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Der Osten Aleppos: Nun sprechen die Ärzte ohne Grenzen von einer «Todeszone».
Der Osten Aleppos: Nun sprechen die Ärzte ohne Grenzen von einer «Todeszone».
Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Ärzte ohne Grenzen fordern Ende des Blutbads in «Todeszone» Ost-Aleppo

30.09.2016, 12:02

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat die syrische Regierung und Russland aufgefordert, die Bombenangriffe auf den von Rebellen gehaltenen Ostteil von Aleppo sofort zu stoppen. Der gesamte Osten der Stadt sei eine einzige «Todeszone», über der ein stetiger Bombenhagel niedergehe, erklärte MSF-Einsatzleiter Xisco Villalonga am Freitag.

Die syrische Regierung müsse die willkürliche Bombardierung einstellen, und «Russland als unverzichtbarer politischer und militärischer Verbündeter» der syrischen Regierung müsse den nötigen Druck auf Damaskus ausüben, den Beschuss zu stoppen, forderte die Organisation.

Knapp 300 Tote binnen fünf Tagen

Unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden von Ost-Aleppo berichtete MSF, allein binnen fünf Tagen Ende September seien in den wenigen noch funktionierenden Spitäler 278 Leichen eingeliefert worden, darunter die von 96 Kindern. Zudem seien mehr als 820 Verletzte behandelt worden.

«Alle Intensivstationen sind voll», erklärte Villalonga. Patienten müssten darauf warten, dass andere sterben, um ein Spitalbett zu bekommen. Seit August sei es nicht mehr gelungen, medizinische Güter nach Ost-Aleppo zu liefern.

Assad-treue Truppen halten die Belagerung von Teilen der Stadt aufrecht.
Assad-treue Truppen halten die Belagerung von Teilen der Stadt aufrecht.
Bild: EPA/SANA

Die syrische Armee hatte nach dem Scheitern einer Feuerpause vor einer Woche mit russischer Unterstützung eine Offensive auf den von Rebellen kontrollierten Ostteil der Metropole gestartet, um ganz Aleppo zurückzuerobern. (tat/sda/afp)

Nicht nur in Syrien: Kinder in Kriegsregionen.

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Kinder in Kriegsregionen
quelle: © unicef libanon/2015/haidar
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