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Trump wettert gegen Briefwahl und einen Reifenhersteller – die neuesten Tweets des POTUS



US-Präsident Donald Trump hat zum Boykott des Reifenherstellers Goodyear aufgerufen, weil die Firma seine Anhänger benachteilige. Die Firma habe Kopfbedeckungen mit seinem Slogan «Make America Great Again» verboten, erklärte der Präsident zur Begründung bei Twitter. Der Kurs der Goodyear-Aktie sackte nach Trumps Tweet zunächst steil um mehr als drei Prozent ab, erholte sich dann aber weitestgehend.

«Kaufen Sie bessere Reifen für viel weniger Geld!», twitterte Trump. Auslöser für Trumps Vorgehen waren Medienberichte, wonach bei einer Schulung in einem Goodyear-Werk im Bundesstaat Kansas Bekleidung mit dem Slogan für «nicht akzeptabel» erklärt worden waren. Trump hatte schon im Wahlkampf 2016 auf das «MAGA»-Versprechen gesetzt, Amerika zu alter Grösse zurückzubringen.

Fährt Trumps Limousine mit den besagten Reifen?

Bei Twitter machten daraufhin Fotos die Runde, auf denen der Goodyear-Schriftzug auf den Reifen seiner Präsidenten-Limousine zu sehen war. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany wollte sich nicht dazu äussern, ob das Fahrzeug mit dem Spitznamen «Beast» weiterhin auf Goodyear-Reifen unterwegs ist – aus Sicherheitsgründen.

«Wer sagt es ihm?», fragt eine Twitter-Userin rhetorisch.

Goodyear betonte, dass man Mitarbeiter grundsätzlich auffordere, auf Bekundungen der Unterstützung für politische Parteien oder Kampagnen zu verzichten. Dagegen sei der Einsatz für Gleichberechtigung und gegen rassistisch motivierte Ungerechtigkeit erlaubt.

epa08613236 An employee gestures beside sample tires at a Roll by Goodyear location in Washington, DC, USA, 19 August 2020. US President Donald J. Trump has called on people to boycott tires made by Goodyear Tires and Rubber Co., because the President claims the company banned Make America Great Again (MAGA) hats. The company's stock immediately went down following the President's tweet.  EPA/MICHAEL REYNOLDS

Goodyear ist ein amerikanisches Unternehmen mit Sitz im Bundesstaat Ohio und mehr als 60'000 Mitarbeitern. Bild: keystone

Zugleich schränkte das Unternehmen ein, dass es sich bei der abgebildeten Präsentationsfolie mit Logo des Unternehmens nicht um von Konzernstellen produziertes oder verbreitetes Material gehandelt habe. «Sie haben nicht bestritten, dass dieses Bild an einem ihrer Standorte gezeigt wurde», stellte McEnany nach der Stellungnahme des Unternehmens fest und forderte von Goodyear weitere Klarstellungen.

Die verflixte Briefwahl

Gut zwei Monate vor der US-Wahl macht Donald Trump erneut gegen die Möglichkeit der Abstimmung per Briefwahl Stimmung. Wer trotz der Corona-Pandemie demonstrieren könne, könne auch zur Stimmabgabe ins Wahllokal gehen, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter.

«Wenn Sie protestieren können, dann können sie auch in Person abstimmen», schrieb er komplett in Grossbuchstaben - offenbar in Anspielung auf die Massenproteste in den USA im Juni und Juli, die sich gegen Rassismus und Polizeigewalt richteten.

Trump behauptet - ohne Vorlage stichhaltiger Belege - dass eine Abstimmung bei den Wahlen am 3. November per Briefwahl das Tor für massiven Wahlbetrug öffnen werde. Experten und selbst viele Republikaner haben Trumps Betrugswarnungen zurückgewiesen. Die Behörden rechnen bei der Wahl im November wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie mit einer massiven Ausweitung der Briefwahl.

Der Republikaner Trump hingegen scheint die Briefwahl als Finte seiner Gegner zu betrachten, um ihn mit Hilfe einer hohen Wahlbeteiligung zu schlagen. (sda/dpa)

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Die wichtigsten Temine bis zu den US-Wahlen

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