DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Der türkische Präsident Erdogan traf heute für ein Treffen mit Putin in Moskau ein.
Der türkische Präsident Erdogan traf heute für ein Treffen mit Putin in Moskau ein.
Bild: EPA

Erdogan zu Syrien-Gespräch bei Putin – kein Plan für Idlib

27.08.2019, 21:49

Die Türkei und Russland haben Wladimir Putin zufolge über weitere Schritte gegen Terrorgruppen in der syrischen Rebellenregion Idlib verhandelt. «Wir haben verstanden, was wir gemeinsam unternehmen müssen, um dieses Problem zu lösen», sagte der russische Präsident bei einem Treffen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Dienstag in Moskau.

Erdogan nannte das Treffen «sinnvoll». Einen Plan zur Beendigung der Krise in der letzten grossen Rebellenhochburg im Bürgerkriegsland legten die beiden allerdings nicht vor.

Bei ihrem Treffen ging es um den Syrien-Konflikt.
Bei ihrem Treffen ging es um den Syrien-Konflikt.
Bild: EPA

Die Spannungen zwischen den Ländern steigen, seitdem Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad Ende April in Idlib eine Bodenoffensive gegen die Aufständischen begonnen haben. Die Türkei unterstützt in dem Bürgerkrieg in Syrien die Rebellen, Russland ist Schutzmacht der syrischen Regierung.

Eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Deeskalationszone in Idlib wurde mit dem Vorstoss der Syrer nichtig. Jüngst waren die syrischen Truppen in Gegenden vorgerückt, in denen die Türkei Beobachtungsposten hat. Einer soll mittlerweile eingekesselt sein. Ausserdem wurde vergangene Woche ein türkischer Konvoi aus der Luft angegriffen.

Trotz freundlicher Worte beharrten beide Staatschefs in Moskau weiterhin auf zuvor schon geäusserten Schuldzuweisungen. Putin sagte, die Rebellen versuchten zunehmend, russische Militäranlagen anzugreifen. Und weiter: «Die Zone sollte nicht zu einem Zufluchtsort für die Kämpfer oder zum Brückenkopf für neue Angriffe werden.»

Erdogan wiederum sagte, es sei «inakzeptabel, dass das (syrische) Regime aus der Luft und vom Boden Tod über Zivilisten herabregnen lässt unter dem Vorwand, Terroristen zu bekämpfen». Die «Provokationen des syrischen Regimes» hätten einen Punkt erreicht, an dem sie das Leben der türkischen Soldaten in der Region riskierten. Die Türkei habe das Recht, sich zu verteidigen, warnte Erdogan.

Am 16. September wollen sich Erdogan und Putin mit dem iranischen Präsidenten Hassan Ruhani zu einem weiteren Syrien-Gipfel in Ankara treffen. (mim/sda/dpa/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

20 Jahre Putin in Bildern

«Wir sitzen nun seit 10 Tagen in diesem Keller»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kommt es zur Eskalation in der Ostukraine? 5 Fragen und Antworten

Die Lage an der Grenze zur Ostukraine spitzt sich zu. Ist das alles nur ein Test von Joe Bidens politischer Stärke?

Wladimir Putin lässt seine Armee an der Grenze zur Ukraine und auf der Krim aufmarschieren. Kommt es zur Eskalation? Und was macht der Westen? Fünf Fragen und Antworten.

Seit Ende März hat Russlands Präsident Wladimir Putin Kampftruppen und schweres Gerät an die Grenze zur Ostukraine und auf die besetzte Krim-Halbinsel verlegt. Der ukrainische Verteidigungsminister Andrij Taran sagte am Mittwoch, Russland habe entlang der gemeinsamen Grenze «insgesamt 110000 Soldaten» zusammengezogen. In den …

Artikel lesen
Link zum Artikel