Oder es wird in Deutschland zu wenig getestet oder die Schwerkranken werden in Deutschland besser versorgt oder in Italien wird nicht so genau getestet .... und und und
      Ich denke über die Sterberate kann man im Moment genauso wenig Aussagen treffen wie über die Zahl der Gesamtinfizierten ^^
  • niklausb 18.03.2020 11:06
    Highlight Highlight Ich habe immer gedacht diese Person sei anfangs/mitte 30 und aus Genf und schwer vorerkrankt (wäre überigens mal toll eine aufzählung zu machen was denn so die typischen schlimmen vorerkrankungen sind).
    Benutzer Bild
  • Hansrüedl 18.03.2020 10:57
    Highlight Highlight Wie sieht die Todesrate zum Beispiel am 18.03.2020 aus, ist sie dieses Jahr extrem viel höher? Oder gleich hoch?
  • SeboZh 18.03.2020 10:56
    Highlight Highlight https://www.sportbuzzer.de/artikel/spanischer-jugendtrainer-francisco-garcia-tod-corona-virus-alter-21-jahren/

    Klar hatte er eine vorerkrankung... Aber die zahlen scheindn nicht zu stimmen.
    Was mich auch wunder nimmt, china meldet denn Abbau erster notfallspitäler. Anscheinend bauen sie aber zeitgleich ein weiteres corona - spital für 4000 Patienten. Könnte man da nicht mal recherchieren?

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  • MartinZH 18.03.2020 10:50
    Highlight Highlight Wichtig festzuhalten: Was die Mortalität betrifft, sind sich Experten mehr oder weniger einig: Es gibt Schätzungen, die von 0,3 bis 0,7% ausgehen. Ein Wert von ~0,5% hat sich mittlerweile herauskristallisiert und gilt international als gesichert.

    Gibt es Abweichungen nach oben oder unten, gibt es keine monokausale Erklärung.

    Faktoren sind: Bevölkerungsstruktur (Verteilung der Alterskohorten), die medizinische Versorgung (Verfügbarkeit von Beatmungsgeräten) sowie die Dunkelziffer aufgrund unterschiedlicher Test-Intensität.

    Evtl. auch Luft (Vorbelastung durch Smog) und Raucher-Quoten (China).
    • Thomas G. 18.03.2020 13:32
      Highlight Highlight Achtung. Mortalitat bezeichnet die Übersterblichkeit, also der Einfluss auf die Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung. Dieser Wert ist erst nach der Epedemie zuverlässig zu ermitteln.

      Was man während einer Epedemie macht ist die Fall Sterblichleit zu berechnen. Also Anzahl Tote zu Anzahl Fälle. Diese beträgt in Italien 3.ungrad%
    • Posersalami 18.03.2020 13:43
      Highlight Highlight Dann ist der neue Virus immer noch 5x so tödlich wie Influenza und ganz sicher nicht nur "ein normaler Schnupfen".
    • RedCloud 18.03.2020 16:32
      Highlight Highlight Lieber Martin. Es wäre interessant, wenn Du Deine Quellen angeben könntest. Die WHO geht immer noch von ca. 3.55% aus. Sie vermuten zwar sehr hohe Dunkelziffer bei Infekten, was dann die Mortalität sinken lassen würde. Ich habe aktuell noch keine Artikel bei seriösen Medien gelesen, die von 0.5% ausgehen. In China, ausserhalb Wuhan wird Mortalität von 0,7% ausgwiesen. Man weiss aber nicht genau, wie die Chinesen genau zählen. Renommierte Virologen gehen immer noch von Mortalität von 1-2% aus. z.B. RKI.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Militia 18.03.2020 10:25
    Highlight Highlight Hier wäre evtl. noch interessant zu wissen, dass in Deutschland post mortem keine Tests durchgeführt werden. Wo keine Tests, da keine Kranken. Kann man dann der eigenen Bevölkerung als Überlegenheit des eigenen Gesundheitssystems verkaufen. Die Differenz zwischen Italien und Deutschland lässt einen auf jeden Fall stutzig werden. 🤔
    • Chili5000 18.03.2020 16:46
      Highlight Highlight In Italien genausowenig...

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