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IS verschleppt in Syrien hunderte Fabrikarbeiter



Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syrien nach offiziellen Angaben über 300 Fabrikarbeiter entführt. Der IS habe Mitarbeiter und Führungskräfte der Zementfabrik Badijah verschleppt, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana am Donnerstag.

Das Unternehmen habe «das Industrieministerium informiert, dass es keinen Kontakt zu den Entführten herstellen konnte», hiess es weiter. Ein Badijah-Sprecher hatte zuvor gesagt, seit dem Überfall am Montag fehle von rund 250 Angestellten jede Spur.

Bewohner am Standort der Fabrik nahe der Kleinstadt Dmeir bestätigten die Angaben. «Seit dem IS-Angriff auf die Fabrik am Montagmittag können wir unsere Angehörigen nicht mehr erreichen», sagte ein Bewohner der Nachrichtenagentur AFP.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte ihrerseits mit, es fehle von Dutzenden Fabrikarbeitern jede Spur. Es sei zu befürchten, dass sie vom IS an einen unbekannten Ort verschleppt worden seien. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Grossbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netzwerk vor Ort; eine unabhängige Bestätigung für ihre Angaben lag nicht vor.

Die Badijah-Zementfabrik liegt vor den Toren von Dmeir rund 50 Kilometer von Damaskus entfernt. Dort hatte es in den vergangenen Tagen heftige Kämpfe gegeben.

Syrische Regierungstruppen nahmen dabei IS-Aktivisten unter Beschuss, die in dem Ort Stellung bezogen hatten. Beim Beschuss durch die Regierungstruppen wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle 18 Zivilisten getötet.

Bewohner sollen nach Palmyra zurückkehren

Derweil bereiteten die syrischen Behörden die Rückkehr von Zivilisten in die Oasenstadt Palmyra vor, aus der Regierungstruppen vergangene Woche die Kämpfer des IS vertrieben hatten. Die erste Gruppe der geflohenen Bewohner solle am Samstag in Bussen aus der Stadt Homs zurück in ihre Heimat gebracht werden, sagte ein Vertreter der Provinzregierung zu AFP.

Rund 45 Prozent der Wohngebiete seien zerstört, sagte er weiter. Die Reparaturen an zerstörten Gebäuden und an Stromleitungen hätten bereits begonnen.

Vor der Besetzung durch den IS im Mai 2015 hatte Palmyra, das wegen seiner antiken Bauten weltbekannt ist, rund 70'000 Einwohner. Die meisten ergriffen nach dem Einmarsch des IS die Flucht. Geschätzte 15'000 Einwohner waren in Palmyra geblieben, dann aber vor den jüngsten Kämpfen zwischen IS und Regierungstruppen geflohen. Ihr Verbleib ist ungewiss. (sda/afp)

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