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epa08797188 US President Donald Trump?s supporters and Democratic Candidate Joe Biden?s supporters cheer during Election Day in front of the Miami-Dade Elections Department in Miami, Florida, USA, 03 November 2020. Americans vote on Election Day to choose between re-electing Donald J. Trump or electing Joe Biden as the 46th President of the United States to serve from 2021 through 2024.  EPA/CRISTOBAL HERRERA-ULASHKEVICH

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5 Punkte, die du jetzt zur US-Wahl wissen musst



Es wäre voreilig zu sagen, dass die Umfrageinstitute erneut danebenlagen

CORRECTS MONTH TO NOVEMBER Voters cast their ballots under a giant mural at Robious Elementary school in Midlothian, Va., Tuesday Nov. 3, 2020. Poll workers said that traffic was slow due to all the early voting in the precinct. (AP Photo/Steve Helber)

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Die meisten Umfrageinstitute prognostizierten Siege des Demokraten Joe Biden in den Bundesstaaten Florida, North Carolina, Georgia und Arizona – wenn auch nur mit geringem Vorsprung. So wie es momentan aussieht (Stand: 05.50 Uhr), trafen sie damit nur im Fall von Arizona ins Schwarze. In Florida liegt Trump nach 96 Prozent gezählten Stimmen mit über 3,5 Prozent in Führung (die Nachrichtenagentur AP hat Trump mittlerweile zum Sieger erklärt), in Georgia beträgt der Vorsprung über sieben Prozent (81 Prozent ausgezählt) und in North Carolina (95 Prozent ausgezählt) liegt der Amtsinhaber mit 1,4 Prozent vorn.

Doch noch ist nicht aller Tage Abend.

In Georgia fehlen die Zahlen aus der grössten Stadt Atlanta – und die Briefstimmen. Die «New York Times» prognostiziert, dass Biden damit den Staat noch an sich reissen kann.

Bis jetzt ist 2020 eine Kopie von 2016. Ausser ...

FILE - In this Oct. 28, 2016 file photo, Cuban-Americans chant pro-Trump slogans as they show their support for Republican presidential candidate Donald Trump, in Miami. According to a poll released on Oct. 2, 2020 from Florida Internacional University, the majority of Cuban-Americans living in South Florida support the economic embargo and the hard-line policy against Cuba implemented by Trump, but they also agree with measures that promote some engagement.  (AP Photo/Alan Diaz, File)

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Bist jetzt (Stand 05.50 Uhr) gingen sämtliche ausgezählten Staaten an dieselbe Partei wie im Jahr 2016. Mit einer Ausnahme: Joe Biden wird laut Fox News Arizona und damit 11 zusätzliche Wahlpersonen für sich erobern.

Der «Rust Belt» wird entscheiden

epaselect epa08615090 Security personal wear Trump face masks before US President Donald J. Trump is scheduled to speech during a campaign stop at the Miriotti Building Products Factory in Old Forge, Pennsylvania, USA, 20 August 2020. The Trump campaign plans numerous stops in the seven 'Rust Belt' states.  EPA/Peter Foley

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Alle Augen richten sich nun auf den «Rust Belt» und die Staaten Wisconsin (10 Wahlleute), Michigan (16) und Pennsylvania (20). In allen drei Bundesstaaten führt im Moment Trump mit zum Teil beträchtlichem Vorsprung.

Doch wie in Georgia werden in diesen drei Staaten die Briefwahlstimmen erst am Ende gezählt. Die bisherige Erfahrung zeigt: Demokraten haben ungleich öfter per Brief gewählt als Republikaner. In der Stadt Philadelphia etwa (im Bundesstaat Pennsylvania) beträgt das Verhältnis laut Wahlhelfern 16:1. Auf jeden Brief eines Republikaners kommen 16 von Demokraten.

Biden wird aller Voraussicht Trumps Vorsprung in den drei Staaten verkleinern – ob es dem Herausforderer allerdings gelingt, Trump noch abzufangen, wird sich erst im Verlauf der nächsten Tage zeigen.

Das Resultat wird erst in ein paar Tagen erwartet

Board of Elections worker Bob Moody moves boxes of ballots at the Trumbull County Board of Elections, Tuesday, Nov. 3, 2020, in Warren, Ohio. (AP Photo/David Dermer)

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Viele Experten gehen mittlerweile davon aus, dass ein Sieger erst in ein paar Tagen ausgerufen werden kann. Einerseits dauert die Auszählung mehrere Tage, andererseits werden ein juristischer Hickhack, Nachzählungen und andere Verzögerungen erwartet.

Die Briefwahl wird noch zu reden geben

Voter Kari Ackerman, center, casts her ballot with help from poll worker Brenda Anderson, left, at the Girard Borough Building on Tuesday, Nov. 3, 2020, in Erie, Pa. (Greg Wohlford/Erie Times-News via AP)

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Es zeichnet sich ein immer deutlicheres Bild ab: Demokraten wählen per Brief, Republikaner gehen an die Urne. In diversen Bundesstaaten lag Biden nach der Auszählung der Briefstimmen voraus – Trump hat die Nase bei den Urnengängern vorn.

Weil Trump im Vorfeld immer wieder die Legalität der Briefwahl anzweifelte, kann davon ausgegangen werden, dass uns interessante nächste Tage bevorstehen.

Dieser Fondue-Plausch ging hinten raus

Video: watson/leb

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