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Justin Dalipi, of Albania, wears a mask as a precaution against the Corona virus during the final days of his visit to New York, as he takes a selfie in New York's Times Square, Tuesday, March 10, 2020. For most people, the new coronavirus causes only mild or moderate symptoms, such as fever and cough. For some, especially older adults and people with existing health problems, it can cause more severe illness, including pneumonia. The vast majority of people recover from the new virus. (AP Photo/Mary Altaffer)

Bild: AP

4 Gründe, warum die Coronafälle in den USA sprunghaft ansteigen

Bis am Freitagabend starben in den USA 1600 Personen am Coronavirus. Die Vereinigten Staaten haben es an die Spitze der weltweiten Corona-Statistik geschafft. 4 Gründe, warum die Zahl der Infizierten explodiert ist.



Vom ersten bekannten Corona-Patienten Ende Januar zu jetzt mehr als 100'000 Infizierten haben die USA es ungewollt an die Spitze der weltweiten Corona-Statistik geschafft. Bis Freitagabend starben in den Vereinigten Staaten rund 1600 Menschen.

Damit ist die Sterberate an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 bislang allerdings deutlich niedriger als in einigen europäischen Ländern. Wie ist der rasante Anstieg an Erkrankten in den USA zu erklären? Und wie wird es weitergehen?

US-Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie in den USA noch nicht erreicht ist. Sie nennen zudem verschiedene Gründe, warum die Infiziertenzahlen derart explodiert sind.

Trump relativiert und Tests fehlen

Trump relativiert

Zu Beginn des Ausbruchs wurde Präsident Donald Trump vorgeworfen, den Ernst der Lage relativiert zu haben. Trump hatte zunächst erklärt, eine Verbreitung des Virus auch in den USA sei nicht «unvermeidlich» – er widersprach damit der Auffassung von Gesundheitsexperten.

Als sich die Krankheit dann zunächst in den den Westküstenstaaten Washington und Kalifornien ausbreitete, gelang es den Behörden angesichts fehlender Tests nicht, Infektionsketten nachzuvollziehen.

Die Regierung weigerte sich zunächst, behördliche Hürden abzubauen, was es den Bundesstaaten und örtlichen Gesundheitsverwaltungen ermöglicht hätte, eigene Testkits zu entwickeln.

President Donald Trump stops while walking to Marine One to depart the White House, Saturday, March 28, 2020, in Washington. Trump is en route to Norfolk, Va., for the sailing of the USNS Comfort, which is headed to NewYork. (AP Photo/Alex Brandon)
Donald Trump

Zu Beginn des Ausbruchs wurde Präsident Donald Trump vorgeworfen, den Ernst der Lage relativiert zu haben. Bild: AP

Darüber hinaus wurden die ersten Tests ausschliesslich an das nationale Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) in Atlanta geschickt. Dieses verschickte dann fehlerhafte Testkits an die Bundesstaaten, wodurch wiederum wertvolle Zeit verloren ging.

Erst nach dem Tod des ersten Corona-Patienten am 29. Februar lockerte die Regierung die Regularien. Dann stieg der Privatsektor ein, wodurch die Testkapazitäten erhöht wurden.

Fehlerhafte Tests

«Wenn wir Infektionsketten nachvollzogen hätten, hätten wir viele Fälle schneller entdecken und die Hotspots abriegeln können», sagte der Chef der Notfallmedizin an der Johns Hopkins-Universität, Gabor Kelen, der Nachrichtenagentur AFP.

Die US-Behörden verteidigen dagegen ihr Vorgehen. Zudem betonten sie wiederholt, dass in Südkorea entwickelte Tests manchmal falsch positive Ergebnisse geliefert hätten. Dabei gilt Südkorea als beispielhaft im Umgang mit der Pandemie, weil dort viel und systematisch getestet wurde.

Kelen widerspricht deshalb auch der Argumentation der Behörden: «Etwas ist besser als nichts, schneller ist besser als später, und wenn ein Test gut ist, sind zwei besser.»

Seuchenherd New York

Als Epizentrum des Ausbruchs gilt inzwischen das dicht besiedelte New York mit knapp 45'000 Fällen und mehr als 500 Toten bis Freitag. Es folgen das benachbarte New Jersey, Kalifornien, Michigan und Illinois. Die Hotspots sind meist Grossstädte.

Der Medizinprofessor Thomas Tsai von der Harvard Universität warnte, Bundesstaaten oder Gebiete mit wenigen Fällen dürften sich nicht in Sicherheit wiegen. Er plädierte für eine «wirklich national abgestimmte Strategie».

A woman wearing a mask crosses the street in front of a mural about traffic accidents reading,

New York ist das Epizentrum des Ausbruchs. Bild: AP

Ein Flickenteppich bei den Eindämmungsbemühungen könne zu Situationen wie jetzt in New York führen. Bis Freitag galten für 61 Prozent der US-Bevölkerung Ausgangsbeschränkungen, für 39 Prozent nicht.

Ein Lichtblick ist bislang, dass die Sterberate mit 1,5 Prozent bislang relativ niedrig ist. In Spanien etwa liegt sie bei 7,7 und in Italien bei zehn Prozent. Es ist aber unklar, ob es dabei bleibt – auch die Experten sind hier uneins.

Fehlendes Social Distancing

Der Epidemiologe David Fisman von der Universität Toronto rechnet mit steigenden Opferzahlen in den USA. Die Rate werde steigen, «denn es dauert, bis die Menschen sterben». Er gehe davon aus, «dass wir am Beginn eines absolut katastrophalen Ausbruchs stehen».

Experten sind sich einig, dass Abstandhalten dringend notwendig ist, um die «Kurve abzuflachen». Wissenschaftler setzen Keren zufolge zudem darauf, dass sich das Virus abschwächen könnte, wie dies bei ähnlichen Viren meist der Fall ist. Auch Hitze und Feuchtigkeit im Sommer könnten die Ausbreitung verlangsamen.

Forschern an der Universität Washington zufolge könnte Mitte April der Höhepunkt der Welle in den USA erreicht sein. Ihr Modell geht von mindestens 38'000 und maximal 162'000 Toten aus. Zum Vergleich: Während der Grippewelle 2018/2019 starben in den Vereinigten Staaten 34'000 Menschen. (ohe/sda/afp)

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35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Meierli 29.03.2020 09:43
    Highlight Highlight Einer der Hotspots ist Florida. Feucht und heiss....
  • Fabian Lehner 29.03.2020 00:17
    Highlight Highlight Zu der Grippetotenanzahl am Ende des tetxtes: es handelt sich hierbei um "Flu and Pneumonia deaths"die Im vergleich zu den bestätigten toten ist an der Grippe viel höher ist. Vergleich zahl aus dem Jahr 2001 sind das 61 000 tote wovon nur beo rund 1000 Grippe om Verbindungen gebracht wirde un 128 bestätigt.
    • batschki 29.03.2020 08:05
      Highlight Highlight Bitte Deutsch und deutlich. Ich verstehe diesen post nicht
    • Fabian Lehner 29.03.2020 12:02
      Highlight Highlight Ja sorry Touchscreen ;)
    • djohhny 29.03.2020 15:48
      Highlight Highlight @Fabian Hier die Originalzahlen. Da steht nichts von Pneumonia.

      https://www.cdc.gov/flu/about/burden/past-seasons.html

      Watson hätte allerdings noch schreiben können, dass dies geschätzte Werte sind
  • banda69 28.03.2020 23:56
    Highlight Highlight Es gibt nur einen Grund wieso die Zahlen ansteigen:

    Donald Trump, Rechtspopulist. Stellt Wirtschaft, Geld und Gier vor Mensch und Umwelt
    • banda69 29.03.2020 18:59
      Highlight Highlight @pjoter

      Nein sorry, ich kenne meine Grenzen und überschätze mich nicht.

      Ganz im Gegensatz zum menschen- und umweltfeindlichen Rechtspopulisten Donald Trump.
  • vayiaelanor 28.03.2020 23:23
    Highlight Highlight Ich höre jedoch mittlerweile von meinen Arbeitskollegen in NY dass extrem viel getestet wird. Und mein Gspänli in der Schweiz, wo die ganze Familie seit 2 Wochen im Bett liegt mit "Grippy Symptomen" kriegt keinen Test weil U60. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.
  • sansibar 28.03.2020 22:58
    Highlight Highlight Der Typ im weissen Haus - Symbolbild:
    Benutzer Bildabspielen
  • Roland Strauss 28.03.2020 22:02
    Highlight Highlight Ach so, Trump ist schuld. War zu erwarten. Alle anderen Politiker rund um den Erdball haben es natürlich viel besser gemacht, deshalb haben sie jetzt kaum Corona Fälle.
    • NathanBiel 28.03.2020 22:48
      Highlight Highlight Trump ist immer Schuld! We are the best prepard country in the world.... meine Fresse!
    • Amboss 28.03.2020 23:10
      Highlight Highlight Der Titel unter Punkt 1 heisst: "Trump relativiert" und nicht "Trump ist Schuld"
      Und das ist ja auch das, was man ihn vorwerfen muss: Dass die USA gegenüber China und Europa 2-3 Monate später dran sind und sie diese Zeit nicht genutzt haben...

      Da hat insbesondere Trump es verkackt. Und er hat es verkackt, sich die Wiederwahl zu sichern. Denn als entschlossener, erfolgreicher Krisenmanager wäre er unschlagbar gewesen
    • cheko 28.03.2020 23:58
      Highlight Highlight Ja, die meisten anderen führenden Staatsorgane haben definitiv besser gehandelt als dieser Trumpel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 28.03.2020 21:57
    Highlight Highlight Ich glaube den Zahlen nie.
    Viele Amis gehen auch krank zur Arbeit, weil sie weder Versicherung, noch Taggelder von ihren Firmen kriegen.

    Es gibt Massen, die vegetieren zu Hause.
    Sterben einsam daran, oder verteilen fleißig die Krankheit weiter, bis sie irgendwann, selbst umfallen.

    Noch eine Woche.
    Dann bricht in den USA die ganze Versorgung zusammen.
    Die Krankenhäuser werden unter dem Ansturm zusammenbrechen.
    Trumpel wird wie immer, das Management der verantwortlich machen.
    Wie einst bei der Feuersbrunst.

    Er selbst hat doch alles super gemacht....
    • Joe "I beat the socialist" Biden 28.03.2020 22:50
      Highlight Highlight Hier ist wirklich einfach gar alles, was irgenwie anti-amerikanisch ist beliebt...

      Ich kenne zur Zeit niemanden in den USA der noch ganz normal zur Arbeit geht (wie in der Schweiz mit einigen kritischen Ausnahmen). Es gibt grosse Solidarität zwischen den Menschen und Krankenhäuser helfen sich gegenseitig aufrecht zu bleiben.

      Die Versorgung läuft auch prima. Ich hatte im Vergleich zu Verwandten in der Schweiz keine Probleme beim einkaufen.

    • Toerpe Zwerg 28.03.2020 22:54
      Highlight Highlight "Es gibt Massen, die vegetieren zu Hause.
      Sterben einsam daran"

      Ähm, nein.

      Der Rest ist auch Quatsch bzw Wunschdenken Ihrerseits.
    • je-maison 29.03.2020 06:41
      Highlight Highlight Was soll eigentlich diese Besessenheit mit den Staaten? Am Schweizer Wesen soll die Welt genesen oder was? Kehrt doch zuerst mal vor der eigenen Türe, ihr Bünzlis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 28.03.2020 21:48
    Highlight Highlight Mann, Amerika hat mehr Einwohner wie Spanien, Frankreich, Deutschland, Italien, UK zusammen. Logisch wächst das rasant. Mann muss es eher mit Westeuropa vergleichen.
    • Stirling 29.03.2020 07:27
      Highlight Highlight Schon mal was von Relation gehört?
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 29.03.2020 09:34
      Highlight Highlight Aktuell hat die CH tatsächlich 5 mal mehr Fälle und Tote je 1 Million Einwohner als die USA. Die Welle in den USA hat allerdings später begonnen.
      Bilanz ziehen könen wir wohl nicht vor Juli/August.
  • Varanasi 28.03.2020 21:20
    Highlight Highlight Nach New York wird wahrscheinlich New Orleans der nächste Hotspot. Dort fand Ende Februar noch der Karneval mit 1,5 Millionen Touristen statt.
    Die Stadtpräsidentin gibt den nationalen Gesundheitsbehörden die Schuld, weil von dort keine eindeutigen Anweisungen und Warnungen kamen.




    • esclarmonde 28.03.2020 21:40
      Highlight Highlight Florida ebenfalls. Spring Break ist (war dort) eine Riesenparty.
    • glointhegreat 28.03.2020 21:46
      Highlight Highlight The donald ist schuld. ... Wie an allem.
    • Oj Manbrook 29.03.2020 00:14
      Highlight Highlight @glointhegreat
      naütrlich ist Donald nicht Schuld aber es läge an ihm mal ein Machtwort zu sprechen und nicht nur darum bedacht zu sein, seine narzisstischen Züge zu füttern in dem er versucht keine Fehler zu machen und nur sich in gutem Licht zu präsentieren.
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