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epa08219372 A handout photo made available by the Turkish President's Press Office shows Turkish Vice President Fuat Oktay addressing the Varosha Evolution meeting meeting in Famagusta, Cyprus, 15 February 2020. Greek Cypriots, mostly refugees from Famagusta, who were forced to leave the city during the 1974 Turkish occupation, were granted permission to take pictures of their hometown. Cyprus has been divided since 1974, when Turkish troops invaded and occupied its northern part. Turkey wants get steps for the reopening of Varosha.  EPA/TURKISH PRESIDENT PRESS OFFICE HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay. Bild: EPA

«Wollen Frieden im Mittelmeer garantieren» – Türkei hält Militärübung vor Zypern ab



Inmitten des Streits um die Erdgassuche im östlichen Mittelmeer hat die Türkei eine Militärübung vor Zypern gestartet. «Die Übung »Mittelmeersturm«, die unter Beteiligung unserer türkischen Streitkräfte und den Streitkräften der Türkischen Republik Nordzypern durchgeführt wird, hat heute in der Republik Nordzypern begonnen», twitterte der türkische Vizepräsident Fuat Oktay am Sonntag.

Fuat Oktay verkündet den Start der Übung Mittelmeersturm.

Die Übung soll bis Donnerstag andauern, wie das türkische Verteidigungsministerium am Samstag mitteilte. Ziel der Übung mit Einheiten aus dem türkisch kontrollierten Nordzypern sei es, «wechselseitiges Training, Kooperation und Interoperabilität» zwischen dem türkischen Festland und dem Truppenkommando auf der geteilten Mittelmeerinsel zu verbessern, hiess es. Gemeinsame Übungen werden regelmässig abgehalten.

«Ich wünsche mir, dass unsere Erfolge den Frieden im Mittelmeer garantieren.»

Fuat Oktay twitter

Im östlichen Mittelmeer eskaliert seit Wochen der Streit zwischen den Nato-Mitgliedern Griechenland und der Türkei sowie zwischen der Türkei und dem EU-Mitglied Zypern. Griechenland bezichtigt die Türkei, vor griechischen Inseln illegal Vorkommen zu erkunden. Die Regierung in Ankara weist die Vorwürfe zurück und vertritt den Standpunkt, dass die Gewässer, in denen nach Erdgas gesucht wird, zum türkischen Festlandsockel gehören. Im Zuge von Militärmanövern war es zuletzt sogar zu einer Kollision zwischen einem griechischen und einem türkischen Kriegsschiff gekommen.

«Die Sicherheitsprioritäten unseres Landes sind zusammen mit diplomatischen Lösungen im östlichen Mittelmeerraum unverzichtbar.»

Fuat Oktay twitter

Die Insel Zypern ist seit einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Im Norden wurde mit türkischer Hilfe eine Türkische Republik Nordzypern eingerichtet, die jedoch nur von Ankara anerkannt wird. Dort sind auch türkische Truppen stationiert. Die Gesamtinsel wird als Republik Zypern international anerkannt und ist seit 2004 EU-Mitglied. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • HerbertBert 06.09.2020 21:00
    Highlight Highlight Man kann es auslegen wie man will, nach der Aktion der Griechen mit den Franzosen zusammen von letzter Woche war nichts anderes zu erwarten.

    Wer recht hat ist immer noch nicht geklärt, geht an den europäischen Gerichtshof und klärt die Sache.

    Oder hat man zu sehr Angst, dass es wie vermutet wie bei der französischen Insel in Kanada raus kommt? Das wegen der "Grösse" der winzigen Insel, nur ein Korridor den Franzosen oder hier den Griechen gehören würde.

    • misohelveticos 07.09.2020 00:08
      Highlight Highlight Europäischen Gerichtshof = EuGH in Luxemburg? Eher nicht, da die sog. "ausschliesslichen Wirtschaftszonen"
      1. Keine Angelegenheit d. EU-Rechts ist
      2. Die Türkei kein EU-Mitglied ist (und es auf absehbare Zeit nicht werden wird!)
      Es wäre d. Internat. Gerichtshof in Den Haag zuständig oder der Internationale Seegerichtshof in Hamburg
    • HerbertBert 07.09.2020 09:49
      Highlight Highlight @misohelveticos
      Na dann ist es der Gerichtshof in Den Haag oder in Hamburg.

      Geklärt werden muss die Sache trotzdem.

      Wir können aber mit der Tüpflischesserei weitermachen und noch anmerken, dass die Türken die Seerecht Regelungen (UNCLOS) niemals unterzeichnet haben, also können sie vor ihrer Küste machen was sie wollen und es geht uns nichts an.

      https://treaties.un.org/Pages/ViewDetailsIII.aspx?src=TREATY&mtdsg_no=XXI-6&chapter=21&Temp=mtdsg3&clang=_en
  • Magnum 06.09.2020 17:05
    Highlight Highlight Krieg ist Frieden.
    Freiheit ist Sklaverei.

    Und die Türkei unter Erdogan ist eine Gefahr für Frieden und Stabilität in allen angrenzenden Regionen, leider.
  • Palpatine 06.09.2020 16:58
    Highlight Highlight Wir garantieren Frieden im östlichen Mittelmeer - nachdem wir alle Feinde militärisch besiegt haben und nur noch die alleinige Grossmacht dort sind und schalten und walten können, wie wir wollen.
  • Gzdt 06.09.2020 16:37
    Highlight Highlight Also etwas muss man Erdogan und Trump lassen - die wissen wie man ein Land und die Heimat von Millionen Menschen innert kürzester Zeit wirtschaftlich und gesellschaftlich völlig ruiniert und isoliert und in Autokratische Regime verwandelt dessen "Frieden" nur noch Militär und Gewalt "garantiert" werden kann - Bravo!





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