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Salvin steigt in El Hierro in seine Tonne.  bild: zvg

Dieser Franzose treibt in einem Fass auf dem Atlantik – jetzt hat er ein Problem 😱

Mit dem hat er nicht gerechnet. Am 26. Dezember stieg Jean Jacques Savin, 71, auf der Kanareninsel El Hierro in sein Fass und liess sich ins Meer treiben. Eigentlich wollte der Abenteurer von der Strömung in die Karibik getragen werden. Doch nun fegen ihn die Winde in eine ganz andere Richtung. 

ruedi rohr, el hierro



Der Abenteurer Jean Jacques Savin steckt in Schwierigkeiten. Im Moment sieht es so aus, wie wenn sein Fass in den Golfstrom getrieben würde. Unberechenbare Winde sind schuld. Und da gibt es dann kein Entrinnen mehr, der Golfstrom führt nach Frankreich, Neufundland, Island an Irland vorbei an die norwegische Küste.

Savin ist ein Abenteurer, vieles hat er hinter sich, vieles erlebt. Jetzt will er in einem gut ausgerüsteten Fass den Atlantik überqueren, einen Weltrekord und einen Eintrag ins Guiness-Buch gewinnen.

In this photograph taken Saturday Dec. 22, 2018, Frenchman Jean-Jacques Savin, 71-year-old, stands ontop of his 3-metre (10-foot) long, 2.1-metre (7-foot) wide resin-coated plywood capsule, which will use ocean currents alone to propel him across the sea. Savin set off from El Hierro in Spain's Canary Islands on Wednesday and is aiming to complete his 4,500-kilometre (2,800-mile) journey to the Caribbean in about three months. (Courtesy of Jean-Jacques Savin via AP)

Bild: AP/Courtesy of Jean-Jacques Savin via AP

Das Fass hat ihm eine französische Fassfabrik hergestellt und gesponsert – mit einer Sammelaktion hat er sich all die nötigen Instrumente gekauft. GPS, Kompass, Satelliten-Telefon, WebCam, GoPro, Schwimmanker, manueller Meerwasserentsalzer, Solarzellen, starke Batterien, zwei Drohnen, Wasserpumpe und Schwimmweste, Feuerlöscher, Kochecke, ein verschliessbares «WC», und Wolldecken und Liegematte.

Am Fassboden sind zwei Fenster aus Panzerglas um eventuelle Fischschwärme zu sichten. Die Einstiegsluke ist ebenfalls aus Glas. Allerdings funktioniert das Satelliten-Telefon nur selten. Starke Winde – stärker als die Kanaren-Strömung – haben «Le Tonneau» (die Tonne) Richtung Norden abgetrieben – es schaut nicht gut aus für Monsieur Savin.

Hier trieb Savin am 13. Tag

«Ich treibe immer noch nach Norden, anstatt nach Westen, das bestürzt mich ungemein»

Aus einer seiner Meldungen: «Ich treibe immer noch nach Norden, anstatt nach Westen, das bestürzt mich ungemein, ich warte sehr darauf, dass sich die Strömung endlich ändert». Und er rapportiert weiter, dass er am frühen Morgen den Lukendeckel, um frische Luft zu schnappen, geöffnet hätte, dieser aber wieder zugeklappt sei und ihm zwei Finger gequetscht hätte.

Zum Glück hätte sein Ring am Finger den Schlag etwas gemildert.

Die geplante Route

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Jetzt hat der Tonnen-Kapitän einen der beiden Finger in einer Schiene, der andere schmerzt vor sich hin. Dann fiel ihm von seinem «WC» beim Entleeren der Deckel dazu ins Meer. Pech auf hoher See!

Fischen konnte er noch nicht, das Meer ist zu wild. Doch hat er für drei (!) Monate zu essen an Bord. Seine letzte Meldung: «Es geht mir gut, die Moral ist gut und ich hoffe jetzt auf guten Wind, dass ich wieder in die Kanarenströmung Richtung Karibik getrieben werde.»

«Der alte Mann und das Meer» (hat Ernest Hemingway in den 1950er-Jahren geschrieben). Der alte Mann, Jean Jacques Savin, wartet jetzt in seiner Tonne auf guten Wind.

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Video: srf

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