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Doch nicht der IS? Angreifer von Café in Dhaka waren einheimische Islamisten



Das Blutbad in einem Café in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka geht nach Angaben der Regierung auf das Konto einer einheimischen Islamistengruppe. Die Angreifer seien Mitglieder der Jamayetul Mujahideen Bangladesh, sagte Innenminister Asaduzzaman Khan.

«Sie haben keine Verbindungen zum Islamischen Staat», sagte der Minister am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu dem Angriff auf das Café «Holey Artisan Bakery» in Dhaka bekannt, bei dem 20 Ausländer und zwei Polizisten getötet wurden.

People help an unidentified injured person after a group of gunmen attacked a restaurant popular with foreigners in a diplomatic zone of the Bangladeshi capital Dhaka, Bangladesh, Friday, July 1, 2016. A group of gunmen attacked a restaurant popular with foreigners in a diplomatic zone of the Bangladeshi capital on Friday night, taking hostages and exchanging gunfire with security forces, according to a restaurant staff member and local media reports. (AP Photo)

Laut Ministeriumsangaben stecken einheimische Terroristen hinter dem Anschlag in Dhaka.
Bild: /AP/KEYSTONE

Bewaffnete hatten das Café am Freitagabend überfallen und dutzende Menschen stundenlang festgehalten. Spezialkommandos beendeten die Geiselnahme am Samstagmorgen gewaltsam und töteten dabei sechs Angreifer. Die Polizei veröffentlichte die Namen und Fotos der sechs erschossenen Angreifer. Ein siebter Mann wurde festgenommen und verhört.

Laut Innenminister Khan waren alle Angreifer gut ausgebildete junge Männer, die an der Universität studierten überwiegend aus wohlhabenden Familien stammten. Keiner von ihnen sei auf eine islamische Hochschule gegangen. Auf die Frage, warum die Männer sich radikalisiert hätten, sagte Khan: «Es ist eine Mode geworden.»

Die verbotene Jamayetul Mujahideen Bangladesh (JMB) wird von Bangladeschs Regierung immer wieder für Anschläge verantwortlich gemacht. In den vergangenen Wochen hatte es eine Reihe blutiger Angriffe auf säkulare Aktivisten, Blogger und Journalisten sowie Angehörige religiöser Minderheiten gegeben.

Zu den meisten Angriffen bekannten sich der IS und der südasiatische Ableger des Al-Kaida-Netzwerks. Die Regierung bestreitet jedoch, dass ausländische Islamistengruppen in dem südasiatischen Land aktiv sind. (sda/afp)

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