DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Orban hofiert Erdogan und verspricht ungarische Hilfe für Nordsyrien



epa07979152 Turkish President Recep Tayyip Erdogan (L) and Hungarian Prime Minister Viktor Orban shake hands during a joint press conference after their meeting in Budapest, Hungary, 07 November 2019.  EPA/ZSOLT SZIGETVARY HUNGARY OUT

Bild: EPA

Ungarn will sich an Wiederaufbau-Projekten der Türkei in dem von ihr besetzten Teil Nordsyriens beteiligen. «Die Türkei kann im Rahmen unserer Möglichkeiten mit unserer Unterstützung rechnen.»

Das erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag an der Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Budapest.

Erdogan habe ihm die Pläne für den Wiederaufbau in der «Sicherheitszone» gezeigt, sagte Orban. Dabei handelt es sich um jenes Gebiet im umkämpften Nordsyrien, in das die Türkei am 9. Oktober mit Truppen einmarschiert ist, um die von ihr als Terrororganisation angesehene Kurdenmiliz YPG zu verdrängen. «Da sollen neue Städte, neue Dörfer, Schulen, Spitäler, Kirchen aufgebaut werden», sagte Orban.

Ungarn hat - anders als die anderen EU-Mitglieder - den türkischen Einmarsch nicht kritisiert. EU-Institutionen weigern sich auch, Projekte in der «Sicherheitszone» zu finanzieren. Sie gehen davon aus, dass dort kurdische Bewohner verdrängt und arabisch-syrische Flüchtlinge aus der Türkei mehr oder weniger zwangsweise angesiedelt werden sollen.

Erdogan wiederholte an der Pressekonferenz seine Drohung, die Tore für rund 3.6 Millionen syrische Flüchtlinge zu öffnen, sofern sich die Türkei mit der EU nicht über eine Lastenübernahme einigen kann. «Und wenn wir die Tore öffnen, ist ja ohnehin bekannt, wohin sie gehen werden», führte er weiter aus.

Orban pflegt zu Erdogan ein freundschaftliches Verhältnis. Seit 2018 ist Ungarn auch im Rat der turksprachigen Völker mit Beobachterstatus vertreten, obwohl es weder sprachliche noch kulturelle Beziehungen zur Region der Turkvölker hat. In der Innenstadt von Budapest demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den Besuch Erdogans und für Solidarität mit den Kurden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Türkei startet Offensive gegen Kurden in Syrien

Syrische Armee unterstützt Kurden in Nordsyrien

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Einigung auf EU-Klimaziel für 2030: Minus 55 Prozent

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich endgültig auf eine Verschärfung des Klimaziels für 2030 geeinigt. Bis dahin sollen die Treibhausgase der Europäischen Union um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 gesenkt werden. Dies teilten mehrere Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rats der Mitgliedsstaaten am frühen Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel mit. Bisher galt ein Ziel von minus 40 Prozent.

«Das ist ein herausragender Moment für …

Artikel lesen
Link zum Artikel