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Workes at the Fulton County Board of Registration and Elections works to process absentee ballots at the State Farm Arena Monday, Nov. 2, 2020, in Atlanta. (AP Photo/John Bazemore)

Da war das Wasserrohr noch dicht. Wahlhelferin beim Auszählen von Stimmen in der State Farm Arena in Atlanta. Bild: keystone

Ein Wasserrohrbruch in Georgia sorgt für rote Köpfe und wilde Spekulationen



Georgia steht auf der Kippe. Nur 120'000 Stimmen oder 2,5 Prozent trennen Donald Trump und Joe Biden nach Auszählung von 91 Prozent aller Wählerstimmen. Das Rennen um die eminent wichtigen 16 Wahlleute ist weiterhin offen – und das hat zwei Gründe, die nun mit Argusaugen betrachtet werden.

Der Wasserrohrbruch im bevölkerungsreichsten Bezirk

Der Wasserrohrbruch ereignete sich im NBA-Stadion der Atlanta Hawks, der State Farm Area in Fulton County. Laut Berichten genau über einem Raum, in dem sogenannte «absentee ballots» ausgezählt wurden. Das schreibt das «Atlanta Journal-Constitution», die grösste Lokalzeitung von Atlanta.

In Fulton lebt ein Zehntel der gesamten Bevölkerung von Georgia – die Hälfte davon sind Afroamerikaner. Als absentee ballots zählen sämtliche Stimmen, welche nicht direkt am Wahltag an der Urne eingeworfen wurden.

Stimmzettel wurden nach Angaben der örtlichen Behörden keine beschädigt oder zerstört. Doch der Sachschaden verzögerte die Zählarbeiten um mehrere Stunden.

Bereits werden Stimmen laut, die beim Vorfall nicht an Zufall glauben wollen. Fulton County ist eine demokratische Hochburg. Tatsächlich gingen 72,5% oder knapp 290'000 der bisher ausgezählten Stimmen (ebenfalls 72%, Stand 08.39 Uhr) an den demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Dass es sich bei den betroffenen Wahlzetteln ausgerechnet um absentee ballots handelt, befeuert die kritischen Stimmen weiter. Demokraten greifen viel öfters auf die Möglichkeit von absentee ballots zurück als ihre republikanischen Gegenspieler. Es ist anzunehmen, dass eine überwiegende Mehrheit der noch ungezählten Stimmen ins Biden-Lager wandert.

Im Mix mit Donald Trumps Bestrebungen, die Briefwahl möglichst zu diskreditieren oder gar zu stoppen, kochen jetzt bereits Theorien hoch: Das sei kein Zufall – könne kein Zufall gewesen sein.

Befeuert werden diese Verdächtigungen durch einen zweiten Störfall.

Softwareprobleme im zweitbevölkerungsreichsten County von Georgia

Aufgrund eines Softwareproblems kam es auch in Gwinnet County zu Verzögerungen bei der Auszählung von 80'000 brieflich eingereichten Wahlzetteln. Auch Gwinnet ist Biden-Land. Fast 60% stimmten hier bis jetzt für den Herausforderer.

(tog)

Dieser Fondue-Plausch ging nach hinten los

Video: watson/leb

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