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A fighter belonging to forces aligned with Libya's new unity government is seen as they advance on the Islamic State stronghold of Sirte, June 8, 2016.  REUTERS/Stringer          FOR EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVES.

Kämpfer der libyschen Regierung: Die Schlussoffensive um Sirte ist im Gange.  Bild: STRINGER/REUTERS

Blutige Sirte-Offensive: Libysche Regierungskämpfer erleiden hohe Verluste



Die Offensive zur Rückeroberung der Stadt Sirte von der Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») fordert den libyschen Regierungsverbänden hohe Opfer ab. Allein am Dienstag seien mindestens 34 Kämpfer in der Offensive gegen den «IS» getötet und 100 weitere verletzt worden.

Die Truppen hätten zu einer Schlussoffensive angesetzt, trafen dabei aber auf erbitterten Widerstand von Milizionären, die sich in Teilen Sirtes verschanzt hielten, teilte die Regierung am Abend mit. Der Dienstag war einer der blutigsten Tage seit Beginn der Sirte-Offensive.

Die Kräfte der neuen Einheitsregierung waren Anfang Juni mit Unterstützung von Luftwaffe und Artillerie in die Stadt vorgedrungen. Sirte ist die wichtigste Basis der «IS»-Miliz in Libyen. Eine Eroberung der Stadt wäre ein wichtiger Erfolg für die kürzlich gebildete Regierung der Nationalen Einheit, die weiter darum ringt, ihre Autorität im Land zu etablieren.

Die «IS»-Kämpfer wehrten sich in Sirte mit Barrikaden, Scharfschützen und Sprengfallen, hiess es in der Erklärung der Einheitsregierung. Die Milizionäre seien «in einem kleinen Teil von Sirte belagert», hiess es in der Erklärung. «Sie versuchen von dort auszubrechen, aber unsere Kräfte haben alle Versuche vereitelt.» Die Übergangsregierung gab die Zahl der getöteten «IS»-Kämpfer mit «mehreren Dutzend» an.

Vom Chaos profitiert

Für die Dschihadisten wäre der Verlust von Sirte ein harter Rückschlag. Sie hatten sich 2014 in der Heimatstadt des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi festgesetzt und die Stadt vor einem Jahr vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Der «IS» hatte dabei vom allgemeinen Chaos profitiert, das in Libyen seit dem Sturz Gaddafis im Herbst 2011 herrscht.

Bei der Explosion eines Waffenlagers in Garabuli westlich von Sirte kamen derweil mindestens 29 Menschen ums Leben. Ein Sicherheitsvertreter der Stadt sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass zuvor «Bewaffnete das Lager einer Miliz aus Misrata gestürmt» hätten. Anschliessend sei es zu der «grossen Explosion» gekommen, deren Ursache noch unklar sei. Möglicherweise habe die Miliz Sprengfallen aufgestellt. (cma/sda/afp)

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