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Moderne Sklaverei: Arbeitgeber liessen Hausmädchen in Singapur auf 29 Kilo abmagern



Ein Hausmädchen aus den Philippinen hat nach eigenen Angaben bei seinen Arbeitgebern in Singapur so sehr gehungert, dass es bis auf 29 Kilogramm abmagerte. Vor Gericht sagte Thelma Gawidan nun gegen ihre Peiniger aus.

Sie habe von ihren Arbeitgebern nur zwei Mal am Tag Instant-Nudeln und Brot bekommen und daher stark abgenommen, erklärte die 40-Jährige laut Singapurer Medienberichten vom Dienstag. Das Paar habe ihr Gehalt einbehalten, sie auf Schritt und Tritt überwacht und mit niemandem von ausserhalb sprechen lassen, zitierte die Zeitung «The Straits» das Hausmädchen auf ihrer Website.

Dank Flucht entkommen

Ausserdem habe das Paar bestimmt, wann sie duschen durfte und ihr nach ein paar Monaten nicht mehr erlaubt, die Toilette in dem luxuriösen Haus zu benutzen. Ihre Chefin sei dann immer mit ihr zu einer Toilette am Swimming Pool des Anwesens gegangen, sagte Gawidan dem Bericht zufolge.

Der Philippinerin war im April 2014 die Flucht gelungen. Von einem nahe gelegenen Einkaufszentrum rief sie eine andere Philippinerin an, die Gawidan erst einmal etwas zu essen gab und sie dann in eine Schutzunterkunft für Gastarbeiter brachte. Dort legte die Mutter von drei Kindern wieder an Gewicht zu.

Ihren Arbeitgebern drohen dem Bericht zufolge eine Geldstrafe von bis zu 10'000 Singapur-Dollar (6970 Franken), bis zu zwölf Monate Haft oder beides. (whr/sda/afp)

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